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ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise

Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...810956,00.html
  1. #20
  2. #21

    Andere Länder hätten eine solche Schuldzuweisung verhindert

    Ohne auf die eher fragwürdige These des ILO-Berichts en détail einzugehen: Hat Deutschland als einer von nur drei Staaten nicht eine volle Stelle in der Genfer Botschaft, die nichts anderes machen soll als die ILO zu kontrollieren? Hier hat wohl die betreffende Person geschlafen, aber volle Kanne.

    Ein französischer Diplomat hätte von diesem ILO-Bericht frühzeitig Kenntnis bekommen und es niemals zugelassen, dass die fragwürdige Hauptaussage des Berichts auch noch die Form einer Schuldzuweisung annimmt. Hier zeigt sich einmal mehr die Klasse französischer Diplomatie bzw. die Schläfrigkeit der deutschen Vertretung.
  3. #22

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.
    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Hmmm... wenn ich an den Löhnen nicht (nach unten) schraube, aber die Produktivität erhöhe, dann sinken doch ebenfalls die Lohnstückkosten und -zack- Deutschland ist weiterhin das China mitten in Europa.

    BTW... schon interessant, was man alles uns Deutschen als Schuldige der Eurokrise anhaften möchte. Als ob wie die griechische Auto- und Maschinenbauindustrie mit unseren Billiglöhnern vom Markt gedrängt hätten ;-)
  4. #23

    Wusste ich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    dass die deustchen Arbeitnehmer zu kurz gehalten werden, die anderen in Europa haben schlicht und einfach mehr zum Ausgeben. Man braucht nur nach Frankreich zum Einkaufen rüberzufahren und kann sehen, dass unsere Nachbarn mehr Geld zum Ausgeben haben. Auch die Engländer haben mehr Geld zur Verfügung, vergeicht man die Bestseller-Listen dort und hier von dt. Onlineshops, stehen dort teurere Waren auf der Liste.

    Danke für den Artikel!
  5. #24

    Die wissen auch nicht was sie wollen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Es wäre interessant den gesamten Bericht zu lesen, denn ansonsten wird tatsächlich der Anschein erweckt, daß die Lohnzurückhaltung in Deutschland eine Mitschuld an der Euro-Krise hätte. Das ist aber m.E. Unsinn. In einigen Bereichen, wie der Telekommunikation oder auch der Solartechnik kann man sehr gut den Siegeszug der asiatischen Länder, allen voran Chinas, sehen. Wenn Deutschland eine Lohnentwicklung wie in anderen europäischen Ländern gehabt hätte, würden auch andere Industriebereiche ins Hintertreffen geraten sein. Mit entsprechenden Folgen für die Arbeitslosigkeit und der Fähigkeit sich für den Euro zu verschulden. Man kann es kritisieren, aber die einzelnen Länder stehen in globaler Konkurrenz zueinander. Wer nur auf einzelne Bereiche setzt, wie z.B. Spanien auf Tourismus und Immobilien oder wie England auf den Finanzsektor, der muss sich nicht wundern, wenn aus einem Schnupfen in einzelnen Bereichen gleich eine Grippe wird. Länder wie Griechenland hatten außerdem genügend Zeit ihre Steuerverwaltung in Schuß zu bringen. Einen Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands und dem wirtschaftlichen Niedergang anderer EU-Länder zu sehen, ist zu kurz gegriffen und soll wohl den Druck auf Deutschland erhöhen, noch mehr Geld den anderen EU-Ländern zu geben. Ich kann mich gut an Kommentare der OSZE oder der UNO aus dem Jahr 2005 erinnern, als Deutschland noch die "Rote Laterne" in der EU hatte. Damals wurden umfassende Strukturreformen angemahnt, damit die hohe Arbeitslosigkeit bekämpft wird. Vermutlich hat nur Deutschland den Empfehlungen zugehört. Aber daß die gleiche Institution nun deren Umsetzung kritisiert, ist schon dreist und frech. Und damit nicht Ernst zu nehmen.
  6. #25

