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Hollywood im Sequel-Wahn: Fortsetzung folgt und folgt und folgt

Der vierte Teil von "Fluch der Karibik", die fünfte Folge*von "Fast & Furious", der achte "Harry Potter"-Film, zum dritten Mal "Transformers": Hollywood scheint nur noch Fortsetzungen zu produzieren. Wie schlimm ist kreative Krise der US-Filmindustrie?

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,772136,00.html
  1. #60

    Hollywood Wahn

    Wie zahlreiche Vorredner bereits erwähnten, gab es diesen Trend doch schon immer und mit Sicherheit hat jeder seine Fortsetzungsfavoriten. Meine sind Dirty Harry, Indiana Jones und Star Wars (Episode IV - VI), ich war halt auch mal jung und warum will der Zuschauer so etwas sehen? Die Antwort überlasse ich Mr. Dragon: http://www.youtube.com/watch?v=NL0SILzGs4g

    Wie schonmal in einem anderen Tread diskutiert und hier ebenfalls bereits eingeworfen, gibt es mittlerweile hervorragende Serien und Mini-Serien, die den Vergleich mit Hollywood nicht scheuen müssen z.B. Breaking Bad, Generation Kill, Into the West u.v.a.m.! SChade das die Serie zu meinem Link leider viel zu früh eingestellt wurde :( warum nur? ;D
  2. #61

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der vierte Teil von "Fluch der Karibik", die fünfte Folge*von "Fast & Furious", der achte "Harry Potter"-Film, zum dritten Mal "Transformers": Hollywood scheint nur noch Fortsetzungen zu produzieren. Wie schlimm ist kreative Krise der US-Filmindustrie?
    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,772136,00.html
    Die kreative Krise ist katastrophal, auch im Games Bereich.

    Das hat auch stark damit zu tun, dass Banken und andere Geldgeber bestimmen, was gedreht/entwickelt wird und nicht die Kreativen.
    Da gelten erstmal nur funktionierend Konzept und billige Einfangtaktiken über tatsächlich Erzeugung von Spaß und Unterhaltung.
    Fluch der Karibik 1 war da ja glatt noch ein Experiment, Fast & Fouris und Transformers nicht und Harry Potter - das muss man einfach zugebene - auch ein einziges Klischee, sofern man nur ein bisschen Ahnung von Fantasy Literatur hat, was am Ende sowohl von Namen als auch Taten komplett auf Computerspiel übergingen. Finde/zerstöre x Gegenstände und zerstöre das (unglaublich dämliche) Böse.

    Aber Kreativität interessiert auch nicht. So manch einer fühlt sich davon sofort überfordert, mal selbst etwas mitdenken zu müssen (dann lieber hohle Story, die mit pseudophilosophischen Sprüchen vermeintlich gehoben), doch vor allem wollen es die Producer und anderen Geldgeber nicht. Kreativität ist Risiko und das geht man erst ein, wenn man das Altpraktizierte bis auf den letzten Tropfen ausgequetscht hat.
  3. #62

    Zitat von Matzescd Beitrag anzeigen
    Was ist denn daran neu?
    Indiana Jones, Star Wars, Star Trek, James Bond, Rocky, Rambo, Miss Undercover, Police Academy, Der weiße Hai, Die nackte Kanone, Stirb Langsam...

    Wie viele andere soll ich noch aufzählen, damit klar wird, dass es sich hier um kein neues Phänomen handelt?
    Wobei der Punk nicht der Name oder die Serie an sich ist, sondern das Konzept. Indiana Jones 1-3 hatte z.B. durchaus verschiedene Filme und war immer recht interessant, etwas neues.

    Eine Serie kann ja durchaus dennoch eine Entwicklung haben, wenn sich aber natürlich jedes Mal das Gleiche in ähnlicher Weise wiederholt, von anderen, allgemeinen Schwächen mal noch abgesehen, wird es eben unkreativ dämlich.
  4. #63

    Zitat von blackcyclist2010 Beitrag anzeigen
    Man kann sich ja gern beschweren über den Fortsetzungswahn, aber "Harry Potter" und "Herr der Ringe" gehören eindeutig nicht in diese Riege. Da wurden mehrbändige Bücher verfilmt und nicht noch .....
    Herr der Ringe nicht, das ist ja eine Handlung von Anfang bis Ende. Harry Potter ist halt sehr sinnlos mit einer Menge immergleichen Füllmaterial vollgestopft.

