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Hollande-Sieg in Frankreich: Rückkehr der Sozis

Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829135,00.html
  1. #70

    Die Piraten....find ich gut!

    Hollande-Sieg in Frankreich: Rückkehr der Sozis
    Hallo,

    was für ein glück wenn so kommt. Wir erleben doch das die "rechtis" (rechtspolitischen) die karre ganz vor die wand fahren. Eine politik die nur in eine richtung geht ist zum scheitern verurteilt und deswegen müssen wir von rechts wieder was nach links rutschen.
  2. #71

    Titel für heute aus...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Comeback der Sozis - SPIEGEL ONLINE
    Also ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Herr Augstein ein Doppelagent der FDP ist in Wahrheit. Wer so offensichtlichen Schmarrn schreibt und diesen als "links" verkauft, der kann doch nicht am Erfolg "linker Ideologie" interessiert sein. So brilliant und gnadenlos wie von Augstein linke Ideologie entlarvt, seziert und öffentlich demütigt, das kann selbst der Fleischhauer nicht in dieser Regelmäßigkeit ;-)
  3. #72

    Von einem

    Sieg Hollades zu sprechen ist etwas voreilig.Abwarten.
    Die ev. Rückkehr der Sozis in F. ist allerdings ein Menetekel.
    Schlecht für D. und Europa.Mit Wirtschaft hatten es die noch nie, selbst Altkanzler Schmidt trieb die Verschuldung überproportional nach oben.
    Entschuldigungen waren schnell gefunden.
    Schuld haben immer die anderen, bei den Sozis.
  4. #73

    em Nein zu Nicolas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt."

    Ein nabelschauender und also wenig kluger Satz! Wenn damit das Resultat des Ersten Wahlganges auf Deutschland gespiegelt werden sollte, dann ginge es noch. Wenn aber unterstellt sein soll, dass Franzosen bewusst gegen Merkels Kurs gestimmt haetten, dann zeugt das von wenig Kenntnis der franzoesischen Innenpolitik.
    Im Wahlkampf spielte Merkel - trotz der taeppischen Hilfestellung der Kanzlerin - nicht die geringste Rolle. Selbst die deutsche Europaposition (zuvor in F
    noch heftig diskutiert) ging im innenpolitischen Schlagabtausch unter. Sarkozy - frueher gelegentlich als Merkels Huendchen charakterisiert - hat mit seiner Politik in F auch ohne die deutsche Schiene unendlich viel Schaden angerichtet. Der Mann hat laengst alle Glaubwuerdigkeit verloren. Nicht umsonst lehnen zwei Drittel der Franzosen ihn seit fast zwei Jahren ab. Seit seinem Amtsantritt sah ihn KEINE der unzaehligen Umfragen in der Gunst der Franzosen vorn. Eine absolut beispiellose Situation in der Fuenften Republik!
    Trotzdem ist die jetzige Situtation fuer Hollande kein sicherer Weg ins hoechste Amt. Warum nicht? Weil die UMP in Realitaet nicht nur aus Sarko besteht und weit wichtigere Interessen als dessen persoenliche Ambitionen vertritt. Seit der Praesident so sichtlich wackelt, gab es zwar etliche klammheimliche "Differenzierungen" seiner Parteifreunde, die der erratische Praesident nur recht muehsam wieder unter einen Hut bringen konnte. Aber nun steht - im Fall einer Niederlage - tatsaechlich der Zusammenhalt der Partei auf dem Spiel. Und in dieser Situation der Konfrontation mit der PS als echtem Gegner, wird der Apparat alle Moeglichkeiten ausschoepfen, um an der Macht zu bleiben. Es wird unappetitliche Sreicheleinheiten nach Ultrarechts geben, sanfte Beschwoerungen zur Bayrou-Mitte, durchsetzt von Verunglimpfungen, Luegen und Haeme in Richtung PS!
    Die naechsten zwei Wochen drohen fuerchterlich zu werden - Sarko kann nicht erfolgreich regieren, im Machtkampf ist er jedoch ein redoutabler Gegner! Ausserdem stehen ihm, bei Verlust seiner ans Amt gebundenen Immunitatet, wahrscheinlich Jahre peinlicher Prozesse bevor.

    Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.
  5. #74

    Ach ja...

