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IG-Metall-Vorstoß: Für immer Schluss mit Arbeits-Stress

dapdAm Arbeitsplatz ist fast alles gesetzlich geregelt: Wie laut darf es sein, wie hell oder dunkel? Der IG Metall reicht das nicht. Sie will eine "Allianz gegen Stress in der Arbeitswelt" und verbindliche Regeln. Einen Entwurf hat die Gewerkschaft jetzt vorgelegt.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...841270,00.html
  1. #1

    .weil Sie es so wollen....

    ist so sicherlich nicht ganz richtig. Richtiger wäre: Weil Arbeitgeber heute in anderen Branche längst gelernt haben anders aus Ihre MA die Leistung herauszuholen. Unklare Aufgaben, noch unklarere Ziel sorgen dafür das niemand mehr weiß wann viel und wann gute Arbeit gemacht wurde. Learning by doing ist ein weitere Arbeitsaspekt der extreme Arbeitsbelastungen hervorrufen kann. Im Endeffekt verkommt die Arbeit zum Dauerdrama von Projekt zu Projekt mit immer höherem Drang zu Selbstvermarktung, mit immer mehr digitalen Werkzeugen mit immer mehr Meetings und immer weniger inhaltlicher Kompetenz. So werden massenweise Arbeitszobies produziert.
  2. #2

    nicht schlecht, aber...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Am Arbeitsplatz ist fast alles gesetzlich geregelt: Wie laut darf es sein, wie hell oder dunkel? Der IG Metall reicht das nicht. Sie will eine "Allianz gegen Stress in der Arbeitswelt" und verbindliche Regeln. Einen Entwurf hat die Gewerkschaft jetzt vorgelegt.

    Anti-Stress-Verordnung der IG Metall regelt Belastung am Arbeitsplatz - SPIEGEL ONLINE
    Obwohl mir die deutsche Regulierungswut seit langem auf die Nerven geht: Im Ansatz nicht schlecht, aber viel wichtiger wäre es, zu verhindern, dass Vorgesetzte durch gezielten Psychoterror in ihrem Verhalten ihre Untergebenen psychisch krank machen. Das kann vom demonstrativen Nichtbeachten oder "Vorführen" vor versammelter Mannschaft bis zum ständigen, unberechtigten Kritisieren oder bis zu diffusen Drohungen reichen. Ich habe sowas vor vielen Jahren selbst erlebt und konnte mich letztlich nur durch Wechsel zu einem Arbeitgeber mit besserem Betriebsklima vor'm krank werden schützen.
    Doch leider sind solche subtilen Methoden nur schwer zu beweisen, so dass viele Opfer dann nicht selten als "Sensibelchen" zusätzlich diffamiert werden.
  3. #3

    angeblicher Arbeitnehmerschutz durch die IGM

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Am Arbeitsplatz ist fast alles gesetzlich geregelt: Wie laut darf es sein, wie hell oder dunkel? Der IG Metall reicht das nicht. Sie will eine "Allianz gegen Stress in der Arbeitswelt" und verbindliche Regeln. Einen Entwurf hat die Gewerkschaft jetzt vorgelegt.

    Anti-Stress-Verordnung der IG Metall regelt Belastung am Arbeitsplatz - SPIEGEL ONLINE
    Ich kann mich noch über die freudigen Artikel des Herrn Urban von der IGM in der Presse erinnern, als 2010 die ASR6 (ArbeitsStättenRichtlinie) durch die ASR3.5 abgelöst wurde: endlich soll es nun klare Regeln für Temperaturen z.B. auch in Büros geben.
    Konkret heisst es nach der ASR3.5, dass bei Aussentemperaturen von weniger als 26°C die Bürotemperatur nicht höher als 26°C sein "soll"! "Soll" ist aber kein "muss" sagt mein Arbeitgeber, und so haben wir z.B. auch im Winter bei Aussenminusgraden in unserem Grossraumbüro des öfteren Temperaturen von bis zu 29°C! Und unser IGM-Betriebsrat sagt: da kann man nichts machen!
    Sind die Aussentemperaturen höher als 26°C, darf nach der ASR3.5 die Bürotemperatur sogar bis zu 35°C erreichen!

    Man könnte jetzt auch statt für "Wärme" im Büro die Arbeitsschutzgestze für Lärm, Luftfeuchtigkeit, u.s.w. anschauen, mit dem gleichen Ergebnis: der Angestellte im Büro hat keinen Schutz durch sie! Was geschützt wird, ist, wie der Name dieser Gesetze schon sagt, die "Arbeit", die unter nahezu allen Bedingungen vom Angestellten ausgeführt werden muss (wenn man seinen Arbeitsplatz behalten möchte).

    Ist nun diese von der IGM vorgestellte neue "Stressverordnung" von der gleichen Qualität wie die anderen Schutzgesetze, frage ich mich, worum geht es der IGM eigentlich? Ich denke, um Macht und Einfluss unter dem Deckmäntelchen des angeblichen Arbeitnehmerschutzes.
  4. #4

    Stressverordnung und Regulierungswut gehen Hand in Hand ..

