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Hohe Energiekosten: Verbraucher geizen beim Heizen

Bessere Technik, höhere Preise, sparsamere Bürger: Private Haushalte verbrauchten 2009*neun Prozent weniger Energie pro Quadratmeter Wohnfläche als noch 2005.*Der Staat kassiert trotzdem mehr Geld. Denn im kommenden Jahr steigt die Stromumlage für erneuerbare Energien drastisch.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...723666,00.html
  1. #70

    Weshalb?

    Zitat von OttoEnn Beitrag anzeigen
    ... kennen wir doch vergleichbar vom Wasser und vom Müll :
    da wird getrennt und gespart und trotzdem kostet's stetig mehr
    wobei wir alle wissen, weshalb - 's ist dringend Zeit zu handeln
    Sie verraten aber nicht, weshalb! Ich versuche mal, es Ihnen am Beispiel Wasser deutlich zu machen: Die Anlagen zur Wasserversorgung und zur Abwasserreinigung müssen vorhanden sein (und immer technisch verbessert werden), egal ob Sie viel oder wenig verbrauchen. Ebenso muss das Personal vorhanden sein und bezahlt werden. Wenn Sie (und alle anderen Bürger) weniger Wasser verbrauchen, muss der Preis pro Einheit erhöht werden, weil sonst die Kosten für Anlagen und Personal nicht gedeckt sind! Ist doch klar wie Kloßbrühe, oder nicht?
  2. #71

    Wärmepumpe rechnet sich!

    Zitat von meinefresse Beitrag anzeigen
    Ich habe nie verstanden, wie die sich rechnen soll...
    Die kWh Gas kostet 5ct (Gastherme, Effizienz > 90%)
    Die kWh Strom kostet 20ct
    Wie kann eine Wärmepumpe da günstiger sein??
    Die Kwh für Wärmepumpe kostet nicht 20ct, sondern
    14ct Niedertarif und 18ct Hochtarif.
    Wärmepumpe mit sehr hoher Effizienz z.B. Wasser-Wasser (z.B. Grundwasser-Fußbodenheizung) gewinnt aus einem Kwh Strom ca. 4 Kwh Wärme.

    Gehen wir mal von 16000 Kwh Wärme für ein Jahr aus inkl. Warmwasser für einen 4 Personenhaushalt,

    Gas 90% ist gleich ca. 17500 Kwh
    17500 x 5ct = 875 Euro

    Wärmepumpe 4000 Kwh weil 1/4
    Strommix 2/3 NT und 1/3 HT
    NT= 2666 x 14ct = 375 Euro
    HT= 1333 x 18ct = 240 Euro
    Zusammen = 615 Euro
    Da sind die Kosten für die Umwälzpumpen enthalten.

    Kosten für Kaminkehrer und für extra Zähler gehen zu gunsten Wärmepumpe (Kaminkehrer ca. 120 Euro, extra Zähler ca. 70 Euro)

    Macht zusammen ca. 300 Euro Ersparniss bei jetzigen Energiepreisen.

    Wenn man die letzten Jahre betrachtet sind die Preise für Gas/Öl mehr gestiegen als die für Strom.
    Gazprom hat bereits angekündigt das der Gaspreis in den nächsten 2 Jahren auf das Niveau vor der Krise angehoben wird (Plus 50% sind nicht ausgeschlossen). Das wird es beim Strom nicht geben.

    Eine Wärmepumpe läuft wie ein Kühlschrank, man muss nur wie bei einer Gasheizung ab und zu Wasser nachfüllen,
    sonstige Wartung ist nicht erforderlich.

    Hoffe das klärt mal über die Wärmepumpe auf.
  3. #72

    ...

    Zitat von Schwede2 Beitrag anzeigen
    Auch Sie können mit Fonds in Wind- und Solarenergie investieren. Dafür brauchen Sie kein eigenes Dach.
    Ich sprach vom Abgreifen von Subventionen, nicht vom Spekulieren/ Verzocken von mühsam erarbeitetem Geld mit Aktien. Bitte meinen vorherigen Beitrag nochmal lesen, aber diesmal aufmerksam!
  4. #73

    ...

    Zitat von augu Beitrag anzeigen
    Ziemlicher Blödsinn ! Kleine Photovoltaikflächen auf Ein- und Mehrfamilienhäusern lohnen sich wenig oder gar nicht trotz hoher Vergütung für den ins Netz gespeisten Strom. ...
    Was heißt "lohnen"? Es geht nicht um einen lukrativen Nebenerwerb, sondern um die Stromerzeugung zum eigenen Verbrauch. Gewinnerzielungsabsichten sind bereits die Perversion dieses Subventionsfeldes. Wirklich nicht lohnt sich das Fotovoltaik-Unwesen für Leute, die nur mehr zahlen dürfen, zu denen aber keine Mittel aus Subventionstöpfen zurückfließen.
    Daher haben Sie Ihren Beitrag mit "Ziemlicher Blödsinn" auch ganz treffend überschrieben.
  5. #74

    ...

