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Induktives Ladesystem für E-Busse: Kraft ohne Kabel

Conductix WampflerLaden ohne Ladekabel, sozusagen durch die Luft - hört sich erstmal nach Science Fiction an. Aber was bei elektrischen Zahnbürsten klappt, soll nun auch die innerstädtische Mobilität revolutionieren. Ein erfolgreicher Langzeitversuch gibt Hoffnung, dass es klappen könnte.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...837696,00.html
  1. #40

    bei elektrischen Zahnbürsten

    Zitat von Gerdd Beitrag anzeigen
    Also, wenn das bei elektrischen Zahnbürsten so schön klappt, warum kann man das dann nicht auch in Herzschrittmacher einbauen
    Gibt es schon, in den USA und in GB.
  2. #41

    Zitat von Hajojunge Beitrag anzeigen
    Beim Bau eines Netztrafos wird penibel darauf geachtet, dass der Trafokern, der Primär- und Sekundärspule magnetisch miteinander verkoppelt, keinen Luftspalt hat. Entsprechend geschichtete Bleche machen das möglich. Besteht der Eisenkern aus zwei Hälften (Schnittbandkern), ist bei der Montage größte Sorgfalt angesagt. So wird gewährleistet, dass das Magnetfeld im Kern gebunden bleibt und nicht streuen kann.
    Bereits 0,1 mm sind zuviel, der Trafo erzeugt ein erhebliches Streufeld, die Übertragungsverluste steigen. Elektrosensible Gemüter, die ihren Radiowecker weit weg vom Bett betreiben, oder sogar das ganze Schlafzimmer nachts stromlos machen, müßten an solch einer Haltestelle mit Riesenluftspalt und -streufeld eigentlich auf der Stelle tot umfallen. Bei der E-Zahnbürste mit ihrer winzigen Übertragungsleistung ist die schlechte Verkopplung hinnehmbar, aber nicht bei einigen kW. Dann doch lieber eine Kontaktvorrichtung an jeder Haltestelle und auf dem Dach der Busse.
    So ganz werde ich nicht schlau, was Sie ausser ihrem Schlusssatz wirklich aussagen wollen.
    Der Hersteller verspricht im "Normalfall" einen Wirkungsgrad der Übertragung von 95% bei einer Übertragung von 60/120kW.
    Streu-, Wärme, und sonstige Verluste also zwischen 3 und 6 kW, die "kaum" unter dem Bus hervorkommen dürften.
    Der Abstrahlwinkel und die Entfernung machen eine schädliche "Strahlung" quasi unmöglich, solange es empfindliche Personen überhaupt in der Umgebung von Elektritizät, also in der Stadt, Dorf oder eines Hauses mit Stromanschluss aushalten.
    Andere haben es eh schwierig, einen Arbeitsplatz ausserhalb der Landwirtschaft mit reiner Handarbeit zu finden und können den eh nur zu Fuss oder per Fahrrad ohne Dynamobetrieb aufsuchen, wobei sie insbesondere auch die kurzfristige Annäherung zu Gleisen und Stromleitungen vermeiden sollten.
    Ebenso natürlich Telefone, PCs und Radio/TV.

    Die unqualifizierte Äusserung eines Foristen (nach seiner Behauptung E-Ingenieur) zu E-Zahnbürsten mit Induktionsaufladung spielt hier keine Rolle.
    Aus aufgedruckten Werten von Billigstkomponenten einen Gesamtwirkungsgrad abzuleiten, ist einem (angbl.) Ingenieur absolut unangemessen.
    Nicht nur deswegen sind seine Aussagen absolut unglaubwürdig.

    Warum die kontaktlose Induktionsladung bei den E-Bussen (in meinen Augen) trotz 5% (und mehr) Verlust sinnvoller ist, erkläre ich in einem weiteren Kommentar als Antwort zu Bleiakku vs Li-xy Akku.
  3. #42

    Zitat von founder Beitrag anzeigen
    Who killed the electric car? Der Bleiakku.

