DPADie Rekordgehälter für Konzernbosse schrecken selbst Manager auf. In einem Brief an seine Dax-Kollegen rät Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller laut "Handelsblatt" zu Obergrenzen für Vorstandsbezüge. Nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Angst vor staatlichem Zwang.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829108,00.html
für 1 mio kann man locker 10 gute angestellte (z.B. Ingenieure) bezahlen, wodurch einer Firma ein nicht zu vernachlässigender Innovationszuwachs zu Gute kommen würde. Dann kann endlich mal wieder mit Innovation Geld verdient werden, anstatt mit Geldeinsparungen oder -geschäften. Davon ließe sich dann jeweils auch gut eine 4köpfige Familie finanzieren, die dann ihr Geld auch wieder in die Produkte der Firma (z.B. Auto) stecken würde, wenn eine familiäre Bindung zur Firma besteht wie es bei Leiharbeitern nur selten der Fall ist.
Tja, aber wie geht das schon in den Kopf von denen, die den Hals nicht voll genug bekommen können. Nein, lassen wir die mal zehn Jahre warten bis sie merken, dass sie für ihre Millionen nur noch asiatische Billigprodukte kaufen können.
Doch, natürlich. Der Forist, der mich gefragt hatte meinte es auch ernst.
Das geht den meisten Leuten so. Es ist ja auch teuer.
Überhaupt nicht. Die Frage war, was man mit 26 Millionen Euro Jahresgehalt anfangen kann. Ich habe ein realistisches Beispiel genannt.
"Recht auf einen Privatjet" ist ja eine lustige Idee.
Und da nennen Sie meinen Beitrag realitätsfern.
Laut Artikel erhält VW Chef Winterkorn ca. 16,6 Mio. Euro für 2011. Der Konzern hat laut Wikipedia ca. 500.000 Mitarbeiter. Würde man Winterkorns Gehalt auf 1,6 Mio. Euro senken, würden 15 Mio. Euro für die Angestellten übrig bleiben. Das sind pro Jahr 30 Euro pro Angestelltem. Rechnet man das Ganze nur auf die VW AG mit 100.000 Mitarbeitern, bliebe für jeden 150 Euro.
Offenbar ist Winterkorn jedoch ein sehr erfolgreicher Unternehmer, schließlich ist VW eine wertvolle Marke. Würde man ihm nur noch die 1,6 Mio. Euro lassen, würde er mit Sicherheit woanders arbeiten wollen.
Nur so als Gedankenspiel.
Doch. Um das einzusehen, ist hilfreich, wenn man logisch denken kann.
Richtig. Denn wenn jede einzelne Steigerung an die Steigerungen beim Manager gekoppelt sind, dann sind sie ebenso untereinander gekoppelt.
Nein, es ging um alle Löhne. Verfälschen Sie doch bitte weder meine Aussagen noch diejenigen Aussagen, auf deren Grundlage ich meine Aussagen herleite. Im Zweifelsfall zitieren Sie bitte. Das sieht so aus:
Sehen Sie es? Dann wird ganz klar, daß es um alle Gehälter ging.
So, wenn Sie mir etwas sagen möchten, lernen Sie einfach, wie man zitert, vermeiden Sie, Inhalte von Beiträgen zu verfälschen, und wenn Ihnen dann noch Zweifel bleiben, weil Ihnen zum Beispiel nicht ganz klar ist, ob aus der Koppelung aller Gehälter an ein Managergehalt auch die Koppelung dieser Gehälter untereinander folgt oder nicht, dann fragen Sie mich einfach.
Herr Winterkorn ist eben kein UNTERNEHMER sondern Manager und damit ein Angestellter. Das wird gern vermischt. Im Unterchied zum Autoschrauber hat er allerdings weitreichende Entscheidungsbefugnis und kann die Unternehmensstrategie vorgeben oder zumindest beeinflussen. Ob das ein anderer an dieser Stelle nicht genauso gut könnte, sei mal dahingestellt.
Er kann so viel Geld bekommen, da auf der Ebene so viel Geld bewegt wird. Bei einer kleineren Firma würde selbst bei höherer Produktivität weniger für das Management anfallen können.
Das Argument, man müsse den Top-Leuten so viel Geld geben, damit sie nicht zur Konkurrenz gehen, wird häufig gebracht, ist aber durchaus zu hinterfragen. Wenn nämlich auch anderen Posten auch nicht mehr zu holen ist, kann er ja auch bleiben. Außerdem müssten die Stellen auch frei sein.
Bei 30 Euro mehr würde es auch nicht bleiben, da Herr Winterkorn ja nicht der einzige Manager bei VW ist.
Unabhängig davon geht es auch eher um das Gefühl einer akzeptablen Verteilung der Einkommenshöhen. Selbst wenn er 100 Mio bekäme bzw. diese Sumem auf alle Angestellten/Arbeiter heruntergerechnet würde, wäre das immer noch eine recht kleine Pro-Kopf-Summe. Das Ungerechtigkeitsgefühl wäre aber umso größer.