    Zitat von tancarino Beitrag anzeigen
    Wollen Sie auf den Arm? Woher nehmen Sie denn die Gewißheit, es gäbe ein Recht auf gleichbleibende Energiepreise? Merkwürdigerweise wird bei Energie nie ein Inflationseffekt berücksichtigt. Sie müssen heute weit weniger für ihren Strom, Ihr Öl, Ihr Benzin bezahlen als in den 1980er Jahren. Arbeitszeit pro Kilowattstunde - das ist das Maß aller Dinge! Aber es macht natürlich viel mehr Spaß, wie hypnotosiert auf den Zahlenwert zu starren und die Kaufkraft unter den Tisch fallen zu lassen. ...
    Sie reden über gleich bleibende Energiepreise, bloß: Was hat das mit meinem Beitrag über Subventionsausschüttung und -gegenfinanzierung zu tun, den Sie zitieren?
    Meine Kaufkraft hat sich nebenbei bemerkt, wie die der meisten Bundesbürger, allein seit der Euroeinführung halbiert. Genaue Zahlen, die das unterstreichen und die staatliche Propagandainflationsrate ad absurdum führen, habe ich in früheren Beiträgen wiederholt aufgelistet, daher werde ich mich hier nicht wiederholen.
    Aber es macht natürlich viel mehr Spaß, wie hypnotisiert auf die staatlichen Verlautbarungen zu starren und die tatsächliche Entwicklung der Kaufkraft im Alltag unter den Tisch fallen zu lassen, besonders, wenn man selbst zu den materiell privilegierten im Lande gehört.
  6. #75

    ...

    Zitat von masc672 Beitrag anzeigen
    ...
    2. Wenn einer nicht das Haus besitzen würde, in dem Sie wohnen, was würden Sie dann machen? Oder wo würden Sie wohnen?
    Wenn ich selbst ein Hausbesitzer wäre, würde sich mein Vermieter dann umbringen?
  7. #76

    Mag schon sein

    Zitat von karsten112 Beitrag anzeigen
    Genau so ist es, aber das können sie heute niemanden mehr erklären, weil die meisten garnicht wissen wie frische Bohnen aussehen...
    wir hatten auch mal einen Kaiser.
    Da war auch noch nicht "alles" zugebaut.
    Wer hat denn heute noch die Möglichkeit sich einen entsprechenden Garten anzulegen,
    außer einigen Privellegierten vielleicht?
    Diese Möglichkeit war früher eher gegeben als heute.
    Auch die Parzelle im "Kleingärtnerverein Grüner Daumen mit Gemüse" ist auf Jahre verpachtet,
    wenn es im Umkreis so etwas überhaupt gibt.
    Aber letztendlich hat diese Sache mit den Bohnen etc. gar nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun.

    Fakt zum Thema:
    Sparen bei der Energie ist gut und schön, für den normalen Abnehmer aber indiskutabel,
    da die nächste Preiserhöhung so sicher ist wie das Amen in der Kirche.
    Unser Gasanbieter hat zwar jetzt in der kommenden Heizperiode den Preis pro kW/h
    um 0,5 ct. gesenkt (01.11.10-01.04.11) aber bin mal auf die Erhöhung gespannt.
    Beim Strom sorgt unsere Politik schon für die Erhöhung.
    Wenn alle Verbraucher sparen, sagen die Versorger wir müssen erhöhen, da unsere Aktionäre ihre Dividende erhalten,
    verbrauchen wir mehr lautet die Ansage, höhere Nachfrage klar ergibt höhere Preise.
    Wir sind die gef....en.
    Die Versorger (Politik) dreht es sich wie sie es brauchen.
  8. #77

    Zitat von goethestrasse Beitrag anzeigen
    ob die Empfänger von Transferleistungen auch Heizkosten sparen ? oder nur die Selbstzahler sich ein warmes Jäckchen überziehen ???
    Ja, da lacht die Bonze und klatscht sich auf die Schenkel.

    "Schau, die da unten haben immer noch nicht kapiert woher der Wind weht. Die sind so doof und merken es nichtmal wenn wir sie gegeneinander aufhetzen.

    Indigene gegen Immigranten, Niedriglöhner gegen Hilfsbedürftige, chronisch Kranke gegen Gesunde. Und haben wir noch so einiges in der Hinterhand. Hauptsache die tun sich nicht mal alle zusammen.

    Mensch, Seehofer, du hast da mit der Bayern-LB doch auch einen riesen Fisch im Teich, kannst du nicht mal das nächste Ablenkungsmanöver starten."
  9. #78

    Teil 2

    Die Heizkosten werden uns noch um die Ohren fliegen, keine Steigerung von 50% bis 2020, sondern von 50% beim Heizölpreis bis 2012. Die Ölförderung sinkt, die gesamtförderung ist nur stabil wg. steigender unkonventioneller Quellen.
    Der Bedarf steigt aber. Bei gleichbleibender Förderung und steigendem Bedarf, hat man einen Energiemangel und steigende Preise.

