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Hohe Energiekosten: Verbraucher geizen beim Heizen
Bessere Technik, höhere Preise, sparsamere Bürger: Private Haushalte verbrauchten 2009*neun Prozent weniger Energie pro Quadratmeter Wohnfläche als noch 2005.*Der Staat kassiert trotzdem mehr Geld. Denn im kommenden Jahr steigt die Stromumlage für erneuerbare Energien drastisch.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...723666,00.html
- #80 19.10.2010 06:30 von BeitragszahlerwiderWillen
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Nein. Das hängt mit dem sogenannten Cross-Border-Leasing zusammen. In den Verträgen, mit denen viele kommunale Anlagen quasi ans Ausland verschenkt wurden, ist der klare Passus enthalten, daß der Gewinn und Wert der Anlage stetig steigen muß. Ist ja auch klar, daß unsere amerikanischen "Freunde" stetig mehr verdienen müssen. Und das muß das deutsche Volk jetzt über Generationen zahlen, ein Vielfaches des Kaufpreises.
- #81 19.10.2010 06:35 von BeitragszahlerwiderWillen
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Warum wird so gegen die Menschen gehetzt, die ihr Erspartes in eine PV-Anlage investieren und bei umweltfreundlichem Strom ca. 5-6% (wenn alles 20 Jahre fehlerfrei läuft)erwirtschaften? Während die Energiekonzerne Strom doppelt oder 3x so teuer verkaufen dürfen, wie sie ihn erzeugen?
Natürlich wird man bei steigenden Strompreisen mehr selbst verbrauchen. - #82 19.10.2010 09:35 von Charles Atane
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Es gäbe weniger Grund zur "Hetze", wie Sie es nennen, wenn nicht diejenigen durch nun wieder steigende Abgaben die Subventionen finanzieren müssten, die gar keine andere Wahl haben als den Konzernen ihren Strom abzukaufen und dabei die Zwangsabgaben mitentrichten müssen. Finanzieren sollten die Förderung regenerativer Energien die, die am meisten Energie verprassen und die Umwelt am meisten verschmutzen, obwohl sie die Wahl hätten.
Ich kann aber nicht einfach auf dem Dach des Mietshauses meine Solarmodule festschrauben und dafür Förderungen kassieren. Und würde es der Vermieter tun, würde natürlich er die Subventionen einstreichen und gleichzeitig noch die Kosten für den Umbau auf die Mieten draufschlagen. - #83 19.10.2010 11:21 von
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Anlagen zur Stromerzeugung aus renertiven Energiequellen (Photovoltaik, Strom aus Biogas, Strom aus Erdwärme)werden nicht durch Investitionszuschüsse subventioniert. Der erzeugte Strom kann aber zu einer (unterschiedlich) günstigen Vergütung ins Netz eingespeist werden. Die Vergütung liegt über dem Strompreis, der bei Strombezug aus dem netz gezahlt werden muss. Deshalb wird jeder mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach seinen erzeugten Strom nicht selbst verbrauchen, sondern zu einer Vergütung > 30ct /kWh ins Netz einspeisen und seinen Strombedarf aus dem netz decken und dafür 20ct/kWh zahlen. Bei der Stromerzeugung aus Erdwärme wird der Strombedarf für die Pumpen nicht von der (aus Erdwärme)erzeugten Strommenge abgezweigt, sondern aus dem Netz gedeckt, damit nicht nur der Stromüberschuss, sondern die gesamte geothermisch erzeugte Strommenge die günstige Vergütung erhält. Das ist vom Gesetzgeber zur Förderung der renerativen Stromerzeugung so gewollt und deshalb kann auch jeder vor der Investition in eine solche Anlage überschlagen, ob sich das ganze für ihn rechnet oder lohnt. "Ziemlichen Blödsinn" ist für mich nur die Behauptung, dass ein Vermieter mit 10..14 m2 Photovoltaik auf dem Dach ein lukratives Geschäft macht, das seine Mieter über ihre Stromrechnung von ihrem Versorger bezahlen müssen. Im Unterschied zu einer solaren Warmwsr.erwärmung profitiert der Mieter nicht von einer Photovoltaikanlage und braucht sie deshalb natürlich auch nicht über eine Modernisierungsumlage (wie bei solarer Wrmwsrerzeug
- #84 19.10.2010 11:31 von
Wärmepumpe
Naja, wenn die WP eine Jahresarbeitszahl von 4 hat, kommen 75 % der Energie aus der Umwelt - und 75 % von 20 ist 5. Fragt sich nur, ob die WP wirklich diese JAZ erreicht oder ob der Heizstab dauernd zuschschalten muss...und die Investition holt man trotzdem frühestens nach Jahrzehnten raus, mit Förderung vielleicht ein wenig früher.
