Forum


 

IG Metall: "Die meisten werden die Rente nicht gesund erreichen"

CorbisRente mit 67? Oder gar mit 80? Nicht auf den Arbeitsplätzen von heute, sagt die IG Metall. Denn in den Unternehmen werde kaum Rücksicht auf ältere Arbeitnehmer genommen. Laut einer Umfrage der Gewerkschaft sind nicht einmal vier Prozent der Kollegen in der Metallbranche über 60.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...850455,00.html
  1. #1

    optional

    "...,vielleicht bis 80." ?! Im Grunde ist dagegen ja nix einzuwenden. Gerade wenn ich manchmal so im Zug sitze und mopsfidele Rentnergrüppchen mit ihren schicken Rädern vom/zum gemeinsamen Radwanderausflug fahren sehe, dann denke ich mir auch manchmal, so schwer kanns doch eigentlich nicht sein, alternativ eben auch arbeiten zu gehen, auch in dem Alter. Der Haken dabei: das sind dann vermutlich größtenteils Schreibtischtäter mit ihren Familienmanagerinnen, die ich in dieser Verfassung sehe, nicht die Leute vom Hochhofen oder vom Baugerüst. Also vielleicht das absolute Renteneintrittsalter komplett abschaffen und die Zuteilung der Rente nach Arbeitsfähigkeit medizinisch begründet festlegen? Aber ach, da hör ich den Aufhscrei schon... um so eine Idee umzusetzen, bedarf es noch eines grundlegenden geistigen Wandels: es nämlich als Glücksfall anzusehen, auch mit 65 noch fit genug für den Job zu sein, und nicht neidisch auf die zu schauen, die mangels intakten Knochen leider schon daheim bleiben müssen.
  2. #2

    ot

    Zitat von großwolke Beitrag anzeigen
    "... Also vielleicht das absolute Renteneintrittsalter komplett abschaffen und die Zuteilung der Rente nach Arbeitsfähigkeit medizinisch begründet festlegen? Aber ach, da hör ich den Aufhscrei schon... um so eine Idee umzusetzen, bedarf es noch eines grundlegenden geistigen Wandels: es nämlich als Glücksfall anzusehen, auch mit 65 noch fit genug für den Job zu sein, und nicht neidisch auf die zu schauen, die mangels intakten Knochen leider schon daheim bleiben müssen.
    Wäre als Idee aber vielleicht gar nicht so schlecht, so ist die Erhöhung des Rentenalters ja mehr eine Rentenkürzung durch die Hintertür.
  3. #3

    andere Frage

    Irgendwie habe ich das Gefühl, das man auf die naheliegendste Maßnahme einfach nicht kommen will. Statt einem festen Renteneintrittsalter eine Mindestarbeitszeit von 45 Jahren. Dann geht halt der Handwerksgeselle der mit 16 angefangen hat mit 61 in Rente und der Langzeitstudent, der später seinen Arbeitstag am Schreibtisch verbringt eben erst mit 75.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rente mit 67? Oder gar mit 80? Nicht auf den Arbeitsplätzen von heute, sagt die IG Metall. Denn in den Unternehmen werde kaum Rücksicht auf ältere Arbeitnehmer genommen. Laut einer Umfrage der Gewerkschaft sind nicht einmal vier Prozent der Kollegen in der Metallbranche über 60.
    Es geht doch im Grunde nur um die Rentenbeiträge einzubehalten und diese zweckentfremdet an andere Haushaltsposten oder an die Finanzmächte weiterzureichen für Zinszahlungen usw.. Dafür sollen die Leute länger malochen und damit auch länger ausgebeutet werden. Davon haben die Betriebe dann auch noch was davon. Das ist der ganze Witz. Wenn der Clement das was der bei der INSM macht im Ernst auch noch arbeiten nennt, dann ist das eine weitere Lüge von dem Heuchler. Soll er doch sich mal bei irgendeinem Sklavenhändler vermitteln lassen für deren Existenz er doch früher gesorgt hat als Arbeitsminister, dann würde er freiwillig ins Altersheim gehen der Maulheld. Nur dumm daher labern um die Ziele der INSM zu erreichen und in die Köpfe der Menschen zu platzieren, das kann er, aber sonst nix.
  5. #5

    Zitat von p.o.t. Beitrag anzeigen
    Wäre als Idee aber vielleicht gar nicht so schlecht, so ist die Erhöhung des Rentenalters ja mehr eine Rentenkürzung durch die Hintertür.
    Angesichts der Tatsache, das die derzeitige Lebenserwartung für Männer bei 79 Jahren liegt müsste Mann sich bei Rente mit 80 fragen warum er überhaupt Beiträge zahlen soll. Bei Frauen sieht es mit 86 Jahren zwar etwas besser aus aber auch nicht rosig.

