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Illegale Videoplattform: kino.to-Betreiber kontrollierten weitere Filmportale

Razzias, gesperrte Konten, beschlagnahmte Luxusautos - die Ermittlungen gegen die Betreiber von kino.to weiten sich aus. Jetzt sind die Fahnder*erneut fündig geworden:*Nach SPIEGEL-Informationen kontrollierten die kino.to-Bosse weitere Filmportale. Als Kopf der Bande gilt ein gelernter Bodenleger.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...770595,00.html
  1. #1

    ...

    "die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährdet"

    wie sich das anhört :-) ... Man könnte ja fast meinen, das sind Terroristen.

    Ich warte eigentlich noch immer darauf, dass der angebliche Verlust, den solche Portale verursachen, schlüssig belegt wird.

    Bei solchen Zahlen http://boxofficemojo.com/daily/chart/ seh ich den einfach nicht...

    Hier soll einfach an jemanden ein Exempel statuiert werden, weil er eine Idee hatte, die eigentlich die Filmindustrie hätte haben müssen.
  2. #2

    Geschäftsmodell

    Welche Ironie - ein Bodenleger schafft es ein funktionierendes Geschäftsmodell (wenn auch leider etwas illegal) für Video on Demand auf die Beine zu stellen.

    Ein "Erfolg", an dem sich alle großen Netzbetreiber und Content Provider seit Jahren vergeblich versuchen. Aber aus dieser success story mit Millionen von "Kunden", die ja bewußt eine potentielle Illegalität in Kauf nahmen und immer noch nehmen, die richtigen Rückschlüsse zu ziehen - dies intellektuelle Leistung wird wohl nicht zustande gebracht werden.
  3. #3

    Lächerlich...

    Schädigen? Wen? Hollywood?? Kinobetreiber?? Die prozentuale Schädigung oder besser, die mangelnden Besucherzahlen haben wohl ganz andere Ursachen! Gott wie blöd muss man sein, um für Filme, die die Qualität von Hartz IV-TV haben 8 € zu bezahlen?! Bei diesem Artikel sieht man die eigentlichen Vorantreiber der Ermittlungen. Papa Staat! Steuerhinterziehung! Vielleicht sollten die Griechen mal was von der Raffgier unseres Systems lernen!
  4. #4

    verfolgung...

    "Von unserer Seite aus werden wir keine rechtlichen Schritte gegen einzelne Nutzer einleiten."

    Dieser Satz klingt natürlich gnädig. Die Verfehlungen der einzelnen User sollen nicht bestraft werden, sie sind ja nun abgeschreckt genug.

    Täuscht aber darüber hingweg, dass es technisch praktisch unmögich ist, jemandem die Nutzung nachzuweisen. Und selbst wenn man das könnte, wäre es immer noch eine juristische Grauzone.
  5. #5

    die öffentliche Ordnung

    Raubkopierer, die "die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährden".

    Juristisch betrachtet gibt es keine Raubkopierer, der Begriff "Raubkopierer" ist eine Erfindung der Rechteverwertern.
    Soweit wie in Shadowrun sind wir noch nicht, daß die Legislative direkt von der Wirtschaft gestellt wird.

    Zum Begriff der Raubkopie:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Raubkopie

    Inwieweit wurde denn hier die öffentliche Ordnung gestört?

    Das war eine systematische Uhrheberrechtsverletzung, kein terroristischer Akt.
  6. #6

    Ich kann auch ohne Titel leben

    Zitat von Obi-Wan-Kenobi Beitrag anzeigen
    "die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährdet"

    wie sich das anhört :-) ... Man könnte ja fast meinen, das sind Terroristen.

    Ich warte eigentlich noch immer darauf, dass der angebliche Verlust, den solche Portale verursachen, schlüssig belegt wird.

    Bei solchen Zahlen http://boxofficemojo.com/daily/chart/ seh ich den einfach nicht...