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Europa leistet sich Superreiche, die niemand mehr finanzieren kann. Auch wenn man ihnen mehr Geld gibt, wird sich nichts, gar nichts an ihrem Verhalten ändern. Sie werden sich nicht anstrengen, das Geld sogleich wieder nutzbringend für alle anzulegen, sie werden es weiter horten und damit spekulieren. Der Antisozialstaat hat die reichen Europäer nimmersatt gemacht, deshalb sind sie nicht gesellschaftsfähig.
    War es nicht eigentlich das, was Sie sagen wollten?
    ...die bösen Reichen mal wieder. OK, rechnen wir durch, 3000 Menschen in FR verdienen mehr als eine Mio/Jahr, die bezahlen künftig 75% Steuern, macht 300 Mio mehr Einnahmen/Jahr und alle Finanzprobleme FRs sind gelöst **Ironie aus
  6. #75

    Franzlsische Sozialisten und deutsche Spezialdemokraten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Comeback der Sozis - SPIEGEL ONLINE
    Zunächst einmal ist noch nicht entschieden, wer demnächst Präsident wird. Sowohl Hollande als auch Sarkozy kann das Rennen machen. Falls sich der Sozialist Hollande tatsächlich durchsetzt, haben unsere neoliberalen Protagonisten - Mekel, Rösler, Gabriel, die Steinis und die Spitze der Grünen - freilich nichts zu lachen.

    Die gewendete SPD ist seit Schröder nur noch die Karikatur dessen, was Sozialdemokratie einst ausmachte, von demokratischem Sozialismus ganz zu schweigen. Wie wollen unsere "Genossen der Bosse", die sich vom breiten Volk abgewendet haben und seine Interessen mti Füssen treten, mit einem französischen, leibhaftigen Sozialisten zusammenarbeiten, der die Reichen endlich angemessen in die Pflicht nehmen will, also genau die Klientel, die von der SPD massiv geschont wird?

    Einigkeit kann lediglich bei Rettungsschirm, Eurobonds und bedingungsloser, dauerhafter Transferunion hergstellt werden. Da bläst Hollande ins gleiche Horn, wohl wissend, dass Frankreich finanziell auf sehr wackeligen Beinen steht und in absehbarer Zeit vom Geber- zum Nehmerland mutieren kann. Die französische Wirtschaft steckt in einer ernsten Strukturkrise, die Arbeitslosigkeit ist relativ hoch und die Sozialversicherungen, vor allem die Rentenversicherung, stehen kurz vor dem Kollaps. Zudem kämpft das Land mit einer hohen Einwanderungszahl häufig wenig qualifizierter Migranten, die das Staatsbudget zusätzlich belasten.

    Die einzige Chance Hollandes zur Stabilisierung des Landes besteht darin, die Wohlhabenden kräftig zur Ader zu lassen. Der Widerstand wird allerdings gewaltig sein und es steht zu befürchten, dass Hollande sein mutiges Vorhaben nur unzureichend durchsetzen kann.
    In diesem Fall muss er weitere Schulden machen, will er seine Wahlversprechen umsetzen. Kommt es zu einer Rezession, wird das Land schnell kippen und ebenfalls am Tropf von Deutschland hängen, bis auch hier nichts mehr geht. Spätestens dann ist diese fehlkonstruierte Euro-Zone endgültig am Ende!
    Diese Aussichten sind nicht pessimistisch, sondern durchaus realistisch. Auch ein Sarkozy ist übrigens längst am Ende mit seinem Latein, so wie Merkel.
  7. #76

    Hollands kann noch auch 11, und 2,3 % rechnen. Auf die Wähler von Le Pen und Bayrou braucht er sich wohl keine so große Hoffnungen machen. Also noch ist Kozi nicht abgewählt.
  8. #77

    Die

    Zitat von hanfbauer2 Beitrag anzeigen
    "Wenn Hollande in der Stichwahl siegt, gibt das den Linken in der SPD Auftrieb."
    Mag sein, aber genau da liegt das Problem für den dicken Gabriel: Ein rechter Sozialdemokrat (vgl. wikipedia: Leitungskreis des Seeheimer Kreises!) der plötzlich linke Sprüche hervorzaubert - wie glaubwürdig kommt das rüber?
    Sozis in Frankreich und Deutschland zu vergleichen, empfinde ich als beleidigung der Französischen Sozialisten! Die Sozis in D. gehören mittlerweile der Einheitspartei unter führung der Staatsratsvorsitzenden Merkel an! Ab Mai dürfen die Deutschen Sozen von den Franzosen lernen, was Sozialpolitik in der Realität eigentlich ist! Allerdings bezweifel ich, das die derzeitige Führungsriege der SPD lernwillig ist.
  9. #78

