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Hoher Leiharbeiter-Anteil: IG Metall greift BMW wegen Personalpolitik an

DPADie Metallgewerkschaft legt sich mit BMW an: Der Münchner Autobauer setze in seinen Werken zu viele Leiharbeiter ein, moniert die IG Metall. Das Unternehmen weist die Kritik zurück - Zeitarbeit sei wichtig, um flexibel produzieren zu können.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...816302,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von victim Beitrag anzeigen
    ... aber wie ich schon sagte... wer kann es sich leisten wegen Minderarbeit oder vielen Fehlern Abmahnungen zu kassieren die dann wiederum zu Kündigungen und Elend führen? Da schliest sich dann der Kreislauf erneut.
    Richtig. Arbeitet man schlecht und wird deswegen vom Entleihbetrieb abbestellt kündigt das Zeitarbeitsunternehmen und stellt ein entsprechend schlechtes Arbeitszeugnis aus. In Folge dessen kann einem das Arbeitsamt Eigenverschulden vorwerfen. Folge: kein Geld. Widerstand muß man sich leisten können.
  2. #21

    Falsch verhandelt

    Zitat von citizen_kane Beitrag anzeigen
    Ich meine damit auch nicht, dass sich jemand "opfern" soll. Es geht mir um eine allgemeine Haltung, die sich durchsetzen sollte. Wer mich nicht voll bezahlt kann auch nicht erwarten, dass ich mich 100%ig bei der Arbeit engagiere. Dieses Selbstbewusstsein sollte bei Zeitarbeitnehmern auf lange Sicht Einzug halten.
    Ich gehe stark davon aus, dass am Sie von Ihrem Arbeitgeber am Monatsende das Gehalt bekommen, das Sie ausgehandelt haben. Wenn das weniger ist, als Festangestellte bei BMW bekommen, haben Sie anscheinend schlechter verhandelt. In jedem Fall wurden Sie dann zu 100% bezahlt.
  3. #22

    Zitat von noch_eine_meinung Beitrag anzeigen
    Ich gehe stark davon aus, dass am Sie von Ihrem Arbeitgeber am Monatsende das Gehalt bekommen, das Sie ausgehandelt haben. Wenn das weniger ist, als Festangestellte bei BMW bekommen, haben Sie anscheinend schlechter verhandelt. In jedem Fall wurden Sie dann zu 100% bezahlt.
    So ein Unsinn! Da kann ich nur den Kopf schütteln. Wie kann ein Leiharbeiter das Gleiche verdienen wie ein Festangestellter bei z.B. BMW???
    Immerhin will der Verleiher ja auch noch seinen Schnitt machen! Und das nicht zuwenig. Was die Verhandlungen betrifft, wenn der Stellenmarkt weitgehend über Sklavenhändlern geregelt wird und Firmen wie BMW Bewerbungen vom freien Markt kaum mehr berücksichtigen, wie soll dann fair oder gerecht über Löhne verhandelt werden??? Oft bleibt ja nur die Möglichkeit "Dienstleister" oder "Arbeitslos". 100% Gehalt bei einem Dienstleister entsprechen nunmal nicht 100% bei einer Festeinstellung selbst wenn man von den vielen Zulagen und Prämien mal absieht! Jeder der was anderes behauptet erzählt Unsinn!
  4. #23

    Niemand hat behauptet,

    Zitat von victim Beitrag anzeigen
    So ein Unsinn! Da kann ich nur den Kopf schütteln. Wie kann ein Leiharbeiter das Gleiche verdienen wie ein Festangestellter bei z.B. BMW???
    Immerhin will der Verleiher ja auch noch seinen Schnitt machen! Und das nicht zuwenig. Was die Verhandlungen betrifft, wenn der Stellenmarkt weitgehend über Sklavenhändlern geregelt wird und Firmen wie BMW Bewerbungen vom freien Markt kaum mehr berücksichtigen, wie soll dann fair oder gerecht über Löhne verhandelt werden??? Oft bleibt ja nur die Möglichkeit "Dienstleister" oder "Arbeitslos". 100% Gehalt bei einem Dienstleister entsprechen nunmal nicht 100% bei einer Festeinstellung selbst wenn man von den vielen Zulagen und Prämien mal absieht! Jeder der was anderes behauptet erzählt Unsinn!
    dass ein Leiharbeiter das gleiche bekommt wie ein Festangestellter. Aber jeder hat für 100% seines individuellen Gehalts 100% Leitung zu bringen. Ich kann nicht einfach weniger arbeiten, nur weil ich feststelle, dass ein anderer für die gleiche Arbeit mehr bekommt. Verträge sind einzuhalten und zwar von allen. Wenn ich mich weniger gut bei der Bewerbung präsentiere und deshalt nicht fest angestellt werde, aber andere schon, dann liegt das an mir und ich muß mit den Konsequenzen leben. Alles andere ist Unsinn.
  5. #24

