REUTERS225.000 Wundinfektionen nach Operationen, bis zu 15.000 Tote pro Jahr: Der Mangel an Hygiene gehört in deutschen Krankenhäusern zu den größten Gefahren. Eine bessere Qualitätssicherung soll Abhilfe schaffen - doch zwischen Vertretern von Kliniken und Patienten kam es jetzt zum Eklat.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...831239,00.html
da sollte sich Julia Timoschenko zweimal überlegen ob sie sich von einem deutschen Arzt behandeln lässt ;)
Julija Timoschenko : Behandlung durch deutschen Arzt in Charkiw geplant - Ausland - FAZ
im Kapitalismus ist eine ausreichende Versorgung und Hygiene leider nicht finanzierbar...
da kommt der Bummerang ganz schlenn zurück, bei jenen die dieses System zu hochleben lassen....
denn eine kleine OP muss fast jeder mal über sich ergehen lassen...
habe letztes jahr 2 Wochen im KH gelegen und da fehlt es vorne und hinten an Personal... zu teuer...
dabei haben wir 3 Millionen arbeitslose... das ist alles nur noch ein Witz...
Haben sie den film gesehen?
Zu 1.: nicht direkt, es werden entsprechende cocktails hergestellt. Die russen und georgier haben da eien wissensvorsprung von fast 100 jahren, die kennen die problematik multipler infektionen auch.
Zu 2: jein, es könnten in den kliniken labore vorgehalten werden. Und selbst wenn: die herstellung ist relativ simpel und bedarf nicht teurer, patentgeschützter rohstoffe und milliardenschweren forschungsaufwand, mit denen die pharmalobby die hohen preise gern rechtfertigt.
Sicher ist auch das kein allheilmittel, aber ein möglicher weg und es wäre wahnsinn, ihn nicht mit zu nutzen, nur weil ein paar bedenkenträger meinen, es wäre besser zu amputieren oder die leute sterben zu lassen.
Um das Problem besser einschätzen zu können, hätte ich mir gewünscht, dass in diesem Artikel entsprechende Vergleichszahlen mit anderen europäischen Ländern - die Niederlande sind von einigen Foristen erwähnt - angeführt worden wären.
Soweit mir bekannt, ist allgemein die Güte der Qualitätskontrolle medizinischer Massnahmen in Ländern wie Holland, den skandinavischen Ländern und der USA höher, da besser bzw. strenger geregelt.
Entsprechende gesetzliche Vorschriften zur Durchführung unabhängiger - externer - Qualitätskontrollen (bzw. durch Einführung unabhängiger externer Institute) standen nach meiner Erinnerung bei den letzten "Gesundheitsreformen" auf der Agenda, wurden aber in vielen Bereichen der Medizin nicht eingeführt.
Geld ist im Krankenhaus genug da. Punkt. Unnötige Operationen und dann noch rumsauen ist zynisch. Geschätzte 15.000 Tote?
Und der Ramsauer macht sich Gedanken die Punkte in Flensburg neu zu sortieren.
Welche Partei ist eigentlich aktuell fürs Gesundheitswesen zuständig.
Es wird Zeit das unsere Krankenkassen endlich individuell Preise mit den Krankenhäusern aushandeln können, weil dort gibt es die Zahlen für die Statistik schon längst.
Ist das nicht vorsätzliche Tötung - dann kann die Staatsanwaltschaft ja ´mal direkt die Unterlagen beschlagnahmen. Wenn das nicht im Sinne der öffentlichkeit ist, was dann ????
Der Gesetzgeber verpflichtet uns zur Krankenversicherung, dann muß mit diesen Krankenversicherungssteuergeldern auch verantwortungsvoll umgegangen werden.
Hier hat sich ein unkontrollierbares System etabliert das übler nicht sein kann.
sagt ein altes Sprichwort.
Als Herr Steinmeier seiner Frau eine Niere spendete war nachher die Medien voll davon. Seit dem läuft eine riesige Kampagne in der für Organspende geworben wird. Ein rieseger Hype begann und schon wird das Transplantationsgesetz geändert. Das finde ich prinzipiell vernünftig.
