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Immobilienkrise in Spanien: Die Verbannten von Madrid

PAHEuropa rettet Spaniens Banken, doch die Opfer der Immobilienkrise gehen leer aus. Täglich werden Menschen bei Zwangsräumungen aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Geschichte eines Mannes, dessen Traum vom Eigenheim zum Alptraum wurde.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840881,00.html
  1. #20

    Zitat von Die Exklusivmeldung Beitrag anzeigen
    Wer Schulden macht, sollte sich auch sicher sein, sie zurückzahlen zu können. Wer dies nicht kann und dennoch Schulden macht, verdient kein Mitleid.
    Naja, kenne Sie die Immobilienpreise in Spanien ? ... und solche Sprüche mögen zwar im Bezug auf das erwähnte Beispiel hier (860€ Zins und Tilgung bei 1200€ Nettogehalt) irgendwie schlau wirken, sind sie aber nicht. Ich habe schon viel zu viele Szenarien miterlebt in denen VOLLKOMMEN unverschuldet die finanzielle Planung von Bekannten komplett in die Hose ging. Und wenn es Ihnen passiert, würden Sie garantiert und vollkommen berechtigt jeden der da Ihren Spruch loslässt "Ar*****ch" nennen .... absolut NICHTS ist sicher im Leben.
  2. #21

    Was?

    Er verdient 1200, die Rate ist 868, das macht noch 332 zum Leben fuer eine vierkoepfige Famile. Wie kann man sowas unterschreiben, und dann noch ohne festen Job und ohne Zinsbindung?

    Natuerlich ist es von der Bank auch extrem unserioes, so einem Kunden einen solchen Kredit zu vermitteln, aber ganz unbeteiligt an seiner Misere ist er nun wahrhaftig nicht.
  3. #22

    Zitat von sirraucheinviel Beitrag anzeigen
    Erinnert mich irgendwie an die Art wie in den USA Banken Kredite vergeben haben
    In den USA wurden diese Kredite auch NINJA-Kredite genannt: No income, no job, no assets. bei diesem Spanier hier gab es wenigstens eine Chance auf Rückzahlung, wenn auch eine sehr geringe.

    Dann haben die bekannten Ratingagenturen, die heute in Bezug auf ganze Länder die Daumen heben und senken, diese Kredite gebündelt und ein Triple-A darauf gedruckt, worauf hin sie in alle Welt verscherbelt wurden.
  4. #23

    Rettet die Banken!

    Hatten wir uns nicht darauf verständigt, keine Banken mehr zu retten!? Schon vergessen, liebe Regierungen, liebe Volksvertreter? Der Marktaustritt ist ein Teil unseres Systems, das unsere Staatslenker doch mit aller Macht verteidigen und es gibt in Europa mit Sicherheit genügend Banken, die Insolvenz ein paar spanischer Institute wäre zu verkraften. Und "systemische" Banken wurden nach der Finanzkrise "abgeschafft". Wo ist Herr Rösler, der den Angestellten von Santander & Co empfiehlt, sich um eine Anschlussverwendung zu kümmern? Wo ist der Rettungsschirm für die Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen? Wäre doch ein schönes Wahlkampfthema für die Sozialisten und brächte grandiose Wahlerfolge und das wäre gut so.
  5. #24

    Über Banken lästern kann jeder....

    Über Banken lästern kann jeder.... nur die Wahrheit möchte niemand wahrhaben: Der Versuch die armen und einfachen Menschen Verantwortung zu übertragen ist grandios gescheitert.

    In Spanien wiederholt sich exakt das Gleiche, wie in den USA! Irgendwann kam die Gesellschaft auf die "grandiose" Idee, dass einfache Menschen auch Wohneigentum haben sollte.

    Weil die Gesellschaft die wollte, wurden entsprechend Politiker gewählt, die entsprechende Gesetze bzw. Förderungen erließen, man hat die Banken ins Boot genommen.... und was war das Ende vom Lied? Die Schuldner haben komplett versagt.