    Zitat von noch_eine_meinung Beitrag anzeigen
    dass ein Leiharbeiter das gleiche bekommt wie ein Festangestellter. Aber jeder hat für 100% seines individuellen Gehalts 100% Leitung zu bringen. Ich kann nicht einfach weniger arbeiten, nur weil ich feststelle, dass ein anderer für die gleiche Arbeit mehr bekommt. Verträge sind einzuhalten und zwar von allen. Wenn ich mich weniger gut bei der Bewerbung präsentiere und deshalt nicht fest angestellt werde, aber andere schon, dann liegt das an mir und ich muß mit den Konsequenzen leben. Alles andere ist Unsinn.
    Irgendwie begreifen viele das nicht richtig, was mittlerweile in der BRD so abgeht, sorry.
    Mal von eventuell akademischen Berufen abgesehen und Handwerkern(Familienunternehmen idR), gibt es überhaupt garkeine Einstellungen mehr.
    Alle größeren Betriebe haben Einstellungsstop und holen sich "ihre" AN über Zeit- und Leiharbeitsfirmen.
    Die ganz großen neigen dazu Tochtergesellschaften aufzumachen um noch den Gewinn zu behalten den sich sonst die Zeit- und Leiharbeitsfirmen einstreichen (sowie die mwst nicht bezahlen zu müssen...)

    Alles was jetzt noch bei BMW, den Kliniken und anderen großen fest angestellt ist, ist man nur noch nicht los geworden und die werden auch noch dran kommen wie die anderen Millionen zuvor.

    Entsorgt->Arbeitsamt->Zeitarbeitsfirma->selbe Stelle wie vorher->30-50% weniger Gehalt(ohne irgendwie gearteten Schutz).
  6. #25

    Unsinn

    Zitat von noch_eine_meinung Beitrag anzeigen
    dass ein Leiharbeiter das gleiche bekommt wie ein Festangestellter. Aber jeder hat für 100% seines individuellen Gehalts 100% Leitung zu bringen. Ich kann nicht einfach weniger arbeiten, nur weil ich feststelle, dass ein anderer für die gleiche Arbeit mehr bekommt. Verträge sind einzuhalten und zwar von allen. Wenn ich mich weniger gut bei der Bewerbung präsentiere und deshalt nicht fest angestellt werde, aber andere schon, dann liegt das an mir und ich muß mit den Konsequenzen leben. Alles andere ist Unsinn.
    ist das also, das ist wenn überhaupt eine weniger kluge Form seinen Unmut zu äußern.
    Was allerdings Unsinn ist, ist ihre Argumentation, scheinbar ist ihnen nicht bewußt oder es ist ihen egal, wie Verträge im unteren Lohnniveau "ausgehandelt" werden. Hier einzelnen personen bzw. 900.000 Menschen schlechtes Verhandlunggeschick zu unterstellen ist ohne sie näher zu kennen erstmal nur naiv. Sollten sie aus ihrer beruflichen Sicht mit bestimmter Intention posten, ist es Frech und Dreist.
    Was sie hier andeuten ist "Friss oder Stirb" und klingt ja fast schlimmer als ein Arbeitgeber, der nun erklären muss warum bei ihm bestimmte Löhne unvermeidlich sind.

    Arbeit, Arbeitsplätze, Arbeitsverträge etc. mag sich alles betriebswirtschaftlich abbilden lassen, aber wieso wird nicht mehr berücksichtigt das man hier immernoch über Menschen spricht, aber wem erzählt ich das nur ....
  7. #26

    Noch immer nichts verstanden?