    Viel zu schwer, viel zuwenig Leistung und wenn man die Leistung fordert, dann eine verdammt kurze Lebensdauer.

    Eine Tonne Bleiakkus hat so 30 kWh und man sollte nicht mehr als 30 kW ziehen, sonst hat man eine drastisch verkürzte Lebensdauer.

    Bleiakkus sind in der elektrischen Mobilität gegenüber
    Lithium Eisen Phosphat wegen der geringen Lebensdauer völlig unwirtschaftlich.

    Allein schon der Wirkusgradunterschied zwischen Beli und Lithium und das höhere Wagengewicht führen zu einem beträchtlichen Mehrverbrauch an Strom
    Vorweg: Das Folgende betrifft meinen Kenntnisstand und meine Überlegungen, muss aber nicht "absolut" richtig sein.

    Die Herstellerangaben bzgl. der Ladezyklen und der Lebensdauer von Akkus differieren extrem, beinhalten aber meist keine verlässlichen Grunddaten.
    Die Google-Daten sind noch schwieriger zu analysieren.

    Li-xy Akkus werden oft 300-800 Ladezyklen zugeschrieben.
    Dummerweise unabhängig von deren Dauer.
    Ggf. zählt jede einzelne Nachladung.
    Nutzer von Notebooks und Handys werden das bestätigen, deren Akku schon nach einigen Monaten oder weniger als zwei Jahren die Grätsche macht.

    Bleiakkus als Autobatterie haben oft eine Lebensdauer von einem Jahrzehnt, wenn das Kfz regelmässig genutzt wird.
    Und dabei wechselt der Laderegler ggf. hunderte Male in einer Stunde zwischen Laden und Entladen!

    Ein "ordentliches" E-Mobil wechselt alleine durch die Rekupation in der Stadt regelmässig zwischen Laden und Entladen.
    Da es dort scheinbar(?) keine grossen Klagen ggü. Akkudefekten oder Kapazitätsverlusten gibt, aber meist Li-xy Akkus
    verwendet werden, widerspricht das den wenigen Zyklen unabhängig der Nachladung.
    Ansonsten wäre dort die Ergänzung des Systems um Kondensatoren (wie von Forist "founder" aufgezeigt) als weiterer Zwischenspeicher doch logisch, ist aber mir nicht bekannt.

    Tatsache ist, dass Unternehmen wie die Conductix-Wampfler AG ihr System verkaufen wollen und dabei die Effizienz der unterschiedlichen Akkutypen für DIESEN Einsatzzweck besser als ich durchgerechnet haben dürften.
    Und wenn andere Akkutypen für den Einsatzzweck günstiger werden, dürfte auch da ein Austausch relativ problemlos möglich sein.

    Eine Ideallösung gibt es immer nur für eine ganz speziellen Fall.
    Ist sie energetisch absolut top, ist sie evtl. auch sauteuer..
    Es gilt immer, den passenden Kompromiss zu finden.
    Meist kann man das halbwegs genau kalkulieren.

    PS: Bisher ist mir auch nicht bekannt, dass sich Li-xy Hersteller als Speicher z.B. für Solarstrom hervor tun.
    Ok, auch wenn dort der Gewichtsvorteil nicht zählt.
    Aber wieviel zählt das Gewicht bei einem "Stadtbus"?
  4. #43

    Zitat von Gerdd Beitrag anzeigen
    Danke!
    Das muß ich dann mal an verschiedene Kliniken im Köln-Bonner Raum weiterleiten. Oder wie lange ist jetzt "schon lange"?

    Wie ich eben anderswo erklärte, spreche ich hier aus Erfahrung (nicht meine eigene, aber dicht genug dran.) Aber das aktuelle Gerät ist nun auch schon wieder eine Weile in Betrieb.

    Bis zur Klärung der Details nehme ich vorsorglich mal alles zurück und behaupte - unter Vorbehalt - das Gegenteil.

    Nochmal, Danke!
    Gerne geschehen! *gg
    Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich die erste Diskussion zu dem Thema mit positiven Ergebnis schon vor über 5 Jahren.
    Leider habe ich heute nur eine GPRS-Verbindung zu 5% und kann nicht nach genauen Ergebnissen schauen.

