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Hongkong und die Festland-Chinesen: Bloß keine Nudeln in der U-Bahn
AFPImmer mehr reiche Festland-Chinesen besuchen Hongkong - zum Leidwesen der Einheimischen. Der Verkehr nimmt zu, Wohnungen werden unerschwinglich, kleine Läden weichen schicken Boutiquen, schwangere Frauen reisen zum Geburtstermin ein. Nun regt sich Kritik an der Hongkonger Regierung.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...818919,00.html
- #1 17.03.2012 09:52 von
Hong-Kong
wird es schwer haben, sich seinen früheren Charme zu erhalten. Der Artikel beschreibt das teilweise ganz gut.
- #2 17.03.2012 10:27 von
- #3 17.03.2012 10:30 von
für
für einen Lorenz-Artikel selten untendenziös, abgesehen natürlich vom Grundthema. Das aber ... Hongkong sind 50 Jahre der Transfomation gegeben worden. 15 davon sind schon verstrichen. Gleichzeitig verändert sich auch die Volksrepublik. Hongkong war als koloniales Kunstprodukt immer etwas besonderes. Es liegt an den Hongkongern selbst ob die Stadt etwas besonderes bleiben wird in der Konkurrenz zu Shanghai, Peking oder Kanton.
Dafür sehe ich aber schwarz: die Besonderheit der Stadt war (kolonial-) politisch bedingt. Der politische Wille zum "Anders-sein" ist aber abhanden gekommen: Aus Abgrenzung zu Peking wurde Duckmäusertum gegenüber Peking.
Mangeln nennenswerter historischer Bausubstanz, Platz oder skurrilen Sonderregelungen, die ja gerade jetzt Stück für Stück abgeschafft oder unterminiert werden (und eine Pferderennbahn macht eben kein Las Vegas aus der Stadt), wird sich i.m.h.o. Hongkong zu einer gesichtslosen Stadt als Ort der Welt-Konsum-Konzerne (Gucci, Prada, Benetton) entwickeln.
Noch wird frei gewählt in Hongkong. Noch haben die Hongkonger die freie Wahl, sich eine Regierung zu wählen, die sich um ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal der Stadt in 35 Jahren bemüht. Bisher ist davon aber noch nicht viel zu merken. - #4 17.03.2012 10:48 von
nicht so einfach
Hongkong ist teuer ("Laut der Forbes-Liste der World's Most Expensive Cities To Live von 2009 gilt Hongkong als eine der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten der Welt." Hongkong). Eine Zuwanderung von Wohlhabenden sollte die Bevölkerungsqualität eher verbessern - Gangster wandern vielleicht eher aus (z.B. nach USA/Kanada). Möglicherweise wird diese Tendenz als Wiedereingliederungsmaßnahme Hongkongs von China wenigstens geduldet. Man bedenke folgendes: wer hat sich wohl vorher bevorzugt in Hongkong niedergelassen? Kollaborateure mit den kapitalistischen Imperialisten? Ist jedenfalls nicht so einfach, diese Entwicklung zu beurteilen - schadet eine Abwanderung nach Hongkong vielleicht China? Die Lösung für China: auch woanders hochwertige Städte schaffen. (imho)
- #5 17.03.2012 11:03 von
- #6 17.03.2012 11:25 von
- #7 17.03.2012 11:27 von
Die Zahl der festländischen Autos, die nach Hongkong rein dürfen, ist derzeit in der Tat begrenzt. Die sind übrigens leicht daran zu erkennen, dass sie zwei Nummernschilder haben - UND, dass die Lenkräder links sind. Und das ist erst recht das Problem: Rechtsfahren gewohnte Festlandchinesen in Massen im Hongkonger Linksverkehr - da kommt Freude auf.
- #8 17.03.2012 11:44 von
.
Sie Witzbold. Die Hongkonger die mit ihren Autos nach China rein dürfen, müßen AUCH 2 Nummertafel haben.
Das stimmt fällt aber kaum auf im Straßenverkehr.
Das größte Problem ist und das wurde im Artikel richtig geschrieben, daß die Festland-Chinesen sich seltenst an Verkehrregeln halten, was man übrigends auch in Shanghai ausgezeichnet beobachten kann. - #9 17.03.2012 12:11 von
Lustig
Denn vor hundert Jahren war Hongkong noch ein Fischerdorf. Jetzt ist es eine Millionenstadt. Folglicherweise sind (fast) ALLE Honkies Einwanderer!
Jetzt über die "Ausländer" herzuziehen ist schon frech.
Und was den Verkehr angeht: Hongkong hat Linksverkehr, China Rechtsverkehr. Gerade beim Abbiegen ist das sehr irritierend. Und wenn Leute dem ohne Eingewöhnung ausgesetzt sind, gibt es ein hohes Geisterfahrerrisiko und damit Unfallgefahr.
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