Mein Fazit: Ein prominenter Poitiker setzt sich dankeswerter Weise aktiv, auch aus eigenem Interesse (das ist absolut kein Vorwurf) und aus eigenem erleben heraus für ein ganz konkretes gesundheitspolitisches Ziel ein, und schon gibt es ein riesiges Medienecho und ein Gesetz wird geändert.
Eigentlich wird der "interessierten Öffentlichkeit" immer wieder von Politikern erklärt, dass man Gesetze nicht "mal eben" ändern kann.
Niemandem wünsche ich etwas schlechtes. Aber man könnte fast auf den Gedanken kommen, dass erst ein prominenter Politiker am eigenen Körper die Konsequenzen schlampiger Krankenhaushygiene erfahren muss, damit sich fundamental wirklich etwas zum positiven verändert.
Mir ist klar, das dies bis hierher ein vollkommen destruktiver Beitrag ist, aber manchmal kommen mir schon komische Gedanken ..........
Jetzt mal in die andere Richtung.
Wer ist schuld an den Zuständen? Ich muss gestehen, ich weis es nicht.
Ist es der Arzt der jedem die Hand reicht ohne sie zu desinfizieren?
Ist es die Schwester, die wegen totaler Überforderung schon mal die Handdesinfektion vergisst?
Ist es die Reinigungskraft die den Dreck täglich neu und anders verteilt?
Ist es die Hygienefachkraft die innerhalb der Hierarchie an "ihrem" Krankenhaus weit unten angesiedelt ist und keine Druckmittel hat?
Ist es die Krankenhausleitung die das alles zulässt und keinerlei Konsequenzen bei erkannten Verstössen gegen die Vorschriften erkennen lässt, was irgendwann den "abgehärtesten" Mitarbeiter an der Sinnhaftigkeit seiner Arbeit verzweifeln läss?
Ist es die Deutsche Krankenhausgesellschaft und andere Verbände und die privaten Krankenhausträger die der"interessierten Öffentlichkeit" Sand in die Augen streuen? Ist es "die Politik, die sich aus allem raushält da ja der "GBA" (Gemeinsamer Bundesausschuss) in dem z. B. Patientenvertreter nicht mit abstimmen können der aber über so gut wie alles entscheidet?
Ist es auch jemand der alles einfach nicht Ernst nimmt und für den es unerheblich scheit es es sich nun um 1.000 oder 300.000 Fälle sind?
Ist es jemand der einfach Teile des Preblemes schlichtweg bestreiten (wie es z.B. ärztliche Standesvertreter taten bzw tun?
Und weis jetzt jemand wer letztendlich wirklich die alleinige "Schuld" trägt am jetzigen unhaltbaren Zustand?
Ich gestehe ich weis es nicht.
Zweifelsfrei lassen sich Hygienemaßnahmen (und ihre tatsächliche Durchführung!) in deutschen Krankenhäusern weiter verbessern. Bei der Diskussion darüber sollte man aber eine zweite wesentliche Quelle für Infektionen, die teils verheerende Folgen haben können, nicht vergessen: Die Hausarztpraxis.
Ich habe leider schon oft Pat. gesehen, die von ihren Hausärzten bei Gelenkschmerzen Injektionen von Medikamenten in die betreffenden Gelenke bekamen und in der Folge Infektionen dieser Gelenke erlitten mit teils üblen Folgen, da bei der Durchführung der Injektionen keine ausreichend Hygienemaßnahmen getroffen wurden.
Üblicherweise setzen Injektionen in Gelenke steriles Handeln auf Seiten des Arztes voraus, also Verwendung von Mundschutz, Haube auf dem Kopf, sterilem Kittel, steriler Handschuhe, steriler Abdeckung des Bereiches um das Gelenk herum (z.B. mit einem Lochtuch), steril angereichtem Einmalmaterial und einer mindestens zweimaligen Desinfektion der Einstichstelle mit ausreichender Einwirkzeit des Desinfektionsmittels.
