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Immobilienboom in Deutschland: Finanzinvestor Cerberus kauft 22.000 Wohnungen

ddpIn deutschen Städten boomt der Immobilienmarkt, jetzt wittern Finanzinvestoren ihre Chance. Laut "Financial Times Deutschland" kauft die US-Gesellschaft Cerberus jetzt 22.000 Wohnungen im ganzen Land. Möglich wird das, weil Bankenwieder mehr Geld ausleihen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...826551,00.html
  1. #80

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Quatsch. Wenn 34% der Deutschen (oder selbst der deutschen Wähler) aus Managern, Selbständigen und Aktionären bestehen würden, wer soll denn dann noch arbeiten?
    Ein Großteil der CDU-Wähler sind Rentner, die schwarz wählen, weil sie vielleicht aus ihrer Jugend noch christliche Wurzeln hatten und sowieso immer schon schwarz gewählt haben. Im Alter legt man seine normalen Gewohnheiten (selbst die der zu wählenden Partei) nicht mehr so leicht ab und wählt einfach das, was man immer schon gewählt hat.
    In den meisten Wahlanalysen (vom Bundeswahlamt und Statistischen Bundesamt bzw. den jeweiligen Landesämtern) kann man auch ganz genau sehen, wie die Altersstruktur, Einkommensstruktur usw. der jeweiligen Wähler einer Partei aussieht. Und da sieht man in allen eindeutig. Die CDU/CSU lebt wahlmäßig größtenteils von ihren treuen Rentnern.
    Hallo,

    sicher kommen sie da auf ca. 34% und ja auch der rentner der immer CDU gewählt hat profitiert doch von dieser politik. Mein onkel war filialleiter und der sagte immer: Geht es der CDU gut geht es mir gut! UND das sagt der auch noch als rentner. Schauen sie doch mal raus und ja ca. 1/3 der leute geht es gut auch wenn die hier und da motzen.
  2. #81

    klick

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Es spricht vieles dafür, dass Wohnungen nicht an diese Heuschrecken verhökert werden. Die Leidtragenden dieser miesen Geschäfte sind die Mieter. Von diesen "Finanzinvestoren" werden die Häuser weder renoviert noch notwendige Instandhaltungsreparaturen getätigt. Mit anderen Worten, man lässt die Häuser verfallen bis hin zum Befall von Ratten, wogegen nichts getan wird. Die Verwaltungen dieser Häuser sind von den Mietern nicht zu erreichen.
    Nur eines wird mit aller Brutalität durchgesetzt, das sind Mieterhöhungen bis an die vom Gesetzgeber erlaubte Höchstgrenze und möglichst noch darüber hinaus. Sollte der betreffende Mieter nicht sofort einverstanden sein, wird dieser sofort mit Klagen überzogen wobei dann Winkeladvokaten auch mit Lügen versuchen, die Mieter einzuschüchtern.
    Das alles konnte ich aus nächster Nähe bei der Deutschen Annington beobachten.
    Diesen sogenannten Investoren geht es nur um eine möglichst hohe Rendite in möglichst kurzer Zeit. Daher gehören Wohnungen nicht die Hände dieser Heuschrecken sondern in eine andere Form des Eigentums, z.B. in Genossenschaftliches.
    Ihr Beitrag liest sich so, als gäbe es in Deutschland keine Gesetze zum Mieterschutz. In Wahrheit aber gibt es ein ganzes Arsenal an juristischen Waffen, mit denen man sich hierzulande z.B. gegen den Befall von Ratten wehren kann. Das einfachste ist erstmal eine Mietkürzung. KEINE auf Rendite getrimmte Firma wird bei einer (legalen) Mietkürzung nicht reagieren.

    Die mächstigste Waffe aber: Marktwirtschaft. Einfach in eine bessere Wohnung ziehen, denn hier gilt ebenfalls: KEINE auf Rendite getrimmte Firma will Leerstand. Die Höhe der Miete und der Zustand der Wohnung würde sich auf ein vernünftiges Mittelmaß einpendeln, wenn sich der Mieter ein bisschen engagiert und klug handelt.
  3. #82

    Marktwirtschft...

