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Hohe Abbrecherquote: Ingenieur ist uns zu schwör

In Informatik, Naturwissenschaften und in Ingenieurstudiengängen brechen besonders viele Studenten ab: Fast jeder Zweite hält nicht durch, jeder Vierte verlässt die Uni sogar ganz ohne Abschluss.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...751500,00.html
  1. #190

    Zweierlei

    @Klauswolfgang: Deutsche Fachkräfte haben im Ausland generell (zurecht) ein außergewöhnliches Ansehen. Ob man nun Jurist, Handwerker oder Ingenieur ist: man wird überall, wo man nicht auf politische Vorbehalte stößt, gerne genommen.

    @fpa: danke für den Link, aber ich habe das Thema schon vor einiger Zeit durchgekaut und halte es eher für ein bequemes sich-die-Welt-schönreden, man sei doch was Besonderes;
    oder aber für einen Grund, Ritalin verschrieben zu bekommen, was für unkonzentrierte Studenten gar nicht Mal so unpraktisch sein kann.
  2. #191

    england

    Ich Ingenieur Studium (E-Technik) in England gemacht, weil ich dort auch Abitur gemacht habe. Ich war nicht immer der Superstudent und habe meinen Bachelor auf einer eher schlechteren Uni (Platz 20-30 von 100) in England gemacht. Habe dann aber meinen Master an der UCL gemacht, welche angeblich einer der besten Unis der Welt ist . Ich bin jetzt wieder zurück in Deutschland und habe ein Anfangsgehalt von bis zu 47000 Euro (Gehalt ist erfolgsorentiert , aber 45000 euro eigentlich sicher) , was um einiges mehr ist als ich in England verdienen würde. In England bekommt man 25000 Pfund Brutto und ca. 16000 Pfund Netto .
    Ich lese oft das viele Leute sagen das Studiengänge in England sehr leicht sind. Das hat man Selbstwertgefühl sehr beinträchtigt. Aber es scheint nicht so schlecht so sein, sonst würde mich ein großer Konzern nicht einstellen.
    Ich denke in diesen Foren, wird sehr viel verallgemeinert.Und ausserdem ist England auch einer der führenden Technologie-Nationen. Auch wenn es manche nicht glauben
  3. #192

    Für niemanden ist es einfach

    Bei meinen Bekannten ist mir aufgefallen, dass jene, die MINT-Fächer studieren, anders über ihr Studium sprechen, als jene, die geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer studieren. Einige mit MINT-Fächern sehen ihr Studium einzig als Mittel an, um später einen bestimmten Beruf ausüben zu können, und haben an vielen Studieninhalten gar keinen Spaß. Ich kann gut nachvollziehen, dass einem das Lernen so nicht leicht fällt und ein Studienabbruch häufiger in Erwägung gezogen wird.
    Meine Bekannten mit geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern hingegen studieren häufig deshalb, weil ihnen das Studium der Fächer und die Inhalte an sich Spaß machen. Somit können sie anstrengende Phasen leichter durchleben und denken auch kaum darüber nach, ihr Studium abzubrechen. Ihr Nachteil ist allerdings, dass sie sich stärker um ihre Zukunft Sorgen machen (müssen), weil die Berufsfelder diffus und die Jobaussichten nicht gerade rosig sind. Und weil so viele durchhalten und auch noch motiviert sind, gibt es nach dem Studium viel Konkurrenz und die Firmen können es sich leisten, die jungen Leute auszunehmen. Einfach hat es letztendlich also niemand.
  4. #193

    Informatik

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Informatik ist eben eine Ingenieurwissenschaft und kein Teilgebiet der Mathematik. Dazu sind die Fragestellungen andere, teilweise kann man diese noch nicht einmal mathematisch formulieren.
    Darüber wird noch gestritten. Es gibt Teile der Informatik, die Ingenieurwissenschaft sind, andere Teile sind Wissenschaft wie Mathematik, mit Beweisen und Gegenbeweisen. Nicht umsonst gibt es die Dreiteilung der Mathematik. Anfangs gab es nur die eine Mathematik, bis sich dann nach dem zweiten Weltkrieg die "angewandte Mathematik" herauslöste, die mehr Praxisnähe versprach. In den 70ern hat sich ein dritter Zweig herauskristiallisiert, der sich vor allem mit mit Berechenbarkeit beschäftigt, ein Erbe von Gödel, Church, Turing und Co: Die sogenannte "abgewandte Mathematik". So wurde sie scherzhaft genannt.


    angewandte Mathematik - reine Mathematik - abgewandte Mathematik

    Die abgewandte Mathematik nennt sich auch theoretische Informatik.

