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Hypochonder: Herr Doktor, ich habe Rücken, Fuß und Brust!

CorbisVon Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...816475,00.html
  1. #10

    um es dann mal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

    Hypochonder: Warum es Sensibelchen so schwer haben - SPIEGEL ONLINE
    weiter zu spinnen...
    ...haben die Hirse stampfenden und essenden es soweit gebracht
    das sie tatsächlich die Politik beeinflussen können.
    Siehe die gefühlte Aussterbewelle in Deutschland nach dem Pups des AKW in Fukushima.

    Um es auf den Punkt zu bringen (analog einer hier sehr beliebten Artikelserie) von dem Hirse essenden Steinzeitmenschen mit eingebildeten Halsschmerzen zum EEG in gefühlt nur drei Schritten. (oder weniger)
  2. #11

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass ich ein (leichter) Hypochonder bin und meinen Mitmenschen deswegen schon oft auf den Keks gegangen bin. Ein Arzt bescheinigte mir einmal, dass ich nun mal "sehr sensibel" sei und damit leben müsse. Aber was soll ich machen: Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwas an irgendeiner Körperstelle ziept oder kneift oder es mir flau im Magen oder Darm ist, oder ich über Sodbrennen oder Augenbrennen, Hautreizungen, plötzliche Gelenkschmerzen oder allgemeines Unwohlsein klage. Vor allem auf Reisen, wo ich den ganzen Mist am wenigsten gebrauchen kann.

    Gelegentlich sind es auch nur störende (aber nicht schmerzhafte) Empfindungen an bestimmten Stellen im Körper - das heißt: ich spüre Organe, die man normalerweise gar nicht spürt. Das kann dann für ein paar Tage ganz schön nerven. Oft genügt schon der Kauf entsprechender Medizin (ohne deren Einnahme), und die Symptome hören auf oder, was noch interessanter ist, wechseln.

    Mein Verstand sagt mir zwar, dass dies alles harmlos sei und ich mir alles einbilde, aber eingebildete Beschwerden sind nun mal genau so unangenehm wie echte, und das ist das Hauptproblem. Aus diesem Grunde würde ich mich schon über etwas mehr Verständnis für Hypochonder freuen. Zum Arzt renne ich, zur Beruhigung aller, die Krankenkassenbeiträge zahlen, damit so gut wie nie, da ich inzwischen herausgefunden habe, wogegen welche rezeptfreien Mittelchen bzw. Verhaltensweisen am besten helfen. Ursache? Vielleicht liegt meine Hypochondrie daran, dass ich schon als kleines Kind fast immer mit anhören musste, wenn sich meine Großeltern mit ihren Bekannten ausgiebig über Krankheiten unterhielten, was sehr häufig geschah.
    Für Sie wäre -bei entsprechender Bereitschaft- sicher eine Hypnose-Thearapie sehr hilfreich. Was Ihnen als Hypochonder passiert, ist ja eine falsche Bewertung der "Symptome" und damit eine erhöhte Aufmerksamkeit auf eben diese. Ihre Vorgeschichte ist sicher nicht selten und ich kann mir gut vorstellen, das man auf diese Art zum Hypochonder wird.
  3. #12

    Wie bei anderen psychischen Krankheiten....

    ....die ihren Namen her geben müssen, gibt es leider genug, die ernsthaft daran LEIDEN.
    So wie heutzutage jeder depressiv ist, der mal keine gute Laune hat, Kinder ADHS haben, wenn sie mal über Stühle und Bänke springen, so sind auch Menschen, die sich phasenweise zuviele Gedanken um ihre Gesundheit machen, gleichHypochonder.
    Damit diskreditiert man aber all die, die wirklich betroffen sind. Hypochondrie ist eine ernsthafte Angststörung, die sicher nicht bagatellisiert werden darf, der Leidensdruck ist enorm.
  4. #13

    Ach was?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ich glaube, es war so: Meine Vorfahren saßen in ihrer Hütte. Plötzlich stand der Nachbar in der Tür: "Hey, wir machen los, Bärenjagd, kommt ihr mit?" Mein Vorfahr sagte nichts und zeigte auf seinen Hals. "Was soll das heißen? Schon wieder Halsschmerzen?", fragte der Nachbar. "Nie kommt ihr mit zur Jagd, wollt ihr das ganze Jahr gestampfte Hirse essen?"
    Und wer stampft die Hirse, wenn alle Rücken und Fuß haben? ;)

    Hypochonder sind vieles, aber mit Sicherheit keine Evolutionssieger. In der Natur haben Feiglinge bzw. Jammerlappen langfristig auch keine sonderliche hohen Überlebenschancen. Der Grund, warum der Mensch an der Spitze der Nahrungskette steht ist, von besten körperlichen Vorteilen abgesehen, vor allem sein Erfindergeist (Intelligenz) aber auch sein Mut und seine Neugier. Hätten unsere Vorfahren nicht den Mut aufgebracht sich mit dem leuchtenden, heißen und zerstörerischen Tier namens Feuer auseinander zu setzen, das Risiko einzugehen, sich dabei die Finger zu verbrennen, hätten wir es nie gebändigt. Der Jammerlappen hätte hier wohl eher gesagt: "Feuer? Ne, lass mal. Ich bin zu temperaturfühlig!".
  5. #14

    unterbewußt schlau

    der eingebildete kranke fügt sich ganz prächtig in die zeit der ewigen suche nach opfern ein. während diese ewige suche nach gebeutelten, ihr finden, das angedeihen lassen von hilfe für die vom schicksal geschlagenen in wort (suche nach Tätern!) und tat (forderung nach spenden oder einfach nur geld für die minderheit der bedauernswerten, wobei der begriff "sensibelchen" hier sehr, seeeehr hilfreich ist)-also diese suche letzetends doch über-ansgtrengend ist und opfer unter den helfern fordert. die dann gottlob dergestalt irgendwann aussterben. sensibelchen aber lebt weiter...
  6. #15