    Zitat von gankuhr Beitrag anzeigen
    Die mächstigste Waffe aber: Marktwirtschaft. Einfach in eine bessere Wohnung ziehen, denn hier gilt ebenfalls: KEINE auf Rendite getrimmte Firma will Leerstand. Die Höhe der Miete und der Zustand der Wohnung würde sich auf ein vernünftiges Mittelmaß einpendeln, wenn sich der Mieter ein bisschen engagiert und klug handelt.
    Leicht gesagt, aber wenn man weit unter 1% Leerstand in der Stadt hat mausert sich ein Umzug in eine Wohnung die der vorhergehenden Bruchbude ein paar Features voraus hat zur absoluten Gedultsprobe... wir haben hier in Jena ein dreiviertel Jahr lang gesucht und dann eigentlich schon aufgegeben. Und dieser Ausnahmesituation sind sich natürlich auch die Besitzer des wenigen verbliebenen Wohnraums bewusst. Dementsprechend hat sich auch der Mietpreis hier "eingepegelt", leider zum Leidwesen der Mieter. Die geschätzten 0,2% Prozent Leerstand haben sich dann übrigens Makler unter die Finger gerissen.

    Was natürlich kein Problem ist, haben doch gerade junge Familien ohne weiteres mal 2,3 Kaltmieten Provision übrig, damit sich jemand zu einer Dienstleistung herablässt, die darin besteht zur Wohnungsbesichtigung mal die Tür aufzuschließen... zum Kotzen.

    Unzumutbaren Verhältnissen wie diesen ließe sich mit einem gezielten und bürgerorientierten städtischen Wohnungsbauprogramm nicht nur hierzuorts durchaus etwas entgegensetzen. Denn in einem Punkt stimme ich der hier ach so hochgelobten Marktwirtschaft zu: Konkurrenz belebt das Geschäft...
  4. #83

    Da hilft keine Marktwirtschaft

    Zitat von gankuhr Beitrag anzeigen
    Ihr Beitrag liest sich so, als gäbe es in Deutschland keine Gesetze zum Mieterschutz. In Wahrheit aber gibt es ein ganzes Arsenal an juristischen Waffen, mit denen man sich hierzulande z.B. gegen den Befall von Ratten wehren kann. Das einfachste ist erstmal eine Mietkürzung. KEINE auf Rendite getrimmte Firma wird bei einer (legalen) Mietkürzung nicht reagieren.

    Die mächstigste Waffe aber: Marktwirtschaft. Einfach in eine bessere Wohnung ziehen, denn hier gilt ebenfalls: KEINE auf Rendite getrimmte Firma will Leerstand. Die Höhe der Miete und der Zustand der Wohnung würde sich auf ein vernünftiges Mittelmaß einpendeln, wenn sich der Mieter ein bisschen engagiert und klug handelt.
    Das ist Theorie. Die Praxis sieht anders aus. Sagen Sie einer Dame im fortgeschrittenen Rentenalter, sie möge ausziehen und den damit verbundenen Stress auf sich nehmen. Genauso verhält es sich mit Klagen vor Gericht. Für die von den Heuschrecken beauftragten Anwälte gibt es nur ein Ziel, mit allen lauteren und unlauteren Mitteln die Forderung ihres Auftraggebers durchzusetzen. Und der Auftrag lautet eine Mieterhöhung unter allen Umständen zu erreichen. Da werden dann auch schon mal falsche Behauptungen aufgestellt und wenn dem dann widersprochen wird, kommt umgehend die Forderung nach Gutachtern. Wer kann sich so etwas leisten?
    Man kann allen Mietern, deren Haus von solch einer Heuschrecke übernommen wird oder denen eine Wohnung solcher obskuren Finanzinvestoren angeboten wird nur raten, sofort abzulehnen oder umgehend in einen Mieterschutzverein einzutreten. Anders ist diesen Brutalos nicht beizukommen. Ob sie nun Cerberus, GSW oder Deutsche Annington heißen, es wird immer mit den selben brutalen Methoden versucht, aus den Mietern soviel wie möglich Geld herauszupressen.
  5. #84

