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Hygienemängel in deutschen Kliniken: Krieg um die Keime
REUTERS225.000 Wundinfektionen nach Operationen, bis zu 15.000 Tote pro Jahr: Der Mangel an Hygiene gehört in deutschen Krankenhäusern zu den größten Gefahren. Eine bessere Qualitätssicherung soll Abhilfe schaffen - doch zwischen Vertretern von Kliniken und Patienten kam es jetzt zum Eklat.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...831239,00.html
- #1 04.05.2012 15:12 von
Mangel an Geld
Mangel an Hygiene ist Mangel an Geld. Die Krankenhäuser müssen heutzutage eben mindestens kostendeckend arbeiten, die Privaten (Vivantes,etc., ...) müssen sogar Profit abwerfen.
Unter diesen Umständen sind Hygienefachpersonal und speziell geschultes Reinigungspersonal schlicht zu teuer und daher werden wir weiterhin wohl mit dem Risiko leben müssen, sich im Krankenhaus zu infizieren. Jeder Patient sollte daher zusehen alles mögliche für die eigenen Sauberkeit im Falle des Karankenaufenthaltes zu tun. Der Rest ist glückssache, außer bei denen, die sich im Falle ein besser ausgestattetes Krankenhaus privat leisten können. - #2 04.05.2012 15:25 von
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Eher Pechsache. Bei der Anzahl der potentiell betroffenen sind 15.000 ein sehr niedriger Prozentsatz. Der ist natürlich immer noch zu hoch und sollte gesenkt werden, allerdings sind deswegen die Krankenhäuser keine Todesfallen in denem man nach jeder OP Glückspilz sein muss nicht diese Keime zu erwischen, sondern eben einer der Pechvögel sein muss die sie erwischen.
- #3 04.05.2012 15:34 von
optional
Eine Möglichkeiten,Wundheilungsstörungen und Infektionen zu vermeiden,wäre die drastische Reduzierung bestimmter Operationen.
Doch dagegen sprechen die Vorteile,die Ärzte von vielen Operationen haben und vor allem das massive Einffordern von Eingriffen durch die Patienten selber.
Nicht jeder Hallux valgus muss wirklich operiert,nicht jede unschön aussehende Krampfader gezogen werden.Rückenschmerzen werden erst so richtig wertvoll,wenn der Arzt bedenklich den Kopf schüttelt und von Bandscheiben-Operation spricht.Herzkatetheruntersuchungen haben außer im akuten Herzinfarktgeschehen keine Vorteile.Unkomplizierte Bauchdeckenbrüche sind höchstens ein kosmetisches Problem.Kniespiegelungen sind regelmäßig völlig sinnlos.
Warum ist eigentlich die Operationsrate von Ärzten selber und ihren engsten Familienangehörigen so niedrig?Doch nicht,weil sie andere/bessere Medizin hätten,sondern weil sie um die Risiken von Operationen wissen,daß eine Operation nicht immer nur Vorteile hat und daß man oft auch mit einer Erkrankung durchaus leben kann,wenn man sie rein symptomatisch behandelt. - #4 04.05.2012 15:36 von
Aus eigener Beobachtung:
Wenn OP und Patientenwäsche zusammen mit Wischlappen für den Boden in den Waschmaschinen landen und weder PErsonal noch Management auf Hygienemaßnahme hin wirken aufgrund von Kostendruck bleiben Infektionen eben nicht aus.
Wers nicht glaubt darf sich gerne in den Aesklaepios Kliniken Wiesbaden oder der UNI Klin. Mainz umschauen.
Das man in Holland erst mal in Quarantäne muss als Deutscher wenn man ins KH geht so man denn vorher hier in einer Klinik war spricht eigentlich alles aus.
Hurra, wir sparen! - #5 04.05.2012 15:36 von
verlogen
Hoch lebe der Zynismus, was? Also, wenn 30 Prozent von 15000 Toten vermeidbar wären, sind das fast 5000 Menschenleben. (lassen wir mal Verstümmelungen durch Amputationen großzügig außer acht).
Wenn man sich überlegt, was der Staat alles an Gängelung und Verboten erlässt, um höchstens ein paar Hundert Menschenleben "zu retten", erscheint das ziemlich verlogen. Ach so, Verbote kosten ja nichts (außer die Freiheit der Bürger). Aber wenns an Geld geht, dann sind Menschenleben egal, was? - #6 04.05.2012 15:39 von
Patientenvertreter?
Sollten etwa Patienten doch ein Mitspracherecht im System haben?
Oder wird das über die "Verordnung zur Beteiligung von Patientinnen und Patienten in der Gesetzlichen Krankenversicherung" geregelt, und läuft dann doch wieder auf das Hin- und Her zwischen den Bürokraten der Gesetzlichen Krankenversicherungen und der Ärzteschaft hinaus?
Ist eine echte Frage eines Unwissenden, der Begriff Patientenvertreter wird nirgendwo definiert... - #7 04.05.2012 15:39 von
- #8 04.05.2012 15:41 von
Von den Niederlanden lernen...
heißt hier "siegen" lernen - natürlich gegen die Keime!
- #9 04.05.2012 15:52 von
Parkettkosmetekerin
Früher, vor vierzig Jahren, wurde der Dreck im Krankenhaus durch eine Reinmachefrau ,sie gehörte zum Krankenhaus, aufgewischt. Jetzt werden die Reinmachefrauen ausgelagert und privatisiert, die Zeitvorgaben vergekürzt und der Dreck umverteilt und unter dem Schrankgekehrt!
In einem Hamburger Krankenhaus erhielt ich schon mal eine Bettdecke ,in der hatte sich schon mal jemand hineinübergeben.
Es ist immer wieder interessant zu sehen ,was die Parkett Kosmetikerin
unter einem gereinigten Zimmer verstehen.
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