Hohe Energiepreise: Stromschlucker nutzen Gebührenschlupfloch

Sie nutzen die Stromnetze am intensivsten, aber gerade Konzerne mit dem höchsten Energiebedarf müssen keinen Cent dafür zahlen. Laut einem Zeitungsbericht hoffen weit mehr Firmen als erwartet auf die Kostenbefreiung. Die Zeche dafür zahlen die Kleinverbraucher.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...803092,00.html
  1. #1

    Was ist daran so verwunderlich. Erstens gibt es auch beim Strom wie bei jeder anderen Ware Mengenrabatte, zweitens sind die Stromkosten gerade für energieintensive Betriebe ein Standortfaktor.

    Wenn wir die deindustrialisierung Deutschland nicht weiter vorantreiben wollen müssen die Stromkosten für die Industrie möglich niedrig gehalten werden.

    Das Problem ist dass Deutschland im Klimaschutz- und Antiatomwahn auf dem Wege zu einer Hochpreiszone beim Strom ist. Das aber nutzt niemandem.
  2. #2

    WER glaubt denn ernsthaft, dass die stromintensiven Industriebetriebe ein Schlupfloch entdeckt haben? Diese Schlupflöcher werden bewusst bei der Ausformulierung der Gesetze schon eingebaut, denn die Gesetzesvorlagen werden mittlerweile mehrheitlich von den Rechtsabteilungen der betroffenen Konzerne ausgearbeitet. Trotzdem halten wird uns einen teuren Apparat von Staatssekretären usw., die angeblich deswegen so gut bezahlt werden müssen, damit die Gesetze im Sinne der Bevölkerung ausfallen, also für Gerechtigkeit sorgen sollen. Auch Guttenberg hatte damals als Wirtschaftsminister Gesetzesvorlagen von einer Anwaltskanzlei in London ausarbeiten lassen, in der er pikanterweise auch einmal tätig war. Danach stellte sich heraus, dass das fast in allen Ministerien der Fall ist.

    WANN sollen die Energiepreise stagnieren oder sogar fallen? 2030???? Für Leute wie Günther Öttinger, die weder richtig Englisch noch Deutsch sprechen können und deren geistiger Horizont bis maximal zur Schwäbischen Alb reicht, ist eine Vorhersage über einen so langen Zeitraum schon eine Meisterleistung. Sogar wirkliche Experten liegen mit ihren Aussagen heutzutage sehr oft voll daneben, denn in einer Zeit wo morgen schon nicht mehr gilt, was heute Gültigkeit hat, ist Planung unmöglich. Daher geben die Deutschen die EUROs auch lieber jetzt aus, solange er noch etwas wert ist. Morgen kann es schon zu spät sein...................................
  3. #3

    Titel

    das entsprechende Gesetz hatte die Bundesregierung im Rahmen des Atomausstiegs weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit beschlossen.
    Wie kann man denn "weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit" ein Gesetz beschließen!? Wo waren denn die Medien, die darüber berichten hätten können / sollen / müssen?

    Bereits jetzt haben aber fast achtmal so viele Betriebe die Befreiung beantragt.
    Und wie viele davon wurden bewilligt?

    damit würden sich bis zu 35 Euro Mehrkosten im Jahr ergeben.
    Also 2,91 € mehr im Monat für einen 3-Personenhaushalt mit diesem (hohen) Verbrauch.
  4. #4

    x

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Was ist daran so verwunderlich. Erstens gibt es auch beim Strom wie bei jeder anderen Ware Mengenrabatte, zweitens sind die Stromkosten gerade für energieintensive Betriebe ein Standortfaktor.

    Wenn wir die deindustrialisierung Deutschland nicht weiter vorantreiben wollen müssen die Stromkosten für die Industrie möglich niedrig gehalten werden.

    Das Problem ist dass Deutschland im Klimaschutz- und Antiatomwahn auf dem Wege zu einer Hochpreiszone beim Strom ist. Das aber nutzt niemandem.
    Doch, der Umwelt. Aber beim Klimagipfel wird lieber weiter rumgelabert. Es sieht doch wohl so aus: Wer die Ressourcen des Planeten am schnellsten verballern kann, "gewinnt" das dämliche Rattenrennen. Verbrennt Deutschland die Kohle nicht, macht es halt China oder die USA oder sonst ein "aufstrebender" Staat.