    klick

    Gut, da habt ihr recht: in einer boomenden Stadt mit wenig Leerstand verschiebt sich das Kräftegleichgewicht natürlich in Richtung der Vermieter. Genauso wie in Städten, in denen Städteflucht herrscht und teilweise 20% der Wohnungen leer stehen, die Mieter dem Vermieter auf der Nase rumtanzen können.

    Bleibt aber immernoch eine legale Mietkürzung (im Falle von Ratten sicherlich legal), um den Vermieter zum Handeln zu zwingen. Zumindest in Düsseldorf, wo die von Euch aus Jena beschriebenen Verhältnisse auch herrschen (ohne Makler geht nix, m²-Preise selbst in heruntergekommenen Vierteln jenseits der 10€/m²) habe ich noch keine Ratten in Häusern gesehen, und Reparaturen werden auch bei Beschwerde durchgeführt, sofern als Alternative eine Mietkürzung droht.
  6. #85

    xxx

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Auch wenn Sie nicht mich angesprochen haben, antworte ich trotzdem mal. Der Forist hat doch nicht verlangt, dass irgendjemand für ihn zahlen soll. Er will ja nicht kostenlos in der Wohnung wohnen oder sich von irgendjemandem aushalten lassen. Er will nur, dass die Mieter in Deutschland nicht von irgendwelchen internationalen, semi-kriminellen Immobilienfonds mit überteuerten Mieten abgezockt werden, während genau diese Fonds dann die Wohnungen verrotten und vergammeln lassen und im Winter wochenlang nicht mal Heizöl nachtanken lassen, um mit dem gesparten bzw. hinausgezögerten Geld noch ein paar Zinsen zu kassieren.

    Ihrer Logik nach dürfte der Steuerzahler in Deutschland überhaupt nichts finanzieren und der Staat müsste abgeschafft werden. Wieso sollte der Steuerzahler Ihnen eine Straße finanzieren, obwohl Sie selbst nicht dazu fähig waren, sich selbst eine Straße zu finanzieren? Wieso sollte der Steuerzahler Ihren Kindern eine kostenlose Schule finanzieren, obwohl Sie selbst nicht in der Lage sind, die Ausbildung Ihrer Kinder vollständig privat zu finanzieren? Wieso sollte der Steuerzahler Ihnen durch Rückerstattung Ihr privates Arbeitszimmer subventionieren und mitfinanzieren?

    Soll ich weiter aufzählen?
    Was ist denn Ihrer Meinung nach eine "überteuerte" Miete?
    Wer bestimmt was angemessen ist - Sie?

    Was hat denn privater Wohnraum mit öffentlichen Einrichtungen zu tun? Sind Sie da beim Differenzieren schon überfordert?
    Lassen Sie sich gesagt sein, dass Ihre Mitbürger nicht dafür sorgen müssen, dass Sie in einer hübschen Wohnung sitzen. Da müssen Sie leider selber ran. Also schön fleißig sein...

    Vor dem Hintergrund hat es wohl auch wenig Zweck, Ihnen etwas über Steuern zu erzählen und warum man was absetzen kann...
  7. #86

    Man verliert immer

    Zitat von gankuhr Beitrag anzeigen
    Gut, da habt ihr recht: in einer boomenden Stadt mit wenig Leerstand verschiebt sich das Kräftegleichgewicht natürlich in Richtung der Vermieter. Genauso wie in Städten, in denen Städteflucht herrscht und teilweise 20% der Wohnungen leer stehen, die Mieter dem Vermieter auf der Nase rumtanzen können.

