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Hohe Vergütungen: Top-Manager rät Kollegen zu weniger Gehalt

DPADie Rekordgehälter für Konzernbosse schrecken selbst Manager auf. In einem Brief an seine Dax-Kollegen rät Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller laut "Handelsblatt" zu Obergrenzen für Vorstandsbezüge. Nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Angst vor staatlichem Zwang.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829108,00.html
  1. #1

    Ich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rekordgehälter für Konzernbosse schrecken selbst Manager auf. In einem Brief an seine Dax-Kollegen rät Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller laut "Handelsblatt" zu Obergrenzen für Vorstandsbezüge. Nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Angst vor staatlichem Zwang.

    Hohe Vergütungen: Top-Manager rät Kollegen zu weniger Gehalt - SPIEGEL ONLINE
    Frag mich wozu einer 26 mille im Jahr braucht. 1ne wären schon mehr als genug.
    Aber das neue Motto in der BRD scheint zu sein Gier ist Geil.
    Ich kann mich an das Motto der Investmentbanker im Jahr 2000 erinnern.
    Deren Leitspruch war und ist es wohl immer noch, Gier ist Gut, stand ernsthaft als Statement einer dieser Vögel in der Börse Online.
    Wundert mich nicht das alles imo so läuft wie es läuft.
    Und unsere Politclowns und überkonzernlenker scheinen den Spruch inhaliert zu haben.
    Ich sehe ernsthaft keinen Grund für dies Abzockerparty meinen Rücken krumm zu machen.
    Wers dennoch tut hat mein Mitleid.
  2. #2

    In jedem anderen Unternehmen..

    In jedem anderen kleinen bis mittelständischen Unternehmen bezieht der Geschäftsführer bzw. Inhaber (je nach Rechtsform die gleiche Person) alles, was nach Abgaben, Gehältern, sonstigen Kosten und ggf. Rückstellungen als Eigengewinn.

    Da ist das vollkommen ok, aber bei Managern von Großkonzernen nicht?
    Ganz abgesehen davon, dass die Bezüge weit weniger als der Überschuss nach den o.g. Kosten darstellt....Das Prinzip ist doch das gleiche, nur dass eben der Großkonzern mehr Jahresumsatz macht, als der kleine Handwerksbetrieb....

    Natürlich ist eine Deckelung begrüßenswert, aber wieder mit dem Argument zu kommen, es MUSS so sein, weil das ja SO VIEL Geld ist, was da verdient wird ist finde ich nicht gerechtfertigt!!!
  3. #3

    krumm

    Zitat von Schweijk Beitrag anzeigen
    Ich sehe ernsthaft keinen Grund für dies Abzockerparty meinen Rücken krumm zu machen. Wers dennoch tut hat mein Mitleid.
    Das sehen Sie sehr vernünftig.

    Die meisten Leute, die ich kenne, sehen das ähnlich.
    Sie arbeiten, um selbst gutes Geld zu verdienen.

    Ich kenne eigentlich überhaupt niemanden, des mit dem Ziel arbeitet, seinen Rücken zu krümmen, um damit einer Abzockerparty Vorteile zu verschaffen. Sondern die Leute verrichten zum eigenen Vorteil solche Arbeiten, für die sie selbst gut bezahlt werden.

    Das klappt auch ganz gut. Und da viele Leute so denken und manche Leute das Ganze gut organisieren, machen Unternehmen Gewinn.
  4. #4

    Einer dieser Hengste hat neulich vorgeschlagen, das Gehalt der Bundeskanzlerin ebenfalls drastisch zu erhöhen. Wenn das kommt, dann wird wohl allen klar, was hier gespielt wird.
  5. #5

    "26 mille" ...

    Zitat von Schweijk Beitrag anzeigen
    Frag mich wozu einer 26 mille im Jahr braucht. 1ne wären schon mehr als genug.
    Aber das neue Motto in der BRD scheint zu sein Gier ist Geil.
    Ich kann mich an das Motto .....
    ...sind landauflandab 26.000, was Sie meinen sind 26 Millionen.
  6. #6

    Das ist kein rechtliches...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rekordgehälter für Konzernbosse schrecken selbst Manager auf. In einem Brief an seine Dax-Kollegen rät Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller laut "Handelsblatt" zu Obergrenzen für Vorstandsbezüge. Nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Angst vor staatlichem Zwang.

    Hohe Vergütungen: Top-Manager rät Kollegen zu weniger Gehalt - SPIEGEL ONLINE
    ...das ist ein moralisches Problem.

    Rechtlich wird keine Regierung dem beikommen können. Wo kämen wir da auch hin.
    Und moralisch kann nur die Gesellschaft dem beikommen, auch das haut nicht hin. Wie auch in einer Gesellschaft in der das Raffen und das Den-Hals-nicht-voll-genug-zu-bekommen zum guten Ton gehört und es keine Solidarität unter den Schwächeren mehr gibt?
  7. #7

    "Wir sollten uns immer wieder klarmachen, dass auch und gerade marktwirtschaftliche Systeme des Verständnisses und der Akzeptanz der Gesellschaft bedürfen"
    -
    Richtig erkannt. Die Mio-Bezüger-Marktwirtschaft ist kein Naturgesetz, und kann jederzeit abgeschafft werden.
  8. #8

    Angst vor staatlicher Reglementierung brauchen sich Top-Manager nicht machen. Den Politikern, die mit solchen Forderungen ihr sozialpolitisches Profil schärfen wollen, stehen gleich mehrere Gegenüber, die Top-Manager gerade wegen ihres hohen Gehalts umgarnen. Angst müssen Top-Manager nur haben, dass es den Aktionären eines Tages zu viel wird. Doch hier ist schon längst ein Ausweg gefunden worden, wie dieser Bericht im SPIEGEL zeigt:
    Dax-Unternehmen: Top-Manager gönnen sich Luxuspensionen - SPIEGEL ONLINE
    Was den Vorständen an Vergütungen zukommt, ist den Geschäftsberichten klar zu entnehmen, nicht aber in Form von Pensionsleistungen. Damit hat die Umschichtung ihren Zweck. Was die Vorstände das Unternehmen wirklich kosten, ist dem Blickfeld der Aktionäre damit entzogen und reines Insiderwissen.
  9. #9

    Insiderwissen

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Was die Vorstände das Unternehmen wirklich kosten, ist dem Blickfeld der Aktionäre damit entzogen und reines Insiderwissen.
    Gestern noch berichtete der Spiegel über Pensionsrückstellungen.

    So ganz geheim kann das Wissen also doch nicht sein.


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