    Das Problem ist unser Wirtschaftssystem. Aber ich weiß schon, Arbeitsplätze brauchen wir in jedem Fall, egal ob mit oder ohne eine Umwelt, in der man noch ihne Schutzanzug leben kann. Wahrscheinlich haben wir erst dann wieder Vollbeschäftigung, wenn sich 50% der Menschen mit der Beseitigung oder dem in Schach halten von Umweltschäden beschäftigen müssen.
  5. #5

    Falsch

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Was ist daran so verwunderlich. Erstens gibt es auch beim Strom wie bei jeder anderen Ware Mengenrabatte, zweitens sind die Stromkosten gerade für energieintensive Betriebe ein Standortfaktor.

    Wenn wir die deindustrialisierung Deutschland nicht weiter vorantreiben wollen müssen die Stromkosten für die Industrie möglich niedrig gehalten werden.

    Das Problem ist dass Deutschland im Klimaschutz- und Antiatomwahn auf dem Wege zu einer Hochpreiszone beim Strom ist. Das aber nutzt niemandem.
    1. Mengenrabatte sind aus Gründen des Umweltschutzes abgeschafft.
    2. Das Gerede von der Deindustrialisierung ist Unfug; höhere Energiekosten sollten Anreiz zum Sparen sein; allenfalls dürften Sonderkonditionen in enger zeitlicher Frist auslaufen.
    3. Strom ist Energie, die zu ca. 2/3 die Basisenergie vergeudet, hier ist mal Umdenken angesagt.
  6. #6

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Wenn wir die deindustrialisierung Deutschland nicht weiter vorantreiben wollen müssen die Stromkosten für die Industrie möglich niedrig gehalten werden.
    Also anstatt die Industrie dazu anzuhalten, ihre eigenen Verfahren energieeffizienter zu machen, lässt man sie weiterhin das Stromnetz belasten und belohnt sie auch noch dafür.

    Was Sie als drohende Deindustrialisierung ansehen, empfinde ich als Möglichkeit neue Wege der Energieeffizienz zu gehen. Die Liste der neuen Industrien, die sich eben auf Umwelttechologie spezialisieren wird länger und länger. Industrie bedeutet nicht zwingend rauchende Schlote.
  7. #7

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Was ist daran so verwunderlich. Erstens gibt es auch beim Strom wie bei jeder anderen Ware Mengenrabatte, zweitens sind die Stromkosten gerade für energieintensive Betriebe ein Standortfaktor.

    Wenn wir die deindustrialisierung Deutschland nicht weiter vorantreiben wollen müssen die Stromkosten für die Industrie möglich niedrig gehalten werden.

    Das Problem ist dass Deutschland im Klimaschutz- und Antiatomwahn auf dem Wege zu einer Hochpreiszone beim Strom ist. Das aber nutzt niemandem.
    richtig- es war ja von anfang an eine mogelpackung-
    die energiewende sollte die industrie nicht vertreiben-
    also subventionierten strom bekommen-

    und gleichzeitig sollten die verbraucher nur minimal belastet werden.-
    insofern ist das gesetz zur energiewende wirkungslos,weil es etwas unmögliches zum gesetz erhebt- es müsste von rechts wegen direkt in den papierkorb
  8. #8

    gewinne privatisieren....

    verluste sozialisieren und zur Rettung der Banken stehen binnen stundenfrist hunderte von millarden zur verfügung. zur rettung maroder staaten werden rettungsschirme mit billionen gehebelt und für klimaschutzmaßnahmen haben 200 staaten der vereinten nationen kein geld übrig.
    fehlt nur noch, daß die industrie mit geld gefüttert wird, welches dem kleinverbraucher abgepreßt wurde, damit der strom im eigenen land verbraucht wird. dann sind wir auf dem weg der stromgroßkundensubventionierung, denn bei den steuerbelastungen graben sich die einzelnen bundesländer ja auch schon gegenseitig das wasser ab und firmen wanderten dort hin, wo es billige lohnsklaven gab.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie nutzen die Stromnetze am intensivsten, aber gerade Konzerne mit dem höchsten Energiebedarf müssen keinen Cent dafür zahlen.
    Und wo ist das Problem ?

    Wer Bündnis90 wählt, der darf ja gerne zahlen.
    Grüner Strom ist für ein paar Privathaushalte ja ganz nett, die Aluminiumverhüttung findet das aber nicht so knorke.

    Das wie und warum braucht man garnicht zu erklären.

    Wer gemeint hat, die Industrie zieht bei diesem Schwachfug mit, der denkt ganz schön kleingeistig