    Antithese

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Ärzten abgezockt und von allen anderen ausgelacht - wer als Hypochonder gilt, hat es schwer. Doch am Ende werden die Sensibelchen siegen. Sie sind die wahren Gewinner der Evolution!

    Hypochonder: Warum es Sensibelchen so schwer haben - SPIEGEL ONLINE
    Ich habe jahrelang stark geraucht, schwer gesoffen, fresse auch heute noch alles, was lecker und ungesund ist, aber lt. Arzt bin ich (195cm/118kg) dennoch pumperlg´sund. Dazu lebe ich in dritter Ehe, habe mich zigfach fortgepflanzt und kenne den Begriff "Hypochonder" nur aus Artikeln wie diesen. Warum? Weil ich körperliche Beschwerden als Unverschämtheit betrachte und von meinem Körper verlange, dass er gefälligst selber damit fertig wird. Das klingt verrückt? Mag sein, aber mir geht es gut und ich bin glücklich.
  7. #16

    HSP statt Hypochondrie?

    Mit Sicherheit mögen die Grenzen fließend sein, und dort, wo die Sensibilität die eigene Leistungs- oder Lebensfähigkeit eingrenzt, ist vermutlich die Schranke zum nicht ganz gesunden Körperverhältnis überschritten. Ansonsten mag es durchaus mal helfen, den Begriff "hsp" (oder Hochsensibilität) nachzuschlagen und sich vielleicht eher dort einzuordnen als im Pathologischen.
  8. #17

    Sinn?

    Warum dieser Artikel? Um ernsthaft psychisch Kranke in den Schatten larmoyanter Pseudokränkelnder zu stellen? Um wilde, infantile Spekulationen über die Evlution des Menschen vorzutragen, die durch keinerlei einigermaßen wissenschaftliche Fakten belegt werden können?
    Hierfür sollte in der Öffentlichkeit kein Platz sein!
  9. #18

    Dieser Artikel ist ein riesen Denkfehler

    erstens : Hypochonder werden nicht von Ärzten abgezockt im Gegenteil: es ist ein zeitaufwendiger nerventötender Prozess ein Hyperchonder als solcher zu identifizieren. Dabei muss man sich als Arzt vergewissern, dass er nicht doch an etwas seltenem erkrankt ist, was nicht einfach diagnostizierbar ist.

    zweitens: der Homo sapiens zeichnet sich vorallem von anderen Hominiden dadurch ab, dass die Masse an zerebralem Kortex (Hirnrinde, nötig für höhere eloquente Hirnfunktion) viel grösser ist. Hirnsubstanz besteht zum grössten Teil aus Fett (Sphingolipiden), die durch die Nahrung (=Fleisch) aufgenommen werden muss. Insofern war der Wechsel von Pflanzenfresser zum Allesfresser essenziell für die Entwicklung unserer Intelligenz...soviel zum Thema Hirsebrei...

    drittens: Solange der Nachbar das fortpflanzungsfähige Alter erreicht (damals vielleicht 14), hat er keinen evolutionären Nachteil. Im Gegenteil: erfolgreiche Jäger galten als sexuell attraktiv weil physisch stark (=kann Nachkommen beschützen) und hatten deshalb mehr Sexualpartner.

    viertens: in der Steinzeit an Arteriosklerose zu sterben wäre ein Luxus gewesen. Vorher wurde man von Infektionskrankheiten, Trauma, Geburtskomplikationen etc getötet.

    fünftens: Hypochondrie hat eine hohe Komorbidität mit anderen psychiatrischen Erkrankungen. Ob sie dabei katalytisch wirkt oder nicht ist unklar aber wer wirklich an Hyperchondrie leidet, LEIDET zutiefst, da er ständig von Existenzangst bedroht ist. Dieser Zustand wirkt sich auf Dauer auf die psychische und physische Gesundheit aus.
  10. #19

    Danke

    Zitat von alafesh Beitrag anzeigen
    Für Sie wäre -bei entsprechender Bereitschaft- sicher eine Hypnose-Thearapie sehr hilfreich. ....
    Danke für den Hinweis. Inzwischen habe ich mich jedoch jahrzehntelang daran gewöhnt und leide auch nicht mehr allzusehr darunter, so dass ich ganz gut damit leben kann. Für stärkere Formen der Hypochondrie könnte ich mir jedoch durchaus vorstellen, dass eine Hypnosetherapie helfen könnte.
    Wichtig scheint mir auch: Das Mitteilungsbedürfnis über die jeweiligen "Wehwehchen" (auch wenn's schwer fällt) drastisch einschränken, damit die Freunde mit der Zeit nicht wegbleiben und Partnerin bzw. Partner nicht Reißaus nehmen.


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