500 Tage Einsamkeit, Wind und Wellen - und jetzt das. Laura Dekker ist in der Karibik angekommen, als jüngste Weltumseglerin überhaupt. Doch auf Hype und Mediengetöse*hat die 16-Jährige keine Lust. Sie will vor allem erstmal eins: Teenager sein.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...810612,00.html
Was wäre passiert, wenn das Mädel abgesoffen wäre?
Für mich hat diese "Leistung" weder Vorbildfunktion noch hege ich irgendwelche Bewunderungsgefühle.
Selbstegoistisiche Anwandlungen, auch der Eltern, die nicht mehr zu toppen sind. Ich hoffe nur sehr, dass uns diese Egomanin jetzt nicht in allen verfügbaren Talk-Shows als Wunderkind (das sie nicht ist) vorgeführt wird, . Ich würde umgehend umschalten.
Diese Welt hat jeden Tag mindestens 100.000 bessere und schöne Ereignisse.
So, nun hatte sie ihre 15min Ruhm.
Was passiert jetzt?
Scheinbar ist sie nun schon genervt von der Publicity, dito die Eltern.
Entweder ist das ganz abgebrüht, um den Preis hochzutreiben oder sie sind wirklich genervt. In dem Fall warten wir mal ab, wann wieder Geld benötigt wird, dann wird das Schweigen und Zurückziehen schnell ganz beredt.
Was wird aus Laura für eine Person? Zu hoffen ist, dass sie den Trip "für sich" in guter Erinnerung behält und sich beizeiten daran erinnert, dass sie mit Kraft und Ausdauer Dinge schaffen kann. Es ihr also in ihrer Entwicklung wirklich geholfen hat.
Schlimm wäre es, wenn sie aus ihrer Weltumsegelung eine Anspruchshaltung entwickelt so in dem Sinne ".. aber ich bin doch die Laura, die um die Welt gesegelt ist, ich MUSS doch (das Abi/das Diplom/das Auto/die Aufmerksamkeit/etc) ohne Gegenleistung bekommen.
Wir werden es sehen.
Meine Tochter, 14 Jahre, will jetzt auch einen Rekord
aufstellen. Sie möchte mit einem Gummiboot 2 Jahre lang
den Maschsee in Hannover befahren. Ziel ist es, sagt meine
Tochter, berühmt zu werden und auch dem Schulstress zu
entgehen damit sie ihr Ego voll entfallten kann und ohne
Zwänge zu reifen. Einen Finazierungsplan hat sie auch schon:
ich werde Hauptsponsor und bekomme alle Vermarktungsrechte.
Nach überdenken des Angebotes und abwägen der Risiken hat meine Frau gehandelt. Mir wurde der Branntwein Genuss verboten und
meiner Tochter hat Internetverbot.
Ich habe eher das Gefühl die meisten Foristen die sich mit ihr freuen finden es gut wenn jemand seine Träume verwirklicht anstatt mit Fahrradhelm vor dem Fernseher zu sitzen. Aber Sie haben recht - wenn sie die Strecke geschwommen wäre - das wäre ne Leistung gewesen - aber so ^^.. Was ihre erotischen Phantasien angeht - die spielen sich denke ich eher in Ihrem Kopf ab....
Sie moechten, ehrenvoll, die Leistung einer jungen Seglerin
wuerdigen und verteidigen Sie gegen die daemlichen Seelenmuell-Entladungen besserwisserischer Sesselfurzer hier.
Auch das ist gut.
Was Sie moeglicherweise nicht wissen (oder hier nicht erwaehnen) als Hobbysegler von der Ost- und Nordsee, wird Graf Luckner zugeschrieben:
"Segel setzen und alles hinter sich lassen".
Langstrecken-Einhandsegeln ist ein Eintauchen in eine total andere Welt. In eine eigentliche. Es ist Faszination ohnegleichen. Zugleich hoechste Konzentration im unaufhoerlichen Hier und Jetzt.
Tod und Katastrophe ist unablaessig nur cm entfernt: ein einziger Fehlgriff kanns schon bringen.
Den Extremkletterern gehts vermutlich aehnlich. Nur dass die sich auf Ihre zeitlich begrenzten Einsatz konzentrieren, waehrend der Einhandsegler/Seglerinnen bis zu Monaten so leben.
Diese Laura Dekker hat ja keine nonstop-Tour gemacht, sondern eine Art erweiterte sight seeing Tour, ist ja keine Ellen McArthur.
Aber die vielen Wochen, die sie jeweils auf See fuer sich allein gestellt war, hat sie sicher entsprechend Luckners Paradiesformulierung genossen.
Das ist aus ihrer gelassenen Fragebeantwortung zu entnehmen, sie haette viel Wasser und Delphine gesehen.