    Es gibt nun mal Jobs die kann man kaum mit 60 (Pflegekräfte, bau, Handwerker) noch machen und es gibt welche die gehen auch noch mit 90 (man denke nur an den öffentlichen Dienst, kaum ein Rentner würde die Jobs schlechter machen). Entweder unsere Politiker stellen sich dieser Tatsache oder früher oder später (bei den Deutschen leider viel später) werden sich die Bürger fragen womit die ihre fetten pensionen eigentlich verdient haben (Pension mit 55 bei vollen Bezügen).
  6. #6

    @großwolke

    genau das hat es in der Vergangenheit gegeben und wurde abgeschafft. Hauptsächlich deshalb, weil Schreibtischtäter solche Regelungen bis zum Exzess für sich ausgenutzt haben.
  7. #7

    Bis 80 arbeiten geht nicht,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rente mit 67? Oder gar mit 80? Nicht auf den Arbeitsplätzen von heute, sagt die IG Metall. Denn in den Unternehmen werde kaum Rücksicht auf ältere Arbeitnehmer genommen. Laut einer Umfrage der Gewerkschaft sind nicht einmal vier Prozent der Kollegen in der Metallbranche über 60.

    IG Metall kritisiert die Rente mit 67 - SPIEGEL ONLINE
    es sei denn, man ist Kuenstler, Schriftsteller, Maler, also freischaffend.
    Dann kann man sich den Tag einteilen, oder auch mal gar nichts tun. Aber mit z.B. 74 jeden Morgen um 5.30 aufzustehen und um 7.30 im Buero zu sein, das moechte ich dann mal sehen. Bei mir war mit 65 Schluss. Ruecken kaputt, Kniescheibe und Huefte auch, hoeren nur mit starkem Hoergeraet, die Beine taten mir weh. Mein Vorschlag: sparen sie wir verrueckt ihr ganzes Leben, damit sie mit 65 eine halbe Million Euro auf dem Konto haben und auf die staatiche Rente pfeiffen koennen . 500,000 euro sind bei einer Lebenserwartung bis 80 ca. 30.000 uero pro Jahr.
  8. #8

    Zitat von großwolke Beitrag anzeigen
    "...,vielleicht bis 80." ?! Im Grunde ist dagegen ja nix einzuwenden. Gerade wenn ich manchmal so im Zug sitze und mopsfidele Rentnergrüppchen mit ihren schicken Rädern vom/zum gemeinsamen Radwanderausflug fahren sehe, dann denke ich mir auch manchmal, so schwer kanns doch eigentlich nicht sein, alternativ eben auch arbeiten zu gehen, auch in dem Alter. Der Haken dabei: das sind dann vermutlich größtenteils Schreibtischtäter mit ihren Familienmanagerinnen, die ich in dieser Verfassung sehe, nicht die Leute vom Hochhofen oder vom Baugerüst. Also vielleicht das absolute Renteneintrittsalter komplett abschaffen und die Zuteilung der Rente nach Arbeitsfähigkeit medizinisch begründet festlegen? Aber ach, da hör ich den Aufhscrei schon... um so eine Idee umzusetzen, bedarf es noch eines grundlegenden geistigen Wandels: es nämlich als Glücksfall anzusehen, auch mit 65 noch fit genug für den Job zu sein, und nicht neidisch auf die zu schauen, die mangels intakten Knochen leider schon daheim bleiben müssen.
    Das Problem, das ich sehe, ist, dass dann hauptsächlich die Arbeiten weiter von älteren gemacht werden, die hochqualifiziert sind, bzw. hohe Entscheidungskompetenz beinhalten. Also Schreibtischjobs und leitende Tätigkeiten. Und die jungen? Sollen die auf entsprechende Positionen künftig warten, bis sie 60 sind? Und was machen die in der Zwischenzeit? Körperlich anstrengendere Sachen? Können die dann mit 60 überhaupt noch weitermachen?

    Sie haben das ja auch schon selber angedeutet. Aber ich sehe das als wirklich ernstes Problem. Heute habe ich Vorgesetzte, die so alt sind, wie mein Vater. Da habe ich eine gewisse Perspektive. Wenn die so alt wären, wie mein Opa, wäre ich am verzweifeln! Es wird ja auch erwartet, einigermaßen etabliert und auf dem Karriereweg zu sein, wenn man eine Familie gründet. Wenn sich der Weg in verantwortungsvolle Positionen derart verlängert, dann wird sich das auch negativ auf die Geburtenrate auswirken. Zumal die Großeltern ja nicht mehr mit den Kindern helfen können, da sie entweder nicht mehr fit genug sind, oder aber noch arbeiten müssen.
  9. #9

    IG Metall und Arbeit ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rente mit 67? Oder gar mit 80? Nicht auf den Arbeitsplätzen von heute, sagt die IG Metall. Denn in den Unternehmen werde kaum Rücksicht auf ältere Arbeitnehmer genommen. Laut einer Umfrage der Gewerkschaft sind nicht einmal vier Prozent der Kollegen in der Metallbranche über 60.

    IG Metall kritisiert die Rente mit 67 - SPIEGEL ONLINE
    Also bei mir im Sportstudio bestätigt der Trainer, dass er oft Leute fragt, ob Sie Urlaub hätten, weil Sie so oft ins Training kämen.
    Dann wird gegrinst und vielsagend geantwortet: Ne IG Metall mit 35 Stundenwoche oder spitzenmäßig bezahlter Kurzarbeit ...
    Eine Frechheit, was sich die IG Metall hier wieder leistet, ich kann das Gejammer nicht mehr hören!








TOP



TOP