Forum


 

Holz statt Blech: Forscher schnitzen am Auto der Zukunft

Fritz BeckerFrüher wurden Autos oft aus Holz gebaut. Werden sie es bald wieder? Der Werkstoff ist umweltschonend, billig und vor allem leicht - Forscher suchen deswegen jetzt nach dem perfekten Einsatzgebiet für Holz im Automobilbau. Den idealen Baum haben sie schon gefunden.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...838912,00.html
  1. #10

    Marcos

    Holzchassies hat Marcos schon in den 50ern gebaut, die halten heute noch, entsprechende Holzschutzbehandlung vorausgesetzt!
    Also mal wieder einen alten Hut als den neuesten Wurf gefeiert.
  2. #11

    Ikea

    vielleicht könne wir unser Auto ja dann bald bei IKEA kaufen und zu Hause selbst zusammen schrauben. Ich wäre dabei, Erfahrungen im Zusammenbau von Billy-Regalen bringe ich bereits mit.
  3. #12

    Meh...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher wurden Autos oft aus Holz gebaut. Werden sie es bald wieder? Der Werkstoff ist umweltschonend, billig und vor allem leicht - Forscher suchen deswegen jetzt nach dem perfekten Einsatzgebiet für Holz im Automobilbau. Den idealen Baum haben sie schon gefunden.

    Holzteile für Autos vom Forschungsprojekt HAMMER entwickelt - SPIEGEL ONLINE
    Die Herren sollten mal Morgan in England einen Besuch abstatten. Da werden schon seit Jahrzehnten Fachwerkautos geschreinert. :o)

    Die sind preislich allerdings eher in der Oberklasse angesiedelt...
  4. #13

    Pisa ?

    Zitat von hanka-tsu Beitrag anzeigen
    ein Holzbauteil ist also 10 mal leichter als das vergleichebare Stahlteil.

    das heisst doch, wenn ich ein 1kg schweres Stahlteil durch Holz ersetze ist das Auto 10 kg leichter - - - cool

    oder meinte der Autor möglicherweise 10%?
    Ähm, ja,...

    Heißt Ihres Erachtens "10 mal leichter" nicht "10% des ursprünglichen Gewichts"??

    Hier steht doch nur, daß das Holzteil 10 mal leichter ist als das Stahlteil, Ihr Auto würde also 900g leichter.

    Aber macht nichts, Studien zu folge beherrscht jeder 10. Deutsche die Prozentrechnung nicht, das sind mindestens 20 % der Bevölkerung ;-)
  5. #14

    nicht ganz

    Zitat von ex_pat Beitrag anzeigen
    Die Herren sollten mal Morgan in England einen Besuch abstatten. Da werden schon seit Jahrzehnten Fachwerkautos geschreinert. :o)

    Die sind preislich allerdings eher in der Oberklasse angesiedelt...
    Bei Morgan ist nur die Unterkonstruktion der Karosserie aus Eschenholz, der tragende Rahmen ist aus Stahl!

    Trotzdem schöne Autos !! ;-)
  6. #15

    Zitat von assiwichtel Beitrag anzeigen
    Ähm, ja,...

    Heißt Ihres Erachtens "10 mal leichter" nicht "10% des ursprünglichen Gewichts"??

    Hier steht doch nur, daß das Holzteil 10 mal leichter ist als das Stahlteil, Ihr Auto würde also 900g leichter.

    Aber macht nichts, Studien zu folge beherrscht jeder 10. Deutsche die Prozentrechnung nicht, das sind mindestens 20 % der Bevölkerung ;-)
    Achso, "10 mal leichter" heißt jetzt also "90% leichter" bzw. "10% des ursprünglichen Gewichts"? Kurios.

