Hongkong und die Festland-Chinesen: Bloß keine Nudeln in der U-Bahn

AFPImmer mehr reiche Festland-Chinesen besuchen Hongkong - zum Leidwesen der Einheimischen. Der Verkehr nimmt zu, Wohnungen werden unerschwinglich, kleine Läden weichen schicken Boutiquen, schwangere Frauen reisen zum Geburtstermin ein. Nun regt sich Kritik an der Hongkonger Regierung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...818919,00.html
  1. #1

    Hong-Kong

    wird es schwer haben, sich seinen früheren Charme zu erhalten. Der Artikel beschreibt das teilweise ganz gut.
  2. #2

    lange denke ich

    Zitat von zephyros Beitrag anzeigen
    wird es schwer haben, sich seinen früheren Charme zu erhalten. Der Artikel beschreibt das teilweise ganz gut.
    ...aehm sie meinen wohl die 50er, selbst Chinesen aus Singapore behaupten das die Hong Kong Chinesen (Honkies) sehr arrogant sind, und ich habe es in den 90ern auf so empfunden
  3. #3

    für

    für einen Lorenz-Artikel selten untendenziös, abgesehen natürlich vom Grundthema. Das aber ... Hongkong sind 50 Jahre der Transfomation gegeben worden. 15 davon sind schon verstrichen. Gleichzeitig verändert sich auch die Volksrepublik. Hongkong war als koloniales Kunstprodukt immer etwas besonderes. Es liegt an den Hongkongern selbst ob die Stadt etwas besonderes bleiben wird in der Konkurrenz zu Shanghai, Peking oder Kanton.
    Dafür sehe ich aber schwarz: die Besonderheit der Stadt war (kolonial-) politisch bedingt. Der politische Wille zum "Anders-sein" ist aber abhanden gekommen: Aus Abgrenzung zu Peking wurde Duckmäusertum gegenüber Peking.
    Mangeln nennenswerter historischer Bausubstanz, Platz oder skurrilen Sonderregelungen, die ja gerade jetzt Stück für Stück abgeschafft oder unterminiert werden (und eine Pferderennbahn macht eben kein Las Vegas aus der Stadt), wird sich i.m.h.o. Hongkong zu einer gesichtslosen Stadt als Ort der Welt-Konsum-Konzerne (Gucci, Prada, Benetton) entwickeln.

    Noch wird frei gewählt in Hongkong. Noch haben die Hongkonger die freie Wahl, sich eine Regierung zu wählen, die sich um ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal der Stadt in 35 Jahren bemüht. Bisher ist davon aber noch nicht viel zu merken.
  4. #4

    nicht so einfach

    Hongkong ist teuer ("Laut der Forbes-Liste der World's Most Expensive Cities To Live von 2009 gilt Hongkong als eine der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten der Welt." Hongkong). Eine Zuwanderung von Wohlhabenden sollte die Bevölkerungsqualität eher verbessern - Gangster wandern vielleicht eher aus (z.B. nach USA/Kanada). Möglicherweise wird diese Tendenz als Wiedereingliederungsmaßnahme Hongkongs von China wenigstens geduldet. Man bedenke folgendes: wer hat sich wohl vorher bevorzugt in Hongkong niedergelassen? Kollaborateure mit den kapitalistischen Imperialisten? Ist jedenfalls nicht so einfach, diese Entwicklung zu beurteilen - schadet eine Abwanderung nach Hongkong vielleicht China? Die Lösung für China: auch woanders hochwertige Städte schaffen. (imho)
  5. #5

    die

    Zitat von ofelas Beitrag anzeigen
    ...aehm sie meinen wohl die 50er, selbst Chinesen aus Singapore behaupten das die Hong Kong Chinesen (Honkies) sehr arrogant sind, und ich habe es in den 90ern auf so empfunden
    können so arrogant sein, wie sie wollen. Das Rad der Geschichte werden auch sie nicht zurückdrehen können. Ist immer schwierig mit Verträgen auf Zeit, wenn man sich schon zu sehr dran gewöhnt hat, fällt der Abschied und die Umstellung eben schwer
  6. #6

    Zitat von zephyros Beitrag anzeigen
    wird es schwer haben, sich seinen früheren Charme zu erhalten. Der Artikel beschreibt das teilweise ganz gut.
    Den Hongkonger Charme gibt es schon lange nicht mehr. In der Stadt zählte schon immer nur eines: Geld, Geld, Geld ... Das war schon so, bevor die "Festländer" einfielen.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr reiche Festland-Chinesen besuchen Hongkong - zum Leidwesen der Einheimischen. Der Verkehr nimmt zu, Wohnungen werden unerschwinglich, kleine Läden weichen schicken Boutiquen, schwangere Frauen reisen zum Geburtstermin ein. Nun regt sich Kritik an der Hongkonger Regierung.
    Die Zahl der festländischen Autos, die nach Hongkong rein dürfen, ist derzeit in der Tat begrenzt. Die sind übrigens leicht daran zu erkennen, dass sie zwei Nummernschilder haben - UND, dass die Lenkräder links sind. Und das ist erst recht das Problem: Rechtsfahren gewohnte Festlandchinesen in Massen im Hongkonger Linksverkehr - da kommt Freude auf.
  8. #8

    .

    Zitat von pzf85jj Beitrag anzeigen
    Die Zahl der festländischen Autos, die nach Hongkong rein dürfen, ist derzeit in der Tat begrenzt. Die sind übrigens leicht daran zu erkennen, dass sie zwei Nummernschilder haben - ....
    Sie Witzbold. Die Hongkonger die mit ihren Autos nach China rein dürfen, müßen AUCH 2 Nummertafel haben.

    Zitat von pzf85jj Beitrag anzeigen
    ... UND, dass die Lenkräder links sind. Und das ist erst recht das Problem: Rechtsfahren gewohnte Festlandchinesen in Massen im Hongkonger Linksverkehr - da kommt Freude auf.
    Das stimmt fällt aber kaum auf im Straßenverkehr.

    Das größte Problem ist und das wurde im Artikel richtig geschrieben, daß die Festland-Chinesen sich seltenst an Verkehrregeln halten, was man übrigends auch in Shanghai ausgezeichnet beobachten kann.
  9. #9

    Lustig

    Denn vor hundert Jahren war Hongkong noch ein Fischerdorf. Jetzt ist es eine Millionenstadt. Folglicherweise sind (fast) ALLE Honkies Einwanderer!
    Jetzt über die "Ausländer" herzuziehen ist schon frech.

    Und was den Verkehr angeht: Hongkong hat Linksverkehr, China Rechtsverkehr. Gerade beim Abbiegen ist das sehr irritierend. Und wenn Leute dem ohne Eingewöhnung ausgesetzt sind, gibt es ein hohes Geisterfahrerrisiko und damit Unfallgefahr.