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Immobilienmarkt: Mieten in Deutschland steigen rapide

Wohnen in der Stadt wird immer teurer: Fünf Prozent mehr als vor einem Jahr müssen Mieter in Städten durchschnittlich berappen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". In Berlin steigen die Kosten besonders heftig - doch es gibt auch Ausnahmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...715756,00.html
  1. #100

    ...

    Zitat von deppvomdienst Beitrag anzeigen
    Soweit okay. Und wenn diese kostendeckende Miete nicht zu erzielen ist, ist das auch nicht Problem des Mieters. Der Vermieter macht sich ja auch keine Gedanken darüber, ob die H-Milch, die er im Laden kauft, vom Milchbauern kostendeckend hergestellt werden konnte.
    Und wenn sich einzelne Möchtegernmieter die Miete nicht leisten können, dann ist das auch nicht das Problem des Vermieters, wenn er andere findet, die das können.

    Fazit der Diskussion: Jeder versucht sein Süppchen zu kochen. Wer als Mieter keine ansprechende Wohnung findet, weil er nicht mehr zahlen will, dann ist das nicht das Problem des Vermieters. Wenn der Vermieter keine Mieter findet, weil er den Mietpreis zu hoch ansetzt, ist das kein Problem des Mieters.
  2. #101

    Problem

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Fazit der Diskussion: Jeder versucht sein Süppchen zu kochen. Wer als Mieter keine ansprechende Wohnung findet, weil er nicht mehr zahlen will, dann ist das nicht das Problem des Vermieters. Wenn der Vermieter keine Mieter findet, weil er den Mietpreis zu hoch ansetzt, ist das kein Problem des Mieters.
    Ein Problem bleibt: Wenn der Gesetzgeber betrügerische Mieter durch die Unverletzbarkeit der Wohnung so sehr schützt, daß sie den Vermieter bis aufs Hemd ausziehen können, während eine überforderte Justiz 8-12 Monate braucht, um die Betrügerei festzustellen und dem Vermieter die Erlaubnis gibt, den Betrüger (auf eigene Kosten!) aus der Wohnung zu werfen, dann ist der Gesetzgeber das Problem.
  3. #102

    Gejammere..der Vermieter

    Wenn das staendige Gejammere der Gutmenschen im Vermieterpelz hier hoere kommen mir die Traenen.
    Liebe Heilsbringer , wenn es sooo Unrentabel und gefaehrich ist zu Vermieten dann kauft Gold oder gefrorenen Orangensaft.
    Sicher gibt es Faelle von Leuten die Ihre Miete boeswillig nicht bezahlen aber das ist doch nicht die Regel,genauso wenig wie alle Arbeitslosen faul und unwillig sind.

    Investieren sie einfach nicht mehr und ueberlassen sie dies dem Staat wie ehemals in den 60' gern . Man hat mit bedacht aus uns ein Mietervolk gemacht um das Kapital der Immobileninvestoren zu mehren. Viele bekamen in den 70'80' & 90'mit fadenscheinigen Begruendungen keine Finzanzierung durften aber die hohen und steigenten Mieten bezahlen. So wurden die Besitzenden reicher und der Normalbuergen fuetterte seinen Vermieter statt selbst fuers Alter vor zu sorgen...eine in jedem Auspekt gewollte Entwicklung.
  4. #103

    Klar, am Ende sind natürlich die Vermieter wieder die Bösen

    Also: pauschale Aussagen sind immer blöd. Das Gros der Vermieter in Deutschland sind trotzallem ganz normale Menschen, die sich über ein Mietshaus tatsächlich die eigene Altersvorsorge sichern (egal ob man nun in die Rentenkasse einzahlt oder nicht, ist das ja nun ein akzeptables Vorgehen, oder vertrauen Sie auf Ihre Rente...). Daher haben natürlich viele nicht immer bedacht, dass man stetig Rücklagen in nicht unerheblicher Größenordnung bilden muss, um das Häuschen up to date zu halten. Und es ist menschlich, dass man auch bei einem nicht so zeitgemäßen Zustand versucht, das Optimum an Miete zu erlangen, denn wem's nicht gefällt oder wem's zu teuer wird, der kann ja gerne ausziehen. Tut nur leider niemand. Statt auf Vermieter einzudreschen (und es gibt auch viele, die viel zu sehr auf das Wohl der Mieter bedacht sind...) sollten sich einige hier wirklich zu Gemüte führen, wie sehr Mieter geschützt werden (was ja auch im Grundsatz richtig ist, nur dass es teilweise furchtbare Formen angenommen hat). Alles was ich beitragen kann ist meine subjektive Erfahrung als langjährige Vermieterin von sehr sehr vielen Wohneinheiten: Nicht ein Jahr vergeht, in dem man nicht mit einem Gerichtsvollzieher zu tun hat. Nicht ein Jahr vergeht, in dem man nicht mehrmals richtig heftig von jemandem belogen wurde, für den man sich dann auch noch total in's Zeug gelegt hat (Leute, die mit Kindern auf einmal vom Partner herausgeschmissen wurden, und die Kaution abstottern wollten, und am Ende hat man eine Wohnung, die kernsaniert werden muss, und einen riesigen Mietrückstand). Mieter, die immer alles besser wissen, jeden Besuch eines Handwerkes als persönlichen Affront auffassen, energetische Sanierungen ablehnen (!!!), bei Abriss eines Hauses nicht ausziehen, sich einen Umzug vergolden lassen etc. Wenn es um menschliche Enttäuschung sowie total unnötigen Stress und Arbeitsaufwand geht sind Mieter leider häufig genug in ihrem Element. Und ich bin kein Wucherer, ich kaufe Häuser billigst aus Zwangsversteigerungen, und saniere, häufig zu Passivhäusern, mit sehr hohem Wohnwert und toller Lebensqualität zu moderaten Preisen. Hat hier mal jemand versucht, eine Mieterhöhung durchzu"boxen"? Ich sehe mich eher als Idealisten, der wirklich viele verfallene Häuser wieder total wohnlich gemacht hat, und ich habe auch wirklich unheimlich nette Mieter, aber es gibt eben auch das andere Extrem. Und teuer wohnt man hier in Dland (Ausnahme München vielleicht) sicher nicht, schauen sie sich mal das Ausland an.
  5. #104

