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Hypochonder: Herr Doktor, ich habe Rücken, Fuß und Brust!

CorbisVon Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...816475,00.html
  1. #1

    Vielleicht nur eines:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

    Hypochonder: Warum es Sensibelchen so schwer haben - SPIEGEL ONLINE
    Hypochonder werden wohl nicht von Ärzten abgezockt; jeder, der solche Patienten betreut hat, kann ein Lied davon singen, wie nervenaufreibend gerade eine solche Arzt-Patienten-Beziehung sein kann. Da ist das Honorar, zumal auf kassenärztlicher Basis, geradezu lächerlich, noch nicht mal ein Trostpflaster.
  2. #2

    Survival of the fittest

    ...bedeutet: "Überleben der Angepassten" nicht - wie immer wieder fälschlicherweise behauptet "Überleben der Stärksten".
    Insofern passt Survival of the fittest auch bei diesem Beispiel aus der Vergangenheit. Bärenjagen hat eben ein höheres Risiko, als Getreide anbauen/sammeln.
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

    Hypochonder: Warum es Sensibelchen so schwer haben - SPIEGEL ONLINE
    Ich denke nicht dass Ihre Eigenschaft in den Genen liegt. Es gibt da noch eine Möglichkeit die ich für warscheinlicher halte. Ich denke dass das Verhalten nicht in den Genen gespeichert sein kann, das ist zu Umfangreich, das kann nicht durch 2,3,4 Generationen eingeprägt sein, es ändert sich in diesem Zeitraum aber in unvorstellbaren Dimensionen. Wir können uns nicht vorstellen wie sich die Leute in 100 Jahren verhalten werden, die Sprache, das Aussehen, die Regeln und Sitten, die Technologie. Würde man einen Menschen isoliert aufwachsen lassen, dann wäre da nichts mit Hypochonder, der würde in einer anderen Welt leben, in der es sowas gar nicht gibt. Und ihre Hypochonder-Eigenschaft gehört für mich zu ihrem Verhalten. Das Verhalten wird meiner Meinung nach vollständig im Laufe des Lebens erlernt, abgeschaut, von der Sprache, bis hin zu sinnlosen Dingen die einfach getan werden weil sie als "normal" gelten. Ihre Hypochoner-Eigenschaft ist aber aus meiner Sicht keine Einbildung, sie ist ein fester Bestandteil von Ihnen da etliche andere "Gedanken und Erinnerungen" darauf aufbauen (physikalische Vernetzung)
  4. #4

    Auch ich...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

    Hypochonder: Warum es Sensibelchen so schwer haben - SPIEGEL ONLINE
    ..war Hypochonder bis ich vor vielen, vielen Jahren, als noch kein Mensch über Allergien redete, einen Artikel in Harper´s Bazar gelesen habe. Da stand drin, dass wenn man von heute auf morgen ohne erkennbaren Grund grössere Gewichtsschwankungen hat, an eine Allergie denken sollte. Also habe ich mich zwei Wochen nur von Kartoffeln ernährt. Danach ging es mir gut wie nie zuvor. Um es abzukürzen: ich esse keine Milchprodukte (Butter und Sahne geht), keine Eier, (auch keine Produkte mit), kein Schweinefleisch, kein Putenfleisch (Hühnerfleisch ist o.k.), keine Weintrauben, weder Zitronat noch Orangeat, und ansonsten nur bio.. Wenn doch ich doch mal wieder meine, das kann doch gar nicht sein und etwas von meiner No-Eat-Liste esse, weiss ich wenigstens, warum es mir schlecht geht.
    (Ich hatte Glück bei meiner Vorgehensweise, dass ich Kartoffeln vertrage.)
  5. #5

    optional

    @burgundy2 Zum einen das und zum anderen sehe ich keinen Grund warum Hypochondrie irgendeinen evololutionaeren Vorteil bieten sollte. Im Gegenteil: Ein Jaeger der nicht jagt haette seine Familie wohl kaum durch einen harschen Winter bringen koennen. Es scheint wohl eher eine modernere Stoerung zu handeln.. Vielleicht haette die Idee zu diesem Artikel eher in einem von Herrn Frederik Jöttens Songs gepasst. Wer Hypochonder in seinem Freundeskreis hat, muss um deren Leiden unter der Stoerung wissen und gezwungener Massen finden das Herr Jöttens Artikel befremdlich ist, da er in der Stoerung aufzugehen scheint und suggerieren moechte, dass Hypochondrie einer gesteigerten Senisibilitaet gleichgesetzt ist. Herr Jötten bleiben Sie doch bitte beim serioesen Journalismus, Ihre Reportagen und Interviews sind mehr als lesbar. Das hier nicht!
  6. #6

