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Hunger im Südsudan: Todesfalle Freiheit

Die Unabhängigkeit des Südsudan entpuppt sich für Zigtausende als Falle: Wenige Wochen nach Ausrufung der Autonomie verhungern Tausende Heimkehrer aus dem Norden - weil sie im Krieg verlernt haben, wie man sich selbst versorgt. Die Regierung in Juba ignoriert das Elend.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...795053,00.html
  1. #20

    Unabhängiger Staat Südsudan...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Unabhängigkeit des Südsudan entpuppt sich für Zigtausende als Falle: Wenige Wochen nach Ausrufung der Autonomie verhungern Tausende Heimkehrer aus dem Norden - weil sie im Krieg verlernt haben, wie man sich selbst versorgt. Die Regierung in Juba ignoriert das Elend.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...795053,00.html
    Wie üblich glauben Einige, wenn man sich nur unabhängig macht sind die Probleme gelöst. Außer man findet Gefallen an einem ewigen Problemstaat und abhängigen Protektorat wie bsw. dem Kosovo.
    Nachdem man aus dem mentalen Unabhängigkeitsbesäufnis augewacht ist, wird man schnell erkennen, daß das Land eigentlich nur gemeinsam eine Zukunft hat.
    Abgesehen davon, daß viele Fragen wie bsw. der Verlauf der Grenzen und die zukünftige Beziehung mit dem Nordsudan noch nicht gelöst sind. Es ist auch kaum klar wer Schulden, internationale Verpflichtungen usw. übernehmen wird bzw. will. Die vernünftige Ausnützung der Ölressourcen kettet ohnehin beide Staaten unlösbar aneinander.
    De facto können sie im Südsudan tun und lassen was sie wollen, die Musik spielt irgendwo anders. Einigen müssen sich letztendlich die wesentlichen Mächte des Westens(bzw. deren Energiekonzerne) mit denen der aufstrebenden Mächte(in erster Linie China). Einigen müssen sie sich ohnehin weil im Süden sich das Öl und im Norden sich die Raffinerien, Pipelines und Exporthäfen befinden. Ohne dem Einen und den Anderen gibt es kein Geschäft. ;)
    Neue Pipelines zu alternativen Häfen bsw. in Kenia halte ich für entfernte Zukunftsmusik, wenn nicht noch weniger. Über Nabucco wird seit Jahren geredet und auch dort geht wenig weiter.
    "Sudan’s petroleum minister and leading Southern Sudan ruling party official described a proposed pipeline to take oil from Southern Sudan to world markets through Kenya as, “uneconomical.”
    "is not economical and it will be expensive."

    "If you are forced, economy does not make sense, but under peaceful conditions we will continue to use existing facilities,"
    http://www.ecosonline.org/news/2010/..._uneconomical/
    Nein, Sudan und Südsudan sind allein schon wegen des Geschäfts zur Zusammenarbeit verdammt. Das die "Grenzziehung" in dieser Region friedlich verlaufen wird, glauben nicht einmal die wohlmeinendsten Beobachter.
    Viele werden es nie begreifen aber Selbstbestimmungsrecht der Völker in einem multiethnischen Gebiet führen automatisch zu Flucht, Vertreibung und Schlimmeren.
    Gute und Böse gibt es dabei nicht; nur Starke und Schwache und wehe den Schwachen.
    Wäre eigentlich eher für eine lockere Föderation, die sowohl die Rechte der Muslime wie Christen, Seßhaften wie Nomaden garantiert und die Öleinkünfte teilt, gewesen. Der Süden hat nun seine Unabhängigkeit, kommt aber vom Norden nicht weg und ist dabei seine eigene Zukunft zu verspielen. Wo zum Teufel soll der Unterschied zwischen zwei Staaten, die zur engen Zusammenarbeit gezwungen sind und einem sehr föderalen Gebilde bestehen...?
    Ich denke wir kennen hier die Antwort... ;)