    Die eigentliche Story dort ist schlichtweg: Kleiner Junge erfährt dass er der unmessbare reiche Sohn verstorbener Zauberer ist und "The chosen One", der den bösen, bösen Overlord besiegen wird - und das eben auch tut.

    Es ist eine andere Form von Serie. Die einen wiederholen altbewährtes, die anderen wälzen eine Handlung auf zig Teile aus - wobei auch darin sich immer wieder alles wiederholen kann, siehe auch HP, wo sich vieles in leicht abgeänderte Weise immer wiederholt. Aber sowas ist nunmal Massenfähig, wer nur viel Kohle machen will, macht es so (muss natürlich entsprechend gehypet werden, sondern bekommts die vor sich hin starrend Maße ja nicht mit).
  5. #64

    Tja

    Zitat von Barksdale Beitrag anzeigen
    Es bedarf nur drei Komponente: Action Ärsche Explosionen. Das will der Zuschauer sehen.
    Nur so lässt sich erklären warum dialogfreie Filme wie 'Transformers' sich solcher Beliebtheit erfreuen.
    Ganz so einfach ist es nicht, schließlich gibt es zu den Transformers ja auch Trickfilme und Merchandise - was das Interesse an einem Film schürt.

    Insgesamt ist der Artikel wenig gelungen. Alleine für das Nennen von The Dark Knight und Star Trek 11 in einem Satz, ernter der Autor meine Missgunst.
    Filme werden gemacht um den Geschmack der breiten Masse zu treffen. Und ich brauch nur aus dem Fenster sehen, das der Geschmack grauenhaft aussieht.
  6. #65

    Von welcher Warte aus dürfen wir uns beschweren?

    Vielleicht ist das Kino insgesamt etwas weniger attraktiv geworden?
    Auch wenn mich ein Hollywoodfilm immer noch besser Unterhält als irgendein deutscher Familienklamauk. Vielleicht ist der Fokus, die Kreativität ja eher zum Fernsehen übergewechselt, wie einige Vorposter erwähnt haben?

    Was in den letzten paar Jahren an TV-Serien herauskommt ist einfach unfassbar gut.
    Angefangen beim großartigen "The wire" bis zu "breaking bad". Das interessante dabei: Die neuen Serien sind kreativ, mutig und opulent produziert.
    "Game of Thrones" zum Beispiel ist eine unfassbar gute Serie, einfach großartig.
    Oder ganz neu "Wilbert", was für ein skuriller, mutiger Quatsch.
    Ja selbst einfache Teeniesachen ("Glee") haben mittlerweile eine derart hohe Qualität, dass es eine Freude ist.

    Und was passiert in Deutschland? Völlige Degeneration!
    "Türkisch für Anfänger" und "Doctors Diary" sind seltene Lichtblicke in einem Meer beschissener Soaps und peinlicher scripted reality Formate (K11 die Komissare, die Supernanny, Bauer sucht Frau)

    Während selbst andere Länder in Europa ("IT crowd" und "Doctor Who" und die neue "Sherlock Holmes"-Reihe kommen aus England) noch ein wenig was produzieren, schauen wir nur unserem eigenen Proletariat beim Laienspiel zu. Und beschweren uns von dieser Warte aus über Hollywood???

    Im Ernst?
  7. #66

    ......

    Zitat von Botzinski Beitrag anzeigen
    Ich warte noch auf den 50. User der erklärt dass Harry Potter ein schlechtes Beispiel ist. Aber bei mir drängt sich immer die Frage auf warum man aus dem letzten Buch unbedingt 2 Teile machen muss, schließlich hat man es schon 6 mal geschafft ein Buch in einem Film zu verpacken. Wer da nicht von Geldschneiderei spricht, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Nun ja, legen Sie mal den ersten und den letzten Band der Reihe nebeneinander. Schon an HP 7.1 hat mich gestört, wie hektisch erzählt worden ist und wieviel ausgelassen wurde.
  8. #67

    Ich gucke weder

    Fluch der Karibik 4 - hab noch nicht mal die 1 bis ... gesehen und auch keinen Harry Potter 7, 8 oder 9.