    Oma und Opa

    Zitat von Der Terraner Beitrag anzeigen
    Der Kommentar zu Frau Schröder war schon unterste Schublade und war in seiner Anbiederung an die vereinten Emanzen nur noch peinlich zu nennen, aber dieses Machwerk zeigt mal wieder, dass manche Leute doch immer noch Luft nach unten haben. Wer ist eigentlich die führende Wirtschaftsmacht in Europa und seit wann hat Gelddrucken je ein Problem gelöst? Und seit wann hat die Linke, wenn sie denn mal an der Macht war, eigentlich jemals ein Land wirtschaftlich nach vorne gebracht?
    An dieser Stelle mal eine wahre Geschichte von meiner Oma:
    Die kaufte sich kurz vor der Superinflation Anfang der 20er Jahre eine teure Nähmaschine auf Pump, weil sie dringend eine benötigte, aber mein Opa als schlichter Arbeiter nicht genug verdiente. Opa hat natürlich getobt, als er das hörte. Dann kam die Zeit des Waschkorbgeldes. Meine Oma konnte die Maschine bar auf einen Sitz bezahlen.
    Ihr Problem war gelöst...
    Was das nun heißt, soll sich jeder selber ausdenken.
  10. #79

    Inflation ist der einzige Ausweg aus der Systemkrise

    Zitat von rudif Beitrag anzeigen
    Wirtschaft scheint nicht das Kernthema von Herrn Augstein zu sein.
    (...) In keiner Wirtschaftsordnung kann man davon leben, dass man das Geld anderer Länder ausgibt, ohne es jemals zurückzahlen zu können. Es gab und gibt leider noch immer schwere strukturelle Fehler in vielen europäischen Ländern, die beseitigt werden müssen. Sonst droht der Zusammenbruch. Erste wenn das geschehen ist, kann man offensiv investieren. Wenn manche davon träumen, ohne Reformen einfach Geld ausgeben zu können, dann wird ein böses Erwachen kommen. Das war immer so und wird auch noch länger so bleiben. Oder kennt jemand ein Gegenbeispiel?
    Ja: das „Gegenbeispiel“ steht in der SZ von heute auf S. 24, in einem sehr aufschlussreichen Artikel von Simone Boehringer über die Ansichten von Herrn von der Goltz aus München, aus dem ich Passagen zitieren darf, die mich - der ich bis dahin ähnlich gedacht habe wie Sie - doch mehr als nachdenklich gemacht haben. Dieser Chef einer „Vermögensverwaltungsfirma“ bringt endlich einmal den wahren Charakter des Kapitalismus auf den Punkt, wenn er folgende Thesen aufstellt:

    1. 15 Billionen hätten die Notenbanken bisher schon ausgegeben und "damit nicht einmal die Rezession abwenden können: 'Die Schulden der westlichen Welt sind so hoch, dass sie längst nicht mehr rückzahlbar sind', sagt Langen von der Goltz."
    2. "Schulden mit noch mehr Schulden bekämpfen? Ja, 'wir sind verdammt zum Wachstum', und das gehe nur auf Kredit, 'oder wir gehen bankrott', spitzt von der Goltz zu. Dass dieses Wachstum später zu einer Entwertung des Papiergeldes führen dürfte, räumt der Vermögensverwalter ein, sieht aber keine andere Wahl: 'Inflationierung ist die bestmöglichste unter den schlechten Lösungen´."
    3. Als Ursache der Krise nennt von der Goltz das "Papiergeldsystem", also den Kapitalismus im engeren Sinne des Wortes: "' Das herrschende Papiergeldsystem habe viel realen Wohlstand gebracht, aber es sei eben ein Kreditgeldsystem, 'es beruht auf einer ständigen Zunahme der Schulden und kann daher nur aufrechterhalten werden, wenn die Wachstumsraten die Inflationsraten überbieten'."

    4. "Schulden mit noch mehr Schulden bekämpfen? Ja, 'wir sind verdammt zum Wachstum', und das gehe nur auf Kredit, 'oder wir gehen bankrott', spitzt von der Goltz zu."

    Spätestens jetzt weiß zumindest jeder Leser der SZ und von SPON, wem die FDP mit ihrem neuen Programm "Wachstum - Steuersenkung - Bürgerrechte" wieder einmal verschärft zuarbeiten will. Im Art. 14 GG steht zwar, dass "eine Enteignung "nur zum Wohle der Allgemeinheit" zulässige sei, doch das BVerfG hat dieses Grundrecht (!) schon sehr frühzeitig dahingehend verbogen, dass es die Enteignung per Inflation als zulässige Ausnahme von diesem Grundrecht (!) dekretierte!

    Insofern ist der von Augstein vorgeschlagene Weg des Defizitspendings, also der „Bekämpfung“ (lol) von Schulden per Schulden, der einzig systemkonforme Weg für die Herrschenden, die Krise auf Kosten der Mehrwertproduzenten vielleicht sogar profitabel überwinden zu können. Von der Goltz meint, „es gebe eine Zeit, auch die restlichen Mittel umzuwandeln in Sachwerte wie Immobilien, Aktien oder auch Rohstoffinvestments, ,,aber noch ist es zu früh'. PSM wartet auf die Geldschwemme.“

    Waidmannsheil, Herr Vermögensverwalter: ich bürge für Ihre Schulden








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