Im Wortlaut: "Was gesagt werden muss" von Günter Grass

dapdIn dem Gedicht "Was gesagt werden muss" greift Literaturnobelpreisträger Günter Grass Israel scharf an. SPIEGEL ONLINE dokumentiert das am Mittwoch in der "Süddeutschen Zeitung" erschienene Gedicht.

Im Wortlaut: "Was gesagt werden muss" von Günter Grass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
  1. #190

    Endlich, danke Herr Grass!

    Wer kann es sonnst sagen, was alle wissen? Wir spielen "Demokratie", aber nur von hier bis hier. Wer seine Meinung zur mordenden Atomweltmacht Israel sagt wird gleich als rechtsradikaler geistesgestörter Antisemit abgestempelt. Es herrscht dann Einigkeit von Politik und Medien, dieser Mann muss weg! Bei Günter Grass dürfte es schwer fallen, aber sie werden es schaffen. Nur, die Öffentlichkeit lässt sich nicht mehr an die Hand nehmen, eher merkt sie dann, dass sie an der Nase herum gezogen wird!
  2. #191

    Zitat von jackes13 Beitrag anzeigen
    Warum kam kein anderer bekannter europäischer Dichter auf die Idee, ein solches Gedicht zu schreiben, einer der nicht angreifbar gewesen wäre, wie das ein Deutscher (zumal als 17jähriger in der Waffen-SS) gegenüber Israel nunmal ist?
    Gerade in dieser Argumentation liegt ja die Schwäche derer, denen es an faktischer Argumentation mangelt.
  3. #192

    Günter Grass entspricht der Ethik von Bruon Jonas

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In dem Gedicht "Was gesagt werden muss" greift Literaturnobelpreisträger Günter Grass Israel scharf an. SPIEGEL ONLINE dokumentiert das am Mittwoch in der "Süddeutschen Zeitung" erschienene Gedicht.

    Im Wortlaut: "Was gesagt werden muss" von Günter Grass - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Günter Grass sagt die Wahrheit: Deutsche Politiker liefern Rüstungsgüter für einen geplanten Krieg. Viele schweigen, die meisten, weil es sie nicht interessiert, die anderen, weil es nicht opportun erscheint.
    Ich erinnere an die Ethik von Bruno Jonas! Wenn es um das Unberechenbare geht, dürfen Wagnisse nicht eingegangen werden.
  4. #193

    300 Jahre keine Meinung??

    Zitat von unitedunited Beitrag anzeigen
    Die Deutschen haben sich das moralische Recht verspielt, in irgendeiner Form über Israel ihre Meinung zu sagen - und das für mindestens die nächsten 300 Jahre. Das ist im übrigen nicht die Schuld Israels, sondern die unserer Großeltern. Und wer bei der Waffen SS war, sollte mal als erster stille sein.
    Durch den Zufall meiner Geburt war ich, wie auch Günter Grass und vielleicht auch Ihre Großeltern im September 1939 gerade 11 Jahre alt geworden. Daraus abzuleiten, dass damit unsere Generation die nächsten 300 Jahre kein Recht auf Kritik an einer nicht immer gerade friedliebenden Politik Israels haben sollte, lässt nicht nur mangelnde Geschichtskenntnisse, sondern auch fehlendes Demokratieverständnis vermuten.
    Die furchtbaren Geschehnisse einer Zeit deren Gestaltung unsere Generation weder generiert hat noch beeinflussen konnte, dürfen nicht verschwiegen werden, und deshalb steht auch das heutige Deutschland mit Scham und tiefer Schuld vor den Opfern dieses Regimes.
    Das geschichtliche Wissen um die Verbrechen die die Geschichte Europas begleiten, die Vernichtung ganzer Kulturen in Südamerika, grausame Vernichtungskriege in Indochina, Algerien, Mosambik und anderen afrikanischen Länder, Indien und Nordamerika, reihen uns in die Reihe der schuldbeladenen Nationen ein, die dieses Unheil über die Menschheit gebracht haben.
    Das kann und darf keine Entschuldigung für Verbrechen an der Menschheit sein, gleich wer sie begangen hat.
    Hin und wieder drängt sich schon der Eindruck auf, dass bei den Geschichtskenntnissen der letzten Generationen die Deutsche Geschichte ausschließlich am 30. Januar 1933 beginnt.
  5. #194

    Danke, Herr Grass...