    Wenn jetzt in wenigen Jahren noch genauso viel gefördert wird, die Nachfrage aber schon bei 95Mio Barrel ist, dann muss man statt vllt. 2-3Mio-barrel nachfrage aktuell, dann 10Mio-Barrel über den Preis vernichten. Da werden die Preise durch die Decke gehen, weil sehr viele Ölkonsumenten nicht verzichten wollen oder können. Selbst bei dreimal so hohem Ölpreis, wird der Benzinpreis nichtmal doppelt so hoch sein. Da werden viele weitertanken.


    Das Öl ist für die Menschen auch lebenswichtig. Jede Nahrungskalorie, die wir essen, braucht 10kal fossile Energie in der Herstellung. Auf diese Nachfrage kann man sehr schwer verzichten. Ein Mitteleuropäer wird sicher nicht auf Nahrungsmittel verzichten, nur weil sie 30% Preissteigerung wegen eines doppelt so hohen Ölpreis hatten. Er ist also jemand der in der Versteigerung den Preis stark treiben wird.

    Bei 150 oder 200Dollar geht bei uns nicht die Welt unter, wir kaufen einfach weiter, sollen doch die anderen auf den Kauf verzichten.. Woanders sterben aber dann schon Menschen, weil für sie 150Dollar pro Barrel unerschwinglich ist. Bzw. weil die Endprodukte Dünger und der Diesel dem Bauern zu teuer wurden.

    Wir kaufen denen die Nahrung weg, und fahren damit am Wochenende zum Vergnügen rum und verschwenden sie beim Heizen mit offenem Fenster. Das ist das Geheimnis der Distanz. Was man nicht sieht, ist erstmal nicht vorhanden. Deshalb kann man die Konsequenzen des eigenen handeln ignorieren, wenn sie tausende km weit weg zuschlagen.

    Und wenn man wirklich ins Grübeln gerät, dann rettet man sich mit "die Zusammenhänge sind so kompliziert, man weiß nichts genaues", oder "so sind die Dinge nunmal".

    Aber das was global passiert, passiert bei uns im kleinen Maßstab. Die einen nehmen das Heizöl/den Diesel fürs Auto, um am Wochenende zum joggen in die Natur zu fahren. Und die merken gar nicht, dass sie gerade in einer Versteigerung mit Heizöl-Verbrauchern sitzen (Heizöl=Diesel). Beide steigern sich gegenseitig hoch, und der Dieselkäufer wird länger durchhalten als der Heizölkäufer. Ist halt nur die Frage ob der Heizölkäufer bei 1,5 oder bei 3EUR aus der Versteigerung aussteigen muss und die Heizung auslässt. Die meisten Dieselkäufer würden Zähneknirschend wohl noch 3EUR bezahlen, und kaufen damit dem Heizölkäufer die Energie weg, da bei ihm schon bei 2,5EUR Schluss war.

    Ich bin mir sicher, irgendwann kapieren dass die schlechter Verdienenden, dass sie die Opfer der Energieverschwendung der besser gestellten sind. Irgendwann werden Diesel-Fahrzeuge brennen, weil die Heizölkäufer kapieren, weswegen es bei ihnen im Winter kalt bleibt, weil sie kapieren, dass der Typ an der Tanke, der gerade 3EUR/l für ihr Heizöl, seinen Diesel, zahlt, das dann nur nutzt um zum Bäcker zu fahren, während bei ihnen im Winter die Bude kalt bleibt, und die Rentner sich haufenweise Lungenentzündungen einfangen.

    Das sind im übrigen dann versteckte Energiemangel-Opfer: Preise zu hoch durch Mangel -> Heizung bleibt aus bei schlecht gestellten Rentnern -> Lungenentzündung. Nirgends werden sie auftauchen als Opfer des Energiemangels,aber das sind sie.
  10. #79

    Wie peinlich ist denn das

    Zitat von holy heinz ! Beitrag anzeigen
    der Annahme, dass jeder H-IVer im Monat für 100 € Pfand Flaschen sammelt.
    Hier würde ich noch einen Freibetrag in Höhe von 50 € zulassen, als Flaschensammelanreiz sozusagen.
    Und schon müßten unsere Leistungsträger 50 € im Monat weniger für die Hartzies zahlen.

    Mit bestem Gruß
    Hier geht es um gierige Enerkonzerne und nicht um Hartz IV Empfänger. Es ist wirklich peinlich was dieses Bashing eines Teils der Gesellschaft übrigens! für Auswüchse angenommen . Fühlt ihr euch da wohler wenn ihr einen Teil der Menschen jede aber auch absolut jede Würde nehmt.

    Schämt euch. Jeder und auch jede kann irgendwann in die Lage kommen ALG II beantragen zu müssen. Das Schicksal geht oft verschlungene Wege ... oder man begegnet sich im Leben immer mindestens zweimal.








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