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IG-Metall-Umfrage: Junge leiden unter unsicheren Jobs

DDPJeder dritte Arbeitnehmer unter 35 Jahren hat einen befristete oder unsichere Arbeit, zeigt eine Umfrage der IG Metall. Die Gewerkschaft warnt vor einer sozialen Spaltung zwischen junger und älterer Generation am Arbeitsmarkt. Denn prekäre Jobs wirken sich auch auf die Psyche aus.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...842778,00.html
  1. #1

    "prekäre Jobs"

    Liebe Redaktion des Spiegels,
    bitte entscheidet euch endlich von was ihr redet!
    Von "Jobs" oder von "Arbeitsplätzen"?
    Ein Job ist für mich und alle in meinem Bekanntenkreis etwas was man nur kurz macht und von dem man nicht wirklich leben kann (Kellnern in ner "Lounge", Zeitarbeit beim Fastfood, Paketdienst usw.)
    Ein Arbeitsplatz ist was richtiges, da bekommt man ein Gehalt mit dem man leben kann, mit dem man eine Wohnung ohne Staatlichen Zuschuss finanzieren kann, das ist etwas wo man einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhält und wo man nicht sofort auf der Straße sitzt wenn man Krank wird oder (heute noch schlimmer) schwanger.
    "Job" und "Arbeitsplatz gleichen sich wie Tag und Nacht.....nicht im geringsten!
  2. #2

    Gewerkschaften glänzen durch Untätigkeit

    Das Problem hat schon vor über 20 Jahren mit den sog. "Subunternehmern" begonnen. Die Gewerkschaften nennen zwar immerwieder diese Themen aber wo bleibt der Biß endlich dagegen zu kämpfen? Klar die prekär Beschäftigten sind keine Firstclass-Arbeitnehmer wie die VW- oder OPELlaner, ... meist können sie sich die Gew.-Beträge nicht leisten. Es entsteht ein immer größerwerdender Pool an Arbeitnehmern die nicht in den Gewerkschaften organisiert sind .... und trotzdem warten bis eine Organisation in den nächsten Jahren entsteht und sich ihrer Interessen endlich annimmt.
  3. #3

    So macht man Fachkräftemangel

    Denn wer in dieser Situation vernünftig ist und einen nachgefragten Beruf hat, geht am besten in die Schweiz und macht das dreiste Spiel der Unternehmen nicht mit.

    Selbst in der angeblich so nachgefragten Gruppe der Ingenieure gibt es immer mehr Zeitarbeit und Outsourcing. So etwas würde ich mir nur antun, wenn Hartz IV droht.

    http://www.zeit.de/2012/26/Globalisierung-Ingenieure
  4. #4

    Völlig richtig!

    Zitat von hansmaus Beitrag anzeigen
    Liebe Redaktion des Spiegels,
    bitte entscheidet euch endlich von was ihr redet!
    Von "Jobs" oder von "Arbeitsplätzen"?
    Ein Job ist für mich und alle in meinem Bekanntenkreis etwas was man nur kurz macht und von dem man nicht wirklich leben kann (Kellnern in ner "Lounge", Zeitarbeit beim Fastfood, Paketdienst usw.)
    Ein Arbeitsplatz ist was richtiges, da bekommt man ein Gehalt mit dem man leben kann, mit dem man eine Wohnung ohne Staatlichen Zuschuss finanzieren kann, das ist etwas wo man einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhält und wo man nicht sofort auf der Straße sitzt wenn man Krank wird oder (heute noch schlimmer) schwanger.
    "Job" und "Arbeitsplatz gleichen sich wie Tag und Nacht.....nicht im geringsten!
    Richtig, die Unterscheidung "Job" gegen "Beruf" wird gerne außer Acht gelassen. Bei einem Job schaue ich auf die Uhr, wann' endlich Feierabend ist, und werde entsprechend schlecht bezahlt und unsicher angestellt. Einen Beruf behandele ich wie mein Hobby: ich denke permanent, auch unbewusst darüber nach, was ich besser machen könnte. Damit folgt fast zwangsläufig der Erfolg, die Sicherheit und die gute Bezahlung.
  5. #5

    optional

    Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren prekär- und ja, es ist eine Belastung. Neu ist das Phänomen nicht.
  6. #6

    Na dann haben die Politiker alles richtig gemacht

    Es war doch so geplant die Arbeitsplätze in kurzfristige Jobs umzuwandeln, gewußt haben das auch alle. Die Wähler haben Rot/Grün gewählt, Clement hat den Arbeitnehmern die Arbeitsplatzsicherheit genommen, Zeitarbeit großflächig eingefährt und dafür bei dem größten Sklaventreiber Deutschlands in den Vorstand gekommen.

    Es lief doch alles nach Plan, wo ist das Problem lieber Michel?
  7. #7

    Lieber Mitforist

    Zitat von hansmaus Beitrag anzeigen
    Liebe Redaktion des Spiegels,
    bitte entscheidet euch endlich von was ihr redet!
    Von "Jobs" oder von "Arbeitsplätzen"?
    Arbeitsplätze werden immer mehr zu Jobs, das ist das was die Politik will und fördert, Regierung Merkels hat sogar Zeitarbeit gesetzlich geschützt. Die Wähler wollen es doch so.
  8. #8

    Der MA ist unser wertvollstes Kapital...

    Es ist seit langem bekannt, dass sich junge Menschen schwer tun am "ersten" Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Dass ein Mensch, der auf Grund seiner unsoliden Einkommenssituation, nicht bereit ist langfristig zu planen und eine Familie zu Gründen, schlägt sich auch in den niedrigen Geburtenraten nieder.

    Die Frage, die sich Arbeitgeber und Arbeit nehmer einmal gemeinsam stellen müssen, ist : Kann Kurzfristigkeit in Bezug auf Personalpolitik langfristig für die Gesellschaft und so für die Unternehmen gesund sein? Es wird einmal die Woche über den großen Fachkräftemangel gejammert, doch wer einen MA einstellt tut es unter dem Vorbehalt ihn auch schnell wieder los erden zu können. Es doch paradox auf der einen Seite zu jammern, dass es keine qualifizierten jungen Leute auf dem Arbeitsmarkt gibt, doch werden auf der andern Seite die MA die man einstellt zu unsicheren Konditionen eingestellt.

    Dieses Problem kann aus meiner Sicht nur gelöst werden, wenn Politik, Gewerkschaften und Arbeitnehmer sich auf Ihre gesellschaftliche Verantwortung und weniger auf ihre Verbands- und Parteiinteressen rückbesinne.
  9. #9

    Weiter gedacht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jeder dritte Arbeitnehmer unter 35 Jahren hat einen befristete oder unsichere Arbeit, zeigt eine Umfrage der IG Metall. Die Gewerkschaft warnt vor einer sozialen Spaltung zwischen junger und älterer Generation am Arbeitsmarkt. Denn prekäre Jobs wirken sich auch auf die Psyche aus.

    IG Metall-Umfrage: Junge Arbeitnehmer leiden unter unsicheren Jobs - SPIEGEL ONLINE
    Und diese "unsichere Generation" wird ja auch älter. In 30 - 40 Jahren werden wir eine große Anzahl an Altersarmut erleben. Aber so weit denken die meisten Politiker ja nicht, sie sind ja selbst schon alt/älter und in 30 bis 40 Jahre tot. Nach dem Motte: "Nach mir die Sintflut."


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