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Indizierte C64-Spiele: Die frühen Schlachten der Pixel-Pazifisten

"Rambo", "River Raid", "Beach Head" - reihenweise landeten pixelige, alberne*Computerspiele in den achtziger Jahren auf dem Index, weil sie als Gefahr für die Jugend galten.*Heute wirken die Begründungen der Jugendschützer von damals amüsant. Eine Auswahl.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...784721,00.html
  1. #1

    Es fehlt...

    Es fehlt das gleichermaßen lustige, wie überflüssige "Spiel" Stroker ;o)
  2. #2

    Pixel-Pazifisten machen Sitzblockade auf Farmville

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Rambo", "River Raid", "Beach Head" - reihenweise landeten pixelige, alberne*Computerspiele in den achtziger Jahren auf dem Index, weil sie als Gefahr für die Jugend galten.*Heute wirken die Begründungen der Jugendschützer von damals amüsant. Eine Auswahl.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/games...784721,00.html
    Die Begrüdungen der Jugendschützer von heute sind nicht mehr amüsant, sie sind einfach nurnoch lächerlich.
    Nach über 30 Jahren Computerspielen werden diese immernoch wie Pornohefte in den 50er Jahren behandelt.
  3. #3

    .

    Spätestens, als ein Spiel, bei dem man auf Nazis schiesst, mit der Begründung, es würden rechtsextreme Symbole verwendet, indiziert wurde, nahm ich die BPS nicht mehr ernst.
  4. #4

    ...

    Zitat von AFH Beitrag anzeigen
    Spätestens, als ein Spiel, bei dem man auf Nazis schiesst, mit der Begründung, es würden rechtsextreme Symbole verwendet, indiziert wurde, nahm ich die BPS nicht mehr ernst.
    Nachdem Schema werden auch heute noch Spiele indiziert. Sobald ein Hakenkreuz zu sehen ist, landet es auf dem Index. Dank Internet kann man sich aber heutzutage die Spiele aber auch in Österreich oder der Schweiz beschaffen.
  5. #5

    --------------------

    Zitat von HalloKinder Beitrag anzeigen
    Die Begrüdungen der Jugendschützer von heute sind nicht mehr amüsant, sie sind einfach nurnoch lächerlich.
    Nach über 30 Jahren Computerspielen werden diese immernoch wie Pornohefte in den 50er Jahren behandelt.
    leider wahr, dass der Index der Bestellkatalog der Jugendlichen ist weil indiziert muss ja interessant und toll sein haben die sogenannten Jugendschützer bis heute nicht kapiert.
  6. #6

    regsrthgtd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Besonders kurios liest sich auch die Indizierungsentscheidung zur Panzersimulation "Battlezone" für den Atari 2600. Zunächst wird darin der Antragsteller, ein Jugendamt, zitiert. Laut BPS hieß es in dem Antrag von 1984: "Durch die Vision, dass der Spieler über mehrere Leben verfüge, vermittele das Spiel dem Spieler eine Scheinwelt, die mit der Realwelt nicht mehr in Einklang zu bringen ist." Und: Das Spiel sei "eine paramilitärische Ausbildung."
    Diesen Teil fand ich am besten. Mit dem gleichen Argument der "mehreren Leben" hätte man wohl auch "Super Mario" oder das "Hasen über die Autobahn"-Spiel verbieten können, denn schließlich bekommt man ja immer wieder einen neuen Hasen, der über die Autobahn muss. ;-)

    Viele Grüße
  7. #7

    ...

    Damals hat man sich die Spiele auf dem Schulhof besorgt, heute kauft man einfach im Umland (England, Schweiz, Österreich) und freut sich über die schnelle Lieferung. Ist ja zum Glück nur Deutschland, das sich so wirr aufführt.

    Ok und Australien. Die sind ähnlich bekloppt.
  8. #8

    kein titel

    Zitat von AFH Beitrag anzeigen
    Spätestens, als ein Spiel, bei dem man auf Nazis schiesst, mit der Begründung, es würden rechtsextreme Symbole verwendet, indiziert wurde, nahm ich die BPS nicht mehr ernst.
    Besonders witzig waren die Spiele bei denen aus Nazis zum Beispiel Aliens wurden, um sie in Deutschland veröffentlichen zu können. Da hatten die Außerirdischen dann rote Flaggen mit weißen Kreis und flogen mit Zeppelinen durch die Gegend^^
  9. #9

    Lächerlich..

    .. erscheint rückblickend vor allem die pixelige Grafik. Man sollte sich aber nichts vormachen: als Teenies sind wir damals über Stunden und Tage in die Realität dieser Spiele abgetaucht. Die Grafik war ja nur Basisvorlage für die eigene Fantasie. Natürlich hat man gekichert, weil vieles so herrlich gegen die political correctness war. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man nächtelang davon geträumt hat, mit erhobenem Schwert durch Wizardy-Labyrinthe zu laufen oder sich bei 180 (mehr konnte man dem GTI auf Strecke damals nicht zumuten) auf der Autobahn immer mal wieder sagen musste, dass man eben nicht vom Rand wieder startet, wenn jetzt rechts einer ohne zu schauen ausschert. Nein, man hat kein weiteres Leben.. nicht auf der A2. Dieses Gefühl hat mich erst in den Dreissigern verlassen, als ich hinten Kindersitze ins Auto montierte.

    Natürlich ist es quatsch, diese Spiele, die nur noch die Generation 45+ aus Nostalgiegründen spielen würde, noch weiter indiziert zu lassen. Dennoch sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, ob wir in Bezug auf Indizierung aktueller Spiele nicht etwas zu dickhäutig geworden sind. Durch bessere Grafik, Sound und Bedienelemente ist die Grenze zwischen Kopf/Spiel und Realität sicher nicht grad offensichtlicher geworden.

    Unterm Strich ists egal, ob ein labiler Jugendlicher durch Computerspiele, Filme, Bücher, Internet-Communities oder Live-Action Realitätsflucht betreibt und sich in irgendeinen Wahn reinsteigert, der dazu führt, dass er (final oder auch nicht) aus dem Ruder läuft. Das Problem ist nicht die Technik, sondern die Labilität. Die Frage ist, ob mans ihm durch laxe Indizierungen noch besonders einfach dabei machen muss.








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