REUTERSDie drastischen Worte kommen direkt aus der spanischen Regierung: Die Finanzmärkte seien für sein Land praktisch dicht, sagte Finanzminister Cristobal Montoro einem Radiosender. Hintergrund sind die stark gestiegenen Zinsen, die Spanien Anlegern für seine Anleihen bieten muss.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837001,00.html
Dazu nur einmal einige Eindrücke aus Fuerteventura, der spanischen Wüsteninsel, wo man eigentlich nur baden kann, aber dafür im Atlantik und das ganze Jahr über: Mehrere „Urbanizaciónen“, also Wohn-, bzw. Touristensiedlungen, sind reine Geisterstädte, hunderte von leeren Appartements, alles vom Feinsten, alles verlassen, die aufwendigen, breiten Zufahrten gesäumt von vertrockneten Palmen und Kakteen, jammervolle Anblicke. Zu verkaufen, überall die Schilder: Se venden, se venden, se venden – man könnte denken, dass die ganze Insel zu verkaufen wäre. Wenn der Immoblienüberhang in ganz Spanien so gewaltig ist wie auf Fuerteventura, dann „Gute Nacht, Spanien.“
Und die Preise: hoch, grotesk hoch - für ein 80 qm Appartement 200.000 Euro, für eine alte Bruchbude 150.000 Euro, alles südspanische Leichtbauweise, schnell hochgezogen, sieht gut aus, aber mehr auch nicht. Wer hat das widersinnige Golf-Resort auf dieser Wüsteninsel bezahlt, gleich hinter einem Hügel hinter Jandia, mit einem protzigen Clubhotel und hunderten von umliegenden Appartements, wo man keinen einzigen Menschen sieht, wo der harte Wind Plastiktüten von Lidl durch die Anlage fegt. Man sagt, dass Fuerteventura nach Andalusien die größte Arbeitslosigkeit in Spanien aufweist, nämlich 25 Prozent – und man erkennt auf den ersten Blick wie relativ leer die Hotels sind, oft nur 30 Prozent Auslastung, rote Zahlen in der Hotellerie, die Touristen aus Zentraleuropa kommen nicht mehr in Scharen, auch ihnen fehlt das Geld... die Aussichten für Spanien sind schlecht.
Unsinn! - Schulden kommen immer vom Geldborgen. Europas sozialistische Regierungen, egal welcher Schattierungen, haben sich Geld geliehen, es ausgegeben und nie zurück gezahlt. Daran sind nicht die Banken schuld, die ihnen das Geld geliehen haben, sondern natürlich die Leute, die das Geld geborgt haben.
Alle ideologischen Verdrängungsversuche sind sinnlos. Wenn man sich kein Geld borgt, hat man keine Schulden. So simpel ist das.
Mag sein, dass ich mich nicht gut genug auskenne im Reich der Finanzjongleure, aber ich kann diese Redewendung "... an den Finanzmärkten ... mit frischem Geld zu versorgen"... nicht mehr hören!! Ich kann mich auch nicht an irgendwelchen Märkten mit _frischem Geld_ versorgen oder eindecken oder selbst überschütten oder was weiß ich, wenn ich wieder mal ein paar Milliarden verschleudert habe! Wenn das Geld alle ist, ist es alle! Dann muss der kleine Mann auch zusehen, wie er über die Runden kommt! Ich stell mir das immer bildlich vor: Da kommt der Pleitestaat (wer auch immer es ist) auf den globalen Dorfmarkt und überall wird er von den Marktschreiern angebrüllt: "Hier und nur heute!! Dreizehn Pfund Frischmünzen aus ökologischem Anbau!! Nur 5,8% Zinsen p.a.!!" Oder: "Nur bei uns!! 8 Kilo Frischgeld aus Freilandhaltung, heute nur 6,3% Zinsen p.a.!!" ... Man könnte das beliebig fortführen. Ich denke, dass das Problem am Kapitalismus die Verzinsung ist. Durch ständiges hin und her verleihen, wird eine belibige Menge Geld zwar "auf dem Papier" mehr, nicht jedoch in der Realität. Somit entsteht bereits durch den ersten Cent Zinsen eine Schuld, die nie beglichen werden kann. Die Katze beißt sich offensichtlich selbst in den Schwanz.
1. Euro und Euro-Zone sind ein Projekt der internationalen Finanz- und Wirtschaftseliten.
2. Zur Verschleierung bzw. Legitimation dieses Sachverhalts wurden von der politischen Elite friedenspolitisch-idealistische, ökonomische und reisetechnische Vorteile für die Bevölkerungen ins Feld geführt.
3. Euro und Zone waren von Anfang an ein zum Scheitern verurteiltes Fehlkonstrukt, weil die enormen sozio-ükonomischen, strukturellen und mentalen Unterschiede der Mitgliedländer von der Politik ignoriert wurden.
