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Illegale Preisabsprachen: Kaffee-Giganten müssen Multimillionen-Kartellstrafe zahlen

160-Millionen-Euro-Strafe für Tchibo, Melitta und Dallmayr: Das Kartellamt hat die drei großen Kaffeeröster wegen illegaler Preisabsprachen zu einer hohen Geldbuße verurteilt. Die Aufseher ermittelten seit mehr als einem Jahr gegen die Unternehmen - sie sollen sich seit dem Jahr 2000 abgesprochen haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...668389,00.html
  1. #10

    Preissenkung

    Kostet der Kaffee jetzt wieder 1 Euro 50?
  2. #11

    Richtig...

    Zitat von huaqiao Beitrag anzeigen
    ... Ich finde Kaffee war noch nie so billig wie derzeit! Das eigentliche Kartell bilden doch die Groß-Röstereien, der Handel und die Kundschaft gegen die Erzeuger in den Entwicklungsländern...
    der Kaffee (Markenkaffee) ist heute mindestens nicht teurer als vor etlichen Jahren. Aber das stört ja nur beim Jammern, wie schlecht doch alles so ist.

    Richtig ist leider auch, das der Kaffeepreis den Erzeuger (den am Kaffeebusch, nicht Importeur/Röster/Händler) massiv benachteiligt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Wenn diese Maxime global durchgesetzt würde, müssten wir alle kräftig zur Kasse gebeten werden. Aber als Verbraucher üben wir unser Monopol gegenüber dem Pflücker kräftig aus - und kein Kartellamt schreitet dagegen ein...
  3. #12

    Achtung, von jedem Pfund verkauften Kaffee gehen zu allererst mal ca. 1,50 Euro an den Staat. Poliker und Flugbereitschaft und Kriegsspiele in tausende Kilometer entfernten Ländern wollen schliesslich auch bezahlt werden.
  4. #13

    Kann nicht sein

    Wir bezahlen die überteuerteren Kaffebohnen / Pads; anschließend muss der Hersteller Strafe bezahlen, die an den Staat geht. Insofern kann es dem Staat doch nur recht sein, dass er zu einem das Bußgeld bekommt zzgl. mehr MwSt bekommen hat.
  5. #14

    Auf Kosten der Gerechtigkeit

    Zitat von The Godfather Beitrag anzeigen
    Achtung, von jedem Pfund verkauften Kaffee gehen zu allererst mal ca. 1,50 Euro an den Staat. Poliker und Flugbereitschaft und Kriegsspiele in tausende Kilometer entfernten Ländern wollen schliesslich auch bezahlt werden.
    Gut. Der Staat hat innerhalb dieses Milliardenkartells kräftig mitverdient. Aber das legitimiert es bei weitem nicht. Auch nicht die magere Geldstrafe. Ich vermisse Haft- und direkte Geldstrafen für die Entscheider (sic!).
    Dieser Fall zeigt leider ein weiteres mal, dass sich Verbrechen im großen Stil wirklich lohnt, weil unsere Justiz komplexe Wirtschaftsverbrechen nicht angemessen verfolgen und ahnden kann.
    Aber das Minimum, welches erwartet werden kann, ist, dass alle Gewinne des laufenden Geschäftsjahres solcher Unternehmen konsequent in die Staatskasse überführt werden und der Staat die Bilanzierung des laufenden Geschäftsjahres peinlichst überwacht.

    Man könnte aber auch grundsätzlich sagen, dass solche Unternehmen das Vertrauen von Staat und Bevölkerung verwirkt haben und entsprechende Geschäftsbereiche eiskalt pfenden und ausgliedern. Dann wird ein Investor gesucht und die Erlöse fallen dem Staat zu.

    So oder so.. wir müssen dafür sorgen, dass in Zukunft Entscheider bis aufs Mark persönlich haften. Und das auch bei großen Wirtschaftskriminellen. Nicht nur bei der GmbH um die Ecke. Ansonsten werden wir nie über den Fingerzeig hinweg kommen.

    Ich finde zu dem Thema das Interview von Frontal21 mit der Berliner Oberstaatsanwältin Vera Junker, 24.11. sehr interessant.
  6. #15

    Hmm, kalter Kaffee

    Ist doch im Strommarkt, beim Gas, beim Benzin und bei sämtlichen Discountartikeln das Gleiche. Überall die gleichen Preise.

    Schon komisch, dass man für ein offensichtliches Verbrechen jahrelang "ermitteln" muss. Vermutlich "ermittelt" bald irgendwer, dass jemand der zu schnell fährt, sich nicht an die Geschwindigkeit hält-wer hätte das gedacht, man kann es kaum glauben.
  7. #16

    Es gibt ja auch noch andre Kaffeeanbieter

    Der Artikel wundert mich garnicht. Grosse Firmen wie die erwähnten, aber auch Starbucks, scheffeln Millionen und die Bauern (meistens Afrika und Südamerika) kriegen mal gerade so viel dass sie mit Ach und Krach überleben können.

    Ea gibt allerdings bei der Zeitschrift GEO (auf deren Onlinehop erhältlich) einen Kaffee welcher in Äthiopien angebaut wird wo genau dieser unfaire Handel ausgeschaltet wird.
  8. #17

    Es geht nicht mehr ums Recht....

    Zitat von huaqiao Beitrag anzeigen
    Zwar war ich die meisten der letzten neun Jahre nicht in Deutschland, aber ich meine, dass zu DM-Zeiten ein Pfund Markenkaffee zwischen 5 und 8 Mark gekostet hat. In letzter Zeit finden sich bei Discountern, z.B. Lidl, immer .....
    und schon gar nicht um den Verbraucher. Der Staat braucht Geld, die Behörden müssen sich mit Einnahmen aus verhängten Sanktionen selbst finanzieren, die Beamten sichern damit ihre Arbeitsplätze ab...

    ...und anschliessend wird überschüssiges Geld, insbesondere jedoch jenes, welches von dem arbeitenden Bürger womöglich hart erarbeitet wurde, den Banken in den "Hintern" massiert, auf dass die nächste Bankenkrise vernünftig vorbereitet werden kann.

    Damit wir das alles nicht so sehr bemerken, werden unsere Hirne mit Konsumkonzentration zugekleistert. Den Rest beschickt Bühnenstar von Guttenberg mit seinen ritterlichen Attitüden und stets wechselnden Ansichten.

    Stehen Sie jetzt immer noch auf dem Schlauch?


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