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Hohe Vergütungen: Top-Manager rät Kollegen zu weniger Gehalt

DPADie Rekordgehälter für Konzernbosse schrecken selbst Manager auf. In einem Brief an seine Dax-Kollegen rät Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller laut "Handelsblatt" zu Obergrenzen für Vorstandsbezüge. Nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Angst vor staatlichem Zwang.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829108,00.html
  1. #40

    Genau

    Zitat von niepmann Beitrag anzeigen
    Die Botschaft lautet: Wenn Du schon genug abgesahnt hast, dann schraube zurück. Damit rettest Du das System vor staatlicher Kontrolle,
    und wir alle können weiterhin abkassieren.
    ... den Eindruck hatte beim Lesen auch.
  2. #41

    für 1 mio kann man locker 10 gute angestellte (z.B. Ingenieure) bezahlen, wodurch einer Firma ein nicht zu vernachlässigender Innovationszuwachs zu Gute kommen würde. Dann kann endlich mal wieder mit Innovation Geld verdient werden, anstatt mit Geldeinsparungen oder -geschäften. Davon ließe sich dann jeweils auch gut eine 4köpfige Familie finanzieren, die dann ihr Geld auch wieder in die Produkte der Firma (z.B. Auto) stecken würde, wenn eine familiäre Bindung zur Firma besteht wie es bei Leiharbeitern nur selten der Fall ist.
    Tja, aber wie geht das schon in den Kopf von denen, die den Hals nicht voll genug bekommen können. Nein, lassen wir die mal zehn Jahre warten bis sie merken, dass sie für ihre Millionen nur noch asiatische Billigprodukte kaufen können.
  3. #42

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...das ist ein moralisches Problem.

    Rechtlich wird keine Regierung dem beikommen können. Wo kämen wir da auch hin.
    Und moralisch kann nur die Gesellschaft dem beikommen, auch das haut nicht hin. Wie auch in einer Gesellschaft in der das Raffen und das Den-Hals-nicht-voll-genug-zu-bekommen zum guten Ton gehört und es keine Solidarität unter den Schwächeren mehr gibt?
    Nun, unsere Hardcore-Kapitalisten kopieren eben nicht nur Lebensmittel, TV Formate und sonstige Dinge von den Amerikanern ab, sondern auch deren Moral. Dort ist es völlig normal, dass Gier etwas Positives ist.
  4. #43

    Hebamme auf Linienflug

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Das meinen Sie doch nicht wirklich ernst, oder?
    Doch, natürlich. Der Forist, der mich gefragt hatte meinte es auch ernst.

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Meine Mutter ... würde in ihren kühnsten Träumen nicht darauf kommen einen Privatjet zu unterhalten, um mal übers Wochenende in den Süden zu fliegen.
    Das geht den meisten Leuten so. Es ist ja auch teuer.

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    ... was hier hier von sich geben ist ... realitätsfern.
    Überhaupt nicht. Die Frage war, was man mit 26 Millionen Euro Jahresgehalt anfangen kann. Ich habe ein realistisches Beispiel genannt.

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Wenn jeder Familienvater oder -mutter, die wenig Zeit für ihre/seine Familie hat, das Recht auf eine Privatjet hätte, dann gäb es wohl keine Jahresgehälter mehr unter 5 mio €...
    "Recht auf einen Privatjet" ist ja eine lustige Idee.
    Und da nennen Sie meinen Beitrag realitätsfern.
  5. #44

    Und was bringt es?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rekordgehälter für Konzernbosse schrecken selbst Manager auf. In einem Brief an seine Dax-Kollegen rät Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller laut "Handelsblatt" zu Obergrenzen für Vorstandsbezüge. Nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Angst vor staatlichem Zwang.

    Hohe Vergütungen: Top-Manager rät Kollegen zu weniger Gehalt - SPIEGEL ONLINE
    Laut Artikel erhält VW Chef Winterkorn ca. 16,6 Mio. Euro für 2011. Der Konzern hat laut Wikipedia ca. 500.000 Mitarbeiter. Würde man Winterkorns Gehalt auf 1,6 Mio. Euro senken, würden 15 Mio. Euro für die Angestellten übrig bleiben. Das sind pro Jahr 30 Euro pro Angestelltem. Rechnet man das Ganze nur auf die VW AG mit 100.000 Mitarbeitern, bliebe für jeden 150 Euro.
    Offenbar ist Winterkorn jedoch ein sehr erfolgreicher Unternehmer, schließlich ist VW eine wertvolle Marke. Würde man ihm nur noch die 1,6 Mio. Euro lassen, würde er mit Sicherheit woanders arbeiten wollen.
    Nur so als Gedankenspiel.
  6. #45

    gekoppelt

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Das hat damit überhaupt nichts zu tun.
    Doch. Um das einzusehen, ist hilfreich, wenn man logisch denken kann.

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Sie vergleichen hier eher 2 Mitarbeiter der selben Gehaltsstufe.
    Richtig. Denn wenn jede einzelne Steigerung an die Steigerungen beim Manager gekoppelt sind, dann sind sie ebenso untereinander gekoppelt.

