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Indien: Atomaufsicht kann Verstöße mit höchstens 7,24 Euro ahnden

CorbisDer indische Rechnungshof prangert haarsträubende Zustände bei der Atomaufsicht des Landes an. Die Behörde sei schwach, habe kaum Befugnisse - und könne bei Verstößen gegen Sicherheitsbestimmungen ein Bußgeld von höchstens 7,24 Euro verhängen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...851766,00.html
  1. #1

    Traum oder Alptraum!?

    7,24€ Höchststrafe für Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen, die ja scheinbar dann auch noch vom Betreiber festgelegt und überwacht werden!?
    Das ist der Traum eines jeden AKW Betreibers und der Alptraum eines jeden normaldenkenden Menschen. (er muss noch nicht mal grün sein)
    Ich hoffe doch sehr, dass die Indische Regierung da möglichst "zeitnah" "nachbessert"!
    Da müssten sich eigentlich alle Firmen oder Firmengruppen die AKW`s bauen um Aufträge in Indien reissen. Was für eine Vorstellung: praktisch keine Sicherheitsauflagen und praktisch keine Überwachung.
    Und wenn schon! Die Strafe zahlt ja jeder aus der Portokasse.
  2. #2

    Zitat von pelikan10 Beitrag anzeigen
    7,24€ Höchststrafe für Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen, die ja scheinbar dann auch noch vom Betreiber festgelegt und überwacht werden!?
    Das ist der Traum eines jeden AKW Betreibers und der Alptraum eines jeden normaldenkenden Menschen. (er muss noch nicht mal grün sein)
    Ich hoffe doch sehr, dass die Indische Regierung da möglichst "zeitnah" "nachbessert"!
    Da müssten sich eigentlich alle Firmen oder Firmengruppen die AKW`s bauen um Aufträge in Indien reissen. Was für eine Vorstellung: praktisch keine Sicherheitsauflagen und praktisch keine Überwachung.
    Und wenn schon! Die Strafe zahlt ja jeder aus der Portokasse.
    Nein, nicht ganz. Der Traum ist in Deutschland, denn 7,24€ sind immer noch 7,24€ mehr als 0.
  3. #3

    Zitat von loncaros Beitrag anzeigen
    Nein, nicht ganz. Der Traum ist in Deutschland, denn 7,24€ sind immer noch 7,24€ mehr als 0.
    Eben, hier gibt es ein "DuDuDu" mit erhobenem Zeigefinger und einen Eintrag ins Klassenbuch.
  4. #4

    Asse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der indische Rechnungshof prangert haarsträubende Zustände bei der Atomaufsicht des Landes an. Die Behörde sei schwach, habe kaum Befugnisse - und könne bei Verstößen gegen Sicherheitsbestimmungen ein Bußgeld von höchstens 7,24 Euro verhängen.

    Indiens Atomaufsicht kann Verstöße mit maximal 7,24 Euro ahnden - SPIEGEL ONLINE
    Wie viel Bußgeld oder Strafe wurde beim Atommülllager ASSE verhängt?
    Oder gab es dort gar keine Verstöße? Das war ja nur Versuchsbergwerk, eine Atomanlage nach Bergrecht.
  5. #5

    optional

    Die indische Regierung will den Anteil der Atomkraft also innerhalb von nicht mal 30 Jahren von 3 % auf 25 % bringen - und das in einem Land, in dem es nun wirklich jede Menge Sonne gibt! Die Inder sollten sich beizeiten mit Jodtabletten eindecken, die Krankenhäuser benötigen bald flächendeckend Abteilungen für Strahlenkrankheit. Traurig ist auch, dass statt der mittelständischen indischen Solarzellenhersteller wieder mal multinationale Atomkraftkonzerne unterstützt werden.