    Hier soll einfach an jemanden ein Exempel statuiert werden, weil er eine Idee hatte, die eigentlich die Filmindustrie hätte haben müssen.

    Dass die "öffentliche Ordnung gefährdet" wurde, trifft in meinen Augen zu. Und zwar in der Form, dass unfassbar viele Menschen, auch in meinem Bekannten- und Freundeskreis, offenbar nicht die geringsten Probleme damit haben, andere zu bestehlen. Im Netz ist das für viele offenbar noch immer ein Kavaliersdelikt.

    Worin der Verlust besteht? Es ist mir schleierhaft, wie man das nicht erkennen kann. Hier für Doofe: Du drehst einen Film - der kostet Millionen - Hunderte, manchmal Tausende von Mitarbeitern daran leben davon - sie wollen bezahlt werden. Anders gesagt: Jemand erbringt eine kreative Leistung, und dafür soll er auch entlohnt werden. Das würde jeder wollen. Wie kann ein Mensch nur auf die Idee kommen, es könne legal sein, etwas umsonst zu bekommen, wofür andere jahrelang Blut und Wasser geschwitzt haben?

    Die Gagen der Superstars sind natürlich überzogen und sollten geändert werden. Aber das sind nur die wenigsten in dieser Industrie. Die Heerscharen von Beleuchtern, Kulissenbauern, Fahrern, Kabellegern und was weiß ich noch alles bekommen Tariflohn. Nochmals: Wie kann man nur denken, es sei legal, deren geistiges Werk umsonst zu bekommen? Es also zu klauen?

    Einziges Zugeständnis: Die Filmindustrie sollte dringend für bezahlbare und legale Alternativen sorgen. Die Technik ist da. Nur fehlt den meisten Nutzern eben die Moral.
  7. #7

    gekaufte Staatsanwaltschaft?

    Es gibt keinerlei Beweise, dass irgendjemanden in der Film- und Fersehlandschaft überhaupt ein tatsächlicher schaden entstanden ist. Und der Vorwurf der "nachhaltigen Gefährdung der öffentlichen Ordnung" ist derart hirnrissig, dass einem die Worte fehlen.
    Dem Spiegel Redakteur scheinbar ebenso, sonst könnte er diesen Unfug unmöglich unkommentiert weiterverbreiten. Andererseits müsste ein neutraler Journalist natürlich schon in der Überschrift Gebrauch vom Wörtchen "mutmaßlich" machen, es sei denn er hält sich für den Richter...
  8. #8

    Nicht übertreiben

    Zitat: "dauerhafte und umfassende Schädigung der Film- und Fernsehwirtschaft" angestrebt, heißt es in den Justizunterlagen, und "die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährdet" Zitatende

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das mutmaßliche Ziel der Beschuldigten nicht war, die Film- und Fernsehwirtschaft zu schädigen, sondern Geld mit ihren Aktionen zu verdienen. Wenn sie Geld verdient hätten, ohne die Film- und Fernsehwirtschaft zu schädigen wäre das für die Beschuldigten auch ok gewesen.

    Und die "öffentliche Ordnung gefährden"?? Dann muss die Öffentliche Ordnung in Deutschland ja in den letzten zwei oder drei Jahren in einem absolut bedenklichen Zustand gewesen sein, konnte ich aber überhaupt nicht feststellen.

    Das ganze sollte mal etwas tiefer (auf ein realistisches Niveau) gehängt werden. Im Prinzip ist nichts anderes passiert, als das jemand das alte Modell "Ich presse in China ein paar DVDs aktueller Filme und verkaufe die auf dem Polenmarkt" in die heutige Zeit transferiert hat. Die hatten vermutlich auch locker Umsätze im Millionenbereich
  9. #9

    Verlust?

    Die Verluste der Film Industrie sind doch ganz einfach festzustellen: Sie entsprechen den Gewinnen der Betreiber von kino.to.








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