Mehr als fünf Millionen Menschen leben an Rhein und Ruhr, eine Stadt reiht sich an die andere. Eigentlich das perfekte Umfeld für Immobilieninvestments, doch die Unterschiede sind immens: Zwischen Düsseldorf und Duisburg liegen Welten.
Bis auf Duisburg läßt sich die Rheinschiene nicht mit dem Ruhrgebiet vergleichen - Düsseldorf als Landeshauptstadt mit dem Sitz der Regierung und Köln als Vorzeige- oder Referenzobjekt schon gar nicht.
Beide Städte genossen schon in der Vergangenheit besondere Förderungen, von denen das Ruhrgebiet - einschließlich Duisburg - nur träumen konnte. Das Ruhrgebiet lebte rund 100 Jahre ausschließlich von der Montanindustrie, also Kohle und Stahl. Städte wie Oberhausen, die vor dieser praktisch kleine Heidedörfer waren, wuchsen rasent schnell mit dem Aufstieg dieser Industrie - unter dem Ruhrgebiet lagerten immense Mengen feinster Kohle.
Mit dem Wiederaufbau der im Kriege zerstörten Städte begann praktisch der Niedergang dieser Region, so bitter es klingt. Das Ruhrgebiet wurde zur Beute einer Partei, der SPD. Zur Beute deshalb, weil sich in mehr als 50 jahren dieser "Einheitspartei" Seilschaften gebildet haben, die die Verwaltungen der Städte wie ein Myzel durchsetzt haben. Als in den 50ger Jahren der Niedergang der Montanindustrie absehbar war, geschah - nichts, absolut nichts. Landesregierung und Städte verschliefen den sich anbahnenden gewaltigen Strukturwandel komplett. Statt sich um einen nachhaltigen Ersatz zu bemühen, wurde geschätzt und taktiert, aber vor allem darauf geachtet, daß die Pfründe nicht verlustig gehen.
Es gibt auch Städte dort mit enorm hoher Kaufkraft (Einkommen der Bürger), aber was findet man in den Einkaufstraßen? Einen Billigladen neben dem anderen! Anstatt Anreize für Investitionen zu schaffen, läßt man lieber alles laufen - in der Regel aus Unfähigkeit, schließlich holte man lieber verdiente Genossen ins Boot, anstatt ausgewiesene Fachleute.
Sicher, solche Strukturen gehen quer durch die Lande und durch alle Parteien, aber kaum in dieser unheiligen Konzentration wie hier in unserem Ruhrgebiet.
Einen Standortvergleich der Immobilien kann man zwischen Düsseldorf, München oder Hamburg durchführen. Nicht aber zwischen Düsseldorf und Recklinghausen. Das ist fast schon unredlich.
weil die Preise hoch sind wohnt man noch lange nicht besser. wenn ich einen sicheren Job habe geht es mir in Bottrop besser als in Düsseldorf, dort muss man nämlich schon erheblich mehr verdienen um gleiches zu bekommen.
Diese einseitigen Immobilienartikel.- Es geht den meisten wohl nicht darum was ihre Wohnung, bzw. ihr Haus einmal Wert sein könnte. Man möchte darin wohnen. Dieses auch so tolle Lagegeschwätz etc. führt nur dazu das Menschen mit mittlerem Einkommen in den gehypten Städten wie München und Düsseldorf meilenweit von eignem Wohneigentum entfernt sind. Eine häßliches Reihenneubauhaus im 12er Block an einem Kreisrunden Betontümpel im Münchern Umland ist mit 400.000€ dann schon unerschwinglich.
Typischerweise lebt es sich in B-D Destinationen besser als in A. Man zahlt viel und bekommt, kleine Grundstücke, wenig Wohnfläche, Verkehr, hohe Preise und durchgeknallte Nachbarn.
Gruss aus einer A++ Lage, im Ausland. Bisher erlebte beste Wohn-Qualitaet war in einer D--- Region in den USA.
[QUOTE=moika;7488976]Bis auf Duisburg läßt sich die Rheinschiene nicht mit dem Ruhrgebiet vergleichen - Düsseldorf als Landeshauptstadt mit dem Sitz der Regierung und Köln als Vorzeige- oder Referenzobjekt schon gar nicht.
Mit dem Wiederaufbau der im Kriege zerstörten Städte begann praktisch der Niedergang dieser Region, so bitter es klingt. Das Ruhrgebiet wurde zur Beute einer Partei, der SPD. Zur Beute deshalb, weil sich in mehr als 50 jahren dieser "Einheitspartei" Seilschaften gebildet haben, die die Verwaltungen der Städte wie ein Myzel durchsetzt haben. Als in den 50ger Jahren der Niedergang der Montanindustrie absehbar war, geschah - nichts, absolut nichts. Landesregierung und Städte verschliefen den sich anbahnenden gewaltigen Strukturwandel komplett. Statt sich um einen nachhaltigen Ersatz zu bemühen, wurde geschätzt und taktiert, aber vor allem darauf geachtet, daß die Pfründe nicht verlustig gehen.
Ich bin zwar zugezogener Ruhri, aber wenn ich mich richtig erinnere, hat das Ruhrgebiet nach dem Krieg dafür gesorgt, dass die Restbevölkerung in der Republik einen warmen Hi.... hatte und sich was kochen konnte.
Wenn aber, wie z.B. in Oberhausen, 50.000 Arbeitsplätze für Schwerstarbeiter wegfallen, kann man die nicht von heute auf morgen zu IT-Fachkräften umschulen.
Und was die Politik angeht - so kann ich mich erinnern, dass auch die CDU mal hier am Ruder war (ich meine nicht die Rüttgers-Aera). Und Fehler wurden von allen gemacht.
Und wer sagt, dass es für die Umwelt und die Bewohner nicht auch mal schön ist, statt Schwefelgeruch frische Luft einzuatmen, gesünder allemal.Und wer sagt eigentlich, dass sich in den von Ihnen geschmähten Orten nix tut.
Sollen die Düsseldorfer mit Ihrer Spinnerei glücklich werden. Wir bleiben lieber mit den Füßen auf dem Boden.
Danke sehr für diesen Artikel. Diese Art Geschreibsel ist schuld daran, daß in Düsseldorf kaum noch bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist und ich nach 47 Jahren mein Heimatdörfchen nach 2jähriger Suche in Richtung Duisburg verlassen musste (Nix gegen Duisburg. Man kann sich hier absolut wohl fühlen. Trotzdem fühle ich mich noch etwas "exiliert"). So schreibt man einen Investment-Boom herbei. Ich hoffe nur, die Investoren sind klug genug zu erkennen, daß teure aber LEERE Wohnungen eine ziemlich schmale Rendite bringen.