    Die Formulierung "x mal leichter/kleiner/langsamer" ergibt in sich keinen Sinn; das hat nichts mit Prozentrechnung zu tun, sondern schlicht mit schlampiger, nicht eindeutiger Verwendung der Sprache.
  7. #16

    Zitat von hanka-tsu Beitrag anzeigen
    ein Holzbauteil ist also 10 mal leichter als das vergleichebare Stahlteil.

    das heisst doch, wenn ich ein 1kg schweres Stahlteil durch Holz ersetze ist das Auto 10 kg leichter - - - cool

    oder meinte der Autor möglicherweise 10%?
    Genaues Lesen der Formulierung hilft weiter:
    "Mit Holz können leichtere Bauteile hergestellt werden als mit Stahl", sagt Stefan Böhm, "denn ein Holzstück wiegt zehn mal weniger als ein Stahlteil der gleichen Größe."
    Er sagt, dass ein Bauteil gleicher Größe aus Holz etwa um den Faktor 10 leichter ist. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Stahl hat eine spezifische Dichte von ca. 7,8g/cm^3, Holz aber (je nach Art) weniger als 1g/cm^3.

    Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn die Festigkeit und andere mechanische Eigenschaften des Stahls sind bezogen auf sein Volumen natürlich viel besser als die von Holz.
    So ist die Zugfestigkeit von Stahl mindestens 3-mal höher und das E-Modul (Widerstand gegen elastische Verformung) etwa 20-mal.
    Außerdem ist Stahl ein isotroper Werkstoff (seine mechanischen Eigenschaften sind in jede Richtung gleich), während Holz aufgrund seiner Faserstruktur anisotrop ist.

    Aus diesen Eigenschaften folgt, dass ein Bauteil aus Holz sehr viel größer sein muss um ähnliche mechanische Eigenschaften wie Stahl zu erreichen. In der Praxis kann man also keine 90% Gewichtsersparnis erreichen.

    Weiterhin hinkt der Vergleich zu Stahl auch deshalb, weil in modernen Fahrzeugen immer weniger Stahl und immer mehr Leichtmetalle und Kunststoffe verwendet werden.

    Trotzdem ist es mit entsprechenden konstruktiven Maßnahmen sicher möglich auch Holz als Baustoff zu verwenden.
    Im WKII haben die Briten sogar viele Ihrer Flugzeuge aus Holz gebaut (Hawker Hurrican und die Mosquito-Bomber z.B.).
    Diese Bauweise war sehr leicht zu realisieren, benötigte weniger Ressourcen und erwies sich als sehr erfolgreich.

    Ein weiterer Vorteil von Holz ist, dass es ein günstigeres Versagensverhalten hat. Es bricht z.B. nicht schlagartig wie Metalle und es kann Feuer oftmals länger standhalten als Bauteile aus Stahl oder Aluminium, weil es die Wärme nicht gut leitet und die Verkohlungsschicht die inneren Teile länger vor dem Feuer schützt.
  8. #17

    Back to the future oder die Rückkehr der Rennpappe?

    Vielleicht gibt es in Zukunft (auch dank Tempolimit) leichtere und langlebigere Elektroautos aus Holz und Kohlenstofffaser. Langlebigkeit ist volkswirtschaftlich wünschenswert, weil energieeffizient - kapitalistischer Konsumwahnsinn ist schädlich. So ein Auto kann Jahrzehnte halten, man kann problemlos den Akku oder auch mal einen Sitz auswechseln. (imho)
  9. #18

    Zitat von Europas Beitrag anzeigen
    Achso, "10 mal leichter" heißt jetzt also "90% leichter" ...
    Nein, habe ich auch nicht geschrieben!

    Rechenbeispiel: Stahlteil 10 kg
    Holzteil 1 Kg

    Holzteil hat daher 10 % des Gewichts des Stahlteil, oder?

    Stahlteil ist also 10 mal schwerer!

    Aber dabei Post von "Hermes75" beachten: Ein in der Festigkeit gleichwertiges Holzteil muß ein deutlich größeres Volumen aufweisen!
  10. #19

    interessanterweise hätte

    der reporter natürlich mal recherchieren können, wie es denn mit dem holz dafür aussieht. o-ton: buchenwälder haben wir in deutschland vor der türe... heißt das, dass die deutschen wälder bald nicht mehr da sind oder kaufen vw, mercedes und bmw demnächst flächen auf und fangen mit dem baumpflanzen an???


TOP



TOP