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Hollande-Sieg in Frankreich: Rückkehr der Sozis

Noch nie war eine Wahl in Frankreich so wichtig für die Deutschen wie diese. Mit ihrem Nein zu Nicholas Sarkozy haben die Franzosen auch gegen den Europa-Kurs von Angela Merkel gestimmt. Sigmar Gabriel kann sich über den Ausgang freuen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829135,00.html
  1. #200

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Jeder hat eben so seinen Blickwinkel.
    Insbesondere die Radikalen am linken und rechten Rand halten - logo- allle anderen für "extrem".
    Ich hätte mir denken können, dass Sie mit dem Begriff Extremismus der Mitte nichts anfangen können. Soll ich das Googlen für Sie besorgen, oder schaffen Sie es noch selbst?
  2. #201

    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Überdenken Sie einfach Ihren eigenen Standort. Vermutlich halten Sie sich auch nicht für extrem.
    Nein, warum auch? Ich wähle doch schließlich nicht FDP.
    Aber aus ihrer kuschligen angeblichen Mitte, in der sich jeder drängelt, sind natürlich abweichende Einstellungen schon "extrem" - logisch.
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Ausserdem glaube ich, dass die Franzosen selbst auf ihre Demokratie aufpassen können, die brauchen weder Sie noch mich.
    Ich habe auch nichts anderes behauptet. Ich gehe nur mit dem anderen Foristen konform, der der Meinung ist, dass sich die Agenda-sPD über einen Hollande nun wirklich nicht freut. Denn wer einer Merkel hinterherhechelt, für den muss Hollande schon fast ein Kommunist sein.
  3. #202

    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Niemand in D will eine "Hollande-Mehrheit". Er legt Wert darauf festzuhalten, dass er Sozialist ist und nicht Sozialdemokrat. DAS will die Mehrheit in D nicht.
    Au weia, und da hat doch die sPD tatsächlich noch den Begriff "Sozialismus" im Programm. Spätestens jetzt sollten Sie aber merken, wie weit sich Ihre Truppe davon entfernt hat.
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Mein Wunsch wäre natürlich ein sozialdemokrtischer Kanzler.
    Dann sollten Sie aber mal langsam die Partei wählen, wo Sie noch sozialdemokratische Positionen finden. Kleiner Tipp: die erkennt man u.a. daran, für WEN sich die jeweilige Partei einsetzt, bzw. wer von ihren Entscheidungen profitiert (hat) und wer sich verraten vorkommen muss.
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Wir müssen uns mit der deutschen Sozialdemokratie zufriedengeben. Ich muss zugeben, es fällt mir stets schwerer, für sie Partei zu ergreifen,
    Lassen Sie mich raten: Die sPD vertritt ihre Agenda-"Errungenschaften" nicht offensiv genug und hat immer noch nicht die Reste des "linken Zeitgeistes" überwunden, stimmt's?
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    aber ich sehe in D nichts, was besser wäre als die SPD.
    Das ist jetzt wirklich nicht böse gemeint, aber das kann durchaus an ihrem (Sicht-)Horizont liegen. Man glaubt es kaum, dass diese Partei mal einen Brandt ihr Mitglied nannte. Von dessen Positionen ist sie inzwischen meilenweit entfernt.
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Mir ist es völlig egal, ob die SPD links genug ist oder nicht, die Hauptsache ist, sie trifft die richtigen Entscheidungen.
    Was ist denn richtig - und vor allem: für WEN? Sie werden mir wohl nicht widersprechen, dass diese Einschätzung sehr vom (politischen) Standpunkt abhängt, womit wir wieder bei den bösen L- und R-Worten wären, trotz aller Zukleisterungsversuche vom angeblichen gemeinsamen Boot.
    Mir will partout keine Gemeinsamkeit einfallen, die ein Arbeiter und einer unserer selbsternannten Eliten teilen. Nicht einmal die Sprache.
  4. #203

    Entschuldigung...

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Zitat von Gnaeuspompeius Beitrag anzeigen
    Die Strategie den Kapitalismus über den Umweg des Kollaps durch Überschuldung ad absurdum zu führen, wird nicht aufgehen.
    Ach so, es geht um den Kapitalismus?
    Letztlich ist die soziale Marktwirtschaft wohl auch darunter zu subsumieren.
    Das Wirtschaftssystem also, dass uns zu einem der wohlhabendsten Nationen dieser Erde gemacht hat.

    Ihr Gegenentwurf ist vermutlich der Sozialsismus/Kommunismus, die ewig Gestrigen, die das Siechtum dort schon wieder verdrängt haben, gehen ja nie ganz zur Neige...

    War vielleicht ein bisschen zu kompliziert... mein Fehler.
  5. #204

    Gute Kurzformel

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Nun ja, ...
    Eine Sozialisierung der Verluste könnte man durchaus Sozialismus nennen – Sozialismus für Banken.
    Danke fuer diese anschauliche Kurzanalyse.
    Alle uebrigen Versuche, unser gegenwaertiges Finanzsystem, prima erweiterbar auf unser gegenwaertiges Politsystem, in Begriffe zu fassen, sind dagegen nur noch Stotterversuche.
  6. #205

    #192

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Die letzte richtige Entscheidung der SPD war es doch vor ca. 10 Jahren nicht am Irak Kriegb teilzunehmen.

