Hungersnot in Ostafrika: Uno spricht von*"größter Katastrophe der Welt"

In Somalia*tobt ein*Bürgerkrieg,*die Nachbarländer*leiden unter extremer Dürre, die Region steuert direkt in eine Tragödie. Millionen Menschen sind vom Tod bedroht, Flüchtlingslager mit dem Ansturm überfordert - und erstmals seit fast 30 Jahren*spricht die Uno offiziell von einer Hungersnot.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...775372,00.html
  1. #230

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    Zitat von Daddeldu Beitrag anzeigen
    Tja, F.X. Fischer, so ist das mit den in Sack und Asche gehenden Durchblickern in unserem durchregulierten Wohlstandsland. Da kann man noch so oft evidente Beispiele und real existierende kausale Gründe wie im Falle Somalia benennen – nach deren Überzeugung bleibt es nun einmal dabei, daß "wir" an den Miseren auf dieser Welt grundsätzlich die Schuld tragen. Da hilft auch kein geschichtlicher Nachhilfeunterricht oder ein zarter Hinweis auf die Vielzahl ganz allgemein vorhandener menschlicher Unzulänglichkeiten. Nein, "wir" allein sind letztlich verantwortlich. Ganz pauschal, ohne Zweifel, ohne Reflexionen. Punktum.
    Stimmt, wir hätten Afrika besser in Rue gelassen und die unsinnige Entwicklungshilfe eingestellt. Die hat viel kaputt gemacht.

    Zitat von Daddeldu Beitrag anzeigen
    ........ Man gerät bei solchen Beiträgen verflixt leicht in Versuchung, doch mal ein oder zwei erbauliche Jahre Aufenthalt in Somalia oder u.a. auch im Ostkongo zu verordnen.
    Lieber verbringe ich meine Zeit in diversen asiatischen Staaten denen es vor 30-40 Jahren ähnlich dreckig ging und es aus eigener Kraft geschafft haben sich zu entwickeln und zu erfolgreichen Ländern gemausert haben.
  2. #231

    Ostafrika!

    Zitat von Daddeldu Beitrag anzeigen
    ... M.E. ist Somalia nicht zu helfen. Nicht innerhalb der nächsten noch mindestens 3 bis 4 Generationen. Das war schon meine Überzeugung in den späten 80ern, als ich mehrmals das Land noch ansatzweise gefahrlos bereisen konnte. Hauptproblem ist, daß der reichliche Nachwuchs dort nicht die leiseste Chance erhält, anders zu denken und handeln, als deren Eltern und deren Clanchefs.
    Die Gefahr bei solchen Katastrophen ist wohl, dass die Nachbarländer mit hineingerissen werden, - Kenia hat sich ja nach Unruhen gerade erst wieder beruhigt (... zumindest für den aussenstehenden Europäer). Vor einiger Zeit intervenierte Äthiopien in der Hauptstadt (... habe aktuell nichts mehr hierzug gehört).
    Wenn man sich die Einwohnerzahl ansieht, so ist Äthiopien mit Abstand das stärkste Land und besitzt auch ein relativ fruchtbares Hochland. Einseits könnte ein solch starkes (Hegemonial?-)Land in einer solchen Region ein stabilisierender Faktor sein, - andererseits besteht wohl auch hier wegen der Bevölkerungsgleichheit von Christen & Muslimen die Gefahr der Instabilität, des Bürgerkrieges und Abspaltung (... ähnlich Nigeria), - vermutlich gerade auch nach der Sezzession des Südsudan!
    Schade um dieses einzigartige Land Schwarzafrikas mit seiner jahrtausedalten Tradition! Rückblickend denke ich, dass eine Beibehaltung der alt-ehrwürdigen Institution des Kaisertums das Land hätte stabilisieren müssen!?
  3. #232

    der papst ist schuld

    Zitat von liveddevilevil? Beitrag anzeigen
    der papst/kirche ist massgeblich an der katastrophe mitschuldig.
    Kondome verbieten.... jetzt dürfen sie sich für die überbevölkerung mitverantwortlich zeigen
    das ist sowas von klar: der papst ist schuld.

    beweis: gäbe es den papst nicht, gäb's auch die hungernot nicht.

    sowas von klarer denke ist doch ...
  4. #233

    Das Hauptproblem

    Zitat daddeldu: "Hauptproblem ist, daß der reichliche Nachwuchs dort nicht die leiseste Chance erhält, anders zu denken und handeln, als deren Eltern und deren Clanchefs."