    Zitat von itknecht Beitrag anzeigen
    ...
    Ist nun diese von der IGM vorgestellte neue "Stressverordnung" von der gleichen Qualität wie die anderen Schutzgesetze, frage ich mich, worum geht es der IGM eigentlich? Ich denke, um Macht und Einfluss unter dem Deckmäntelchen des angeblichen Arbeitnehmerschutzes.
    ... und dienen nur der Einfluss-Sicherung der Gewerkschaft.
    Die Bereitschaft der Deutschen zu Regulieren was eigentlich von alleine laufen sollte, wird hier auf eine harte Probe gestellt.
    Wir sollten hier von den Amerikanern lernen, die für Jobs im kreativen Projektmanagement - das sind normalerweise nicht die am schlechtesten bezahlten - die deutsche schwarz-weiß-Trennung Arbeitszeit vs Freizeit schon lange aufgehoben haben. Das Ergebnis zählt - und das wird bei der amerikanischen Variante besser.
    Gute Leute im Außendienst mit einer gelebten Service-Orientierung und Kundenkontakt haben ohnehin eine Lösung für das Problem gefunden. Ohne Gewerkschaft.
  5. #5

    optional

    ... Blackberry Pause nach Arbeitsende? Dann nimmt man halt das IPhone her ;-)
  6. #6

    Der dumme Arbeitnehmer

    Gewerkschaftswelt in Reinkultur:ganz dem sozialistischen Weltbild verhaftet, soll hier dem unmündigen Arbeitnehmer vorgeschrieben werden, was gut und schlecht für ihn ist.Diese Funktionärsriege ignoriert schlichtweg, dass es auch zuhauf Arbeitnehmer gibt,die durchaus motiviert für ihre Unternehmen arbeiten, gern Leistung bringen und sich nicht permanent ausgebeutet sehen.
    Im übrigen:was die Besitzstandswahrung dieser roten Riege anrichten kann ist aktuell am Zustand Griechenlands Spaniens usw.ersichtlich.
  7. #7

    Aufsichtsbehörden müssen endlich ihren Job machen dürfen

    Mit dem Entwurf kommt Butter bei die Fische. Er zeigt schön auf, wo es seit 1996 beim Einbezug psychischer Belastungen in den Arbeitsschutz mangelt. Ob die Arbeitnehmer die Verordnung wollen? Das Ziel der Verordnung ist erst einmal, die Versäumnisse bei der Umsetzung bestehender Regeln in das Gespräch zu bringen. Mir (IGM-Mitglied) wäre eine Stärkung der Betriebsräte lieber, denn in unterschiedlichen Betrieben wird auch unterschiedlich mit psychischen (Fehl)Belastungen umgegangen. Entsprechend betriebsnah können Betriebsräte mit den Arbeitgebern gute Arbeitsschutz-Prozesse vereinbaren. Da aber selbst die für den Arbeitsschutz durchaus zuständige Ursula von der Leyen feststellte, dass etwa 70% der Unternehmen das Thema der seelischen Belastunen "schleifen ließen", scheinen eben doch härtere Durchsetzungsmethoden nötig zu werden, so leid es mir tut. Schließlich missachtet hier ja die Mehrheit der Arbeitgeber ziemlich offen und dreist geltendes Recht. Ob man diese Anarchie nun per Verordnung beenden muss, ist trotzdem noch die Frage. Vermutlich wurde es schon reichen, wenn die Aufsichtsbehörden die Betriebe praktisch so überprüfen würden, wie sie das theoretisch aufschreiben. Ich denke hier z.B. an die Veröffentlichungen LV 31, LV 52 und LV 54 des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI).
  8. #8

    Anti-Stress-Verordnung-das ist die Lösung

    Ja- die gewerkschaftlich propagierte und auch von der Linken,die auf den Gewerkschaftszug aufstiegen, propagierte "Antistressverordnung" ist das derzeit im Focus stehende und wird gewiss deutsche Arbeitnehmer, oder besser: in Dtschld. arbeitende und nicht arbeitende Arbeitnehmer und überhaupt die Volkswirtschaft der Realwirtschaft und auch die der stressigen Irrealwirtschaft rausreißen! Auf diesen Ansatz hat Dtschld. gewartet. Nun muß man es nur den Medizinern noch verdeutschen ,resp. latinisieren,-weil die auf dem Standpunkt stehen, das jeder Mensch anders veranlagt ist und bei dem einen Stress so wirkt und beim anderen so.
    Jetzt wird es durch linke und IGM in Dtschld. endlich wie damals beim beim österreichischen Militär im 1-Weltkrieg: " Um sechs Uhr sch...t sich das Militär auf den Latrinen aus und um 8 Uhr fasst das Militär seine Erdäpfel mit Gulasch! Vor einer so organisierten Armee nimmt jeder Feind Reißaus !" (zitiert nach General "Mannlichertrottel"!) Analog auf heutige Verhältnisse heißt das nach IGM und Frau Kipping v.d. Linken: Bei den und den verlangten und eben in der Werkstatt noch nur halbmontierten herumstehenden "Überstunden" -die ja bezahlt werden oder abfeierbar sind ,der Sohn hat doch in 14 Tagen Geburtstag, oder dem und dem Auftreten von Mails (obwohl man nur durch 2 Bürotüren gehen braucht auf dem Weg zum Kaffeeautomaten,um dem Kollegen das direkt mitzuteilen.) beruft sich ganz Deutschland auf die Antistressverordnung. Vor einer solchen Volkswirtschaft nimmt jede andere Volkswirtschaft Reißaus . Und nur die befristet eingestellten Billig-und Leihkräfte und die 1,-Euro-Jobber können sich nicht darauf berufen, da sie sonst gekündigt werden oder gesperrt werden. Diese Billlig- Leute melden dann der IGM und der Frau Kipping und der ganzen deutschen Linken nicht wie österreichisches, sondern wie deutsches Millitär im 1. Weltkrieg: "Melde gehorsamst die Bitte , abkratzen zu dürfen ,Herr Feldwebel Himmelstoß!" Und was soll es-"Gefallene" gibt es ja immer .

    Passt bloß auf , Kameraden und Kameradinnen auf Links und bei den Gewerkschaften, dass Euch nicht der Blitz beim Sch ....n trifft.








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