    Während etwa die Philippinen nach Fukushima ihre Atomkraftpläne begraben haben, marschiert Indien in die entgegengesetzte Richtung. Aber vielleicht entsteht ja auch dort noch rechtzeitig ein ziviler Widerstand, der der Gefahr angemessen ist. Hoffentlich!
  6. #6

    Indien ein Paradies der Atommafia

    Weil die Atommafia in Indien für ein paar Euro machen kann was sie will, versucht sie auch jetzt dort ihre, in westlichen Staaten längst verbotene höchstgefährliche Atomtechnologie, wie den Schnellen Brüter und den Thorium-Reaktor zu etablieren. Dieser skrupellosen Clique ist es völlig egal, dass in dem besonders bevölkerungsreichen Land mit 1,24 Milliarden Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 324 E je km² (EU 117 E je km²), jede Atomkatastrophe besonders viele Menschenopfer fordern wird. Offenichtlich wird aber der laxe Umgang mit der Sicherheit dort schon in konventionellen Atomanlagen zahlreiche Menschenleben kosten. Unter den Umständen wird es nicht lange dauern, bis sich in Indien eine Atomkatastrophe eignen wird, gegen die sich Tschernobyl und Fukushima nur wie ein kleiner Störfall ausnehmen könnte. Man sollte nie übersehen, dass schon in jedem normalen AKW das radioaktive Inventar von 4000 Hiroschima-Bomben vorhanden ist, von dem bei den bisherigen Atomkatastrophen nur ein geringer Teil freigesetzt worden war. Bei Brutreaktoren kann das mal ganz anders ausgehen und dann ausgerechnet in Indien.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2010 landete ein medizinisches Gerät zur Strahlentherapie der Universität Delhi auf einem Schrottplatz der Stadt. Ein Arbeiter wurde getötet, sieben weitere mussten stationär behandelt werden.
    Und was hat das jetzt mit den AKW zu tun, oder den geringen Bußgeldern? Nichts!

    Medizinisches Gerät ist auch schon andernorts "weil es so schön blau leuchtet" in falsche Hände gelangt. Goiânia-Unfall

    Gäbe es keine Atomkraft, dann gäbe es keine Menschheit! Aber wir können ja auch die Sonne ausschalten. Braucht kein Mensch! Momentan eh zu warm!

    Es lässt sich sicherlich trefflich darüber streiten, ob der Mensch die Physik beherrschen kann, aber die permanente Verteufelung der Atomkraft ist sicherlich falsch!

    Das "Verbieten!" und "Abschaffen!" hat noch nie weiter geführt. Komisch, dass gerade eine promovierte Physikerin sagt, es sei alternativlos aus der Technik auszusteigen... Aber da war halt mal gerade Wind... "Mast- und Schotbruch!"
  8. #8

    Zitat von Bln79 Beitrag anzeigen
    Und was hat das jetzt mit den AKW zu tun, oder den geringen Bußgeldern? Nichts!
    Eine Atomaufsichtsbehörde hat die Aufsicht über jegliche Strahlenquellen. Das gilt auch für die in medizinischen Geräten. Alles andere macht ja auch überhaupt keinen Sinn.
  9. #9

    Verteufelung?

    Zitat von Bln79 Beitrag anzeigen
    Es lässt sich sicherlich trefflich darüber streiten, ob der Mensch die Physik beherrschen kann, aber die permanente Verteufelung der Atomkraft ist sicherlich falsch!
    Es geht darum, dass sich mehr und mehr die Erkenntnis verbreitet, dass das Spalten von tausenden Tonnen Uran - um Wasser zu kochen und mit diesem Strom zu erzeugen - ökonomisch, gesellschaftlich, ökologisch und medizinisch unsinnig, ja sogar äußerst schädlich ist und darüber hinaus völlig überflüssig, da es bisher keinen nennenswert großen Beitrag zu unserer Energieversorgung leistet und auch nicht das Potential hat, diesen Beitrag nennenswert zu auszubauen.

    Den Leibhaftigen lassen Sie ruhig dort, wo er hingehört: in Märchenbüchern oder in Ihrer Sonntagspredigt für Ihre Anhänger.








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