Die Furcht vor Geldentwertung treibt Politiker in den USA zu einem ungewöhnlichen Schritt: Der Mormonenstaat Utah hat Gold und Silber als offizielle Zahlungsmittel zugelassen. Auch 13 weitere US-Bundesstaaten* planen ähnliche Gesetze.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...752686,00.html
Es geht gar nicht um apokalyptische Zustände. Dann wären, wie ich schon geschrieben habe, Waffen die "beste Wahl".
Es geht vielmehr um einen schleichenden Enteignungsprozess der Sparer durch Inflation. Sagen wir mal in einer Spanne von 5-10% pro Jahr. Nach wenigen Jahren hat die Inflation dann Ihre kompletten Ersparnisse aufgefressen.
Wer Gold hat, wird in Zukunft weiter Mercedes fahren können. Der, der kein Gold hat, wird vielleicht zum Flaschensammler degenerieren.
Und Brot kann man unter den genannten Umständen immer noch kaufen. Wir reden schließlich nicht von Hyperinflation mit zb einer Inflationsrate von 100% pro Jahr.
Ob es nun "offizielles" Zahlungsmittel ist oder nicht ist in meinen Augen vollkommen irrelevant. In allen Gebieten der Erde und zur fast allen Zeiten waren Gold/Silber Zahlungsmittel. Gold ist das ultimative Zahlungsmittel. Siehe Gahddafi - alle seine Konten in Fiatgeld wurden gesperrt - aber er kann sich mit dem gehorteten Gold Waffen, Soldaten und alles andere erwerben.
Eine hyperinflationäre Lektion hatte Weimar-Deutschland schon hinter sich, da stiegt der Goldpreis schneller als die Infationsrate. In einer solchen Zeit ist aber der Goldpreis gemessen in Papiergeld vollkommen uninteressant, da Papiergeld als Zahlungsmittel nicht mehr akzeptiert wird sondern eben nur noch Edelmetalle und Sachwerte.
Auch in Zimbabwe und Argentinien kann man wunderbar mit Gold zahlen.
Sicherlich kann man auch mit Waffen, Tabak, Alkohol und Weizen usw. bezahlen. Aber die haben den Nachteil, dass sie schwieriger Lagerbar sind und mitunter Transportnachteile.
Gold hat im Markt eine ganz andere Rolle als alle anderen Spekulationsobjekte. Das schliesst nicht aus, dass die Zettelwirtschaftsspekulanten nicht auch beim Gold im Paralleluniversum mitspielen und den Preis beeinflussen.
Ich wollte sie bekämen kalte Füße, dann würde ich mich noch einmal kräftig mit physischen Gold eindecken. Ich habe aber den Eindruck, der Zettelmarkt hat sich in den letzten 10 Wochen bereits verabschiedet und wir sehen die wahre Basis von Gold.
Und darum geht`s, physische Werte möglichst kompakt über saure Gurken Zeiten retten, in denen das Papiergeld zu Staub zerfällt. Das hat rein gar nichts mit Spekulation zu tun.
Natürlich kann man das auch mit anderen physischen Werten tun, aber Gold hat sich als eine Art Standardwährung für diesen speziellen Anwendungsfall über Jahrhunderte entwickelt.
Früher hiess es, eine Unze Gold ist der Gegenwert den ein massgeschneiderter Anzug kostet.
Solche Daumenwerte halfen den Menschen über die Zeiten von Inflation und Papier Verfall als Benchmark.
Wenn jemand mit seinem Geld Dummheiten macht, ist das seine Privatsache. Etwas ganz anderes ist die Verwendung öffentlicher Gelder. Es ist unbegreiflich, dass es Kommunalangestellten möglich ist, mit solchem Geld riskante "Finanzprodukte" zu kaufen.
Man sollte vielleicht mit solchen Leuten verfahren wie im Mittelalter mit Gewichtsfälschern.
Dann gehört ja halb Deutschland in die Anstalt! Wer vertraut(e) nicht auf Papier wie Geldscheine, Aktien oder Obligationen.
Wenn ein Staat nicht für eine gewisse Deckung seiner Papiere sorgt, ist es doch logisch, dass die Cleveren in Sachwerte investieren: Grund & Boden, Edelmetalle, Antiquitäten, Edelsteine usw.
Wenn ein Staat die Steuergelder auf mannigfaltige Art verschleudert, wie soll man dann noch Vertrauen haben in irgendwelche Finanz- oder Wirtschaftspolitik?
Das Geld wird der Mittelschicht in atemberaubendem Tempo aus den Taschen gesogen und man kann nichts dagegen tun. Außer ein anderes Übel wählen zu dürfen.