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Hypochonder: Herr Doktor, ich habe Rücken, Fuß und Brust!

CorbisVon Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...816475,00.html
  1. #20

    Angst..

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass ich ein (leichter) Hypochonder bin und meinen Mitmenschen deswegen schon oft auf den Keks gegangen bin. ..
    Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten aber für mich klingt das was Sie beschreiben, die Symphtome, nach einer "Angstkrankheit", das schlimmste können dann Panikattacken sein.
    Ich hatte das, es kam von einer Sekunde zur nächsten, bis dahin war ich fit, gesund, habe meinem Körper vertaut, ich hatte extrem viel Kraft und auch sehr viel Kraft verbraucht (wie ich heute weiß), wenig Rücksicht genommen auf mich. Zipperlein mal hier oder da waren normaler Teil des Lebens, hab ich nicht weiter beachtet, ich war beschäftigt, habe funktioniert und musste dies auch, habe auf die Natur vertraut.
    Bis, ja bis dann plötzlicher der Tag, die Minute X kam und alles plötzlich anders war und jetzt in der Rückschau, nachhaltig mein Leben veränderte.
    Ich hatte ganz üble Symphtome, mein Kopf hat mir gesagt, das kann nur von einem drohenden Herzinfarkt kommen oder Hirntumor.
    Ich bin über mehrere Monate jeden Tag gefühlt mehrmals fast gestorben. Ich bin, war nie Hypochonder nach der gängigen Meinung (die man vielleicht wirklich mal hinterfragen sollte).
    Es war eine grausame Erfahrung, niemals mehr möchte ich das nochmal durchmachen.
    Alles wurde organisch gecheckt, alles gesund.

    Ich wusste zunächst nicht, wie ich da herauskommen sollte.
    Eine Spirale fing an sich zu drehen, zu den Ängsten bezüglich der Frage, ob ich überhaupt noch weiterleben werde (gefühlt), ob ich jemals wieder gesund werden kann, kamen dann Existenzängste, da ich sehr lange krankgeschrieben war, ein Kind hatte minderjährig, alleinerziehend, finanzielle Verpflichtungen etc.
    Das war nochmals Öl ins Feuer der wohl bestehenden Panik/Angst-Krankheit.
    Ich habe viele Jahre gebraucht da herauszukommen und es ging nur, in dem ich mich mit vielen Dingen mein Leben betreffend ganz intensiv und ehrlich auseinandergesetzt und mein Leben letztlich umgestaltet habe.

    Ich habe das ohne Ärzte und Therapien gemacht, ich wollt nicht abhängig werden, ich wollte nicht, dass "Krankheit" sich als Thema in mein Leben nachhaltig einnistet und Teil meiner Identität wird.

    Ich glaube, da ist wirklich eine Gefahr, wenn man Krankheit für sich als regelmäßigen Bestandteil seines Lebens annimmt, dass es das dann auch wird.

    Schauen Sie, gucken Sie sich die Natur an, mit alledem, was es gibt.
    Es ist doch (ohne schädliche äußere Einflüsse) ziemlich perfekt, die Pflanzenwelt, die Tierwelt...die brauchen keine Impfungen, keine Medikamente, keine Ärzte und Therapeuten.
    Und uns, als menschliche höchstentwickelte Spezies in diesem System soll die Natur, die Entwicklung, vergessen haben dabei und uns mit allen möglichen Zipperlein und Krankheiten bedacht haben?
    Nein, ich glaube das nicht.

    Wenn es uns erwischt, dann ist das ein Resultat entweder eigener falscher Lebensweise oder Resultat von Zwängen und Einflüssen, die uns durch äußere Einflüsse wie etwa Kindheitserlebnisse oder gesellschaftliche Zwänge (Anpassungszwang, Wettbewerb, Existenssicherung) beschert werden.

    Zusammengefasst, ich glaube, viele, viele Krankheiten (echte oder gefühlte oder befürchtete) habe ihre Ursache in Ängsten und/oder falschem Leben und Lebensgewohnheiten.


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