    Vermieterlobby

    Zitat von deppvomdienst Beitrag anzeigen
    Nein, aber die Vermieter haben die besser organisierte Lobby, die dafür sorgt, dass die Marktmechanismen nicht in dem Maß greifen, in denen Sie im "Kapitalismus" wirken müssten!
    Ich bitte um ein, auch nur EIN EINZIGES Beispiel, dass die Vermieter ein bessere Lobby haben als die Mieter! Nur eins!

    Kommen Sie mir bitte nicht mit der Angleichung der Kündigungsfrist von Mieter und Vermieter, die die böse neoliberale FDP verbrochen hat. Das zieht einfach nur eine formale Ungerechtigkeit glatt. In der Praxis kündigt der Vermieter (fast) nie ordentlich. Da geht es höchstens Mal um Eigenbedarf. Eher selten. Fristlose Kündigungen (wegen Zahlungsverzug etc.) sind davon nicht betroffen. Sie sind nicht nur dem Namen nach fristlos.

    Fakt ist, dass die Gesetzgebung (geschichtlich gewachsen) in Deutschland extrem Mieterfreundlich ist:
    - Der Vermieter hat keine praktikable Möglichkeit, dem Mieter zu kündigen.
    - Man kann den Preis der Ware Wohnung nicht frei an den Markt anpassen. Man ist an strengste Regeln gebunden. Wer einmal eine Mieterhöhung vor Gericht durchgeklagt hat, weiß, was ich meine.
    - Der Mieter hat eine höhere Verfügungsgewalt über die Wohnung als der Eigentümer. Er kann Instandhaltungen, Instandsetzungen, teilweise Renovierungen durchsetzen, die der Eigentümer nicht will. Er kann die Wohnung zurichten, wie er mag - die Gerichte nennen so was oft "normale Abnutzung".

    Was die Legislative noch nicht geschafft hat, erledigt die Judikative mal fix mit. Eigentlich feste Gesetze werden von Richtern aufgeweicht und so verbogen, dass man als Vermieter den Glauben an den Rechtsstaat verlieren mag.

    Genug geweint.


    Ein herzliches Dankeschön an alle Mieter, die Ihren Vermieter in Ruhe lassen! Man kann den wegen allem möglichen so schön ärgern. Danke, dass die meisten das nicht tun.
  6. #105

    Mietnomaden

    Zitat von ralph.erler Beitrag anzeigen
    Nun, ich denke das dieses Problem tatsächlich besteht und nicht nur hochgekocht wird.
    Definition Mietnomaden aus Wikipedia: Als Mietnomaden werden Personen bezeichnet, die von einer Mietwohnung in die nächste ziehen und dabei dem jeweils vorherigen Vermieter hohe Mietschulden hinterlassen. Häufig werden dabei auch erheblich heruntergekommene Wohnungen hinterlassen, deren Instandsetzung nicht selten mit weiteren Kosten verbunden ist.

    Nicht jeder, der mal die Miete nicht zahlt, ist ein Mietnomade.


    Ich verwalte seit zehn Jahren rund 1.000 Wohnungen. Ab und zu muss man mal jemanden räumen, weil die Miete nicht kommt, aber wir hatten noch keinen einzigen Mietnomaden. Auch Bekannte kennen keinen.

    Opfer werden oft private Vermieter, weil sie auf den netten Onkel im (geliehenen) Anzug, dem (gemieteten) Mercedes und den laut (gefälschter) Verdienstbescheinigung 10.000 € netto reinfallen.


    Ein Problem ist es, wenn es massenhaft auftritt. Das ist nicht der Fall. Um Mietnomade zu werden bedarf es einer enormen Kaltschnäuzigkeit und der Möglichkeit mal auf die Schnelle Stadt, Freunde und Familie zu verlassen und "unterzutauchen".
  7. #106

    Baukosten

    Zitat von rwachsmu Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie auf diesen Betrag?
    BAUkosten für Einfamilienhäuser: http://www.lbs.de/bw/presse/infodien...gsmarkt/norden

    Dazu kommen die Grundstückskosten, die Notargebühren, Grunderwerbssteuer, Finanzierungskosten etc.

    Für Mehrfammilienhäuser (also z.B. Miethäuser) liegt man in ähnlichen Bereichen beim Bau - allerdings sind die Grundstückskosten oft DEUTLICH höher.

    Ein Quadratmeter Unter den Linden ist halt teuerer als der Quatdratmeter am Kuhacker in Dingenskirchen.
  8. #107

    ...

    Zitat von SunSailor Beitrag anzeigen
    Artikel nicht gelesen? Aus dem vier-Personen Haushalt wandern zwei Singles ab, schon braucht die gleiche Anzahl Personen drei Wohnung. Bei einer Seniorenscheidung dann sogar gleich vier. Also geht der Preis hoch. Erst lesen, dann denken und erst dann schreiben.
    Danke für Ihre Ausführungen, Herr Oberlehrer!


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