    Viele Grüße aus Südtirol...
  2. #21

    Wirtschaft ist nicht alles

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Wie üblich glauben Einige, wenn man sich nur unabhängig macht sind die Probleme gelöst. Außer man findet Gefallen an einem ewigen Problemstaat und abhängigen Protektorat wie bsw. dem Kosovo.
    Nachdem man aus dem mentalen Unabhängigkeitsbesäufnis augewacht ist, wird man schnell erkennen, daß das Land eigentlich nur gemeinsam eine Zukunft hat.
    Abgesehen davon, daß viele Fragen wie bsw. der Verlauf der Grenzen und die zukünftige Beziehung mit dem Nordsudan noch nicht gelöst sind. Es ist auch kaum klar wer Schulden, internationale Verpflichtungen usw. übernehmen wird bzw. will. Die vernünftige Ausnützung der Ölressourcen kettet ohnehin beide Staaten unlösbar aneinander.
    De facto können sie im Südsudan tun und lassen was sie wollen, die Musik spielt irgendwo anders. Einigen müssen sich letztendlich die wesentlichen Mächte des Westens(bzw. deren Energiekonzerne) mit denen der aufstrebenden Mächte(in erster Linie China). Einigen müssen sie sich ohnehin weil im Süden sich das Öl und im Norden sich die Raffinerien, Pipelines und Exporthäfen befinden. Ohne dem Einen und den Anderen gibt es kein Geschäft. ;)
    Neue Pipelines zu alternativen Häfen bsw. in Kenia halte ich für entfernte Zukunftsmusik, wenn nicht noch weniger. Über Nabucco wird seit Jahren geredet und auch dort geht wenig weiter.
    "Sudan’s petroleum minister and leading Southern Sudan ruling party official described a proposed pipeline to take oil from Southern Sudan to world markets through Kenya as, “uneconomical.”
    "is not economical and it will be expensive."

    "If you are forced, economy does not make sense, but under peaceful conditions we will continue to use existing facilities,"
    http://www.ecosonline.org/news/2010/..._uneconomical/
    Nein, Sudan und Südsudan sind allein schon wegen des Geschäfts zur Zusammenarbeit verdammt. Das die "Grenzziehung" in dieser Region friedlich verlaufen wird, glauben nicht einmal die wohlmeinendsten Beobachter.
    Viele werden es nie begreifen aber Selbstbestimmungsrecht der Völker in einem multiethnischen Gebiet führen automatisch zu Flucht, Vertreibung und Schlimmeren.
    Gute und Böse gibt es dabei nicht; nur Starke und Schwache und wehe den Schwachen.
    Wäre eigentlich eher für eine lockere Föderation, die sowohl die Rechte der Muslime wie Christen, Seßhaften wie Nomaden garantiert und die Öleinkünfte teilt, gewesen. Der Süden hat nun seine Unabhängigkeit, kommt aber vom Norden nicht weg und ist dabei seine eigene Zukunft zu verspielen. Wo zum Teufel soll der Unterschied zwischen zwei Staaten, die zur engen Zusammenarbeit gezwungen sind und einem sehr föderalen Gebilde bestehen...?
    Ich denke wir kennen hier die Antwort... ;)

    Viele Grüße aus Südtirol...
    Sie betrachten das Problem nur aus der wirtschaftlichen Sicht. Sie müssen aber auch die ethnische Komponente sehen: Im Norden haben die muslimischen Araber eine Mehrheit, der Süden ist geprägt von schwarzafrikanischen Christen oder Animisten. Die Unterschiede sind scheinbar so gewaltig, dass es jahrzehntelange aufgrund dieser Unterschiede Bürgerkriege gab.
    Der eigentliche Grund für die Unabhängigkeit war, Frieden durch Trennung zu schaffen. Dass dabei die wirtschaftliche Selbstständigkeit scheinbar außer Acht gelassen wurde, ist tragisch - die Bevölkerung muss es leider mit dem Hunger bezahlen...
  3. #22

    Wobei raushalten?