- #85 19.10.2010 12:03 von
Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:
Das rechnet sich auch früher, nämlich dann wenn der Energiepreis stark steigt.
Und wenn Russland den Gashahn zudreht, weil es die knappe Energie lieber für sich behält, und bei wegbrechendem Ölangebot das Gas für die KFZ-Flotte nutzt, dann braucht man gar keine wirtschaftlichkeitsrechnung mehr aufzustellen. Beim Gasheizungbenutzer bleibt die Bude dann kalt, Strom für den Wärmepumpennutzer ist in der Versorgungslage sicherer.
Der Ölheizungsnutzer hat in dem Augenblick schon etwas länger ne kalte Bude.
Man sollte also nicht nur nach jetzigen Wirtschaftlichkeitsrechnungen gehen, sondern 1.viel stärkere Preissteigerungen einkalkulieren und 2.tens bedenken, dass wirtschaftlichkeitsrechnungen nicht alles ist, sondern man auch die Versorgungssicherheit bedenken sollte.
Es ist Fakt dass wir den Peak Oil hinter uns haben, die konventionelle Ölförderung ist nachgewiesen im Rückgang und nur Ölsände/-schlämme sorgen für ein gleichbleibendes Gesamt-Angebot. Weil auch noch der Eigenverbrauch der reicher werdenden Förderländer steigt, sinkt das Weltmarktangebot schneller als die Förderung. Es kann sein, dass 2035 zwar noch ne ganze Menge Öl gefördert wird, bloß die Förderländer nichts mehr exportieren, weil sie alles selbst brauchen.
Und wenn Öl am Weltmarkt mehrere hundert Dollar kostet, steigt alles auf Gas um, solange bis auch da der Mangel beginnt.
Es ist also nicht so dass der Peak Ol immer angekündigt wird und nicht kommt, er ist schon da, nachgewiesenermaßen. Man kann es natürlich versuchen so lange wie möglich zu ignorieren und kleinzureden. Aber wer sich frühzeitig vorbereitet (Nahrungsmittel- und Heizenergieautonomie als Priorität), wird einen Vorsprung haben. - #86 20.10.2010 11:13 von tancarino
Diffuse Ängste und das Physikbuch
Sie unterschätzen die Leistung von elektrischen Kochplatten bzw. -feldern. Eine einzige herkömmliche Kochplatte kommt auf eine Leistung von 1500 bis 2500 Watt je nach Größe. Was da bei einem Kochfeld mit vier bis sechs Feldern zusammenkommt, übersteigt natürlich das, was eine Haushaltssteckdose verkraftet. Daher wird ein Kochfeld an Dreiphasenwechselstrom angeschlossen. In meinem Sicherungskasten sind dafür DREI Schalter vorgesehen. Mit 2000 Watt kommen Sie also auf keinen Fall hin - auf jeden Fall nicht in der Aufwärmphase, wenn Ihr Nudelwasser noch kalt ist.
Und da haben wir auch schon wieder die duffuse Angst vor dem Gas. "Kommt mir nicht ins Haus". Das hat eher etwas mit Aberglauben zu tun als mit Vermeidung eines realen Risikos. (Der Föhn in der Badewanne fordert mehr Todesopfer als es das Gas tut und sämtliche Sterneköche müßten ja völlig auf dem Holzweg sein.)
