Sie kommen aus Atlanta, Bielefeld und Cuxhaven: Für einen Turnschuh in limitierter Auflage haben 60 junge Menschen in Hamburg auf dem Gehweg campiert - und tief in die Tasche gegriffen. Beobachtungen von einer geschickten Marketingstrategie.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...837903,00.html
so hässlich und auch noch teuer...
Meine Güte. Drei Tage lang draußen campieren, wenig schlafen, kaum essen, sich auf einer Liste regelmäßig abhaken lassen.
Und das alles für ein Paar Schuhe, gezielt und schon fast perfide von Marketingstrategen eingefädelt?
Jedem das Seine. Ich persönlich finde das einfach nur noch abartig.
So stellt sich die Industrie den idealen Konsumenten vor: Er bettelt das Produkt kaufen zu dürfen.
Jeder hat so seine Hobbys, aber einen überteuerten Schuh der nicht mal besonders aussieht zu kaufen und dafür tagelang zu campen ist schon sehr... speziell. Das würden wohl nicht mal die härtesten Apple Anhänger tun.
Naja, wer es braucht. Die Leute sind ja schon putzig und eigenartig und letztendlich tun sie niemandem etwas. Dass dies bei manchen Leuten ein Glücksgefühl auslöst, halte ich aber schon für sehr speziell.
Das hört sich an, als hätten die Verantwortlichen bei Nike einmal zu oft "Jennifer Government" von Max Barry gelesen.
Meine Güte, bisher war es so, daß diese Freaks vor den Läden campieren WOLLTEN, weil sie so heiß auf das Produkt waren, daß sie es unbedingt als erstes haben wollten.
Im vorliegenden Fall jedoch sind die Leute, die diese Superschuhe kaufen DÜRFEN, dazu GEZWUNGEN, drei Tage vor dem Laden zu campen! Sorry, aber die Parallelen zum genannten Buch sind durchaus vorhanden.
Zugegeben, dort ist es etwas drastischer beschrieben. Der Hersteller Nike heuert einen Killer an, der nach Zufallsprinzip ausgewählte Käufer des neuen "Mega-Hype-Unbedingt-haben-müssen"-Schuh tötet. :o)