    Zitat von Mimahal Beitrag anzeigen
    ... Vielleicht sollte man den Afrikanern mal selbst die Verantwortung übergeben, oder sind das alles Kinder? ... Wir sollten uns komplett da raushalten, ausser vielleicht Investitionen in Bildung und Kredite an Frauen für KLeingewerbe. ...
    "Wir" können uns da nicht raushalten, denn "wir" brauchen das Öl, das Coltan, das Platin, das Bauxit ...
  4. #23

    Probleme sind multikausal

    Zitat von slyer Beitrag anzeigen
    "Wir" können uns da nicht raushalten, denn "wir" brauchen das Öl, das Coltan, das Platin, das Bauxit ...
    ach man muss nicht jedes Problem der Welt dem Westen in die Schuhe schieben. Ich war selbst über 9 Monate in Afrika und kann Ihnen sagen, dass die Probleme sehr viel tiefer liegen als am Einmischen des Westens.

    Gehen Sie doch mal für ein paar Wochen in ein afrikanisches Land, schauen Sie sich die Dörfer an, die Städte, sprechen Sie mit den Menschen, machen Sie sich ein Bild von der Wirtschaft, der Regierung etc. So bekommt man zumindest ein "Gefühl", woran's liegen könnte...

    Ich will jetzt westliche Interessen nicht herunterspielen, aber die vielschichtigen Probleme in Afrika können nicht monokausal erklärt werden. Die Zustände in einigen Teilen Afrikas sind eine einzige Tragödie :(
  5. #24

    Wer ist wir ?

    Zitat von slyer Beitrag anzeigen
    "Wir" können uns da nicht raushalten, denn "wir" brauchen das Öl, das Coltan, das Platin, das Bauxit ...
    Öl und Gas kommt aus Rußland, Venezuela u.s.w.
    Platin kommt aus Rußland.
    Bauxit aus Autralien, ist aber auch in Europa vorhanden.

    Und Coltan kann mir gestohlen bleiben, da mir das ständige Handygebimmel allmählich auf die Nerven geht.

    Also: Was brauchen wir ?
  6. #25

    ...

    Zitat von Mimahal Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wie lange "der Westen" noch seine Kolonialschuld in Afrika zurückzahlen soll. Nochmal 50 Jahre oder vielleicht 100 Jahre? Vielleicht sollte man den Afrikanern mal selbst die Verantwortung übergeben, oder sind das alles Kinder? Der Kontinent ist aus meiner Sicht reich an Naturschätzen und könnte wohl auch die Menschen dort ernähren, wenn nur endlich mal vernünftig gewirtschaftet würde. Wir sollten uns komplett da raushalten, ausser vielleicht Investitionen in Bildung und Kredite an Frauen für KLeingewerbe. Und wir sollten unsere Märkte öffnen für Produkte aus Afrika. Die Afrikaner müssen endlich mal selbst klarkommen, aber sie müssen natürlich auch wollen.
    Der Haken ist allerdings, daß wieder ein Staat entsteht, der seine Bevölkerung nicht braucht. Die Regierenden versorgen sich mit den Öleinnahmen. Um die Bevölkerung kümmert sich die Weltgemeinschaft, der Staat Süd-Sudan ist damit eine Sorge los. Also ist Hilfe genau der falsche Weg. Nicht helfen -so hart es klingt- wäre besser, damit sich der Staat um seine Menschen kümmern muß.
  7. #26

    Südsudan...