    Zitat von jokl Beitrag anzeigen
    ist das also, das ist wenn überhaupt eine weniger kluge Form seinen Unmut zu äußern.
    Was allerdings Unsinn ist, ist ihre Argumentation, scheinbar ist ihnen nicht bewußt oder es ist ihen egal, wie Verträge im unteren Lohnniveau "ausgehandelt" werden. Hier einzelnen personen bzw. 900.000 ........
    Ich bin kein Arbeitgeber und arbeite auch nicht bei BMW. Ich gebe hier nur meine persönlich Meinung bzw. Erfahrung wieder.
    Jeder muss für sich entscheiden, wie er mit einer bestimmten Situation umgeht. Wenn ich es nicht schaffe, festangestellt zu werden, es andererseits aber hunderte offene Stellen bei demselben Unternehmen gibt, dann muss ich mich fragen woran das liegt. Qualifikation? Auftreten?
    Eine Stellung in Leiharbeit ist aber in jedem Fall eine Chance den Auftraggeber davon zu überzeugen, dass es ein Fehler war mich nicht anzustellen.
    Das geht sicherlich nur über Einsatz der über das normal geforderte Mass hinausgeht und kann etwas dauern, aber es geht.
    Alternativ kann man sich auch in der Situation einrichten und jammern, weil andere mehr haben.
    Wie gesagt, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
  8. #27

    Was für eine Gesellschaft wollen wir?

    Zielkonflikt der Arbeitgeber: Personalkosten minimieren <-> Flexibilität maximieren

    Zielkonflikt der Arbeitnehmer: Personalkosten (Gehalt) maximieren <-> Flexibilität minimieren (Festanstellung)


    Situation 1: Zeitarbeiter teurer als Festangestellter

    Wenn ein Arbeitgeber mehr Flexibilität benötigt, kann er sie sich durch höhere Personalkosten erkaufen.

    Wenn ein Arbeitnehmer ein höheres Gehalt benötigt, kann er es sich durch mehr Flexibilität erkaufen.


    Situation 2: Zeitarbeiter billiger als Festangestellter

    Plötzlich gibt es keinen Zielkonflikt mehr beim Arbeitgeber: er kann beide Ziele maximieren indem er immer mehr Zeitarbeiter einstellt.

    Für den Arbeitnehmer löst sich ebenfalls der Zielkonflikt auf: er muss bei beiden Zielen Abstriche machen.


    Warum wird also nicht alles dafür getan, Zeitarbeiter teurer für die Unternehmen zu machen? Muss hier nicht steuernd (vom Staat, den Gewerkschaften) eingegriffen werden?
  9. #28

    Prekäre Beschäftigung trägt doch nur zum Kindermangel in Deutschland bei. Die Deutschen sind Perfektionisten. Sie wollen erst Kinder, wenn alles stimmt. Bei einer prekären Beschäftigung stimmt aber nicht alles und somit schiebt man den Kinderwunsch erst einmal raus (bis man irgendwann zu alt ist). Dadurch wird der demographische Wandel doch noch gefördert. Langfristig fehlen damit noch mehr Arbeitskräfte und das Sozialsystem bekommt immer mehr Probleme (das dies zum Nachteil der Firmen ist, ist klar).
    Flexibilität kann man auch über das Zeitkonto bekommen. In den Boomphasen muss man halt länger bleiben (+ samstags), damit man dann in den schlechteren Zeiten zu Hause bleiben kann. Dies hat für die Firmen den Vorteil, dass man niemanden einlernen muss. Natürlich gibt es auch in der Stammbelegschaft St-Florians-Denken. Es werden nicht alle einsehen, dass sie jetzt länger bleiben sollen. Es muss halt festgelegt werden, dass ab einer bestimmten Minuszahl (egal ob minus 5 oder minus 150) die Arbeitszeit reduziert wird und somit auch der Lohn. Dann sind die Leute schon bereit Stunden aufzubauen. Natürlich wird dies auch Arbeitsplätze kosten (aber nur schlecht bezahlte, und auch nur in den Boomphasen). Aber da es viele offene Stellen gibt (auch bei den Leiharbeitsfirmen; die jammern ja immer, dass sie ihre offene Stellen nicht besetzen können), dürfte dies ja auch kein Problem sein.








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