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Hohe Ökostrom-Umlage: Merkel will Rabatte für Industrie überprüfen

DPADie Strompreise steigen im kommenden Jahr drastisch - auch wegen der Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der Ökostrom-Umlage. Nun hat Kanzlerin Angela Merkel dringenden Reformbedarf eingeräumt und angekündigt, die Rabatte für die Betriebe zu überprüfen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-861577.html
  1. #1

    Kaum meldet die Opposition ...

    ...Bedenken gegen die Rabatte für die Industrie an, schon springt Merkel wieder mit auf den Zug. Was dabei herrauskommen wird, raten Wir mal. Eine Seifenblase. Sie will immer mit dabei sein, aber es tut sich hinterher nichts. Eine Wendehals, schlimmer als seiner Zeit ein gewisser Egon (DDR)
  2. #2

    Jaja, die böse Energiewende

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Strompreise steigen im kommenden Jahr drastisch - auch wegen der Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der Ökostrom-Umlage. Nun hat Kanzlerin Angela Merkel dringenden Reformbedarf eingeräumt und angekündigt, die Rabatte für die Betriebe zu überprüfen.

    Merkel will Industrie-Rabatte für EEG-Ökostrom-Umlage überprüfen - SPIEGEL ONLINE
    Na dann gleich mal den Austieg aus der Energiewende planen, oder? Schließlich ist die herkömmliche Energie aus Kohle, Atom und Gas fast zum Nulltarif zu bekommen.
    Was?! Diese sind nur so billig, weil sie über die letzten Jahrzehnte mit einem dreistelligen Milliardenbetrag subventioniert wurden?! - Naja, hauptsache die Subvention ist auf meiner Stromrechnung nicht ersichtlich. Schließlich gilt, was ich nicht sehen kann existiert nicht!
  3. #3

    Am Ende zahlt sowieso der Kunde

    Genauso wie der Bäcker würde auch ein Unternehmen seine Ökostrommehrkosten auf die Produktpreise umlegen. Nur rund ein Drittel der Subvention zahlt man heute über seine private Stromrechnung, da zwei Drittel der Gesamtsubvention die nicht ausgenommenen Unternehmen zahlen, die die Kosten natürlich durch geringere Löhne und/oder höhere Produktpreise reinholen.
    Da der Allgemeinheit aber nur der Anteil auf der privaten Stromrechnung auffällt, würde Herr Trittin die immer größer werdenden Subventionen für seine Lobby lieber aus Steuertöpfen und über die Produktpreise finanzieren. Ich denke, dass auch Angela Merkel weiß, dass die Ausnahmeregelungen nicht das eigentliche Problem sind. Sie weiß aber auch, welche Macht mittlerweile hinter der grünen Lobby steckt.
  4. #4

    ...

    Zitat von billy86 Beitrag anzeigen
    Na dann gleich mal den Austieg aus der Energiewende planen, oder? Schließlich ist die herkömmliche Energie aus Kohle, Atom und Gas fast zum Nulltarif zu bekommen.
    Was?! Diese sind nur so billig, weil sie über die letzten Jahrzehnte mit einem dreistelligen Milliardenbetrag subventioniert wurden?!
    Wenn das stimmen würde, dann wäre es jetzt tatsächlich nicht schlau auf die Früchte der früheren Investitionen zu verzichten.
  5. #5

    Zitat von billy86 Beitrag anzeigen
    Na dann gleich mal den Austieg aus der Energiewende planen, oder? Schließlich ist die herkömmliche Energie aus Kohle, Atom und Gas fast zum Nulltarif zu bekommen.
    Was?! Diese sind nur so billig, weil sie über die letzten Jahrzehnte mit einem dreistelligen Milliardenbetrag subventioniert wurden?! - Naja, hauptsache die Subvention ist auf meiner Stromrechnung nicht ersichtlich. Schließlich gilt, was ich nicht sehen kann existiert nicht!
    Auch hier würde Nachdenken helfen.

    Wenn eine Sache in der Vergangenheit stark subventioniert worden ist, folgt daraus ja nicht, sie möglichst schnell zu beenden, sondern sie möglichst lange zu betreiben.
  6. #6

    Arbeitsplatzrettungs-Ritter Rösler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Strompreise steigen im kommenden Jahr drastisch - auch wegen der Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der Ökostrom-Umlage. Nun hat Kanzlerin Angela Merkel dringenden Reformbedarf eingeräumt und angekündigt, die Rabatte für die Betriebe zu überprüfen.

    Merkel will Industrie-Rabatte für EEG-Ökostrom-Umlage überprüfen - SPIEGEL ONLINE
    Aber bitte ... . Hat Rösler nicht oft und deutlich genug gesagt, dass er sich nicht dauernd dafür entschuldigen möchte, dass er Arbeitsplätze rettet indem er die Großenergieverbraucher indirekt subventioniert. Und jetzt ist sogar noch Merkel gegen diesen stolzen Arbeitsplatz-Rettungs-Ritter. Wie gemein.
  7. #7

    Die Verbraucher zahlen auf jeden Fall die Zeche, Frau Merkel...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Strompreise steigen im kommenden Jahr drastisch - auch wegen der Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der Ökostrom-Umlage. Nun hat Kanzlerin Angela Merkel dringenden Reformbedarf eingeräumt und angekündigt, die Rabatte für die Betriebe zu überprüfen.