    Zitat von UncleSebbi Beitrag anzeigen
    Sie betrachten das Problem nur aus der wirtschaftlichen Sicht. Sie müssen aber auch die ethnische Komponente sehen: Im Norden haben die muslimischen Araber eine Mehrheit, der Süden ist geprägt von schwarzafrikanischen Christen oder Animisten. Die Unterschiede sind scheinbar so gewaltig, dass es jahrzehntelange aufgrund dieser Unterschiede Bürgerkriege gab.
    Der eigentliche Grund für die Unabhängigkeit war, Frieden durch Trennung zu schaffen. Dass dabei die wirtschaftliche Selbstständigkeit scheinbar außer Acht gelassen wurde, ist tragisch - die Bevölkerung muss es leider mit dem Hunger bezahlen...
    Ich gebe Ihnen ja recht, aber...
    Die meisten Staaten in den Entwicklungsländern sind multiethnisch bzw. multikulturell bzw. bestehen aus vielen ethnisch unterschiedlichen Stämmen. Als Bsp. für ein erfolgreiches Schwellenland könnte ich Ihnen Indien nennen. Viele Religionen und viele Sprachen hat dieses Land. Der Nationalstaat mit einem relativ einheitlichen Gefüge aus Religion, Kultur, Sprache ist ein primär europäisches Phänomen. Wir können mit diesem Rezept nicht die Probleme bsw. in Afrika angehen oder gar lösen. Südsudan und Sudan sind zur Zusammenarbeit verdammt und anstelle von zwei Staaten hätte es eine lockere, sehr föderale Staatsform, die allen Kulturen des Landes ihren Raum lässt, auch getan. Der neue Staat wird den Menschen wohl nur bedingt Frieden bringen, von etwas wie Wohlstand reden wir erst gar nicht. Der neue Staat wird nur wieder ein Spielball fremder Mächte mit eigenen knallharten Interessen sein. Und ich weis von was ich rede. Ich lebe selbst in einer Autonomen Provinz Italiens mit drei Ethnien und die Probleme hat nur ein fixes AutonomieStatut gelöst, das allen drei Ethnien gleiche Rechte und gleiche Pflichten auferlegt...
    Es wird ein weiter Weg; wünsche dem Südsudanesen viel Glück, allein mir fehlt der Glaube an einer besseren Zukunft...

    Viele Grüße...
  8. #27

    weg

    Zitat von Der Rainer Beitrag anzeigen
    muss ich entweder als dumme Verleumdung abtun oder den Verfasser bitten, sich etwas genauer mit dem Suedsudan und seiner Regierung und den Menschen zu befassen. Das sind keine kriminellen Milizionaere, sondern Zivilisten und ehemalige Freiheitskaempfer, die nun endlich ihre Unabhaengigkeit haben.

    Ich war waehrend des Krieges vor Ort, auch bei Bombardierungen. Von frueher kenne ich viele Minister, als sie noch teaching Assistants an der Uni waren. Ich kenne Salva Kiir persoenlich sehr gut und weiss, wie ihm die Situation zu schaffen macht. Ich kenne auch die UN-Leute, die ihr Bestes geben (UNDP, WFP etc.), die deutschen Kollegen von der GTZ, der Polizeiausbildung etc.

    Ich will an dieser Stelle keine Demokratiedefizite leugnen, doch halten die sich im Vvergleich zu den nachbarlaendern und vor allem Khartoum in Grenzen.

    Khartoum bombt nun Fluechtlingslager, stattet Warlords mit Geld und Waffen aus und betribt jede moegliche Obstruktion, mit dem Ziel die Oelfoerdergebiete zu besetzen.

    Die im Artikel beschriebenen Aermsten der Armen sind die am meisten von der Situation betroffenen. In der Tat koennen nur kurz- bzw. mittelfristige Massnahmen der internationalen Community helfen. Nur werden Helfer z.Zt. zurueckgeholt wegen der Luftangriffe. Khartoum ist auch dabei eine Flugbasis im suedlichen Blue Nile auszubauen, damit die Antonov-Bomber bis Juba kommen. Militaerisch nutzlos, jedoch gut fuer Terror gegen die Bevoelkerung und die auslaendischen Helfer.

    Eigentlich, koennte im Suedsudan alles halbwegs funktionieren: Bodenschaetze, fruchtbares Land, Wasser und keine Ueberbevoelkerung. Die jahrelang von Khartoum zu verantwortende Unterentwicklung verbunden mit einer gewaltsamen Arabisierung und entsprechender Ausbeutung, koennte im Laufe der Zeit ueberwunden werden.