    Bleibt aber immernoch eine legale Mietkürzung (im Falle von Ratten sicherlich legal), um den Vermieter zum Handeln zu zwingen. Zumindest in Düsseldorf, wo die von Euch aus Jena beschriebenen Verhältnisse auch herrschen (ohne Makler geht nix, m²-Preise selbst in heruntergekommenen Vierteln jenseits der 10€/m²) habe ich noch keine Ratten in Häusern gesehen, und Reparaturen werden auch bei Beschwerde durchgeführt, sofern als Alternative eine Mietkürzung droht.
    Dann hatten Sie es noch nicht mit einer dieser Heuschrecken als Mieter zu tun.
    Beschwerden können, mangels Erreichbarkeit, nur schriftlich übermittelt werden. Diese werden aber nicht beantwortet. Bei Mietkürzung wird sofort Klage gegen sie erhoben. Dort wird dann von den Mitarbeitern der Anwaltskanzleien generell gelogen. Es werden sofort für jede Kleinigkeit Gutachten angefordert. Gegen diese Leute haben sie dann keine Chance.
    Daher kann man nur jeden raten, Wohnungen zu meiden wenn der Vermieter Deutsche Annington, Cerberus oder GSW heißt. Die deutsche Gesetzgebung zum Mieterschutz ist gur gemeint vom Gesetzgeber aber von diesen Heuschrecken wird das Recht systematisch untergraben. Man verliert trotz angeblicher Mieterrechte gegen diese Abzocker immer.
  8. #87

    Hoffen wir das es vor dem Ausverkauf wieder dreht :-(

    Liegt Alles am Boden musst du kaufen haben sich die Amis gesagt.

    Es wird in manchen Branchen sehr Boomen in der nächsten Zeit in Deutschland/EU.......

    Da können sich Andere günstig KnowHow, Markennamen und Unternehmensgeschichte kaufen oder Immo-Schnäppchen sammeln.

    Hoffen wir das es vor dem Ausverkauf wieder dreht :-(
  9. #88

    Zitat von gankuhr Beitrag anzeigen
    Die mächstigste Waffe aber: Marktwirtschaft. Einfach in eine bessere Wohnung ziehen, denn hier gilt ebenfalls: KEINE auf Rendite getrimmte Firma will Leerstand.
    Quatsch (meistens). Die Hausverwaltung/Firma schleckt sich die Finger wenn jemand freiwillig auszieht. Beim naechsten Anwaerter auf die Wohnung kann man dann gleich einen hoehere Miete ansetzen.
    Ich habe gerade so einen widerlichen Mietrechtstreit hinter mir. Haette ich kein komfortables Finanzpolster, einen wahnsinns-Anwalt und eine gehoerige Portion Standfestigkeit gehabt dann haette es schlecht ausgesehen fuer mich. Die haben ALLES versucht, sich um meine (durch einen ueber 10 Jahre alten unbefristeten Vertrag verdiente) Abfindung zu druecken. ALLES.
    Das war unvorstellbar.
    "Einfach in eine bessere Wohnung ziehen".
    In z.B. Berlin unmoeglich(wenn man schon laenger dort wohnt und einen alten bezahlbaren Vertrag hat).
  10. #89

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Ein paar Investoren (Kapitalsammelbecken) stimmen sich ab, rennen alle in einen Markt und kaufen relativ billig ein. Da die Nachfrage insgesamt signifikant steigt (vor der Blase in D bei den Immobilien wurde ja schon öfter gewarnt), steigt auch der Preis. Jetzt müssen diese nur noch einen dummen finden, der zum teuersten Preis (bevor es nach unten geht) die Waren (in diesem Fall Immobilien) abkauft. Übrigens wird das auf allen "Märkten" so gemacht, Rohstoffe und Nahrungsmittel eingeschlossen!
    Ja, so stellt sich Lieschen Müller die Börse vor. Ihr Modell funktioniert so wenig wie ein perpetuum mobile. Denn man kann Preise nur um den Betrag nach oben bewegen, den man auch selbst dafür zahlt.








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