    Hypochonder, dass sagt sich so leicht...

    zeigt aber auch die Unfähigkeit der Ärzte auf!
    Menschen mit MCS sind keine Hypochonder, sondern die erste Welle die bei den Kassen und den Ärzten an Land gespühl wird. Da nach kommt die Flut,welche durch Ihre Kosten die sie mit sich bringt, die Kassen und Ärzte hinwegspühlen wird.
  7. #7

    auch eingebildete Beschwerden sind Beschwerden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

    Hypochonder: Warum es Sensibelchen so schwer haben - SPIEGEL ONLINE
    Ich weiß, dass ich ein (leichter) Hypochonder bin und meinen Mitmenschen deswegen schon oft auf den Keks gegangen bin. Ein Arzt bescheinigte mir einmal, dass ich nun mal "sehr sensibel" sei und damit leben müsse. Aber was soll ich machen: Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwas an irgendeiner Körperstelle ziept oder kneift oder es mir flau im Magen oder Darm ist, oder ich über Sodbrennen oder Augenbrennen, Hautreizungen, plötzliche Gelenkschmerzen oder allgemeines Unwohlsein klage. Vor allem auf Reisen, wo ich den ganzen Mist am wenigsten gebrauchen kann.

    Gelegentlich sind es auch nur störende (aber nicht schmerzhafte) Empfindungen an bestimmten Stellen im Körper - das heißt: ich spüre Organe, die man normalerweise gar nicht spürt. Das kann dann für ein paar Tage ganz schön nerven. Oft genügt schon der Kauf entsprechender Medizin (ohne deren Einnahme), und die Symptome hören auf oder, was noch interessanter ist, wechseln.

    Mein Verstand sagt mir zwar, dass dies alles harmlos sei und ich mir alles einbilde, aber eingebildete Beschwerden sind nun mal genau so unangenehm wie echte, und das ist das Hauptproblem. Aus diesem Grunde würde ich mich schon über etwas mehr Verständnis für Hypochonder freuen. Zum Arzt renne ich, zur Beruhigung aller, die Krankenkassenbeiträge zahlen, damit so gut wie nie, da ich inzwischen herausgefunden habe, wogegen welche rezeptfreien Mittelchen bzw. Verhaltensweisen am besten helfen. Ursache? Vielleicht liegt meine Hypochondrie daran, dass ich schon als kleines Kind fast immer mit anhören musste, wenn sich meine Großeltern mit ihren Bekannten ausgiebig über Krankheiten unterhielten, was sehr häufig geschah.
  8. #8

    Der gefühlt 1000. Beitrag der die Leiden der Betroffenen bagatellisiert und ins Lächerliche zieht. Hypochondrie wird mittlerweile zur Lifestyle-Krankheit stilisiert bzw. von Entertainern und Reportern als schrulliger Persönlichkeitsspleen missbraucht. Wer einmal erlebt hat was es bedeutet, Nacht für Nacht in der Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses aufzulaufen, weil man sich der irrationalen Angst nicht erwahren kann, man habe tatsächlich eine todbringende Krankheit, wer sich gefährlichen und unsinnigen Operationen und Untersuchungen unterzieht, um "endlich Gewissheit zu haben", wer einmal wirklich die Erfahrung gemacht hat ärztlicher Willkür und Entwürdigung ausgeliefert zu sein, der wird über so einen Artikel nicht lachen können. Ich empfehle dem Autor dringend die Lektüre des DSM-IV. Dort findet man unter den diagnostischen Kriterien für Hypochondrie u.a. folgendes "Die ständigen Sorgen um die Überzeugungen und Symptome führen zu andauerndem Leiden, Beeinträchtigung des Alltagslebens und wiederholter medizinischer Abklärung und Behandlung (oder entsprechender Hilfe von Laienhelfern)." Die inflationäre Verwendung des Begriffs der Hypochondrie hilft am allerwenigsten den Betroffenen!
  9. #9

    Würde gern auch was zum Thema schreiben,

    habe aber große Angst, dass mich dann wieder ein akuter Simulanzanfall heimsucht :-)


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