    Die internationale Gemeinde weiss, dass etwas getan werden muss; es sind diesbezuegliche Bestrebungen im Gange. Und Salva Kiir ist klug genug, die bisherigen militaerischen Aktiviaeten Khartoums nicht mit militaerischen Mitteln zu beabtworten.

    Leider ist der amerikanische Sudan-Sonderbeauftragte ein Flop. Nun, eine 14-koepfige chinesische Friedensmission kommt nun nach Juba. Die sind naemlich am Oel interessiert, und nicht am Krieg. Wir werden sehen, was draus wird.

    Und ich glaube wir sind uns alle einig, dass geholfen werden muss.
    Helfen sollen vor allem die USA und Großbritannien, denn die waren ja am eifrigsten in der Unterstüzung der südsudanesischen Unabhängigkeit.

    Der Rest ihres Beitrags ist in seiner Dämonisierung der Regierung in Khartum und in der Idealisierung der Rebellen weit weg von einer ausgewogenen Darstellung.

    Wieviel diese "Freiheitskämper und Zivilisten" sich um ihre Zivilbevölkerung kümmern, kann man gut im Artikel lesen.
  9. #28

    Die Fakten

    Zitat von andynm Beitrag anzeigen
    Helfen sollen vor allem die USA und Großbritannien, denn die waren ja am eifrigsten in der Unterstüzung der südsudanesischen Unabhängigkeit.

    Der Rest ihres Beitrags ist in seiner Dämonisierung der Regierung in Khartum und in der Idealisierung der Rebellen weit weg von einer ausgewogenen Darstellung.

    Wieviel diese "Freiheitskämper und Zivilisten" sich um ihre Zivilbevölkerung kümmern, kann man gut im Artikel lesen.
    sprechen gegen Khartoum. Wenn sie das Daemonisieren nennen wollen, fein. Ich habe in Khartoum und Juba gelebt (und da noch ab und an). Ausserdem sind das eben keine Rebellen mehr. Ausgewogenheit ist so eine Sache der Betrachtungsweise. Und klar, Kritikpunkte am Sueden gibt es zuhauf. Trotzdem, um ein Beispiel zu nennen: noch in der Kolonialzeit waren von 600 Studenten in Khartoum 60 aus dem Sueden, 1976 von 2000 waren es nur 2, darauf angesprochen meinte der Innenminister, es muessten gleiche Standards gelten. Also mit Arabisch und Religion. Klar, ich daemonisiere wieder und koennte da noch lange weitermachen, aber Sie wissen es ja sicher besser.

    Der Ausgewogenheit halber waere ich an 'ausgewogenen Fakten' interessiert. Also was hat Khartoum entwickelt in den Friedensjahren nach der Unabhaengigkeit und nach 1972? Wie sah das Regieren im Sueden aus, so um die 1960. Na, Gruess Gott und sonst noch was?
  10. #29

    Wieso intakt

    Zitat von toastfan Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich richtig erinnere, wurde vor genau dieser Situation bereits im letzten Jahr gewarnt und auch so in den Medien verbreitet.
    Die Wunderwaffe der UN gegen Bürgerkriege, nämlich die Spaltung mehr oder weniger intakter Staaten in ethnisch-atomare Einheiten geht halt nach hinten los. Analoga sind das Kosovo und in gewissen Grade auch Israel. Nicht eigenständig überlebensfähig.
    Der Sudan war gespalten, nur der Norden beherrschte mit dem muslimischen Gesetz das ganze Land. Es waren im Norden und Süden nicht nur verschiedenen Religionen, sondern verschiedene Völker. Menschen aus dem Süden wurden entführt, als Sklaven verkauft usw. Die Menschen im Süden wollten selbstständig werden, nicht irgend welche Regierungen außerhalb. Natürlich wird es jetzt in einem Land, das so lange unterdrückt und ausgebeutet wurde, schwierig, noch Flüchtlinge aufzunehmen.
    Es braucht dringend Hilfe von außen, bis sich eine Wirtschaft entwickelt hat.


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