Immobilien in Dresden: Gagfah will 38.000 Wohnungen verkaufen

dapdEs könnte der größte Wohnungsdeal des Jahres werden: Der Immobilienkonzern Gagfah will laut einem Zeitungsbericht 38.000 Wohnungen verkaufen, die er vor sechs Jahren der Stadt Dresden abgekauft hatte. Damit könnte auch die Leidenszeit vieler Mieter ein Ende haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831045,00.html
  1. #1

    Ratten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es könnte der größte Wohnungsdeal des Jahres werden: Der Immobilienkonzern Gagfah will laut einem Zeitungsbericht 38.000 Wohnungen verkaufen, die er vor sechs Jahren der Stadt Dresden abgekauft hatte. Damit könnte auch die Leidenszeit vieler Mieter ein Ende haben.

    Immobilienkonzern Gagfah will 38.000 Wohnungen in Dresden verkaufen - SPIEGEL ONLINE
    Matrosen wissen was die Stunde geschlagen hat,wenn die Ratten von Bord gehen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es könnte der größte Wohnungsdeal des Jahres werden: Der Immobilienkonzern Gagfah will laut einem Zeitungsbericht 38.000 Wohnungen verkaufen, die er vor sechs Jahren der Stadt Dresden abgekauft hatte. Damit könnte auch die Leidenszeit vieler Mieter ein Ende haben.

    Immobilienkonzern Gagfah will 38.000 Wohnungen in Dresden verkaufen - SPIEGEL ONLINE
    Ich komm nicht ganz mit: Inwiefern könnte "die Leidenszeit vieler Mieter ein Ende haben", nur weil es einen neuen Besitzer geben könnte, der seine 1,8 Milliarden Euro ja auch durch Mieteinnahmen refinanziert haben will? Niemand weiß, wer das sein wird! Und nur weil die Gagfah kaum investiert hat, heißt das ja nicht, daß der Nachfolger nun zusätzlich zum Kaufpreis Geld in die Hand nehmen wird - und das bei gleichbleibenden Mieten!

    Zudem sehe ich da eine typische Diskrepanz: Fortress hat die Wohungen einst für 1,75 Milliarden Euro gekauft. Und jetzt steht ein Drittel (!) dieses Wohnungsbestandes mit etwas mehr als derselben Summe in den Büchern der Firma??
    Da hat sich Dresden doch wieder mal gehörig über den Tisch ziehen lassen! Mal ganz abgesehen von der tickenden Zeitbombe Mieterhöhung.
  3. #3

    Oh wei ...

    Jetzt gab es plötzlich Schimmelin den Buden ? Und aus 1,8 Milliarden resultieren plötzlich "Verluste" von 18 Millionen.
    Au weia
  4. #4

    Was ist eigentlich der Sinn dieser Käufe?

    Jeder private Investor würde vor einem Ankauf solcher Immobilien zurückschrecken.
    Man würde sie gemeinhin als Schrottimmobilien bezeichnen.

    Saniert wird offenbar auch nichts.
    Wo liegen die Verdienste solcher Geschäfte?
  5. #5

    Der Leidensweg der Mieter ist zu Ende

    Vielleicht auch nicht, vielleicht beginnt ja ein noch größerer Leidensweg. Ich wünsche es den Menschen in Dresden nicht. Ihre Stadt ist wahrlich in der jüngeren Geschichte genug gebeutelt worden. Werde morgen mal bei Freunden dort nachfragen.
  6. #6

    Milchkühe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es könnte der größte Wohnungsdeal des Jahres werden: Der Immobilienkonzern Gagfah will laut einem Zeitungsbericht 38.000 Wohnungen verkaufen
    Das müsste so ungefähr das Gefühl sein, das Milchkühe haben, denen regelmässig ihre Milch abgezapft wird.
  7. #7

    Die deutschen Wohnungsbanditen...

    ...sind ja auch nicht besser als Fortress und Candlelight B.V. Allein der Schaden, den die Deutsche Bank mit ihren Zukäufen in den USA und in Deutschland zusammen mit Pirelli angerichtet hat, ist schon enorm. Bei den großen Wohnungsgesellschaften ist immer Heuschreckenalarm angezeigt: Kaufen und wieder abstoßen. Warum hier in Deutschland von denen niemand die sozialen Vorschriften im Grundgesetz ("Eigentum verpflichtet") beachten muss, ist ja auch klar: Es gibt keinerlei Fachaufsicht oder Regulierungsbehörde, die die Missachtung einfacher Vorschriften unterbindet oder die verantwortlichen Heuschrecken-Bosse zur Rechenschaft zieht. Es können die vielen Mieter einem leidtun, die schließlich ihre verschimmelten Bruchbuden selbst instandsetzen müssen, nur weil die deutsche Führungsebene der GAGFAH die hierfür vorgesehenen Mittel bereits verzockt oder der Heuschrecke überwiesen hat. Ich fordere von der Bundesregierung nachdrücklich die alsbaldige Einsetzung eines Aufsichtsgremiums, an das sich alle Mieter der großen Eigentümer oder Verwaltungsgesellschaften wie Patrizia im Beschwerdefall wenden können. Wenn sich dann die Führungsebene dieser Konsortien nicht bewegt, sollte zur Abschreckung auch mal Käfighaltung für diese "facility-Manager" angeordnet werden. Das hilft.
  8. #8

    Schon blöd, wenn man als Hegdefond in einen Markt eintritt, wo die Mieten beschränkt und die Ausgaben z.T. gesetzlich bestimmt sind und Konkurrenz ebenso vorhanden ist. Wenn dann alles per Kredit bezahlt ist und die Fond-Manager umgehend die Güter höchst bewerten und dann ein vielfaches Geld leihen.

    Wie auch immer; durch die niedrigen Zinsen sind die Preise hoch wie nie und Verkäufe anzuraten. Wenn das nun aber schon so publik wird, könnte es sein, dass die Blase zu platzen beginnt.
    Der Spiegel sollte mal recherchieren, ob Dresden wirklich schuldenfrei war und noch immer ist, oder ob die sich das damals nur schöngerechnet haben.
  9. #9

    faulend

    Die Gagfah ist genau das Sinnbild des absterbenden Kapitalismus. Hatte Frau Merkel genau so auch in ihren FDJ-Studienjahren gesagt, hat sie nur durch die Arschkriecherei vergessen.