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Hunger im Südsudan: Todesfalle Freiheit
Die Unabhängigkeit des Südsudan entpuppt sich für Zigtausende als Falle: Wenige Wochen nach Ausrufung der Autonomie verhungern Tausende Heimkehrer aus dem Norden - weil sie im Krieg verlernt haben, wie man sich selbst versorgt. Die Regierung in Juba ignoriert das Elend.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...795053,00.html
- #1 13.11.2011 14:02 von
nun
Die "Regierung" des Süd-Sudan besteht nunmal aus kriminellen Milizionären, die sich die westliche Abneigung gegenüber dem "islamistischen" Regime in Khartum und die Ölinteressen in Washington und London zunutze gemacht haben, diesen "Staat" zu gründen.
Nun ist es vor allem an den westlichen Staaten, diesem Gebilde zu helfen, denn wie immer leidet vor allem die einfache Bevölkerung. - #2 13.11.2011 14:15 von
- #3 13.11.2011 14:21 von
Traurige Lage
Es ist eine traurige Situation - und vor allem gibt es kaum eine Lösung.
Hilfe von außen, will man meinen, ist die Lösungen. Und kein Mensch mit Herz würde nicht gerne etwas zu essen für diese Leute besorgen.
Aber Hilfe von Außen macht auch abhängig, wie man sehen kann. Aber verhunger lassen kann man sie auch nicht´.
Die Hilfe muss von innen kommen - nur diejenige, die dort etwas tun könnten sind mit anderen Dingen beschäftigt und ein Menschenleben ist nicht viel wert. Bevor sich das nicht ändert, dass mehr Mittleid empfunden wird und vor allem das Leben wertvoller wird, sehe ich kaum einen Ausweg aus dieser Situation - #4 13.11.2011 14:40 von
Wow...
Ein richtig informativer und korrekter Bericht, der stark an die Erzählungen von Mitarbeitern der alten GTZ unter vier Augen erinnert - und so gar nicht an die hier sonst übliche Gutmenschelei.
- #5 13.11.2011 15:19 von
Teils Verursacher, teils Opfer
Bezeichnend für notleidende Menschen in der dritten Welt ist die Tatsache, dass eine Familie oftmals aus mehreren Kindern besteht, also im hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich.
Wenn man selbst kaum etwas zu essen und trinken hat, frage ich mich, wie man so viele Kinder in die Welt setzen kann, denn deren trauriges Schicksal ist doch absolut vorprogrammiert?!
Dieses Phänomen tritt aber auch in der westlichen Welt auf, wenn man chronisch verarmte Familien sieht, die über mehrere Kinder verfügen, obwohl das der Wohnraum und die finanziellen Verhältnisse bei weitem nicht hergeben. Richtet man seinen Blick etwas weiter östlich auf den asiatischen Raum, dann sieht man, dass die Kinderzeugung dort praktisch keine Grenzen kennt und man auf Verhütungsmittel bewusst verzichtet, da man jedes weitere Kind als Gottes Geschenk sieht (etwa in Pakistan).
Seit kurzem gibt es weltweit mehr als 7 Milliarden Menschen und im entsprechenden SPON-Artikel wurde zurecht die Frage gestellt, ob die Erde überhaupt noch in der Lage ist, diese Massen zu ernähren, allen voran die Menschen, die noch hinzukommen werden?
Die Antwort lautet eindeutig: Nein. - #6 13.11.2011 15:25 von hanspeter.b
Nein
Sie sehen die Schuld für alles Übel dieser Welt offenbar prinzipiell und ausschlisslich "im Westen".
Natürlich trägt die neue Regierung die alleinige Verantwortung für diese Menschen, und aus dieser Verantwortung darf man sie auch nicht entlassen.