4. Den initiierenden Eliten (siehe Punkt 1) war diese Diskrepanz nicht nur bewusst, sondern sie sind inhärenter Bestandteil ihrer Strategie der Profitmaximierung. So wurde beispielsweise Griechenland ganz gezielt als trojanisches Pferd eingeschleust.
5. Das Ziel war und ist ein grosser lukrativer Wirtschafts- und Anlageraum, dessen Risiken und Kosten von den Steuerzahlen übernommen wird - nach offizieller Propaganda im Interesse des grossen politischen Projekts.
6. Die für die Protagonisten lukrative Schuldenkrise wurde vor allem dadurch herbeigeführt, dass die Einnahmesituation in den Krisenländern durch Schonung der Reichen völlig unzureichend war.
Kein Wunder, denn diese Reichen gehören zu den federführenden Eliten des Projekts.
7. Zur dauerhaften Umverteilung von Unten nach Oben wird als Endziel eine unbedingte Transferunion angestrebt, die erstens einen lukrativen und gleichzeitig sicheren Anlageraum für das internationale Kapital schafft und zweites weiterhin sichere Gewinne für die Wirtschaft ermöglicht, indem die von den maroden Staaten importierten Waren de facto von den Steuerzahlern anderer Länder, insbesondere Deutschlands, finanziert werden.
8. Es handelt sich bei diesem undemokratischen Projekt um den grössten Betrug aller Zeiten, der je an ganzen Bevölkerungen begangen wurde!
Nicht Griechenland ist das Problem...es ist der EURO. Klar ist der Weg den er beschrieben hat (Ansteckung für Spanien aus GR.) richtig. Aber das Symptom ist doch wohl der Euro. Eine einheitliche Währung für so unterschiedliche Wirtschaftsräume war ein riesen Fehler. Das weiß er auch. Nur sollte er es endlich mal beim Namen nennen. 10 Jahre haben gerade wir Deutsche sehr gut damit gelebt, keine Währungsschwankungen innerhalb der Eurozone userem Hauptexportmarkt. Harte Euros gegen gute Waren. Aber es war halt alles auf pump.
Der Euro muß und wird fallen. Schwache Länder brauchen schwache Währungen. Nur so können sie den Wettbewerb bestehen, mit uns in Konkurenz treten.Selbst Frankreich hat seinen FF in den 80er Jahren "müssen" abwerten.
Von den Mittelmeerländern ganz zu schweigen.
Was jetzt fehlt ist eine gemeinsame Steuer -und Finanzpolitig UND mit Ausgleichszahlungen wie beim deutschen Länderfinanzausgleich. Oder aber die Rückkehr zu nationalen Währungen. In jedem Fall wird es sehr sehr teuer, aber es ist an der Zeit den Bürgen reinen Wein einzuschenken. Wir sind hier bei uns in D nicht auf einer Insel der glückseligen. Wir stehen zwar ganz oben auf der Leiter. Aber von dort aus ist der Fall wohl auch am schmerzlichsten. Es gilt ihn abzufedern.
Wünsche allen Verantworlichen Mut zur Wahrheit
Interessant. Die Länder die am meisten in den letzten Jahren "gespart" haben sind wahrscheinlich nicht dijenigen mit den geringsten Staatsquoten. Norwegen, Finnalnd, Dänemark und Schweden zeichnen sich bestimmt nicht durch geringe Staatsausgaben aus. (Luxemburg und Estland halte ich für Sonderfälle).
Nach Staatsquote
haben Dänemark, Finnland und Schweden soger sehr hohe Staatsquoten und konnten trotzdem die Haushalte entlasten.
den banken das geld für 0-1% geld geben .
ach richtig die wollen ja auch verdienen und den staaten und den menschen hohe zinsen aufdrücken.
da lässt es sich leben und hohe boni einsacken.
was ist das für ein vekommendes system.
... aber das war doch zu erwarten. Erst Griechenland, mit einer Bevölkerung weniger als in NRW, dann kommt jetzt Spanien. Merkels Rezept: noch mehr sparen.
Nur weiß niemand, wo die Krisenländer noch mehr sparen sollen. Und Spanien wird noch attestiert, daß die konservative Regierung "alles richtig macht" und trotzdem steigen die Zinsen.
Für mich ist schleierhaft, wie nun ein Ausweg gefunden werden soll. Reine brüningsche Sparpolitik kann der Ausweg nicht sein. Investoren ziehen sich immer mehr aus den Krisenländern zurück und die Arbeitslosigkeit steigt weiter an. Sehr gefährlich ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Hier wird eine ganze Generation SINNLOS zur Untätigkeit verdammt. Hier muss gezielt und europäisch geholfen werden, denn das geht uns alle an.
Deutschland wird sich um seine Verantwortung nicht drücken können, hier als Krisenmanager aufzutreten, und nicht nur als "Dr. No!".