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Indischer Guru Sri Sri Ravi Shankar: Röcheln für den Weltfrieden

Stress ist der Grund für Kriege und Gewalt, sagt Sri Sri Ravi Shankar. Mit Atemübungen und Kalender-Sprüchen will der indische Guru Frieden auf der Welt schaffen. Die Masche hat Erfolg, auch viele deutsche Anhänger zahlen gerne für die oft recht simplen Heilsbotschaften.

Indischer Guru Sri Sri Ravi Shankar: Röcheln für den Weltfrieden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
  1. #1

    Atmen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    recht simplen Heilsbotschaften.
    Einatmen - Ausatmen- Entspannen...das klingt doch viel besser, als zB die Hassbotschaften des Papstes gegen Homosexuelle, die er erst kürzlich wiederholte.
    Wenn schon Religion - dann so wie bei Shankar!
  2. #2

    Titel funktioniert

    Zitat von rhodensteiner Beitrag anzeigen
    Einatmen - Ausatmen- Entspannen...das klingt doch viel besser, als zB die Hassbotschaften des Papstes gegen Homosexuelle, die er erst kürzlich wiederholte.
    Wenn schon Religion - dann so wie bei Shankar!
    Und was das Beste ist: es funktioniert.
  3. #3

    Liebe Frau Greiner,
    schade, dass Ihnen nicht an tieferer Auseinandersetzung mit dem sog. "Guru" Shankar und seinen vermittelten Werten und Zielen gelegen ist. Sonst hätten Sie evtl. einen Artikel zustande gebracht, der nicht dem üblichen, schon in der Schlagzeile tendenziösen, Strickmuster "Da verarscht einer bloß die Dummen" folgt.
    Auf mich wirkt das leider nur wie Sensationsjournalismus der halbintellektuellen Sorte - im Endergebnis also Bildzeitungsjournalismus ... nur unehrlicher.
    Lesen Sie mal ein Buch von diesem Mann, denken Sie darüber nach und schreiben dann mal was drüber.
  4. #4

    Toll

    ... ist doch toll, wenn man durch ganz einfache Mittel wie Ruhe und Entspannung diesem ganzen Chaos um uns herum entfliehen kann ... und viel Geld ist das ja nun wahrlich nicht, da langen YogaKurse und sonstiges weit mehr zu ... einfach mal zurück besinnen und entschleunigen... einfacher gehts nicht ... mehr davon
  5. #5

    Selber schon teilgenommen

    Ich haber hier in Paris an so'nem Kurs teilgenommen, zu'nem Zeitpunkt wo mir die Decke auf den Kopf fiel ... und man kann sagen was man will, aber das ent-stressen über die Atemübungen funktioniert wunderbar und wenn ich nun Zeit habe, dann ist es auch heute noch wirklich eine Wohltat die Übungen zu machen. Das Guru-Gehabe geht uns im Westen erstmal gegen den Strich und die indischen Kleider und so tragen sicher dazu bei, dass wir das erstmal mit Skepsis und Distanz betrachten.

    Aber - viele sind im Herzen Pazifisten und da bin ich ganz froh, dass das dort großgeschrieben wird. Kriege sind ja momentan wieder gesellschaftlich als notwendig akzeptiert und gut für die Wirtschaft und den innenpolitischen Zusammenhalt außerdem.

    Zurück zum Thema - dass die Leute gern in ein 4-Sterne-Hotel gehen kann ich verstehen, wer möchte das nicht. Aber ich muss auch sagen, mein Kurs hier war ohne Unterkunft und viel günstiger. Ich glaube 125 Euros mit über 20h Kurs ... also viiiel Geld haben die an mir nicht gemacht und gemessen am Nutzen hat sich das 10-mal gelohnt.
  6. #6

    Hassbotschaften des Papstes?

    Zitat von rhodensteiner Beitrag anzeigen
    Einatmen - Ausatmen- Entspannen...das klingt doch viel besser, als zB die Hassbotschaften des Papstes gegen Homosexuelle, die er erst kürzlich wiederholte.
    Wenn schon Religion - dann so wie bei Shankar!
    Und er hätte Sie erst kürzlich wiederholt? Würden Sie so gut sein mir die Quelle für diese Behauptung anzugeben?

    Ich danke verbindlichst.
  7. #7

    Ein grosses Vorbild

    Kompliment an die Redaktion; sie berichten hier meiner Meinung nach über einen der grossen Weisen unserer Zeit. Dieser Ansatz der Gewaltlosigkeit und des Mitgefühls ist enorm wichtig. Und: Sri Sri verkörpert meiner Meinung nach wie kaum ein anderer den Ansatz des interkulturellen Dialoges und der Harmonie in der kulturellen und auch religiösen Vielfalt. Ich beobachte ihn seit vielen Jahren und bin beindruckt von seiner Friedensbotschaft und der Tatsache, das hier jemand auch lebt was er sagt!
  8. #8

    Alles andere als ein Asket

    Der Mann ist weder am Weltfrieden noch an der Verbesserung der Lebenssituation der Menschen interessiert, ausser seiner eigenen. "His Holiness" Ravi Shankar lässt sich auf einem Thron herumtragen, gibt Satstangs in 5-Sterne-Hotels in Ascona und residiert in einem der großten Tempel in Indien - von Enthaltsamkeit keine Spur. Sicher, richtiges Atmen hilft sicher dabei Verspannungen zu lösen und im stressigen Alltag die Ruhe zu bewahren - nur dazu brauchen sie weder Kurse noch das infantile Gebrabbel eines selbstverliebten Pseudo-Gurus. Gezielt hält Ravi Shankar Kurse für Besserverdiener ab, schließlich gibts da am meisten zu holen. An der Verbesserung der Lebenssituation seiner Landsleute in Indien, in der die Armut immer weiter überbordet, zeigt der Mann kein Interesse. Wozu auch: Kann man seine Nichteinmischung in derlei reale Problematiken gerne mit der "entrückten" Haltung eines Gurus entschuldigen. Heuchler!
  9. #9

    Gamesha

    Zitat von rhodensteiner Beitrag anzeigen
    Einatmen - Ausatmen- Entspannen...das klingt doch viel besser, als zB die Hassbotschaften des Papstes gegen Homosexuelle, die er erst kürzlich wiederholte.
    Wenn schon Religion - dann so wie bei Shankar!
    Stimmt, aber ist die Kritik am Kommerziellen nicht etwas einseitig? Soweit ich weiss bezieht dieser Geistliche seine Philosophie aus dem Glauben an den elefantenköpfigen Gott Gamesha, der für Glück und Seelenheil verantwortlich ist. Er ist sozusagen ein Kardinal des Hinduismus, wenn man das so bezeichnen kann. Der Hinduismus ist nicht nur mit 900 Millionen Anhängern die (durch die hohen Geburtenraten in Indien) am schnellsten wachsende und die älteste der Weltreligionen, sondern auch die, die am wenigsten komerziell ist und am wenigsten missbraucht wird und vor allem die, die philosophisch am tiefgründigsten und mit hunderten Einzelkonfessionen am tolerantesten ist. Da übertrifft der Hinduismus locker auch den Buddismus und lässt den Dalai Lama, der schon bei Anhängern eines Schutzgeistes zum Inquisitor wird, wie einen engstirnigen Mullah aussehen.


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