450.000 Euro bekommt Monica Lierhaus als Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie -*das hat für viele gekündigte Abos und Unmut im Sender gesorgt. Nun wollen Aufseher in der ARD Lierhaus nach Informationen des SPIEGEL gegen ein "bekanntes Gesicht" austauschen - eines, das ohne Gage arbeitet.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,765507,00.html
Nein, warum?
Mache ich auf Sie einen erleuchteten Eindruck? Es tut mir leid, dass Sie zu dieser Fehleinschätzung gelangt sind.
Vielleicht schaue ich nur etwas genauer hin und spare mir Aussagen über Dinge, die ich nicht weiß und auch nicht wissen kann.
Und vielleicht denke ich auch etwas weiter.
So weit das der Presse zu entnehmen war, umfasst die Tätigkeit Lierhaus mehr, als nur die "Ansage der Lottozahlen".
Mal sehen. 400.000 Euro ist die Einnahme, die Lierhaus hat. Selbst wenn Sie bei der Lotterie angestellt wäre (was ich nicht glaube), ginge davon mindestens die Einkommenssteuer weg. Bei diesem Einkommen sind das nach meiner Kenntnis 47,48 %. Das macht "ein Netto" von weniger als 300.000 Euro. Würde sie Ihre Forderung erfüllen, käme also ein Minus heraus.
So viel Angeberei grenzt ja schon fast eine Begabung!
Sechs Zeilen Text ohne eine einzige konkrete Aussage zum Thema zeugen nicht unbedingt von kognitiven Fähigkeiten!
Ich wiederhole die Frage: Wie viele Jahres- bzw. Monatsarbeitsstunden sind Ihres Erachtens einem Gehalt von 450 000 bzw. 37 500 Euro angemessen? Und wie viele davon kann eine Schwerbehinderte als Lotto-Moderatorin überhaupt leisten?
Finden Sie?
Oha. Vielleicht lesen Sie den Beitrag, auf den ich mich bezog und meine Erwiderung darauf noch einmal im Zusammenhang und setzen IHRE kognitiven Fähigkeiten ein.
Wo haben Sie diese Frage denn gestellt? Na ja, vielleicht ist mir auch wirklich etwas entgangen.
Wie auch immer. Meiner Meinung nach ist das die falsche Frage. Zielführender wäre aus meiner Sicht zu fragen, welchen Gegenwert der Auftraggeber von Frau L. für sein Geld bekommt (oder zu bekommen hoffte). Bei der Beantwortung ist es vermutlich hilfreich, nicht nur Stunden zu zählen. Denn wie ich bereits schrieb: Ich weiß nicht, wie viele Stunden Frau L. arbeitet und Sie wissen es vermutlich auch nicht. Und vielleicht ist das auch gar nicht der Punkt.
Ich versuche Ihnen meinen Standpunkt so nahe zu bringen: Wenn ein "kleiner" Arbeiter einer Fabrik eine Idee hat, wie die Firma 1.000.000 Euro pro Jahr spart, wie hoch sollte seine Prämie für diesen Verbesserungsvorschlag sein, wie soll sie berechnet werden? Würden Sie den Arbeiter am Erfolg seiner Idee beteiligen? Oder würden Sie sagen, dass er nur wenig Arbeitszeit aufgewandt hat, um sie zu Papier zu bringen - die er überdies ja auch schon mit seinem Lohn bezahlt bekommen hat?
Und überhaupt. Was stimmt denn nun? 400.000 oder 450.000? Nicht dass das einen großen Unterschied macht. Aber interessieren würde es mich schon.
Reine Suggestivfrage! Natürlich sollte der Arbeiter seine Tantiemen bekommen. Eine ganz andere Frage ist, wie viele Unternehmen heute (noch) dieser Ansicht sind.
Das Hauptproblem allerdings ist die Unvergleichbarkeit beider Sachverhalte: Frua Lierhaus' Auftritte sparen der Lotterie kein Geld, sondern kosten zunächst eine "Kleinigkeit" (450 000 € war wohl zutreffend). Und zusätzliche Abonnenten scheint man durch diesen "Coup" auch nicht zu gewinnen - im Gegenteil! Also: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
Eigentlich nicht. Ich habe konkret gefragt, wie Sie sich verhalten würden ...
... was Sie ja auch beantwortet haben.
Richtig, eine andere Frage. Von mir nicht gestellt und meiner Ansicht nach bei dieser Diskussion auch irrelevant.
Ich glaube nicht, dass die beiden Sachverhalten unvergleichbar sind. In beiden Fällen geht es um die grundsätzliche Frage, ob der Wert eines Engagements tatsächlich immer nach Arbeitszeit berechnet weden kann oder soll. Das haben Sie beantwortet und wir sind in diesem Punkt einer Meinung.
Stimmt. Die Absicht des Engagements war es nicht Geld zu sparen (was aber vielleicht zutreffend ist, wenn Herr Elsner mehr bekommen hat, als Frau L. jetzt bekommen soll), sondern darum, höhere Einnahmen zu erzielen.
Stimmt. Das ist bei jeder Investition so. Im Idealfall lohnt sie sich aber und am Ende schaut ein Gewinn dabei heraus.
Stimmt. Für den Augenblick schaut es so aus. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Angeblich soll Lierhaus ihren Auftrag ja behalten. Also werden wir die Gelegenheit haben, zu sehen, wo das hinläuft.
ok, die frau hatte pech. aber wieviele "normale" leute haben das? vielleicht wäre es ne schöne sache, "normale" gehandicapte menschen diesesache moderieren zu lassen? im wechsel? ds wäre authentisch und man hätte nicht den blöden bigeschmack. 450000 euro gage sind für 1 aufitt/woche total überogen und für jedenhart arbeitenden menschen ein schlag ins gesicht.