    Zitat von Gerdd Beitrag anzeigen
    Übrigens - mal 'ne Frage an die Elektrotechniker: Wenn man den Ladestrom mit einer höheren Frequenz als 50 Hz anlegt, wird dann der Wirkungsgrad der Übertragung besser?
    Prinzipiell jain!*gg
    Allerdings ist das von vielen Faktoren abhängig und muss nicht generell so sein.

    Zitat von Sique Beitrag anzeigen
    Ein Problem bei den Gyrobussen war, dass die Busse sehr exakt in die Haltestellen einfahren mussten, damit der Stromabnehmer auf dem Dach in Kontakt mit der Stromtankstelle kam. Das führte wohl öfter zu ziemlichen Rangierereien, auf jeden Fall haben die Gyrobuslinien nur wenige Jahre bestanden - und das in einem Land, wo die Energielobby eher unverdächtig am Niedergang sein dürfte, nämlich in der Schweiz.
    Zitat von berndine Beitrag anzeigen
    Das Problem mit dem "Andocken" an die Oberleitungen sollte doch mit der heutigen Hochtechnologie einfach lösbar sein. Wenn ich an heutige Computersysteme denke mit deren immenser Rechenleistung. Eventuell greift es ja nochmal jmd. auf.
    Zudem sind wir in der Werkstoffkunde auch bereits sehr viel weiter. DIe neuesten Antriebe werden, soweit ich das weiss, aus Kohlefaser hergestellt.
    Ein E-Schienenfahrzeug braucht einen relativ flexiblen Stromabnehmer, ein gummibereiftes Fahrzeug zwei sehr exakte!
    Für den Alltagsbetrieb ist das eine grosse Herausforderung und auch eine Gefahr für die allg. Betriebssicherheit.

    Wenn man lediglich einen automatischen (Fest)Anschluss an Haltestellen zur Akkuladung herstellen möchte, ist der Kontakt relativ betriebssicher herzustellen.
    Aber dann wiederum mit einer erheblichen Zeitverzögerung.
    Und schon wieder stellt sich die Frage der Effizienz.

    Ob die Daten von der Conductix-Wampfler AG so stimmig sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
    Aber Auftraggeber werden sich das hoffentlich in einer gewissen Bandbreite garantieren lassen und mit anderen Techniken vergleichen.
  5. #44

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Zitat von Gerdd
    Also, wenn das bei elektrischen Zahnbürsten so schön klappt, warum kann man das dann nicht auch in Herzschrittmacher einbauen
    Gibt es schon, in den USA und in GB.
    So kann man die Aussage nicht stehen lassen.
    Gerade medizinische Produkte in Form von Implantaten wie auch Herzschrittmacher aus den USA werden gerne zuerst in Deutschland auf den Markt gebracht, da "Patientenschäden" hier relativ billig sind.
    Wenn hier etwas bei hunderten Patienten daneben geht, ist dass ggf. billiger, als bei einem einzigen US-Bürger.

    Und ähnlich sieht es bei Rückrufaktionen aus.
    Es ist preiswerter, den deutschen Patienten nicht zu infomieren, sondern ggf. auf eine Klage zu warten, die sich keiner leisten kann.

    Zumindest ist das lt. diverser Fach-Medienberichte so.
    Auch zu Herzschrittmachern.
    Allerdings ist mir da nichts bekannt, wo etwas an der induktiven Ladung der Akkus bemängelt wurde.
  6. #45

    ...

    Zitat von Teelicht Beitrag anzeigen
    Die Idee des nachladens mit Induktion finde ich interessant. Die Frage ist, warum die Busse mit Bleiakkus und nicht mit modernen Li-Akkus fahren. In den meisten Städten fahren die konventionellen Busse allerdings mit Gas und nicht mit Diesel. Interessant wäre ein Vergleich mit Gas-Bussen. Ich vermute, dass hinsichtlich Umweltbilanz und Preis die Batterietechnik da nicht viel besser dastehen wird.

    die meisten busse fahren mit Gas???? wo haben sie denn die info her?
  7. #46

    ...

