Wild Bunch Germany Ein Jahr im Rumrausch: Sein wildes Leben in Puerto Rico hat der legendäre Gonzo-Autor Hunter S. Thompson einst in seinem Debüt verarbeitet. Der Kinofilm "Rum Diary" muss nun zwar Durststrecken überwinden, schön skurril ist er aber dennoch. Und Johnny Depp sieht darin so gut aus wie lange nicht.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,847154,00.html
der ein oder andere Kinobesucher wird irritiert sein, wenn Paul Kemp auf der Leinwand das erste Mal den Mund aufmacht und die falsche Synchronstimme hat. Von Kontinuität hatte das Synchronstudio wohl noch nie was gehört.
Abgesehen davon ist der deutsche Trailer so geschnitten, dass der Film rüberkommt, wie Hangover 50. Hat damit bloß leider rein gar nichts zu tun. Entweder hat der deutsche Vertrieb den Film selbst nicht verstanden oder die denken, das deutsche Publikum ist so beschränkt, dass es sich nur nen sauf- und kotz-Film angucken würde. Deshalb Dank an die Autorin der Kritik, die den falschen Eindruck, den man anhand des Trailers gewinnen muss, wieder geraderückt.
Troll! "Fear and Loathing" ist eine der großartigsten Literaturverfilmungen ever. Man muss den Film allerdings auch verstehen können. Obwohl die US-Kritiken grauenerregend waren, werde ich "Rum Diary" gucken, auch wenn Hollywood die Story wahrscheinlich weichgewaschen und entstellt hat. Der großartige Terry Gilliam hat Thompson verstanden, wird aber von den Studios gemobbt. Hunter S. hat ein ganz neues literarisches Genre erfunden und ist immer wieder für Überraschungen gut.
Hunter Thompson, oder wie ich ihn auch gerne nenne: "Der Guttenberg von Kentucky" hat selbst über sein Debüt "Rum Diary" gesagt es wäre sein "The sun also rises" in der Karibik... Nun danke für diese offene Selbsteinschätzung Mr. Thompson und für das Geständnis vom Original abgeschrieben zu haben. Hemingways Roman ist dabei natürlich das deutlich komplexere, anspruchsvollere Werk. Der Film (den ich jedem im englischen Original ans Herz lege) ist naklar durch den Hollywood Weichzeichner gelaufen. Das Buch selbst hatte da doch mehr zu bieten in Sachen menschlicher Abgründe. Enjoy it while it last. Cause it never does!
wird nicht gebraut, sondern gebrannt. auch wenn es schön klingt, ist es falsch.
Auch wenn ich (im Gegensatz zu meiner Frau ;-) kein Depp-Fan bin: Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sich so für Verfilmungen von Thompsons Büchern eingesetzt hat - und dabei auf viel Kohle verzichtet, die er in anderen Produktionen hätte verdienen können.
Die "Zielgruppe" ist natürlich denkbar klein und ich nehme an, dass Rum Diary genau so polarisiert und floppt wie der großartige Fear and Loathing, also thanx Mr. Depp!