    Merkel will Industrie-Rabatte für EEG-Ökostrom-Umlage überprüfen - SPIEGEL ONLINE
    ...egal, was für tolle Dinge sie sich einfallen lassen, ob sie der Industrie die Rabatte streichen und diese erhöht stattdessen die Produktpreise für die Verbraucher um den entsprechenden Betrag oder ob sie ob sie um ein Lagerfeuer einen Vodoozauber aussprechen. Selbst wenn sie den kleinen und mittleren Stromkunden die Stromsteuern senken, erhöht die Grossindustrie ihre (Produkt-)Preise, damit nix mehr übrig bleibt. Immer dann, wenn die Grossindustrie oder Interessensverbände den Eindruck haben 'dort ist Geld übrig, dort gibt es einen Geldpool, an dem man sich bedienen kann, wird auch ganz flott gehandelt'.
  8. #8

    Die Prognosen zur EEG-Umlage und deren tatsächlichen Werte

    Zitat von Greenpeace, 2004
    ….bleiben die von den Stromkunden aufzubringenden Kosten für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) auch bei weiterem Ausbau der Erneuerbaren Energien (EEG) gegenüber dem jetzigen Stand praktisch konstant.
    Die EEG-Umlage betrug 2004 0,58 Ct/kWh.


    Zitat von Bundesumweltministerium, 2005
    Der Anstieg der EEG-Umlage nimmt in Zukunft ab und wird einen Durchschnittshaushalt selbst bei sehr dynamischem Ausbau nicht mehr als 3 Euro pro Monat kosten. Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts geht die EEG-Umlage wieder zurück.
    Die EEG-Umlage betrug 2005 0,68 Ct/kWh


    Zitat von Ingenieurbüro für neue Energien, 2006
    Insgesamt ist zu erwarten, dass die monatliche EEG-Umlage von heute etwa 0,54 Ct/kWh bis zum Jahr 2017 auf maximal 0,93 Ct/kWh ansteigt.
    Die EEG-Umlage betrug 2006 0,88 Ct/kWh


    Zitat von Bundesumweltministerium, 2007
    Durch die EEG-Novelle erhöht sich die EEG-Umlage auf den Strompreis etwas. Nach geltendem Recht wäre sie bis Jahr 2015 auf ein Maximum von etwa 1,4 ct/kWh angestiegen, danach sinkt sie wieder. Durch die jetzt beschlossene Novelle, die den Offshore-Windstrom besser vergütet, erwarten wir einen Wert von ca. 1,5 ct/kWh im Jahr 2015.
    Die EEG-Umlage betrug 2007 1,02 Ct/kWh


    Zitat von Bundesumweltministerium, 2008
    Trotz eines anhaltend kräftigen Anstiegs der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von derzeit etwa 15 Prozent auf rund 30 Prozent im Jahr 2020 und rund 50 Prozent im Jahr 2030 steigen die von den Stromkunden aufzubringenden Mehrkosten (die so genannten Differenzkosten) nur noch bis etwa Mitte des kommenden Jahrzehnts leicht an. Mit einer EEG-Umlage von maximal 1,5 Cent/kWh liegt diese dann nur geringfügig über ihrem aktuellen Wert von etwa 1,2 Cent/kWh.
    Die EEG-Umlage betrug 2008 1,12 Ct/kWh


    Zitat von Bundesverband Erneurbare Energien, 2009
    Die EEG-Umlage …wird im Preispfad EE-Branche ihr Maximum bei rund 1,4 Ct/kWSh etwa 2013/2014 erreichen.
    Die EEG-Umlage betrug 2009 1,13 Ct/kWh


    Zitat von Bundesumweltministerium, 2010
    Die EEG-Umlage für 2011 wird sich nach einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Umwelt (BMU) rund 2,8 Cent betragen. Die Untersuchung ... sieht auch für die kommenden Jahre keine explodierende EEG-Umlage.
    Die EEG-Umlage betrug 2010 2,05 Ct/kWh.


    Zitat von Angela Merkel, 2011
    Die EEG-Umlage soll nicht über ihre heutige Größenordnung hinaus steigen;
    Langfristig wollen wir die Kosten für die Vergütung des Stroms aus erneuerbaren Energien deutlich senken.
    Die EEG-Umlage betrug 2011 auf 3,53 Ct/kWh.


    Zitat von Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, 2012
    Der beherzte Zubau der erneuerbaren Energien wird die Umlage dafür auf den Strompreis nur wenig, für den Verbraucher unmerklich steigen lassen.

    (…) Nach 2020 aber können wir erwarten, dass der Anteil der festpreisigen erneuerbaren Energien im Strommix hilft, die Preise zu stabilisieren, so dass wir eine Strompreisdämpfung erleben werden.
    Die EEG-Umlage betrug 2012 auf 3,59 Ct/kWh.

    Für 2013 ist eine Umlage von 5,3 Ct/kWh prognostiziert.
  9. #9

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    Auch hier würde Nachdenken helfen.

    Wenn eine Sache in der Vergangenheit stark subventioniert worden ist, folgt daraus ja nicht, sie möglichst schnell zu beenden, sondern sie möglichst lange zu betreiben.
    Bei noch etwas weiteres Nachdenken folgt aber: Nur weil die Entwicklung des Atomstroms subventioniert wurde ist dies kein Grund
    a.) die ungeklärte Entsorgungsfrage und damit verbundenen ungeklärten weiteren Subventionsfragen zu verschärfen
    b.) "Ökostrom" also die risikoarme und nachhaltige Stromversorgung nicht zu subventionieren








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