Vielleicht sind die ja auch beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs verschollen -- wäre jedenfalls 'ne gute Gelegenheit :-)
(So viel ich weiß, lagerten dort viele Wallraf-Unterlagen)
1977 arbeitete Günter Wallraff undercover bei der "Bild"-Zeitung und schrieb danach den Bestseller "Der Aufmacher". Von seiner Recherche als "Hans Esser" lagern beim WDR Aufnahmen - doch diese Szenen fehlen in einem Porträtfilm. Wallraff wirft dem Sender grundlose "Selbstzensur" vor.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,708317,00.html
Vielleicht sind die ja auch beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs verschollen -- wäre jedenfalls 'ne gute Gelegenheit :-)
(So viel ich weiß, lagerten dort viele Wallraf-Unterlagen)
dass es Wallraff gibt! Dieser mutige Undercover-Aufklärer hat sich um die Aufdeckung von Skandalen/Missständen verdient gemacht, kämpft für Gerechtigkeit/Wahrheit und setzt sich für die Rechte armer, ausgebeuteter, rechtloser Menschen ein. Alle seine sorgfältig recherchierten Film-,Buchdokumente müssen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, deshalb ist die Haltung des WDR nicht zu akzeptieren.
Bundespräsident Wulff, der Trainer Löw mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnen will, sollte diese Auszeichnung möglichst bald Wallraff zukommen lassen, der sich schon lange dafür qualifiziert hat!
Na, das wird nicht der einzige Film sein, der im Panzerschrank der ARD gehortet wird. Wer kann sich noch an die großartige, mit Pressekonferenz angekündigte Doku-Reportage erinnern, in der - mit brisanten Informanten und geheimgehaltenen Dokumenten - über den 11.Nov., die Alles, aber auch wirklich ALLES erklären und aufdecken sollten - aber dann niemals zur Ausstrahlung kam, und, und ....so weiter.
Zum Glück gibt es das net.! Geheimhaltung, Vertuschung, lächerlich machen (UFO, etc) oder schlicht frei erfundene Storis wird man dort weniger finden. Doch sollte man besser nie nie sagen!
"seitens der Axel Springer AG gegen den Film nie juristische Schritte unternommen oder auch nur angekündigt worden."
Das nenne ich Mut im Sinne der Meinungsfreiheit
Man kann über die Springerpresse geteilter Meinung sein. Die einen sagen, sie ist schlecht, die anderen, sie ist böse. Aber das ehrt sie dann doch.
Ich hätte lieber mehr Feinde wie diese, als Freunde wie Ministerin Özkan.
Wen interessiert noch dieser Wallraff? War damals ganz lustig aber heute?
In der Tat hat er sich verdient gemacht, bzw. hat mit seinen inszenierten Skandalen richtig gut Kohle verdient. Ist ja eine Marke, der Mann. Wenn Wallraff – vielleicht als Schwede maskiert – sich in eine Sauna schleichen würde, drehte sich der dabei herausspringende Bestseller garantiert um das erbarmungslose Schwitzen und die Folter mittels kalter Dusche!
Entrechtet ist, wen Wallraff dazu auserkoren hat.
;-)
Sie scheinen es also gut zu finden, wenn türkische Wanderarbeiter in Deutschland beauftragt werden, ohne Schutzanzug radioaktiv stark verstrahlten Müll aufzuräumen?
Mit dem Argument, die würden ja eh bald in ihre Heimat zurückkehren und keiner würde merken woran die krepieren.
Vergelts Gott
jolip
PS: Wenn dies inszeniert war, woher hatte Herr Wallraff das radioaktive Material?
Und: radioaktives Material in der Hand eines alt 68ziger Gutmenschen, der tierisch auf die DDR steht, ist das nicht gefährlich?
Ja, der Anschein, der kann schon mal täuschen. Habe aber keinen Anlaß, unbedingt Licht ins Dunkel zu bringen. Wie ich zum Schicksal türkischer Wanderarbeiter stehe, bleibt also weiterhin offen.
Wallraff ist, wie gesagt, eine Marke. Und die verspricht, das alles, dem er sich widmet, in irgendeiner Weise mit niederträchtigsten Machenschaften verbunden ist, die natürlich durch seinen und nur durch seinen todesmutigen »Undercover-Einsatz« aufgedeckt werden konnten. So funktioniert die Marke »Wallraff«. Würde er sich als Pizzabäcker getarnt irgendwo einschleichen, bekämen wir kurz darauf einen aufrüttelnden Bericht darüber um die Ohren gehauen, daß der Job tatsächlich schlecht bezahlt ist und man sich sogar am Pizzaofen verbrennen kann! So macht der Mann sein Geld. Und zwar nicht zu knapp.
Das darf er ja auch und seine Masche ist für ihn stets einträglich gewesen. Wallraff hat seinen Finger immer am Puls der Zeit und stets einen Riecher für Schlagzeilen gehabt. Kein Wunder, daß er als »Hans Esser« bei »Bild« lange genug reüssieren konnte. Ein ganzes Buch darüber zu schreiben, daß eine Boulevardzeitung eine Boulevardzeitung ist, zeugt schon von außerordentlichem journalistischen Talent.