Die Jugendlichen nutzen die Rechner und das Netz zwar selbstverständlich, aber ob sie mehr Ahnung haben, bezweifle ich.
Das gleiche gilt aber auch für die Leute in meinem Alter (29). Die stolzen Muttis, die mich damals als "Computerfreak" in der Schule belächelt haben, laden zwar im MeinVz fleißig ihre Bildchen hoch, aber ich bezweifel deren Fähigkeiten, wenn der Rechner mal zickt.
Da kommt es eher auf die Einstellung an, nutze ich den Computer nur wie ein Fernsehgerät oder interessiere ich mich auch für die Materie. Das wird wohl bei den jüngeren auch so sein, ebenso bei älteren.
Ich bin zwar beruflich nicht in der Materie, aber beschäftige mich seit Kindesalter schon mit Rechnern, konnte meinen Namen lange vor der Schulzeit schon auf dem C64er tippen, hab meine ersten Raytracing-Versuche auf dem Amiga mit 14-15 gemacht und war stolz als die selbsteingebaute und formatierte Festplatte im A2000 tadellos lief. Beim Rechnerkauf achte ich auf die einzelnen Komponenten und schraube ihn lieber selbst zusammen, als ein Fertiggerät zu kaufen. Mein Onkel, gut doppelt so alt wie ich, kennt sich gleich gut, wenn nicht sogar besser aus.
Ich sehe da keinen Alters- sondern Interessenunterschied. Für die einen ist der Computer ein Gerät, welches seinen Zweck erfüllt, der andere interessiert sich auch für die verbauten Komponenten, deren Leistungsmöglichkeiten etc.
Das im Artikel genannte "Brain" wird bestimmt eher in der Materie sein, als die mit Kußmund posierende "Schnatterlise". ;O)
Seitdem ich im meiner Bundzeit mal langjährige Sachbearbeiter bestaunen durfte, die mit einem Taschenrechner vor Excel sitzen, schockt mich nichts mehr. ;O)