    Sie haben es ganz klar erkannt.
    Wir können zwar tausende Kinder nach Europa holen, sie ausbilden und mit Wissen versorgen. Das ist so ja auch mit den meisten Despoten geschehen die eine akademische Bildung im Westen genossen die es Ihnen ermöglicht hat nach Ihrer Rückkehr Ihr Volk noch effizienter auszubeuten.
    Wer nicht zum eigenen Clan gehört hat keine Existenzberechtigung in diesen Teilen der Welt. Und dies wird sich baw auch nicht ändern. Die Idee mit einer Religion eine Einigung der Menschen herbeizuführen ist überall ad absurdum geführt worden. Aufgepropfte Staatensysteme haben auch versagt, teilweise ja sogar in Europa.
    Also, wo ist die Lösung? Es gibt keine Lösung dafür. Afrika wird als großes NoGo Gebiet enden und wir werden mittels einer starken Marine dafür sorgen müssen, das es so bleibt.
    Den Endkampf um die Ressourcen wird Afrika gnadenlos verlieren. Schade um den eigentlich schönen Kontinent, wären da nur keine Afrikaner.
    VM
  5. #234

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ....... - und erstmals seit fast 30 Jahren*spricht die Uno offiziell von einer Hungersnot.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...775372,00.html
    Die UNO hat den Begriff der "Schwatzbude" bisher nicht abgelegt. Was in Afrika passiert, ist bekannt und zwar seit ewigen Zeiten, aber bis zum heutigen Tag wurde noch nie versucht zu einer Lösung zu kommen. Alle Diktatoren wurden gemästet und die freie Welt hat zugeschaut und dafür gesorgt, dass wenigstens der Waffenhandel funktioniert.

    Der schwarze Kontinent wurde zum Spielball und kein Mensch hat den Willen, da eine Änderung herbei zu führen. Alle Staaten, die diesen Kontinent ausgebeutet haben: Belgien, England, Frankreich fühlen nicht die Verpflichtung etwas zum Besseren zu bewirken.

    Und Jetzt, sind ALLE überrascht, so viel Heuchelei ist unerträglich.

    MfG. Rainer
  6. #235

    Und wo helfen die ölscheichs ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Somalia*tobt ein*Bürgerkrieg,*die Nachbarländer*leiden unter extremer Dürre, die Region steuert direkt in eine Tragödie. Millionen Menschen sind vom Tod bedroht, Flüchtlingslager mit dem Ansturm überfordert - und erstmals seit fast 30 Jahren*spricht die Uno offiziell von einer Hungersnot.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...775372,00.html
    Zunächst - ich habe längst gependet für diese armen Menschen die persönlich nur Opfer ihrer Umwelt sind.

    Wir zahlen seit langen Unmengen an der Tankstelle und per Heizkosten an die Ölscheichs die aber nichts machen gegen diesen Hunger. Da werden lieber hunderte Panzer vom Spritmehrgeld geordert.

    Und die Basisursache per extremen Islamismus, fehlender Geburtenkontrolle und nicht industrieller Landwirtschaft in der Region sind das Ergebnis der Versäumnisse aus Jahren.

    Wir können nur Mitleid und Spenden für Akuthilfe leisten. Aber ohne die grundsätzliche Lösung der Probleme der Region wird es immer wieder zu Katastrophen dort kommem.
    Wenn die Bevölkerungsexplosion dort eingedämmt wird wäre natürlich Biosprit in kombination mit Nahrung extrem wichtig um gegen Dürre mehr Anbaumasse setzen zu können.
    Aber das ist Zukunftsmusik für 20er Jahrzehnt der Region.
  7. #236

    Folgenschwere Interventionen

    Zitat von mytilus54 Beitrag anzeigen
    … So ein Land ließe sich sicherlich binnen weniger Tage überrollen, dann ist auch das Pirateriethema erledigt.
    Derartige Überlegungen gab es auch schon in früheren SpOn-Foren. Damals allerdings ausschließlich mit Blick auf das Piratenproblem. Doch so einfach ist die Sache nicht:

    - Allein nur um gegen die Piraten vorzugehen, müßte man gegen diese und deren Logistik (welche bis nach Kenia reicht) auch Aktionen im Hinterland ausführen. Das ist nur von See her und aus der Luft nicht möglich. Landtruppen wären erforderlich. Die Bevölkerung in Küstennähe jedoch profitiert mittel- oder unmittelbar von den Piraten und sympathisiert ergo mit ihnen. Und da fast jeder Mann dort irgendwelche Waffen besitzt, kann man Piraten und/oder Angehörige räuberischer Clans nur extrem schwer von der normalen Bevölkerung unterscheiden. Einen Krieg gegen das Volk kann, darf und will man jedoch nicht führen. Aber nach den ersten zivilen Opfern würde es dazu nahezu zwangsläufig kommen. Auch das Schicksal der an Land befindlichen Geiseln der Schiffsbesatzungen wäre besiegelt. Und spätestens im tieferen Hinterland -aber bereits auch im Umland Mogadischus- bekäme man es mit den schwer bewaffneten Milizen der Radikalislamisten zu tun.

    - Noch weitaus heftiger würde es werden, wenn eine Intervention primär den fanatisierten Milizen gelten würde. Diese haben mittlerweile weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung auf ihrer Seite. Oft zwar nur gezwungenermaßen, nicht zuletzt aber auch aufgrund entsprechend erfolgreicher Indoktrination. Der Solidarisierungseffekt angesichts fremder, ungläubiger Truppen im Land wäre jedenfalls so oder so sehr groß. Ebenso der Aufschrei in der muslimischen Welt sowie in einigen anderen Ländern Schwarzafrikas. Und bei uns würde es vermutlich wieder Lichterketten geben. Ähnlichen Protest gab es bereits, als äthiopische Truppen in Somalia einmarschierten, die man prompt beschuldigte, Handlager der USA zu sein. Zudem käme es einigen Ländern und Machthabern gerade recht, von innenpolitischen Problemen ablenken und auf die "böse Antlitz" des Imperialismus verweisen zu können.