    ...für einen lange überfälligen Befreiungsschlag! Die Reaktionen waren vorhersehbar und sind in der Mehrheit verlogen. Eine solche Kritik an tagespolitischen Ereignissen hat nichts mit rechten Gedanken oder Antisemitismus zu tun, sondern muss in einer Demokratie einfach erlaubt sein. Und das gilt auch für uns Deutsche und auch dann, wenn sie gegen Israel gerichtet ist.
  6. #195

    65 Jahre nach Kriegsende

    Es muss mehr als 65 Jahre nach Kriegsende möglich sein, berechtigte Kritik und Zweifel an Israels Politik zu üben. Wir können uns nicht länger hinter dem Wort "Antisemitismus" verstecken, bloss weil uns immer noch Leute weismachen wollen, dass die nicht erlaubt sein soll.
    Wahrheit muss ausgesprochen werden dürfen.
  7. #196

    Die iranischen Ölfelder bombardieren?

    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    (...) iran ist angreifbar-
    die iranischen ölfelder zu bombardieren,wäre leichter als die
    nuklearanlagen auszuschalten
    Läuft Ihr Auto auch mit Vollmilch? Der Iran könnte ja durchaus auf die Idee kommen, die Förderanlagen seiner sunnitischen Todfeinde (Saudi-Arabien würde einen Überflug israelischer Kampfflugzeuge wohlwollend tolerieren) ebenfalls mit Raketen anzugreifen, und dann sind wir ein Volk von arbeitslosen Fußgängern.
    Ein Krieg am persischen Golf würde die Weltwirtschaft ins komplette Chaos stürzen, mit all den netten Begleiterscheinungen wie Verteilungskämpfen, die mit Faust und Waffen ausgetragen werden und die ganz schnell in bürgerkriegsähnliche Zustände münden können.

    Wie sagte Heuss? ... "Nu' siegt mal schön"
  8. #197

    Zitat von renieh44 Beitrag anzeigen
    ....einer, der zum Fressehalten aufruft. So hat Dieter Nuhr das wohl nicht gemeint, dass man damit jede Diskussion ersticken sollte. Israelreisende haben schon des öfteren darüber berichtet, dass man sich dort nicht unbedingt wohlfühlen kann. Wir Deutsche und auch die Amerikaner halten aus unterschiedlichen Gründen immer wieder Kritik an Israel und seinen Verantwortlichen zurück. Die Israelis haben aus der Vergangenheit nicht unbedingt etwas gelernt, was den Umgang mit den Mitmenschen angeht. Deswegen und nicht nur wegen der drohenden Gefahr der größenwahnsinnigen Irner ist Kritik vonnöten.
  9. #198

    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    .....,oder dass es durch einen angriff in eine lage kommt,aus
    der es sich nur mit atombomben befreien kann.-
    Das ist das Problem, welches die Handelnden immer erst dann sehen, wenn es zu spät ist.

    Menschen, die Dinge zu Ende durchdenken sind im Vorfeld selten gefragt, sondern eher griffige Lösungen.
  10. #199

    Warum verzerrt Grass die Tatsachen derart???

    Grass unterstellt, dass Israel einen atomaren Erstschlag gegen den Iran plant ("auch weil wir... Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre"). Israel plant jedoch lediglich mit konventionellen Mitteln die iranischen Atomanlagen zerstören, bevor diese soweit eingegraben sind, dass sie nicht mehr mit konventionellen Mitteln zerstörbar sind. Vor dem Hintergrund der Reden des iranischen Staatspräsidenten eine berechtigte Verteidigungsstrategie. Warum verzerrt Grass die Tatsachen derart??? Was motiviert Grass dazu???