    Ich lese die Potter-Bücher - die lesen sich sehr gut. Aber diese ständigen neuen Teile die können sich die Studio Bosse sonstwohin schmieren. Und ob es prickelnd ist, einen sichtlich gealterten Harrison Ford oder einen ältlichen Tom Cruise zu sehen - das wage ich doch sehr zu bezweifeln. Sie sind nicht Fisch nicht Fleisch. Sie wollen nicht älter werden und sind doch alt. Sehr merkwürdiges Volk ...
  9. #68

    ...

    Zitat von Barksdale Beitrag anzeigen
    Es bedarf nur drei Komponente: Action Ärsche Explosionen. Das will der Zuschauer sehen.
    Nur so lässt sich erklären warum dialogfreie Filme wie 'Transformers' sich solcher Beliebtheit erfreuen.
    Nun, nicht jeder mag französische Kunstfilme, in denen 180 Minuten lang an einem Kaffeetisch philosophiert wird ohne dass sonst was passiert. Und: selbst wer es mag, der mag es auch nicht immer. Ich kenne dutzende von Leuten (mich eingeschlossen), die genausogerne intelligente, anspruchsvolle Filme sehen, wie hirnlose Knallbummstreifen. Man isst ja auch nicht jeden Tag italienisch.

    Dass es allerdings generell einen Trend zu anspruchsloseren Filmen gibt, lässt sich kaum leugnen. Aber das kann man leider nur zum Teil der Filmindustrie anlasten.
    Es zählt schließlich auch der Wille des Publikums. Filme müssen sich rentieren, und wenn ein intelligenter Film eine internationale Auszeichnung einbringt, und ein tumber Film stattdessen ein paar Milliarden ist es relativ klar, worauf man abzielt.
    Und die Geldgeber nicht zu vergessen. Kreative Filme haben eine gewisse Chance zum Kult zu werden aber die ist eben gering. Die x-te Fortsetzung dagegen bringt vielleicht weniger ein als der letzte Film, aber das bringt sie wenigstens relativ sicher ein.

    Es ist also meiner Wahrnehmung nach meist mehr ein Mangel an Risikobereitschaft zugunsten sicherer Einkünfte. An mangelnder Kreativität liegt es definitiv nicht. Man sehe sich nur mal Perlen wie "Dr. Horribles Sing-along Blog", das während des Autorenstreiks in ein paar Wochen mit einem Minimal-Budget geschaffen wurde.


    Zitat von Barksdale Beitrag anzeigen
    ich weiß aber, dass Lucas auch eine Trilogie NACH Vaders Tod hat drehen wollen. Es ist nur nicht geworden und wird wohl auch nicht mehr werden.
    Na den Göttern sein Dank. Mir liegen die Clownkriege immer noch schwer im Magen.
  10. #69

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    Zitat von Greg84 Beitrag anzeigen
    Versteh die Kritik auch nicht so ganz. Bei Transformers hat Bay recht früh angekündigt, dass es eine Trilogie wird, bei Harry Potter war auch klar, dass alle Bücher verfilmt werden, nur hat man .....
    Wobei der vierte Bei Fluch der Karibik besser war als 2 under sowieso 3.

    Es war etwas eigenes, zwar mit altbekannten Charakteren, doch dennoch neu und man ging davon ab, allein diese alten Charaktere noch zwanghaft neu zu überspitzen.

    Gerade die Entwicklung von Elizabeth Swan war eine völlige Katastrophe. In Teil 1 noch als Dame in Not mit starkem Charakter, wurde sie in Teil 2 zu gottgleichen Fechterin, die sich auch gegen mehrere Veteranen der Flyin Dutchman mühelos behaupten konnte und in Teil 3 dann einfach mal Piraten Kaptain und schließlich Königin.
    Letztlich war da nicht einmal die Serialität selbst das Problem, sondern einfach die betrunkenen Storywriter (oder wer das verbrochen hat).


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