Homosexuelle Paare: Union und FDP streiten über steuerliche Gleichbehandlung

DPAKanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen. Doch dagegen regt sich Widerstand in der Koalition: Die FDP fordert, nicht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu warten - eine Entscheidung müsse noch in diesem Jahr fallen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...852197,00.html
  1. #1

    Ehegattensplitting

    in der heutigen Form abschaffen und Kinder mehr berücksichtigen. Die heutige Form nutzt ohnehin nur Besserverdienenden, welche es nicht unbedingt nötig haben. Der Elektriker mit zwei Kindern, wo die Frau mangels Kindergartenplatz nicht arbeiten kann, hat so wie nichts davon. Jetzt diesen Vorteil auf Besserverdienende Homosexuelle auszuweiten ist geradezu absurd. Es ist nicht verwunderlich, dass ausgerechnet die FDP nach einer schnellen Lösung ruft. Hier gibt es ja ausreichend Abgeordnete, welche von der Lösung profitieren würden. Dieses Mal Lobbyarbeit zum eigenen finanziellen Vorteil. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Eltern, welche Kinder groß ziehen.
  2. #2

    Kinderkram

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen. Doch dagegen regt sich Widerstand in der Koalition: Die FDP fordert, nicht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu warten - eine Entscheidung müsse noch in diesem Jahr fallen.

    FDP und CDU streiten über Homo-Ehe und steuerliche Gleichbehandlung - SPIEGEL ONLINE
    Man sollte dieses ganze PartnerschaftsSteuerGekungel sowieso abschaffen und in die Förderung von Nachwuchs verlagern.
    Somit wäre dieser überflüssigen Diskussion die Grundlage entzogen!
  3. #3

    Familien erster und zweiter Klasse?

    Merkel, wie schon so mancher vor ihr, konstruiert einen Scheinwiderspruch zwischen Homosexualität und Familie, der impliziert, daß Homosexuelle keine Kinder haben – was faktisch falsch ist – bzw. daß homosexuelle Paare mit Kindern keine Familie sind – ein Affront. Und die Interviewer lassen es ihr durchgehen, statt nachzuhaken, wie sich Familienförderung damit vereinbaren läßt, daß homosexuelle Paare mit Kindern gegenüber kinderlosen Hetero-Paaren benachteiligt werden.
  4. #4

    Gezänk um Details des Totalitarismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen. Doch dagegen regt sich Widerstand in der Koalition: Die FDP fordert, nicht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu warten - eine Entscheidung müsse noch in diesem Jahr fallen.

    FDP und CDU streiten über Homo-Ehe und steuerliche Gleichbehandlung - SPIEGEL ONLINE
    Die ganze Diskussion wäre überflüssig, wenn der Staat darauf verzichten würde die Versteuerung davon abhängig zu machen, wer mit wem in was für einer Gemeinschaft lebt. Wer mit wem zusammenlebt und zusammenkommt und was für eine Intimsphäre hat geht den Staat nichts an.
  5. #5

    Gleichstellung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen. Doch dagegen regt sich Widerstand in der Koalition: Die FDP fordert, nicht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu warten - eine Entscheidung müsse noch in diesem Jahr fallen.

    FDP und CDU streiten über Homo-Ehe und steuerliche Gleichbehandlung - SPIEGEL ONLINE
    Guten Tag, ich weiss nicht was es da rumzudebbatieren gibt. Die Kanzlerin sollte sich zB mal in anderen Ländern der EU - umsehen:

    Hier in den Niederlanden ist dies gar keine Frage - ob Hetro oder Homo - alle werden in allen Dingen gleichbehandelt. Ist ja auch für das Finanzamt einfacher zu handhaben. . . und das alles ist gut so und sollte auch von Frau Merkel akzeptiert werden.
  6. #6

    theoretisch...

    ...müsste das splitting für alle lebensgemeinschaften eingeführt werden in denen ein partner im falle des falles für seinen arbeitslosen partner aufkommen muss!
    das ist nur die logische konsequenz der harz4-regelungen!
  7. #7

    Und nu?

    Zitat von Artikel
    Unterstützung bekommen die Parlamentarier von Familienminister Kristina Schröder (CDU), die im "Focus" noch einmal ihre Position bekräftigte, auch homosexuelle Partnerschaften zu fördern: "Sie stehen füreinander genauso ein wie klassische Ehepaare", sagte Schröder. Der Staat solle es fördern, "wenn zwei Menschen füreinander lebenslang Verantwortung übernehmen".
    Auch wenn es auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen mag: warum sollten Partnerschaften an sich gefördert werden? - es gibt schließlich immer mehr Single-Haushalte. Bedeutet: Wohnungen, Häuser, Einrichtungsgegenstände wie z. B. Küche müssten zwei Mal statt ein Mal gemietet/gekauft werden. Konsequenz: mehr Steuereinnahmen, mehr Arbeitsplätze. Hat der Staat aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr davon?

    Im Grundgesetz finde ich in Art. 6 diese Passage: "(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung." Wenn Frau Schröders Aussage umgesetzt werden sollte, müsste dann nicht auch das Grundgesetz geändert werden? Z. B. mit dem Zusatz "eingetragene Lebenspartnerschaften bestehend aus 2 Menschen"?

    Und nun die unangenehmste Frage: wer definiert eigentlich eine Partnerschaft aus zwei Menschen? Können es nicht mehr sein? Warum sollte man in einer 3er Beziehung (oder x-beliebig höher) nicht füreinander einstehen? Biologisch ist es äußerst merkwürdig, warum wir an einem monogamen Lebensstil festhalten.
  8. #8

    aha

    und inwiefern ist jetzt Frau Merkels Ehe förderungswürdiger als die Lebenspartnerschaft ihres Außenministers?
  9. #9

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Auch wenn es auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen mag: warum sollten Partnerschaften an sich gefördert werden? - es gibt schließlich immer mehr Single-Haushalte.
    Das Ehegattensplitting ist keine "Förderung" sondern Konsequenz daraus, dass Ehegemeinschaften, die in der Summe das Gleiche verdienen, auch gleich zu besteuern sind.