    Seitdem nur Fehlentscheidungen.
    MFG
    jolip
    Ich verstehe, Sie sehen natürlich nur das Große Ganze! :-)
    Wir hier unten sehen auch so Kleinigkeiten wie seinerzeit die Kurzarbeitergeldregelung, anstelle von Entlassungen, oder davor auch die Abwrackprämie, um nur 2 Punkte aus dem Stehgreif zu nennen.
  7. #206

    #201

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Nein, warum auch? Ich wähle doch schließlich nicht FDP.
    Aber aus ihrer kuschligen angeblichen Mitte, in der sich jeder drängelt, sind natürlich abweichende Einstellungen schon "extrem" - logisch.
    Nach Ihrer bestechenden Logik müssten wir ca. 6-7% Linksextremisten im Land haben.

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Ich habe auch nichts anderes behauptet. Ich gehe nur mit dem anderen Foristen konform, der der Meinung ist, dass sich die Agenda-sPD über einen Hollande nun wirklich nicht freut. Denn wer einer Merkel hinterherhechelt, für den muss Hollande schon fast ein Kommunist sein.
    Offensichtlich haben Sie nicht den Hauch einer Ahnung über die Pläne Ihres französichen Favoriten. Es ist für den keine Frage der Ideologie, sondern einfach nur in einer Kurzformel: D soll zahlen und F muss mehr Mitsprache haben, da Grande Nation. Aber Leuten wie Ihnen ist das offensichtlich egal. Er ist schließlich Sozialist, wenn auch ein französischer und damit erst einmal Nationalist.
    Vermutlich können wir froh sein, wenn Frau Merkel standhaft bleibt und den Sozialisten an bestehende Verträge und an europäisches und internationales Recht erinnert. Ratingagenturen sind das schärfste Schwert der Geldmafia. Wie Sie in einem früheren Beitrag schon zu erkennen gaben, ist Ihnen das auch nicht klar. Worüber wollen Sie eigentlich reden, außer, dass F jetzt möglicherweise einen Sozialisten wählt - nur verbohrte Ideologie?
  8. #207

    #202

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Au weia, und da hat doch die sPD tatsächlich noch den Begriff "Sozialismus" im Programm. Spätestens jetzt sollten Sie aber merken, wie weit sich Ihre Truppe davon entfernt hat.
    Ihre Sorge um die SPD ist rührend. Wenn jemandem der Begriff des Sozialismus das Wichtigste ist und sich alles daran auszurichten hat, haben Sie recht. Die SPD ist aber nicht ideologisch verblendet. Sie spricht in ihrem Programm vom demokratischen Sozialismus. Daneben gibt es aber andere Kriterien, die in einer modernen Welt zu beachten sind. Wir leben nicht auf einer einsamen Insel.

    Hollande legt ausdrücklich Wert darauf festzuhalten, dass er Sozialist sei und nicht Sozialdemokrat. Wie weit er bereit ist dafür zu gehen, wird sich zeigen. Ich prophezeihe Ihnen, es dauert nicht lange und der (sozialistische) Lack ist ab.
  9. #208

    Irrtum

    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe, Sie sehen natürlich nur das Große Ganze! :-)
    Wir hier unten sehen auch so Kleinigkeiten wie seinerzeit die Kurzarbeitergeldregelung, anstelle von Entlassungen, oder davor auch die Abwrackprämie, um nur 2 Punkte aus dem Stehgreif zu nennen.
    Alles Punkte zur Behebung einer Wirtschaftskrise, die allerdings vorher durch SPD Politik wie Liberalisierung der Finanzmärkte und Zulassung von Hedgefonds, etc. ganz wesentlich mitverursacht wurde.
    Wobei ja allerdings die Wirkung der Abwrackprämie, im Gegensatz zum Kurzarbeitergeld, durchaus unterschiedlich beurteilt werden kann.
  10. #209

    #208

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Alles Punkte zur Behebung einer Wirtschaftskrise, die allerdings vorher durch SPD Politik wie Liberalisierung der Finanzmärkte und Zulassung von Hedgefonds, etc. ganz wesentlich mitverursacht wurde.
    Wobei ja allerdings die Wirkung der Abwrackprämie, im Gegensatz zum Kurzarbeitergeld, durchaus unterschiedlich beurteilt werden kann.
    Die nationale Wirtschaftskrise, den Scherbenhaufen, hat der Buddha aus Oggersheim durch seine Tatenlosigkeit verursacht mit seinem "genialen" Theo Waigel, der alles so hinrechnete, dass an ihnen nichts hängen blieb und heute Beiträge wie der Ihre selbstverständlich, aber leider unrichtig sind.

    Wenn Sie sich erinnern wollen, es war durchaus nicht so, dass Schleusentore geöffnet wurden und die bösen Heusdchrecken kamen ins Land. Es ging seinerzeit um ausländische Investoren, deren Kapital dringend benötigt wurde. D war seinerzeit das Schlusslicht der EU. Der FDP und in Teilen ebenso der Union ging das alles noch nicht weit genug. Inzwischen hätten sie jahrelang Zeit gehabt, die damaligen Entscheidungen rückgängig zu machen, haben sie aber nicht. Heute schafft es der Finanzminister nicht einmal, die Transaktionssteuer einzuführen, geschweige denn, Geschäfts- und Investmentbanken zu trennen. Wäre alles auf nationler Ebene machbar. Stattdessen hilft er der Wirtschaftskriminalität bei der Geldwäsche in der Schweiz. - Nein, werter Forist, Sie sitzen ganz tief im Glashaus.

    Abwrackprämie war umstritten, ist richtig. Die Befürchtung war, der Markt würde auf Jahre leergefegt sein. das hat sioch nicht bewahrheitet. Ich persönlich hielt es für eine gute Massnahme.








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