Wenn der Westen hier, wie so oft, dauerhaft und kostenlos die Versorgung der Bevölkerung übernimmt, erreicht man gar nichts, ausser:
- dass die Regierung sich noch weniger um das eigene Volk kümmert,
- dass die Bevölkerung, wie im Artikel beschrieben noch weniger Eigeninitiative zeigt
- dass Weltverbesserer (wie Sie) am Ende wieder jammern, dass durch die Hilfslieferungen die einheimischen Märkte zerstört werden,
- dass die Bevölkerung noch schneller wächst
Geld ist übrigens genügend vorhanden im Südsudan. Das ist nicht das Problem. - #7 13.11.2011 15:59 von
- #8 13.11.2011 16:03 von
Diesen Beitrag
muss ich entweder als dumme Verleumdung abtun oder den Verfasser bitten, sich etwas genauer mit dem Suedsudan und seiner Regierung und den Menschen zu befassen. Das sind keine kriminellen Milizionaere, sondern Zivilisten und ehemalige Freiheitskaempfer, die nun endlich ihre Unabhaengigkeit haben.
Ich war waehrend des Krieges vor Ort, auch bei Bombardierungen. Von frueher kenne ich viele Minister, als sie noch teaching Assistants an der Uni waren. Ich kenne Salva Kiir persoenlich sehr gut und weiss, wie ihm die Situation zu schaffen macht. Ich kenne auch die UN-Leute, die ihr Bestes geben (UNDP, WFP etc.), die deutschen Kollegen von der GTZ, der Polizeiausbildung etc.
Ich will an dieser Stelle keine Demokratiedefizite leugnen, doch halten die sich im Vvergleich zu den nachbarlaendern und vor allem Khartoum in Grenzen.
Khartoum bombt nun Fluechtlingslager, stattet Warlords mit Geld und Waffen aus und betribt jede moegliche Obstruktion, mit dem Ziel die Oelfoerdergebiete zu besetzen.
Die im Artikel beschriebenen Aermsten der Armen sind die am meisten von der Situation betroffenen. In der Tat koennen nur kurz- bzw. mittelfristige Massnahmen der internationalen Community helfen. Nur werden Helfer z.Zt. zurueckgeholt wegen der Luftangriffe. Khartoum ist auch dabei eine Flugbasis im suedlichen Blue Nile auszubauen, damit die Antonov-Bomber bis Juba kommen. Militaerisch nutzlos, jedoch gut fuer Terror gegen die Bevoelkerung und die auslaendischen Helfer.
Eigentlich, koennte im Suedsudan alles halbwegs funktionieren: Bodenschaetze, fruchtbares Land, Wasser und keine Ueberbevoelkerung. Die jahrelang von Khartoum zu verantwortende Unterentwicklung verbunden mit einer gewaltsamen Arabisierung und entsprechender Ausbeutung, koennte im Laufe der Zeit ueberwunden werden.
Die internationale Gemeinde weiss, dass etwas getan werden muss; es sind diesbezuegliche Bestrebungen im Gange. Und Salva Kiir ist klug genug, die bisherigen militaerischen Aktiviaeten Khartoums nicht mit militaerischen Mitteln zu beabtworten.
Leider ist der amerikanische Sudan-Sonderbeauftragte ein Flop. Nun, eine 14-koepfige chinesische Friedensmission kommt nun nach Juba. Die sind naemlich am Oel interessiert, und nicht am Krieg. Wir werden sehen, was draus wird.
Und ich glaube wir sind uns alle einig, dass geholfen werden muss. - #9 13.11.2011 16:04 von
Wie immer
hat man wieder mal den Teufel mit dem Beelzbub ausgetrieben. Die westlichen Politiker einschl. UN die den Suedsudan in seinen Separationsbestrebungen unterstuetzt haben, gegen ein islamisches Staatssystem aber entgegen aller Vernunft, ziehen sich nun zurueck? Ein neuer "Staat" ist entstanden, ein neues korruptes System dem die Menschen eigentlich egal sind, hauptsache man kann aus der Position der Macht heraus genug fuer sich selbst abzweigen, wie immer werden ein paar in Luxus leben, der Rest von Almosen.....Leute sammelt mal schon Altkleider!
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