    Zitat von meimei Beitrag anzeigen
    Ja! das sehe ich ähnlich.

    Ich überlege nur, ob die den Strom allgemein entsprechend nochmal besteuern, also nur für Privatkunden (natürlich...) oder ob in den E-Autos ein Zähler gesetzlich eingebaut und "verplompt" werden muss, oder über TrollCollect oder ähnliche Mautsysteme über die gefahrenen KM berechnet wird.

    Wenn ich mir meine Stromrechnung ansehe, und mit anderen Ländern vergleiche, reicht es mir ehrlich gesagt auch heute schon.

    Dieses ganze Missmanagement mit Photovoltaik-Subvention, die der Privatkunde zahlt, keine Konzepte und nur anhand der Stimmungslage des Wahlvolks handelne Regierung traue ich alles zu, aber der SPD genau so. (Die wollen ja gerne Euro-Bonds... Wetten, wenn das kommt, die anderen Länder sich gesundgestoßen haben, und wir hilfe brauchen, wird es abgeschafft?!)

    Was ich sagen will, Heiz- und Stromrechnung werden bald zentrale Punkte werden, denn wenn es so weiter geht, kann sich ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung einen kalten Winter nicht mehr leisten...


    da sprechen sie was gutes an. in venezuela laufen die klimaanlagen rund um die uhr. strom zahlt man dort 5 euro pro monat. und bei uns? selbst mit viel sparen und zurückhaltung kommt man mit einer familie locker in den dreistelligen bereich.

    "die Sonne schickt keine Rechnung"


    selten so gelacht. und die ökopaniker haben sich wie ein esel vor den karren spannen lassen...
  8. #47

    ....

    Zitat von berndine Beitrag anzeigen
    @rolandjulius:

    Genau so sehe ich das auch! Ich kann das Wort "Gewinn" und Wachstum langsam nicht mehr hören!

    An Alle: schaut mal im Internet nach einem ZDF Beitrag "Schwungrad". Da gabs es vor 50 Jahren schon Busse, die mit einem Schwungrad ausgestattet waren und somit ohne Emissionen gefahren sind. An den Haltestellen und Ampeln wurden die Schwungräder dann über einen E-Motor in Schwung gebracht.


    entschuldigung, welche ZDF beitrag meinen sie? es interessiert mich.
  9. #48

    Zitat von kojak2010 Beitrag anzeigen
    da sprechen sie was gutes an. in venezuela laufen die klimaanlagen rund um die uhr. strom zahlt man dort 5 euro pro monat.
    Ich vermute, dass es sich mit dem Strom dort, wie mit dem Benzin verhält, es ist hoch subventioniert, Chavez will dies schon lange ändern, traut sich aber nicht wegen der Gefahr einer "Konterrevolution".
  10. #49

    ...

    Zitat von ornis Beitrag anzeigen
    Traurig, daß die Medien die von den Herstellern verbreitete Lüge vom Null-Emissions-Auto dermaßen unkritisch nachsalbadern.
    Ein Elektroauto ist erst dann emissionsfrei, wenn der eingesetzte Strom zu 100% emissionsfrei produziert wird. Und zwar inclusive aller Übertragungsverluste!
    Die Steckdose soll mir mal jemand zeigen...


    achso, die stromverluste die man in der küche braucht, um fleisch anzubraten sind egel, oder der strom für den fön. da jammert kein mensch über irgendwelche verluste. aber beim elektroauto kommt das alles auf einmal hoch....

    was ist mit den verluste beim benzin? hat jede tankstelle direkt unter sich ein ölfeld? nein, da wird öl über den gesamten planten transportiert, damit dann im blue efficence mehrcedes ökologisch am höhepunkt menschlicher entwicklung verbrannt wird. aber wehe wir nutzen die zig millionen steckdose in den garagen um daraus fortbewegung zu betreiben....

    dann ist aber was los.


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