    Wer es nicht glaubt, sollte mal die Biographie von Konrad Zuse lesen.
  5. #194

    Grundschulmathematik

    Zitat von rotakiwi Beitrag anzeigen
    Rechenunterricht
    Wenn ich auf meine Schulzeit zurückblicke, war besonders in den Anfangsjahren (Grundschule/anfang des Gymnasiums) die angesetzte Lernkurve gerade in der Mathematik sehr, unverantwortungsvoll flach.
    Ich erinnere mich mit Grausen an die Mathematik in der Grundschule. Wir Kinder hatten bereits ein Abstraktionsniveau, dass wir mit negativen Zahlen arbeiten konnten. Stattdessen lässt man uns bis zur Klasse 7 verdursten. Im Ernst jetzt: Wir hatten negative Zahlen erst in Klasse 7, obwohl sich ihr Sinn uns schon als Grundschülern offenbarte. Negative Zahlen waren verboten.

    Und zu diesem Zeitpunkt waren viele Kinder noch nicht so infiltriert mit dieser Anti-Mathematik-Propaganda. Deutschland, so verschenkst du Potential.
  6. #195

    Progressive

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Ein kompetenter Lernbegleiter holt seine Schüler dort ab, wo sie gerade stehen. Und er ist ihnen im Lehrbuch höchstens zwei Seiten voraus. Denn nur so kann er authentisch sein und der Versuchung widerstehen, als belehrender Dozent aufzutreten. Der fachfremd unterrichtende Pädagoge hat dazu die besten Voraussetzungen, wenn er den Willen zeigt, Kinder zu unterrichten, und nicht sein Fach.

    Für Ihre Bekannte wäre die beschriebene Situation daher geradezu ideal gewesen, wenn Sie sich von ihrem traditionellen, lehrerzentrierten Unterricht getrennt hätte und zu einem offenen, schülerzentrierten Unterricht übergegangen wäre. Dass die Zeit dazu noch nicht reif war, kann man möglichweise als Entschuldung akzeptieren. Aber das allerhöchstens für den ersten betroffenen Jahrgang.
    Bevor man ueber diese abstrusen Beitraege lacht, sollte man sich ueberlegen, dass Gesinnungsfreunde dieses
    Schreibers in allen Erziehungs Ministerien in Europa und US sitzen, und dort wahrscheinlich den Ton angeben. Das sind die die Billionen fuer voellig nutzlose "progressive" Methoden und progressive Erziehung vertun. Kein Wunder dass die Bildungslevel sinken und die Kosten fuer Erziehung astronomisch steigen...
  7. #196

    .

    Zitat von hauptkommissartauber Beitrag anzeigen
    Negative Zahlen waren verboten.
    Aus gutem Grund. Kinder können nunmal nicht abstrakt denken. Fragen Sie irgendeinen verantwortlichen Mathematik-Didaktiker. Er wird es ihnen bestätigen. Ganz wichtig ist daher auch, in der Schule zuerst die Brüche und erst dann die negativen Zahlen einzuführen. Um damit jeden Verdacht auszuschließen, man würde sich an der abstrakten und daher für Kinder unverständlichen und unmotivierenden sogenannten „Fachsystematik“ orientieren, die sich irgendwelche Elfenbeinturmbewohner ausgedacht haben, nur um anderen den Zugang zur Mathematik so schwer wie möglich zu machen.
  8. #197

    Negative Zahlen

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Aus gutem Grund. Kinder können nunmal nicht abstrakt denken. Fragen Sie irgendeinen verantwortlichen Mathematik-Didaktiker. Er wird es ihnen bestätigen. Ganz wichtig ist daher auch, in der Schule zuerst die Brüche und erst dann die negativen Zahlen einzuführen. Um damit jeden Verdacht auszuschließen, man würde sich an der abstrakten und daher für Kinder unverständlichen und unmotivierenden sogenannten „Fachsystematik“ orientieren, die sich irgendwelche Elfenbeinturmbewohner ausgedacht haben, nur um anderen den Zugang zur Mathematik so schwer wie möglich zu machen.
    Also ich konnte in gewisserweise schon abstrahieren.

    Negative Schulden sind Guthaben und negatives Guthaben sind Schulden.
  9. #198

    .

    Zitat von hauptkommissartauber Beitrag anzeigen
    Also ich konnte in gewisserweise schon abstrahieren.

    Negative Schulden sind Guthaben und negatives Guthaben sind Schulden.
    Sie sind unfair. Sie dürfen doch nicht mit einer derart schlichten Wahrheit ein ebenso wohldurchdachtes wie etabliertes Weltbild zum Einsturz bringen.








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