dapdIn dem Gedicht "Was gesagt werden muss" greift Literaturnobelpreisträger Günter Grass Israel scharf an. SPIEGEL ONLINE dokumentiert das am Mittwoch in der "Süddeutschen Zeitung" erschienene Gedicht.
Im Wortlaut: "Was gesagt werden muss" von Günter Grass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
günter grass fasst in dichtung, was hier und dort auch mal
im klartext zu bedenken wäre.
wir können doch nicht einerseits versuchen geschichte aufzuarbeiten
und gleichzeitig für den prozess der geschichtswerdung blind sein.
Die bereits vorhandene israelische Atombombe ist genauso gefährlich wie eine mögliche iranische Atombombe.
Jeder weitere Atomwaffenstaat erhöht natürlich die Gefahr des unvernünftigen Atomwaffen-Gebrauchs.
Aber Atomwaffen sind heute vor allem eine Befriedigung menschlichen Geltungsdrangs.
Ich finde die Wortmeldung von Günter Grass richtig.
Und darüber hinaus ist Benjamin Netanjahus (und Jehud Baraks) Befürchtung vom Iran mit einer Atomwaffe beschossen zu werden
sehr weit her geholt, weil ganz in der Nähe befreundete Schiiten leben,
die dann ebenfalls hopps gingen.
Es ist schon bezeichnend wenn Leute wie Willy Van Ooyen Günther Grass verteidigen. Ein Kommunist der aktiver Funktionär in der von der DDR finanzierten Deutschen Friedensunion war und heute der Partei die Linke angehört, die natürlich auch bei den Ostermärschen aktiv mitmischt. Dieser linke Mehltau ist einfach nur überall präsent, schlimm!
Mich wundert nur, dass Herr Joseph Fischer nicht seinerzeit zur "persona non grata" durch die Israelische Administration erklärt wurde, schließlich hat Joschka ja an Palästinenserkongressen der APO teilgenommen:Bahamas - Aktuell
Schon etwas seltsam, gemessen an den Reaktionen auf Grass' Werk sollte man meinen, er hätte eine dumpfe Schmähschrift produziert.
Liest man es aber, dann fragt man sich schon, wer das so verrisenn hat, daß man es mßversteht.
Da steht ja nix neues, sondern allesamt nur schon mehr oder wenige Fakten und Vermutungen. Daß israel eigene Aktione in erwägung zieht, hört man ja auch allerorten, und wird von vielen befüchtet (und im Allgemeinen nicht positiv bewertet).
Der Skandal ist offenkundig , daß man schon antisemitisch ist, wenn man Israel nicht für alles freie Hand ausstellt. Das schadet Israel sehr für den Fall, daß es ggf. dann doch mal eine legitime Aktion starten darf.
Bruno Jonas ist ein Kabarettist (der sicher auch seine eigene Ethik hat). In diesem Fall dürfte aber der Philosoph Hans Jonas gemeint sein. Ihm ging es allerdings um ökologische Fragen. Ich weiß nicht, ob sein Denken weiterhilft in einer Situation, wo Nichthandeln ebenso ein Wagnis ist wie Handeln.
Glauben Sie, daß sich Herr Ahmadinedschad vor die versammelte Welt der Muslime stellen wird und sagen: das heilige Land ist jetzt unbetretbar weil nuklear verstrahlt, al-Aqsa und Felsendom sind platt aber das macht nichts, denn wir haben Israel von der Landkarte getilgt?
Irgendwie scheinen mir das Streben des Iran nach Atomtechnologie und das Streben des Herrn Ahmadinedschad nach der Zerstörung Israles nicht so recht zusammenzupassen, weil Jerusalem eben auch die heilige Stadt der Muslime ist.
Aber ich bin mir leider nicht ganz sicher.