    - Das alles -sowie etliche überhaupt nicht kalkulierbare Folgen- würde derzeit absolut nicht ins außen- und innenpolitische Konzept Europas und der USA passen. Da nimmt man lieber in Kauf, gelegentlich ein paar Millionen Lösegeld an bekiffte Piraten zu zahlen und deren Drahtzieher den neuen Wohlstand fröhlich feiern zu lassen.
    Zudem ist nach Irak, Afghanistan und nun auch Libyen im Westen die Lust auf derartige Abenteuer auf dem Nullpunkt. Politisch sind keine weiteren durchsetzbar.
    Ferner haben Europa und die USA derzeit gänzlich andere Sorgen und sind schon froh, wenn ihre schöne Wachstumswelt nicht zerbröselt und sie nicht von ihren überschuldeten Staatshaushalten erschlagen werden.
    Tja, und die UN ist zahn- und hilflos und mittlerweile ohnehin stark überfordert. Die diversen anderen Konfliktherde in Schwarzafrika werden von ihr fast nur noch verwaltet.
  8. #237

    Konsequenzen

    Zitat von Daddeldu Beitrag anzeigen
    Allein nur um gegen die Piraten vorzugehen, müßte man gegen diese und deren Logistik (welche bis nach Kenia reicht) auch Aktionen im Hinterland ausführen. Das ist nur von See her und aus der Luft nicht möglich.

    - Noch weitaus heftiger würde es werden, wenn eine Intervention primär den fanatisierten Milizen gelten würde. Diese haben mittlerweile weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung auf ihrer Seite. Oft zwar nur gezwungenermaßen, nicht zuletzt aber auch aufgrund entsprechend erfolgreicher Indoktrination.
    Absatz 1: Ich habe noch nie verstanden, warum sich die Aktionen der im Seegebiet befindlichen alliierten Marine auf die kleinen Angriffsboote der Piraten bezieht. Ohne ihre Mutterschiffe können sie nicht operieren, und deren Positionen sind bekannt. Alle Mutterschiffe aufbringen, bei Widerstand versenken wäre eine militärisch einfache Lösung. Natürlich wäre damit das Leben der an Land festgehaltenen Besatzungen in höchster Gefahr, aber wie es jetzt abläuft sind die alliierten Marineschiffe teure und zahnlose Tiger, während die Piratenclans immer mehr aufrüsten.

    Absatz 2: Also nochmal meine Meinung, sich um jegliches Elend der gesamten Region gar nciht zu kümmern! Sie wollen fanatisch-gläubige Moslems sein, also sollen sich doch bitte auch ihre Glaubensbrüder anderer Länder darum kümmern. Westliche Hilfsorgs mit dem Tod zu bedrohen, nur weil die Spenden aus Ländern mit dem "falschen" Glauben kommen, geht nicht. Warum sollten Christen für Moslems spenden, um von denen nach Sättigung verhöhnt, beleidigt und schlimmstenfalls erschossen zu werden? Hohen Zaun um diese Regionen ziehen, Reporter abziehen, Augen zumachen - was geht uns letztlich das Elend uns ablehnender Leute an?
  9. #238

    _

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Ach und wie? Solange Sie die Auswanderung in "reichere Länder" nicht erlauben wollen, können Sie eine "Absenkung der Bevölkerungszahlen auf "natur-, landverteilungs- wie landwirtschaftlich vertretbare Maße" nur Vernichtungslager erreichen.
    Da ist doch mal ein erstauntes "Häh?" gestattet.
    Wir stellen einfach jegliche Hilfe ein, dann wird die Natür ihren lauf nehmen.
  10. #239

    Brutal, aber anders geht es nicht

    Zitat von M@ESW Beitrag anzeigen
    Wir stellen einfach jegliche Hilfe ein, dann wird die Natür ihren lauf nehmen.
    Völlig richtig! Für Menschen, die in viel zu großer Zahl in Regionen leben, die sie nicht mehr ernähren können, gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen Spezies, denen die Lebensgrundlage ausgeht oder sich ihre Lebensumgebung so wandelt, dass dort nur noch 1/10 der bisherigen Zahl überleben kann.

    Die Spezies Mensch kann diese seit Jahrmillionen in der Natur praktizierten und fast immer erfolgreich dem Arterhalt dienenden Regeln nicht mit neumodischen Begriffen wie Humanität verändern. Eine Feldmausmama fragt auch nicht, warum trotz 20 geborener Feldmausbabies im Folgejahr nur noch eines überlebt hat. Wer diesbezüglich umdenken muss, sind die Kirchenkreise und sonstige Gutmenschen.