Dem Horizont entgegen schwimmen, planschen über den Dächern der Stadt: Infinity Pools bescheren Urlaubern in aller Welt Badeerlebnisse der Luxusklasse. Zwischen Uruguay und Bali laden hinreißende Bassins zu einem Sprung*in die Unendlichkeit*ein.
Der Teufelspool in Sambia muss so etwas wie das Ur-Planschbecken unter den Infinity Pools gewesen sein. Hoch über den tosenden Victoria-Wasserfällen trauen sich Wagemutige bis an die Absturzkante, wo der Sambesi mehr als 100 Meter in die Tiefe rauscht. Im Internet kursieren Fotos und Videos von Badenden, die ihren Sprung in das natürliche Wasserloch, den "Devil's Pool", mit der Kamera festhalten: Rücklings liegen die Abenteuer-Touristen auf dem Vorsprung, Nebelschwaden ziehen vorüber, es wirkt, als würden sie sogleich ins Nichts fallen.
Was sich nach einer Mutprobe anhört, ist in Wahrheit gar nicht so gefährlich, zumindest nicht im Winter. In den Monaten September bis Dezember sind die Strömungen relativ harmlos, so dass sich unerschrockene Afrika-Urlauber in Bikini und Bade-Shorts bis an die Felskante herantrauen. Einen Adrenalin-Kick hat, wer sich nun vorstellt, der Stein würde plötzlich abbrechen. Lebensbedrohlich wird es, wenn das natürliche Badebecken stark geflutet ist - dann sollte man sich die Victoria-Wasserfälle keinesfalls aus dieser Perspektive ansehen.
Infinity Pools: Baden*am Abgrund - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise