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Hollande-Sieg in Frankreich: Rückkehr der Sozis

Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829135,00.html
  1. #50

    Sparpolitik?

    Zitat von thomas_dobes@hotmail.com Beitrag anzeigen
    So ersnthaft:
    Ich verstehe nicht wieso alle so auf Merkels Geldpolitik herum hacken. Sie versucht mit Ihrer Sparpolitik doch nur den Schaden zu begrenzen den die Verschwendung der letzten Dekaden angerichtet hat.
    Also ernsthaft: Schäuble spart - trotz REKORDeinnahmen - nix, GARNIX.

    Nach der Theorie soll doch in guten Zeiten der Schuldenberg abgetragen werden. Was macht den die _konservative_ Regierung?
    In Koalition mit einer sog. Wirtschaftspartei? Ein Graf Lambsdorf hätte alle drei Tage die Prinzipien der Marktwirtschaft hochgehalten.
  2. #51

    Wöchentlich die gleiche Thematik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Comeback der Sozis - SPIEGEL ONLINE
    Die einseitige Sichtweise, mit der Augstein für den Sozialstaat wöchentlich trommelt, ist dermaßen ideologisch, dass man das Gefühl hat, er lebt in seiner eigenen Welt. Nebenbei weiß er auch noch, wie vernünftige Wirtschaftspolitik geht. Warum erkennt er nicht die Fakten an? Europa leistet sich einen Sozialstaat, den niemand finanzieren kann. Auch wenn man den Bedürftigen mehr Geld gibt, wird sich nichts, gar nichts, an deren Situation ändern. Sie werden sich nicht anstrengen, um einen Job zu bekommen, sie werden nicht mehr für ihre Bildung tun. Der Sozialstaat hat die Europäer satt gemacht, deshalb sind sie nicht wettbewerbsfähig.

    Wie naiv muss man sein, dass man glaubt, Frankreich würde nach einem Regierungswechsel nicht mehr sparen? Das geben alleine die Finanzmärkte vor (zum Glück) und nicht irgendwelche Politclowns.
  3. #52

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Comeback der Sozis - SPIEGEL ONLINE
    Meinetwegen kann der Euro auch ganz weg. Dann haben wir gleich ein paar Probleme weniger und es wird egal, wer in Frankreich gewählt wird.
  4. #53

    Wie immer montags: Augsteins Quatsch mit Soße

    Das ist doch wieder Ökonomie für Holzhacker!
    Geld ist eben nicht politisch, wenn auch politisch wichtig. Gerade die Unabhängigkeit der Bundesbank war ein wichtiger Eckpfeiler des wirtschaftlichen Erfolges der Bundesrepublik. Die Unabhängigkeit ist nun einmal die beste Absicherung gegen Politiker, die versuchen, mit der Gelddruckmaschine Wählerstimmen zu kaufen.

    Die Erfolge der ach so tollen französischen Wirtschaftspolitik nehmen sich dagegen eher bescheiden aus. Die wenigen erfolgreichen französischen Großunternehmen verdanken ihr Bestehen vor allem zahlreichen Staatseingriffen und der weitgehenden Marktabschottung gegen störende ausländische Wettbewerber.

    Falls Hollande gewinnen sollte und Frankreich wieder ordentlich verschulden will, soll er das tun - dann aber bitte auch allein auf französische Rechnung.
  5. #54

    Zitat von Christian Wernecke Beitrag anzeigen
    Aber Herr Augstein, die Krise ist doch nicht beendet, sondern wurde nur verschoben. Wer soll das ganze Geld, mit dem Europa geflutet wurde, denn wieder einsammeln und wie ist das mit der drohenden Inflation? Sie hoffen auf eine weitere Sozialdemokratisierung Europas, dabei ist doch genau das der Grund, warum es sich Länder wie Griechenland so wohlig eingerichtet haben. Wie soll es denn Ihrer Meinung jetzt nun weitergehen in Europa?
    Dazu hat dieser pausbäckige Salonbolschewik doch bereits mehrfach eindeutig Stellung bezogen. Deutschland solle, als Hauptprofiteur alles Europäischen, mehr der "gemeinsamen" Lasten übernehmen.
  6. #55

    Frankreich ist nicht Deutschland...

    Zitat von oldharold Beitrag anzeigen
    Wenn ich zu Sarkozys Stimmen, die von den Rechten und die von den Liberalen dazuzähle, komme ich auf mehr als 50 %.
    Oder glaubt jemand ernsthaft, daß diese Wähler in der Stichwahl plötzlich einen "Linksaussen" wählen?
    Kommt mir vor, wie der kleine Bub, der im finsteren Wald ganz laut pfeift!
    Der 'Linksaussen' hat immerhin beachtliche 11 Prozent bekommen ;)
    Schauen Sie doch einfach mal hier Sondages en France und betätigen Sie die weiter aufschlüsselnden Links, die das abgefragte Wahlverhalten der Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten für den 2. Wahlgang regelmässig aufzuschlüsseln versucht.

    Da find ich weder bei den Wählern des 'Zentrums' (also von den 9 Prozent für Bayrou - etwa jew. die Hälfte bekundet für H. oder S. stimmen zu wollen) noch bei der FN (also den 18 Prozent für LePen - hier sind es maximal 60 die für S. stimmen wollen; ein grösserer Teil gibt an, dann nicht zu wählen) Hinweise darauf, dass die nahezu komplett zu S. kippen. Andersherum kann Hollande auf nahezu alle abgegebenen Stimmen von dem Linkskandidaten Melenchon, Grünen, der Häfte von Bayrous Wählern und etwa 20 Prozent der LePen-Wähler hoffen - nach derzeitigen Umfragen und Berechnungen.

    In Frankreich ticken die Uhren eben etwas anders als in Deutschland. Das muss man nicht wissen, aber mal in der 'französischen Ecke' nachschauen hilft. ;)

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Stichwahl am 6. Mai Sarkozy als Präsident bestätigt, ist für mich deshalb ziemlich bis sehr gering. Auch seine persönlichen Werte mit etwa 2/3 Negativ-Bewertung, werden nicht reichen bzw. aufrütteln, um einen Wechsel zu Hollande zu verhindern.

    Das freut mich !
  7. #56

    Der Autor ...

    Zitat von JayArrr Beitrag anzeigen
    ...muss ja ein wahrer Wirtschaftsgott sein, nachdem er die Finanzprobleme einer einzigen Person zuordnen kann. Seit wann ist bitte unsere Kanzlerin an der Verschwendungssucht anderer Staaten Schuld? Und klar, die Dicke Bertha ist genau das richtige in der jetzigen Situation. Denn Feuer bekämpft ja bekanntermaßen mit Feuer, vor allem wenn es um langfristigen Erfolg geht.
    ... ist ein ziemlicher Blindgänger. Mit der Betonung auf "blind" (gegenüber der Realität).
  8. #57

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Comeback der Sozis - SPIEGEL ONLINE
    Der Augstein nimmt auch jeden noch so kleinen Krümel auf, der irgendwie über sieben Ecken seine Weltanschauung stützen hilft.
  9. #58

    Augsteins Lob für den "aufgedrehten Geldhahn" ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    ...Seit die EZB sich von der deutschen Lehre abwendet und den Geldhahn aufdreht, flacht die Krise ab. ...

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Comeback der Sozis - SPIEGEL ONLINE
    Es ist zum Haareraufen:
    Wenn - wer auch immer - jemand "den Geldhahn" aufdreht, bedeutet das grundsätzlich Inflationsgefahr. In welcher Form? Nun, in der Form, dass man mit dem Geld, über das man in Form von Einkommen oder Besitz verfügt, jetzt oder später real nicht mehr soviel kaufen kann wie bisher.
    Nun wird man mir entgegnen, dass die Inflationsrate der These von der Inflationsgefahr widerspricht. Tut sie nicht:

    Dass die Inflationsrate (noch) nicht ansteigt, heißt nicht, dass das diesbezügliche Risiko nicht angefacht wird. Preise springen zwar tatsächlich erst dann an, wenn das (nominelle) Geld und (reale) Waren aufeinandertreffen. Sprich: wenn wir alle - insb. "die Reichen" - viel oder unser gesamtes Geld in Waren tauschen wollten. Solange wir das aber nicht tun, bleibt die Inflationsrate niedrig. Zudem können wir viele Güter aus Ländern mit Entwicklungsrückstand und/oder Überbevölkerung importieren, die lieber schnell als teuer verkaufen.

    Also: eine niedrige Inflationsrate widerspricht der These von der Inflationsgefahr nicht.

    Daher ist das, was Augstein schreibt, bei allem Respekt leider Mumpitz. Er tut so, als ob EZB oder sich neuverschuldende Staaten vorhandenes Geld "raushauen", wenn die "den Geldhahn aufdrehen".

    Tun sie aber nicht.

    Denn EZB und/oder sich verschuldende Staaten schaffen doch nicht per Federstrich bzw. auf Knopfdruck tatsächliches Vermögen. Beide erhöhen nur die nominelle Geldmenge, OHNE dass sich die Güterdeckung dieser Geldmenge schnell genug miterhöht.

    Also inflationieren sie unser Geld.

    Wem tut das mehr weh? Den Reichen oder den Armen?

    Eben.

    Also bedroht das Aufdrehen des Geldhahns die vielzitierten "kleinen Leute" eben auch.

    Aber warum ist Sparen, d. h. Schuldenvermeidung umgekehrt zumindest in der realen Welt (und der nicht simplifizierten des Herrn Augstein) EIN Lösungsansatz? Weil diejenigen, zu deren Lebzeiten bzw. zu deren Nutzen die Schulden gemacht werden, in der Regel nicht diejenigen sind, die sie später abtragen müssen.

    DIESER Mismatch ist doch die eigentliche Ursache der - aus dieser Warte sogar nachvollziehbaren - Demonstrationen z. B. in Griechenland gegen die a) "undemokratische" b) "Macht" der Finanzmärkte.

    DIESER Mismatch ist nämlich tatsächlich undemokratisch - wenn nämlich eine Generation den ihr nachfolgenden Generationen durch die Aufnahme von Schulden Rückzahlungspflichten auferlegt. Blöderweise können ungeborene meistens nicht zu Wahl gehen ... ich muss nochmal nachdenken, woran das liegen könnte ;-) ... Mit Finanzmärkten hat das allerdings wahrscheinlich nichts zu tun.
  10. #59

    "Wenn Hollande in der Stichwahl siegt, gibt das den Linken in der SPD Auftrieb."
    Mag sein, aber genau da liegt das Problem für den dicken Gabriel: Ein rechter Sozialdemokrat (vgl. wikipedia: Leitungskreis des Seeheimer Kreises!) der plötzlich linke Sprüche hervorzaubert - wie glaubwürdig kommt das rüber?








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