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Es ging hier aber vielmehr darum, dass es ein festes Verhältnis zwischen Niedrigs- und Höchstlohn geben muss
    Nein, es ging um alle Löhne. Verfälschen Sie doch bitte weder meine Aussagen noch diejenigen Aussagen, auf deren Grundlage ich meine Aussagen herleite. Im Zweifelsfall zitieren Sie bitte. Das sieht so aus:

    Zitat von Teamghost Beitrag anzeigen
    Ich würde ja eine Erhöhung aller Mitarbeitergehälter koppeln.
    Sehen Sie es? Dann wird ganz klar, daß es um alle Gehälter ging.

    So, wenn Sie mir etwas sagen möchten, lernen Sie einfach, wie man zitert, vermeiden Sie, Inhalte von Beiträgen zu verfälschen, und wenn Ihnen dann noch Zweifel bleiben, weil Ihnen zum Beispiel nicht ganz klar ist, ob aus der Koppelung aller Gehälter an ein Managergehalt auch die Koppelung dieser Gehälter untereinander folgt oder nicht, dann fragen Sie mich einfach.
  7. #46

    für 1 mio

    Zitat von crejcka Beitrag anzeigen
    für 1 mio kann man locker 10 gute angestellte (z.B. Ingenieure) bezahlen, wodurch einer Firma ein nicht zu vernachlässigender Innovationszuwachs zu Gute kommen würde.
    Um so wichtiger ist es für ein Unternehmen, sich mit attraktiven Bedingungen die Leistungen eines erfahrenen Managers zu sichern, der den Gewinn um ein Vielfaches erhöht und damit einen viel höheren Innovationszuwachs verursacht.
  8. #47

    Zyniker

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Doch. Um das einzusehen, ist hilfreich, wenn man logisch denken kann.
    Richtig. Denn wenn jede einzelne Steigerung an die Steigerungen beim Manager gekoppelt sind, dann sind sie ebenso untereinander gekoppelt.
    Nein, es ging um alle Löhne. Verfälschen Sie doch bitte weder meine Aussagen noch diejenigen.....
    Sie sind doch einfach nur ein völlig asozialer Zyniker, der den Auftrag hat, den Blutdruck Ihrer Mitforisten mit Ihren irren Thesen so in die Höhe zu treiben, auf dass diese Mitforisten möglichst schnell nach Erreichung der Rentengrenze sozialverträglich ableben.
  9. #48

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Sie sind doch einfach nur ein völlig asozialer Zyniker, der den Auftrag hat, den Blutdruck Ihrer Mitforisten mit Ihren irren Thesen so in die Höhe zu treiben, auf dass diese Mitforisten möglichst schnell nach Erreichung der Rentengrenze sozialverträglich ableben.
    Ja genau - er wird von unserer Steuerungsorganisation Kapitalisten e. V. bezahlt um Leute wie Sie zu ärgern. Ganz genau so siehts aus.
  10. #49

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Laut Artikel erhält VW Chef Winterkorn ca. 16,6 Mio. Euro für 2011. Der Konzern hat laut Wikipedia ca. 500.000 Mitarbeiter. Würde man Winterkorns Gehalt auf 1,6 Mio. Euro senken, würden 15 Mio. Euro für die Angestellten übrig bleiben. Das sind pro Jahr 30 Euro pro Angestelltem. Rechnet man das Ganze nur auf die VW AG mit 100.000 Mitarbeitern, bliebe für jeden 150 Euro.
    Offenbar ist Winterkorn jedoch ein sehr erfolgreicher Unternehmer, schließlich ist VW eine wertvolle Marke. Würde man ihm nur noch die 1,6 Mio. Euro lassen, würde er mit Sicherheit woanders arbeiten wollen.
    Nur so als Gedankenspiel.
    Herr Winterkorn ist eben kein UNTERNEHMER sondern Manager und damit ein Angestellter. Das wird gern vermischt. Im Unterchied zum Autoschrauber hat er allerdings weitreichende Entscheidungsbefugnis und kann die Unternehmensstrategie vorgeben oder zumindest beeinflussen. Ob das ein anderer an dieser Stelle nicht genauso gut könnte, sei mal dahingestellt.
    Er kann so viel Geld bekommen, da auf der Ebene so viel Geld bewegt wird. Bei einer kleineren Firma würde selbst bei höherer Produktivität weniger für das Management anfallen können.

    Das Argument, man müsse den Top-Leuten so viel Geld geben, damit sie nicht zur Konkurrenz gehen, wird häufig gebracht, ist aber durchaus zu hinterfragen. Wenn nämlich auch anderen Posten auch nicht mehr zu holen ist, kann er ja auch bleiben. Außerdem müssten die Stellen auch frei sein.

    Bei 30 Euro mehr würde es auch nicht bleiben, da Herr Winterkorn ja nicht der einzige Manager bei VW ist.
    Unabhängig davon geht es auch eher um das Gefühl einer akzeptablen Verteilung der Einkommenshöhen. Selbst wenn er 100 Mio bekäme bzw. diese Sumem auf alle Angestellten/Arbeiter heruntergerechnet würde, wäre das immer noch eine recht kleine Pro-Kopf-Summe. Das Ungerechtigkeitsgefühl wäre aber umso größer.


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