    Danke Schröder, danke Merkel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Im ö.D. 20 Prozent Lohneinbußen seit 1990
    Als Dank Nothaushalte und durch Stellenabbau Mehrarbeit und jetzt auch noch erhöhte Staatsschulden, damit die Expansionsüberschüsse, die die Firmen erhalten haben, jetzt auf Pump über Steuergelder als Aufbauhilfen für die EU Staaten, die weniger Expansion und Gewinn hatten zurückgezahlt werden.
    Da ist man doch drei mal gekniffen.
    Und Merkel wird für ihren Monetarismus auch noch gelobt.
    Letztens bei Heesen sagten die Arbeitgeber (Staat) auch gleich: Wir werden uns schon über eine verhaltene (unter der Inflationsrate wie immer) Lohnsteigerung einig.....und es geht weiter und weiter und weiter..
  7. #26

    Wir sind die Verlierer nicht die Schuldigen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Aussage ist sicher richtig. Uns Deutschen hat man eingeredet, dass wir die höchsten Löhne hätten und deshalb in der Gemeinschaft nicht mehr konkurrenzfähig wären. Ohne Verzicht müssten unsere Arbeitsplätze nach Portugal oder sonst wo verlagert werden. Jetzt sind wir konkurrenzfähig und das ist gut so. Keinem Land ist es verboten Maßnahmen zur Steigerung seiner konkurrenzfähig zu ergreifen. Wir, die Deutschen, sind die einzigen die eine stabile Währung der Euro-Illusion geopferten. Wir werden langfristig die Verlierer sein. Hier wächst etwas nicht zusammen was auch nicht zusammen gehört.
  8. #27

    Das impliziert ja,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    dass Deutschland mit den Krisenländern in Konkurrenz steht. In welchem Bereich waren die Spanier, Griechen und Portugisen durch deutsche Exporte in ihrer Entwicklung behindert?
    Also konsumieren wir zu wenig? Was sollen wir denn mehr konsumieren?
    Erdbeeren, Gurken und Tomaten? Schließlich stand zu lesen, dass der Konsum in Deutschland ungebrochen ist.
    Wir halten Europa überlebensfähig im Wettbewerb der Wirtschaftsgroßräume. Wir haben die europ. Volkswirtschaften unter Druck gesetzt? Na bestens, weil unter Druck müsste man am Besten sein.
    Letztendlich bestimmt der Produzent, wieviel und was er exportiert und der Abnehmer, was er importiert. Beide richten sich nicht nach nationalen Befindlichkeiten.
    Ich bin auch gegen Niedriglöhne und hier ist Handlungsbedarf. Aber wem wäre geholfen, wenn wir global weniger wettbewerbsfähig sind.
    Die Kriesenverursacher mit ihrer rücksichtslosen Schuldenpolitik haben stets darauf spekuliert, dass wir die Zeche bezahlen.
    Wer versucht uns hier ständig Schuldgefühle einzureden?
  9. #28

    Umgekehrt...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ... wird ein Schuh draus: Weil die übrigen Länder nicht in der Lage waren, angemessene Lohnabschlüsse zu tätigen, sind sie jetzt leider die Verlierer!

    D jetzt wegen adäquater Lohnpolitik und Haushaltsdisziplin (mehr oder weniger) wieder den "Schwarzen Peter" zuzuschieben ist mehr als durchsichtig.
  10. #29

    Ich fass es nicht...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland trägt nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation eine Mitschuld an der Euro-Krise: Der geringe Lohnzuwachs habe den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafft - und so die europäischen Volkswirtschaften unter Druck gesetzt.

    ILO-Beschäftigungsbericht 2012: Niedrige deutsche Löhne schuld an Euro-Krise - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wenn ich diesen Mist schon wieder lese! Ganz Europa schaut in den Abgrund, Griechenland ist fast Pleite, Spanien, Portugal und Italien vielleicht schon nicht mehr zu retten wegen den exessiven Partys die die gefeiert haben aber WIR sind Schuld am Schlamassel. Ist klar. Deshalb haben wir ja auch die griechische "Industrie", falls es je sowas gegeben hat, mit unserer böswilligen Art zerstört.
    Wie gestört muss man eigentlich sein um bei der ILO nen Job zu bekommen?


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