Schon wieder falsch: besonders Nutzer von Wäschetrocknern sollten ihrer Wäsche mit höchster Schleuderleistung so viel Wasser wie möglich abringen. Die erforderliche Energie zum Verdampfen des Wassers im Trockner ist ungleich höher als die mechanische Leistung des Motors für den hohen Schleudergang. Alle elektrischen Wärmeanwendungen sind große Energiefresser, dazu gehört besonders der Wäschetrockner. Wenn Sie es nicht glauben: Verbrauchsmeßgerät dazwischenschalten und aus dem Staunen nicht herauskommen!
Och, nööö: die fehlende Lust zum Wäscheaufhängen wird mit dem Heizeffekt des Kondenstrockners begründet. Also, wirklich. Wie wäre es mit: "Wir putzen keine Fenster mehr, weil der Dreck darauf zusätzlich wärmeisoliert?" Rechtfertigen Sie auch TV-Dauerkonsum (heizt schließlich auch), die alte Glühbirne und die Elektronik im Standby-Betrieb?
Kennen Sie das Prinzip der "Stoßlüftung"? Funktioniert auch und vor allem im Winter und bedeutet keine hohen zusätzlichen Heizkosten, da in der kurzen Lüftungsphase alte (auch feuchte) Luft ausgetauscht wird, ohne daß Wände und Inventar auskühlen. Passiv- und Niedrigenergiehäuser mit Lüftung im Gegenstromprinzip sind ein anderes Kaliber, aber wir reden hier vom Normalfall - #87 21.10.2010 09:23 von
[QUOTE=OttoEnn;6457361
... kennen wir doch vergleichbar vom Wasser und vom Müll :
da wird getrennt und gespart und trotzdem kostet's stetig mehr [/QUOTE]Was das Wasser angeht, stimmt das sogar. Durchs Wassersparen steigt der Kubikmeterpreis.
Grund: Hohe - gleichbleibende - laufende Kosten der Wasserwerke und des Netzes werden auf den Verbrauch umgelegt. Da steigt beim Sparen halt der Fixkostenanteil.
Zudem braucht das Netz einen gewissen Minimalanteil an Wasserduchlauf, damit die Rohre nicht verkeimen. Weil der Deutsche beim Wasser z.T. schon jenseits jeder Vernunft einspart, muss so manche Gemeinde in regelmässigen Abständen die Hydranten öffnen, oder die Rohe sonstwie mit Trinkwasser durchspülen, was dann ungenutzt bleibt. - #88 21.10.2010 09:49 von
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Eine Wärmepumpe setzt den Strom nicht 1:1 in Wärme um, sondern benutzt den Strom, um mit dessen Hilfe der Umwelt (Erde, Wasser, Luft) Wärmeenergie zu entziehen. Je nach Art der Wärmepumpe hat man einen Faktor von ca. 1:3 bis 1:4 pro eingesetzter kWh Strom.
Zu Ihren Preisen muss ich sagen: 5ct für Gas ist sehr billig, 20ct eher teuer. Wenn Sie 5ct für Gas rechnen und 18ct für Strom, dann haben Sie schon o.g. Faktor von 1:3, nicht eingerechnet die 10% Verlust an Wirkungsgrad bei der Gastherme (zudem gibt es spezielle Wärmepumpentarife, wo sie bei ca. 14ct je kWh liegen).
Ebenso nicht eingerechnet der Gasanschluss. In meiner Gemeinde kostet der ca. 2000€, es gibt Gemeinden, da ist der noch erheblich teurer.
Eine Wärmepumpe ist quasi wartungsfrei, bei einer Gastherme muss der Schornsteinfeger kommen und die Heizung regelmässig gewartet und gesäubert werden. Und eine Gastherme sollten Sie nach 15 Jahren oder so ersetzen, die ist dann durchgenudelt.
Ach ja: Und mit der richtigen Wärmepumpe können Sie im Sommer auch kühlen... ;-) - #89 21.10.2010 10:01 von
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