    Die Schuldner haben Verträge mit jahrelangen Laufzeiten unterschrieben. Tatsächlich konnten diese Typen noch nicht mal ein paar Jahre ihre Verpflichtung nachkommen. Man kann daraus eindeutig den Schluss ziehen, diese Leute gehören nicht zufällig ihrem sozialen Umfeld an.

    Witzig ist daran nur, dass sich niemand traut, diesen unverantwortlichen Leuten, die sich verschulden ohne einen Plan zu haben wie sie das Geld zurückzahlen sollen, immer als Opfer darzustelllen. Es sind immer die bösen Banken...

    Kleines Gedankenspiel: Wenn ein Unternehmer sich massiv verschuldet und dann die Kredite nicht mehr bedienen kann, sein Unternehmen Insolvenz anmeldet.... dann würde er "hier" nur Hohn und Spott bekommen. Wenn in den USA bzw. Spanien nicht Massen von einfachen Leuten verschulden, dann die Kredite nicht bedienen, der Laden zusammenbricht... dann sind die Banken schuld....
  6. #25

    der euro ist an allem schulde

    die spanische immobilienblase waere nie entstanden , wenn der euro in spanien nie eingefuehrt worden waere.denn der euro gab den spaniern die moeglichkeit , sich unbegrenzte geldmengen zu niedrigzinsen zu leihen.Die wussten buchstaeblich nicht , wohin mit dem geld und immobilien war das hauptventil , um den druck abzulassen.Und was hat spanien nun davon?
  7. #26

    Zitat von spiegelkind Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht viel sinnvoller, man würde das Geld aus dem "Rettungsschirm" erst den Hausbesitzern geben, diese könnten damit ihre Schulden an die Bank bezahlen - und das Geld würde damit im Endeffekt sowieso bei der Bank landen. Dann wären doch alle Schulden getilgt und jeder wäre "gerettet". Die Hausbesitzer würden ihr Haus nicht verlieren und die Banken hätten ihr Geld.
    Mit Verlaub, ich hätte auch gerne ein Haus.
    Nach Ihrer Art müsste ich mich einfach hirnlos verschulden und irgendwann einmal einfach die Zahlungen einstellen.
    Zum Glück kommen dann Sie und fordern, dass man meine Schulden über den Rettungsschirm finanziert.
    Ach ja, einen Porsche Turbo-Targa hätte ich auch noch gern und der Schirm sollte dies doch hergeben.
    Haben Sie vielen Dank für Ihre Unterstützung.
  8. #27

    prognose

    es wird sich als der eigentliche fehler herausstellen, immer irgendwelche bankhäuser zu retten und nicht die die leute die sich verschuldet haben. man rettet jene korrupten, die am meisten an der kriese verdient haben und zementiert deren macht.
  9. #28

    ...

    Zitat von sirraucheinviel Beitrag anzeigen
    .... absolut NICHTS ist sicher im Leben.
    Ganz genau!
    Und deswegen sollten die kleinen Leute auch nicht herumjammern, Pech gehabt!
  10. #29

    Sie verkennen

    Zitat von spiegelkind Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht viel sinnvoller, man würde das Geld aus dem "Rettungsschirm" erst den Hausbesitzern geben, diese könnten damit ihre Schulden an die Bank bezahlen - und das Geld würde damit im Endeffekt sowieso bei der Bank landen. Dann wären doch alle Schulden getilgt und jeder wäre "gerettet". Die Hausbesitzer würden ihr Haus nicht verlieren und die Banken hätten ihr Geld.
    Natürlich wäre das die bessere weil vernünftigere Lösung.

    Nur..........

    Dann hat die Bank zwar das Geld, aber das Haus gehört doch tatsächlich nicht ihr. So wie es jetzt gemacht wird, gehört der Bank hinterher das Geld und das Haus.

    Und nun überlegen sie mal, was die Bänkern unseren Politikmarionetten im Hinterzimmer soufflieren.


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