iBooks 2 heißt ein neues Produkt, mit dem Apple sein iPad als Schulbuch-Ersatz vermarkten will. Mit interaktiven, multimedialen Lehrbüchern sollen Schüler für Lerninhalte interessiert werden - und noch mehr Apple-Tablets verkauft.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...810205,00.html
Sie könnten sich für die Yellow-Press im vereinigten Königreich bewerben. Nehmen Sie diese Schriftprobe doch gleich mit. Sie müssen noch ein wenig übersetzen, aber das Wort "Nazi" können Sie schon mal so verwenden wie es hier steht.
Sachlich gibt es eigentlich nur zu sagen, dass Sie selbst Bücher erstellen können und an das Gerät übertragen - so ganz ohne die Kontrolle der "Apple-Nazis". Ist aber nicht so gut geeignet für das Apple-Bashing...
Die spannenden technischen Möglichkeiten mit vielfältigen interessanten Konsequenzen sind das Eine - und werden sicherlich manche revolutionäre Veränderung bewirken. Das Andere ist aber trotzdem noch der Inhalt! Da kann ich zwar nur von deutschen Schulbüchern reden (die haben ja mit Apple bisher nichts zu tun), aber diese Lage ist katastrophal!
Die Qualität, vor allem der Schulbücher für Mathematik, ist so miserabel - mich wundert, dass die Kinder überhaupt damit etwas lernen können. Die Texte sind uneindeutig formuliert, Aufgaben unexakt gestellt, die Struktur fehlt. Zusätzlich tummeln sich unglaublich viele Anbieter auf dem Markt, die anscheinend keiner Regulierung / Qualitätssicherung unterliegen. Mir scheint, jeder kann ein Buch herausbringen und dies "Schulbuch" nennen. Die Lehrer verwenden auch einmal das eine, der nächste das andere. Kommt es zu einem Wechsel, hat nun Klasse halt das falsche Buch und es werden einzelne Seiten kopiert.
Also wird Apple zweifellos sich ein großes Stück vom Kuchen abschneiden. Noch effektiver wäre es aber, sich einen großen Anbieter gleich einzuverleiben und dann das geschlossene Apple-System auch konsequent für die Inhaltsvermarktung zu nutzen. Schlechter kann es sowieso nicht mehr werden.
Good luck!
... den Rücken der Kinder entlasten zu wollen.
In Wirklichkeit geht es doch allein um das rasche Aufrollen eines neuen Marktes, wobei dieser Markt das einmalige Potential hat, gleichzeitig eine neue Konsumentengeneration heranzuziehen.
Pah Teufel, ich hoffe, meinen Kindern bleibt dereinst die Zwangsbeglückung mit diesem Gerät erspart. e-Learning kann auch anders funktionieren, mit überwiegend freien Inhalten und offenen Standards.
Lieber versuche ich, meinen Kindern ein starkes Rückgrat anzuerziehen, als ihren Rücken mit Monopolgeräten zu entlasten!
-nerdchen
Wird dann wohl nicht mehr lauten. Vielmehr: "Und? Akku geladen?"
Die Idee ist nicht neu. Wer Kinder hat und ein wenig Ahnung von den Möglichkeiten, diskutiert seit Jahren über dieses Thema (Buch mit PDF - fertig)
Ich fänd es aber rechtlich bedenklich. Denn, darf denn nur ein Hardware Hersteller allein in diesen Markt (Monopol)?
Wo bleibt die freie Wahl für die Hardware?
Abgesehen davon, das ein NetBook sicherlich die bessere Wahl wäre. Schliesslich sollen unsere Kinder auch "schreiben" lernen!
Wer bezahlt die iPads eigentlich?
Was ist, wenn das Gerät defekt ist?
Welche Programme dürfen auf dem Gerät ausserdem laufen?
Und, und, und ...
Ich glaube, da macht sich mal wieder im Vorfeld dann keiner Gedanken und später heißt es dann: "Oh, die haben den ganzen im Internet gesurft. Das hätte ich nicht gedacht, dass das geht, nee, aber auch!"
Ausserdem: Bücher riechen besser, das ist so und das bleibt so ;-)
Du meinst, eine neue, aggressive Form der Werbung und Heranzüchten von "JA-Sagern" und "Nichtdenkern"? Ging das in den Unis nicht schon in die Hose?
Nun ja. Die Eltern haben es in der Hand. Ich würde "NJET" sagen als Elternteil, wenn ich sehen würde, der Kindergarten oder die Schule wird beworben, mit Werbung zugemüllt und viel schlimmer bestochen.
Das läßt sich eh nicht durchsetzen. Es ist einfach zu abhängig von einem sehr teuren Endgerät und dazu bräuchte auch jeder Schüler einen I-Tune Account oder ähnliches, um die Dienste nutzen zu können. In einer Klasse mit ca. 20 Kindern müssten dann alle ein IPad und einen Account bei Apple haben, was ich mir nur schwer vorstellen kann. Vielleicht ist es in teuren Privatschulen ja denkbar....
Ausserdem muß man sich fragen ob ein E-Pad wirklich so robust ist, in einem Haufen Kinder.
Man stelle sich auch mal die Disziplin vor: So ein Ipad bietet ja eine Menge Möglichekeiten, um im Unterricht was anderes zu machen.
Schon mal erlebt was allein Handies/Smartphones dem Unterrichtsklima antun ?
Ausserdem kann ich mir dann auch vorstellen das man so schlechter lernt. Beim klassischen Ausarbeiten / Abschreiben / Aufschreiben bleibt ja doch einiges hängen. Bei nem Ipad hätte man überall nur fertige Textbröckchen. Tippen und selber Texte schreiben kann man ja mit dem Ding nicht so wirklich, mir geht es nicht leicht von der Hand.
Schrauben Sie einfach mal Ihre Arroganz zurück. Es gibt Leute, die sich für diese Meldung interessieren.
Wenn Sie so desinteressiert sind, warum lesen Sie nicht einfach das, was Sie interessiert? Sie gehen sogar noch weiter und schreiben dazu noch etwas. Bitte verschonen Sie uns mit dieser bodenlosen Intoleranz. Sie sind nicht der Nabel der Welt! Auch nicht des SPON
Och, die Bücher sind zu schwer, ja die armen Kinder, das ist ja so schrecklich. Äh, Sekunde, wird nicht immer gesagt, dass unsere Kinder zu wenig Sport machen? Ich kenne kein Kind, dass irgendwelche Rückenprobleme vom Bücherschleppen bekommen hat, aber einige, die vom Sofasitzen Haltungsstörungen haben.
Vielleicht sollten wir mal anerkennen, dass unser Körper Belastungen braucht. Somit ist ihr gespieltes Mitleid genau das, was die Kinder nicht brauchen, sondern eher einen Tritt in den Allerwertesten wenn die anfangen zu klagen, "Du hasst Rückenprobleme, was würdest Du von einem Sportverein halten?"
Mit den neuen Schulbuchprogramm, mein Bruder hat einige als Lehrer eines "Vorzeigegymnasiums" schon im Unterricht getestet, verhält es sich wie mit PowerPoint, schön anzusehen und man lernt kaum etwas dadurch.
Nur weil man auf einem Gerät alles abspeichern kann, ersetzt es nicht das Lernen, nur weil ein Gerät viel leichter ist, ist es noch nicht gesund für unsere Kinder und gerade ein iPad ist ja durch seine Hintergrundbeleuchtung