Die Realität sieht oft jedoch ganz anders aus: Keine Handschuhe, kein Mundschutz, kein Kittel, keine Haube auf dem Kopf, keine Abdecktücher und nur eine einmalige Desinfektion der Einstichstelle ohne ausreichende Einwirkzeit.
Bei intramuskulären Injektionen in Gesäß oder Arm würde eine zweimalige Desinfektion der Einstichstelle mit ausreichender Einwirkzeit genügen, meist wird aber nur schnell mit einem mit Desinfektionsmittel getränktem Tupfer drüber gewischt und die Nadel reingehauen. Etliche Fälle von richtig häßlichen Spritzenabzessen, die operativ versorgt werden mußten, habe ich auch schon gesehen.
Es sind also nicht nur die Krankenhäuser, die ihre Hygienemaßnahmen verbessern könnten, dies sollte bei der ganzen Diskussion bedacht werden. Wie ein User weiter oben jedoch schon richtig anmerkte, ist die Durchführung von Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern (und Arztpraxen) nicht nur eine Frage der Vorausplanung und der Schulung des Personals, sondern vor allem auch eine Frage der Finanzen. Steriles Einmalmaterial ist nicht gerade billig (bei wirklich konsequenter Nutzung) und Mehrwegmaterial zu reinigen, desinfizieren und erneut zu sterilisieren ist personalaufwendig und somit ebenfalls teuer. Daß in Zeiten knapper Geldmittel und hoher Preise da gespart wird, verwundert nicht.
Und bei der fehlenden Umsetzung von Hygienemaßnahmen durch Personal, das oft stark unterbesetzt von einem Patienten zum nächsten hetzt ohne sich zwischendrin die Hände zu desinfizieren, liegt auch auch ein Mangel an Geldmitteln zugrunde. Zudem hat der Mangel von qualifiziertem Personal, welches oft durch minderqualifizierte Kräfte aus dem Ausland ersetzt wird, auch seine Schattenseiten. Da finden sich nämlich auch so Spezialisten drunter, die in ihren Heimatländern mit Hygienemaßnahmen kaum oder nie etwas zu tun hatten und die Notwendigkeit derselben oft nicht einsehen. Auch so etwas habe ich sowohl im ärztlichen als auch im pflegerischen Bereich erleben können.
Etwas beruhigen kann ich jedoch auch: Wenn ich mich an meine Anfangszeiten als Arzt vor über 15 Jahren erinnere, ist die Bereitschaft von Ärzten und Plegekräften, Hygienemaßnahmen korrekt durchzuführen über die Jahre insgesamt deutlich gestiegen.
Mangel an Geld??? Dann schauen Sie sich bitte mal Ihre letzte Beitragsrechnung an! Für das Krankheitswesen steht so viel Geld wie noch nie zur Verfügung! Die Frage ist, wie es verteilt wird. Also Pharmakonzernen endlich mal die auf die Finger klopfen und Preise drastisch begrenzen. Es geht nicht an, daß die Medikamente immer teurer werden, noch dazu am teuersten in ganz Europa sind, aber fast immer genau so nutzlos bzw. schädlich wie ihre Vorgänger. Als nächstes die Kassenärztliche Vereinigung und weitere Parasiten abschaffen. Dann reicht es auch wieder für 10 Euro pro Stunde für eine erfahrene und gründliche krankenhauseigene Putzfrau und andere lebenswichtige Dinge.
Die beste Vermeidung tödlicher Keime ist die Vermeidung nutzloser OP´s. Damit könnte man die Anzahl der Fälle locker
schon mal auf ein Drittel oder noch weiter senken.
Man fragt sich, warum die Verantwortlichen ausgerechnet hier angesichts über 15000 Toten schlafen.
Zum Vergleich: es gab 2011 gerade mal 3657 Verkehrstote in Deutschland. Passiert hier ein einziger Unfall, werden in Zukunft Millionen Autofahrer mit absurd niedrigen Geschwindigkeitsbeschränkungen und zusätzlichen Ampeln drangsaliert und viele empfinden dies auch noch als normal.
Ist ein Verkehrsopfer viel mehr wert als ein Krankenhausopfer?